Hallo liebe Tesla-Freunde,
ich bin erst seit wenigen Tagen hier angemeldet und dementsprechend noch etwas „unbedarft“ bei der Masse an Kategorien und Unterkategorien zu jedem einzelnen Tesla-Fahrzeug. Falls mein Thema hier nicht hingehört, verschiebt es gern.
Nach 15 Jahren mit meinem geliebten Toyota Aygo, der von mir liebevoll Aygofighter genannt wird und mich wirklich nie im Stich gelassen hat, habe ich Lust auf einen Tapetenwechsel. Weg vom Verbrenner hin zum Elektroauto. Und da ich als Apple-Nutzer eh das Gefühl habe, dass Tesla Autos mit ihrem schlichten und minimaoistischen Design so wirken als könnten sie auch glatt von Apple sein (hoffentlich fühlt sich durch die Aussage niemand angegriffen ^^), kommt für mich nichts anderes in Frage als ein Tesla.
Ich saß zwar auch schon im Cupra Born und im VW ID.3, aber so richtig umgehauen hat mich keins der beiden Autos. Keine Ahnung, wieso. Vielleicht weil es im Innenraum zu sehr an herkömmliche Autos erinnert, nur eben mit dem Unterschied, dass sie elektrisch fahren. Bei Tesla hat man wirklich das Gefühl in eine andere Welt einzutauchen. Einen so schlichten Innenraum wie bei Tesla habe ich zumindest vorher noch nirgendwo gesehen. Wenn man dann noch bedenkt, dass deren Software eine Wucht ist und da kein anderer Hersteller wirklich mithalten kann, lässt mein technikbegeistertes Herz natürlich noch höher schlagen.
Naja, langer Rede kurzer Sinn: Irgendwie habe ich es geschafft, meine Partnerin, die in der Vergangenheit immer eine vehemente Gegnerin von E-Autos war (sie selbst fährt einen tiefer gelegten Polo GTI, war immer beim GTI Treffen und mag schnelle und laute Autos), davon zu überzeugen, einen Tesla anzuschaffen und den Aygo in Rente zu schicken.
Nachdem ich den letzten Monat erstmal damit verbracht habe für mich herauszufinden, welches Modell überhaupt in Frage kommt und was ich wirklich brauche (meistens steht das in Kontrast zu dem, was man gern hätte oder denkt zu brauchen), bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass es dumm wäre, sich gegen die 0%-Finanzierung beim Model 3 zu entscheiden, auch wenn ich gestehen muss, dass mir die Front und der große geräumige Kofferraum beim Model Y deutlich besser gefallen und ich der Meinung bin, dass das Model Y insgesamt cooler und moderner daherkommt.
Aber nachdem ich gesehen habe, was die Versicherungen für die beiden kosten sollen (Vollkasko, SF8, mit Rabattschutz), musste ich erstmal schlucken. Wir zahlen jetzt gerade 70€ für den Polo pro Monat, mein Aygo kostet 90€ im Quartal. Bei unserer jetzigen Versicherung würden wir knapp 400€ im Quartal zahlen. Bei Check24 war es auch nicht wirklich günstiger. Aus dem Forum habe ich allerdings schon aufgeschnappt, dass viele bei HUK24 sind. Das müsste ich mir dann nochmal anschauen, wenn es soweit ist.
Nun zum eigentlichen „Problem“, falls es überhaupt eins ist. Wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus. Ich habe zwar einen Stellplatz, aber keinen Stromanschluss, kann also nicht zuhause laden. Zwei Supercharger Stationen sind im Umkreis von nicht einmal 20 km. Aber das eigentliche Schmankerl ist: Meine Freundin, die 5 Minuten fußläufig entfernt arbeitet, kann allerdings kostenlos auf der Arbeit laden, was unter anderem ein Grund für den Wechsel auf ein E-Auto war, da ich täglich 70-80 km Fahrtweg habe und meine Spritkosten aktuell so bei 200-300€ pro Monat liegen. Da wäre direkt meine erste Frage: Ist es wichtig zu wissen, was für eine Ladesäule dort steht? Könnte ich meinen Tesla fort problemlos laden oder müsste ich im Vorfeld auf irgendetwas achten?
In der Theorie sollte das SR Modell für mich vollkommen ausreichen. Die Reichweite ist mit 520 km WLTP angegeben. Selbst wenn ich am Ende nur auf 420-450 km komme, sollte das zumindest reichen, um mit einer Batterieladung 1 Woche lang zur Arbeit zu fahren und nur 1x pro Woche laden zu müssen. So zumindest mein Plan.
Ich habe mir gerade parallel ein paar YouTube Videos zum Model 3 angeschaut und ein YouTuber hatte darauf hingewiesen, dass Tesla in ihrem Benutzerhandbuch explizit dazu rät, das Auto nach dem Fahren direkt wieder an den Strom zu hängen. Wörtlich heißt es: „Tesla empfiehlt dringend, das Model 3 angeschlossen zu lassen, wenn es nicht in Verwendung ist. Dadurch wird die Batterie auf einem optimalen Ladestand gehalten.“
Jetzt mache ich mir natürlich direkt Sorgen. Wie schlimm bzw. schädlich hist das für die Batterie wirklich mit Blick auf die Degradation? Würdet ihr mir davon abraten einen Tesla zu kaufen, wenn ich ihn nicht zuhause laden kann oder ist das halb so wild?
Wer es unversehrt bis hierhin geschafft hat, dem danke ich vielmals für seine Aufmerksamkeit und die Zeit, meinen Roman gelesen zu haben.
Ich freue mich auf eure Rückmeldungen und bin gespannt, was ihr zu berichten habt.
Liebe Grüße
Sascha
P.S.: Bietet das LR Modell das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis oder ist es den Aufpreis von 5.000€ nicht wert, wenn es lediglich darum geht, mehr Reichweite zu haben, was sich bei mir eher dadurch bemerkbar machen würde, dass ich weniger aufladen müsste. Ich fahre eigentlich nie 700 km am Stück.