Kaufberatung Model S Neuwagen

In diesem Thread können Kaufinteressenten sich von erfahrenen Tesla-Besitzern zum Kauf von Neuwagen beraten lassen.

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So komme grad von der Probefahrt. War ein normales Model S, kein Plaid. Aber war ok, wollte ja in erster Linie wissen, wie das Auto fährt, obs vom Platz und der Qualität her passt.
Optisch fand ich den Wagen schon mal sehr ansprechend, wenn auch ziemlich unscheinbar. War in Rot mit weißer Innenausstattung. Sehr gelungene Kombination. Platz ist ausreichend, der Kofferraum ist recht groß, aber eben flach. Im Fond hätte ich etwas mehr erwartet, soll ja ein S Klasse Pendant sein. Fahren lässt sich das Model S sehr angenehm, auch die Art und Weise mit dem Yoke Lenkrad zu fahren macht irgendwie Spaß, auch wenn es eigentlich keinen Mehrwert hat. Was aber direkt aufgefallen ist, das Auto, welches in der S Klasse Liga spielt, hebt sich eigentlich nichtmal von meiner vollen C Klasse ab, die mittlerweile 7 Jahre alt ist. Das Model S hat bei Unebenheiten leicht geklappert, auch die Assisstenzsysteme sind im Regen ausgestiegen. Bei Aktivierung des Tempomats und auch Autopilot kamen Fehlermeldungen, irgendwas bzgl den Kameras. Bremsen waren gefühlt nicht vorhanden. Klar fährt man größten Teils one pedal, aber wenn ich mal Gas gegeben und runtergebremst habe, fühlte sich das schon sehr bedenklich an. Mir war klar, dass die mit der AMG Bremse nicht mithalten kann, aber das Teil wiegt über 2 Tonnen und hat glaub auch 600PS? Da bremst jeder Golf besser, sowas kann ich nicht verstehen. Zu guter letzt finde ich es gerade im Dunkeln recht komisch im Tesla zu fahren. Man hat eben nur den leuchtenden Bildschirm. Das wirkt alles eben nicht nach wohlfühlen a la S Klasse. Bin letzte Woche auch mal den Lucid gefahren. Der fühlte sich irgendwie eher nach premium an.
Naja, bin nun eigentlich immer noch so unentschlossen wie davor. Eins ist klar, der Umstieg zum Model S wäre ein Fortschritt bzgl Umweltschutz, aber ein Rückschritt was den Rest betrifft.
Übrigens hatte ich den Mitarbeiter nach dem Model Y Facelift gefragt. Laut ihm wird das nichts vor 2025. Das Model Y ist noch frisch und mit Abstand das Umsatzstärkste Fahrzeug und die Produktion in Berlin gerade erst richtig angelaufen, es wäre Quatsch jetzt auf ein neues Modell umzustellen. Klingt plausibel…

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Hatte am 4.12 auch ne Probefahrt.

War schon toll die Beschleunigung (2x und dann ist mir schlecht geworden :joy:)

Design etc gut.

Aber die Türen waren schlecht angepasst und der Kofferraum zog sich beim runterfahren leicht nach links.

Und das bei über 100T €??

Yoke hat viel Spaß gemacht

Bremsen genau so wie du es geschrieben hast.
Bei 750 Ps oder so…. Sooo schwammig?


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Bremsweg c63 37,3 m, Model S plaid 36 m…. Bremst Ultra schlecht das Model S, richtig.

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Dann wird die Dosierung schlichtweg schlecht sein. Ich habe natürlich keine Vollbremsung gemacht. Die Bremse packt einfach nicht zu. Man muss kräftig reintreten, damit das Auto überhaupt runterbremst. War übrigens beim Model 3 Performance genauso. Fahr mal einen AMG oder irgend einen anderen Sportwagen. Die Bremswirkung kann man nicht vergleichen. Selbst beim Plaid, der Keramik Bremsen hat, liest man nur Negatives von Besitzern, dass diese der Leistung nicht gerecht sind.

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Mit den Bremsen gilt, was bei allen Teslas gilt: Man darf das Bremsgefühl nicht mit der Bremsleistung verwechseln.
Ich habe das Model S jetzt noch nie bei einem Fahrsicherheitstraining oder so gefahren aber schon ein paar Vollbremsungen auf der Bahn (leer) probiert und wie bei meinen Model 3s auch gilt IMHO: bremst nicht wie ein Supersportwagen aber doch anständig, vergleichbar mit ähnlichen deutschen Modellen, ABER: man muss die Bremse viel tiefer drücken, die Pedalkurve ist amerikanisch. Wenn man von einem AMG/M/RS kommt, dann ist das total gewöhnungsbedürftig, ich dachte bei meinem Model 3 am Anfang, die Bremse geht garnicht, dann war ich beim Training und habe gesehen… naja, immerhin mit richtig reintreten besser als fast alle anderen, die da waren (inkl. des 911er, das lag aber IMHO daran, dass dessen Fahrer sich nicht getraut hat, auf das Pedal zu treten und davon auch nicht zu überzeugen war). Ein A4 bremste noch vergleichbar, alle anderen hatten einen längeren Bremsweg.

Was aber bei Tesla generell ein Problem ist, ist die Bremsbelüftung. Fading ist daher brutal, die Bremse bremst 1-2x gut, danach wird sie schnell heiß, Rennstrecken kann man eher vergessen.
Das liegt aber weniger an den Bremsen, sondern an der Aerodynamik, zum Kühlen muss man die Bremsen belüften und das kostet immens Reichweite. Vielleicht kann man mit sehr offenen Felgen was erreichen, das geht dann aber eben auf den Verbrauch.
Wenn man Alpenpässe oder sowas fährt, muss man sich dessen bewusst sein, und aktiv die Reku mitnutzen, das ist wegen der komplett anderen Charakteristik ungewohnt, geht aber.

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Ja da hast du Recht, es fühlt sich echt komisch an, da erstmal lange nichts kommt.

Das ist beides nicht üblich.

Geklappert hat bei meinem nichts und die Kleinigkeiten, die optisch etwas gestört haben, hat der Ranger behoben.
Der ein oder andere Besuch im SeC oder vom Ranger ist bei den US Modellen aktuell leider schon fast normal.

Die Assistenzsysteme haben bei mir immer funktioniert, außer mal morgens wenn das Auto voll Reif war.
Dann ging das aber nach 1-2 Minuten, oder ab 50 km/h wieder, wenn der Wind die Tropfen von der Kamera geblasen hat.

Das ist bei den meisten US Autos so.
Die haben den Bremskraftverstärker deutlich schwächer ausgelegt, als es bei Europäischen Marken üblich ist. Daher muss man deutlich kräftiger reintreten.

Da das bei meiner Corvette genauso war, ist mir der Unterschied schon nicht mehr aufgefallen.
Das hat auch weder mit der Bremsleistung, noch mit der Dosierbarkeit zu tun, sondern lediglich mit der Gewohnheit.
Wenn du eine Zeit lang US Autos gefahren bist, machst du mit dem Mercedes erst mal einige Vollbremsungen, bis du wieder zarter mit dem Bremspedal umgehst.

Eine Probefahrt im Dunkeln, mit Regen und im Long Range, war eventuell auch nicht die beste Voraussetzung.
Wenn du jetzt nichts gefunden hast, was für dich ein KO-Kriterium ist, würde ich bei ordentlichem Wetter noch mal eine Probefahrt im Plaid empfehlen.

Wegen dem Model Y Facelift einen Verkäufer zu fragen, macht definitiv keinen Sinn.
Wenn die Verkäufer etwas wissen wollen, lesen die eher hier mit, als auf Info aus USA zu warten.
Die Auskunft kannst du getrost vergessen.

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Ja das stimmt wohl, war auch eigentlich geplant, direkt einen neuen Termin für einen Plaid zu machen. Leider sind aktuell keine verfügbar, zumindest bei meinem Standort.

Jeder der etwas erfahren ist am Track weiss, dass das MSP kein Track Tool ist, sondern eher eine Sportlimo.

Das Fahrwerk und die Bremsen entsprechen nicht der in dieser Leistungsklasse und auch drunter vorhandenen Konkurrenz.

Beides nicht schlecht aber eher für das normales Fahren ausgelegt.

Die Serienbremsen sind nun etwas besser aber nicht für den Track geeignet.

Somit man muss eben mit diesen Einschränkungen leben oder in das Fahrwerk + Bremsen investieren.

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Moin zusammen, ich bekomme hoffentlich bald mein MSLR, lese hier mit (hatte aber auch schon mal eins, Bj 2021) und frage mal in die Runde, ob andere Bremsleitungen (Stahlflex o.ä.) schon etwas bringen könnten. Offene Felgen gibt es auf jeden Fall on top.
Editiert: habe es eben bei Reifen Reber gefunden: ja, gibt es!

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Stahlfelxleitungen werden hier nicht helfen um die Bremsleistung signifikant zu beeinflussen. Könnte mir aber vorstellen, dass andere Bremsbeläge, die „giftiger“ zupacken, den schwächeren Bremsdruck ausgleichen können. Ich habe mich allerdings noch nicht damit näher beschäftigt, ob z.B. Hersteller wie Endless auch Lösungen für Tesla anbieten.

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Den Unterschied wird man kaum merken.

Der Hauptunterschied von Tesla zu den gängigen Deutschen Fabrikaten, ist dass der Bremskraftverstärker schwächer ausgelegt wird, was bei uns für viele ungewohnt ist.

In USA sind die meisten Autos so, da fällt das nicht auf.

Der Unterschied ist aber nicht die eigentliche Bremsleistung, sonder einfach, dass die Pedalkraft höher ist.
Man muss da nur fester auf das Pedal treten, um das gleiche Ergebnis zu erzielen.

Wenn du da etwas ändern willst, können andere Beläge das schon verbessern, jedoch sollte man darauf achten, das die Beläge auch legal sind.
Da gibt es viele ohne „E“ Nummer.

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Bei der ersten Bremsung nicht.
Solltest Du aber mehrmals hintereinander stark abbremsen müssen…dann doch…:innocent::wink:

Und was sollen die Stahlflexleitungen da bringen?

Die geben wegen dem PTFE Kern etwas weniger nach, als die Standard Bremsleitungen.
Das macht das Gefühl im Pedal etwas härter.

und wann macht man, außerhalb der Rennstrecke, eine Vollbremsung nach der anderen?

Ich hatte das bereits auf der Rückfahrt von Reifen-Reber nach Hause…

Habe es auch in Rebers Thread schon erklärt, dass man beim zweiten „Voll in die Eisen“ nicht mehr „ins Leere“ tritt.

Sicherlich ein „Nice to have“, und nicht „unbedingt notwendig“, aber auf meiner Rückfahrt haben mich die Stahlflex tatsächlich vor einem Auffahrunfall bewahrt,
als vor den angezeigten Staus sich manche Eilige sich in die kleinsten Lücken drängeln mussten, um dann voll in die Eisen zu gehen…

Das hat aber nichts mit den Schläuchen, sonder höchstens mit der Bremsflüssigkeit zu tun.

Einen Totalausfall der Bremse gibt es eigentlich nur bei Dampfblasenbildung und die kann ein Stahlflexschlauch nicht verhindern.

Das ist kochende Bremsflüssigkeit und dafür muss die schon sehr alt oder stark überhitzt sein.

Mehr schreibe ich dazu nicht mehr…
…da es eh OT ist.

Der exaktere Druckpunkt der Stahlflexleitung, hat aber nichts mit dem Ausfall der Bremse zu tun.

Das ist technisch nicht möglich.

Die Bremse fällt aus, wenn die Bremsflüssigkeit kocht.
Das hat mit dem Siedepunkt der Bremsflüssigkeit und der Temperatur im Bremssattel zu tun.
Dort kommt die Hitze zuerst an und führt zu Dampfblasen.

Das kann eine Stahlflexleitung nicht verhindern.