Kartenlesegeräte-Pflicht an Ladesäulen

Und lassen sich auch gerne „austricksen“.:grinning:

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In Ungarn kann man schon lange kontaktlos bezahlen, z.B. auf Streetfood oder Musikfestivals. Ich kann an einem Abend 25mal (oder mehr) kontaktlos bezahlen, ohne PIN. Mit einer MasterCard.

Und ich hoffe ohne PIN kann man auch später mit App oder eine Ladekarte bezahlen, dann brauche ich nicht immer meine Kreditkarte zu benutzen.

Seitdem ich Apple Pay habe, bezahle ich immer damit, da meine VISA Karte kontaktlos nicht mehr funktioniert. Eine PIN Abfrage habe ich noch nie gehabt. Ist auch kontaktlos.

Ich hoffe alte AC Säulen bleiben erhalten, ich kann nur öffentlich laden. Und würde ungerne immer deswegen DC laden möchten.

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Ist bei meiner VISA (von DKB) ebenfalls so.
Kontaktlos zahlen bis (ich glaube) 50€ - so oft ich möchte. Das „Pin nach 5x“ gibt es bei mir nur bei der DKB Giro Card beim kontaktlosen zahlen.

Ich kann also auch nicht ganz nachvollziehen, warum man lt. Gesetz zwingend ein PIN-Terminal braucht. Ich musste den Pin nur ein einziges Mal bei der ersten Zahlung mit der VISA Kreditkarte eingeben, um die Karte zu aktivieren.

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Die Sache mit den Kartenlesern ist doch ein typisches „vergiftetes Angebot“:
Auf den ersten Blick freuen sich die, die immer wieder in den ensprechenden Postillen lesen, wie kompliziert doch das Laden eines E-Autos sei. Da ist von Ladekartenchaos usw. die Rede.
Inzwischen kann man aber an der überwiegenden Mehrzahl der Ladestellen in Europa mit einer Roaming-Karte laden, die genau das Vertragsmodell abbildet, das ich mir längst vorher ausgesucht habe, evtl. Monate bevor ich mit leerem Akku an einer Säule stehe und dann einfach laden MUSS, egal was es kostet.

Durch die ad-hoc-Zahlung an der Säule wird in Wirklichkeit alles noch weniger transparent, denn dort können die Preise jedesmal unterschiedlich sein, sowohl zeitlich als auch räumlich, und wenn ich vor meiner Fahrt nicht jede Ladesäule einzeln genau im Netz recherchiere, bin ich gezwungen, jeden Preis anzunehmen, der irgendwo verlangt wird. Und weil es Bestandsschutz für bestehende Ladepunkte gibt, muss ich sowieso eine Ladekarte oder eine App mitnehmen, weil die Säulen mit PINpad auch nur wieder ein Flicken im Flickenteppich sind.

So wird das Laden für niemanden einfacher und billiger. Es wird nur der Ausbau der Infrastruktur ausgebremst, und der Abzocke wird Tür und Tor geöffnet.

Bitte führt doch endlich eine „Durchleitungspflicht“ für alle Ladeinfrastrukturbetreiber ein, wie es sie beim Haushaltsstrom schon gibt, so dass jeder Ladestromanbieter an jeder Säule den Strom zu seinen Tarifen anbieten kann. Das wäre viel einfacher, erfordert keine neue Hardware, und es wäre allen gedient, vor allem wenn dann noch Plug&Charge nach ISO 15118 dazu kommt.

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Ich hab Dir den wichtigen Teil mal zitiert… :slight_smile:
Bei Zahlung mit dem Smartphone wird die PIN Eingabe durch die Biometrischen Identifikationsmöglichkeiten des Telefons ersetzt.

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…also nicht in einem digitalen Entwicklungsland…

Gruß stahlone

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Das mag ja sein, ist aber für Ladesäulen in Deutschland irrelevant.

Interessant an dem Infopapier ist der Punkt

4. Pragmatische Definition der öffentlichen Zugänglichkeit
Die bisherige Definition der „öffentlichen Zugänglichkeit“ in der Ladesäulenverordnung stellte für die Abgrenzung eines öffentlichen von einem privaten Ladepunkt allein darauf ab, ob der zum Ladepunkt gehörende Parkplatz tatsächlich von jedermann befahren werden kann oder nicht.
Durch die Anpassung der Definition wird nun klargestellt, dass keine physischen Barrieren wie z.B. Poller oder Schranken erforderlich sind, um den Ladepunkt als nicht öffentlich zugänglich einzustufen. Es genügt, wenn der Betreiber den Zugang zum Ladepunkt mit Hilfe einer deutlich sichtbaren Beschilderung oder Kennzeichnung auf einen klar abgrenzbaren, bestimmten Personenkreis beschränkt. Unter einem individuell bestimmten Personenkreis sind Personen zu verstehen, die dem Betreiber regelmäßig namentlich bekannt sind oder die der Betreiber bei Bedarf individuell identifizieren kann. Dies ist typischerweise bei einer Mitgliedschaft, einer Anmeldung oder Registrierung sowie bei einem Arbeitsverhältnis der Fall.

Aktuell sind Besucherparkplätze z.B. an Firmen, Arztpraxen oder Hotels grundsätzlich als öffentlich zugänglich einzustufen und müssen sämtliche Anforderungen der Ladesäulenverordnung erfüllen. Dies kann ggf. dazu führen, dass die betreffenden Stellen darauf verzichten, Ladesäulen zu errichten. Durch die neue, pragmatische Lösung kann der Zugang nun vergleichsweise niederschwellig geregelt werden.
Dadurch wird der Aufbau von Ladepunkten insb. an den genannten Orten attraktiver. Die Neuregelung ist eine wesentliche Verbesserung zum status quo und kann dazu beitragen, dass mehr Ladepunkte errichtet werden.

Das Bedeutet eigentlich, daß alle Anbieter dem Beispiel von Tesla folgen könnten und raus aus diesem Theater sind.
Man müßte also ein Schild aufstellen ala „Für Teilnehmer der hubject Infrastruktur während des Ladens“

/Edit: hubject war nur ein Beispiel, das kann EnBW, maingau, Stromnetz Hamburg oder sonstwer sein :wink:

Nö, Hubject hat keine Userdaten, die verschieben nur Ladeereignisse.
EnBW könnte das machen.

Dem widerspricht die neue LSV im Teil B (S. 18):

„Es soll eine möglichst breite Anwendung des punktuellen Aufladens (§ 4 LSV) gewährleistet werden. Daher soll sich ein Betreiber von Ladepunkten den Anforderungen der Ladesäu-lenverordnung nicht dadurch entziehen können, dass er die Nutzung seiner Ladepunkte von einer vorherigen Anmeldung oder Registrierung abhängig macht und so den Kreis seiner Kunden erstmals individuell bestimmbar macht.“

Eine Ausnahme wäre, wenn die Anmeldung oder Registrierung für die Durchführung eines vom Betrieb des Ladepunktes eindeutig abgrenzbaren primären Geschäftsbetriebs (z.B. Hotelkunde, Arztpatient) erforderlich wäre.

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Für mich heißt das, dass Tesla die Supercharger freigegeben muss.

Das wäre eine echte Sauerei, denn fast alle anderen Betreiber haben Fördergelder bekommen.

Das hat die deutsche Autolobby einen großen Sieg errungen und Tesla einen schweren Schlag versetzt.
Ich hoffe, dass ich unrecht habe.

Wichtig ist das „erstmals“ - ich lese das so, dass man entgegen meiner ersten Annahme sich als Anbieter wie EnBW, FastNed usw. nicht nachträglich durch einen neuen Kniff in die Situation wie Tesla bringen kann.

Tesla hat Bestandsschutz, alle anderen sind von der Verordnung betroffen, sofern sie ihren Dienst öffentlich angeboten haben.

Hoffen wir, dass Du Recht hast.

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Ich glaube den Flo mit dem Kartenterminal haben auch ein/zwei bekannte Tesla Fahrer dem Bundesminister ins Ohr gesetzt. Wenn ich nicht ganz falsch liege bei der Eröffnung des SuC in Berlin

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Das kann ich mir gut vorstellen, denn auf den ersten Blick sieht das ja auch toll aus: Endlich überall Laden, ohne Voraussetzungen, mit punktueller Zahlung. Erst nach kurzer Überlegung wird klar, wo hier die Denkfehler sind:

  • Wer ein E-Auto kauft, dem wird im gleichen Zug auch zuzumuten sein, einen Fahrstromvertrag abzuschließen.
  • Preistransparenz gibt es mit der Kartenzahlung überhaupt nicht. Wer nicht vorher genau auf der Ebene einzelner Ladepunkte im Internet recherchiert, weiß den Preis erst, wenn er den Stecker an der Säule einstecken will.
  • Da Bestandsschutz für existierende Ladepunkte gilt, muss man sowieso noch mindestens ein anderes Mittel zur Freischaltung von Ladesäulen mitführen, da man sich nicht darauf verlassen kann, dass jede Säule ein Kartenzahlungsterminal hat. Die Kartenzahlung ist somit einfach nur eine zusätzliche Zahlungsmöglichkeit, das sog. „Ladekartenchaos“ wird dadurch also nicht besser, sondern schlimmer.
  • Durch die Kartenzahlungspflicht könnten Ladesäulenbetreiber dazu verleitet werden, im Gegenzug für die Kosten der Zahlungsabwicklung die Einbindung ihrer Säulen in Roamingnetzwerke einzusparen mit dem Argument: „Warum müssen meine Säulen jetzt auch noch in Hubject, eine Kreditkarte hat doch jeder.“ Damit wird der Abzocke und Intransparenz Tür und Tor geöffnet und das Kleinklein verstärkt sich wieder, nachdem wir inzwischen durch die Etablierung großer Roamingverbünde auf einem besseren Weg waren. Das verzögert also den Aufbau einer kundenfreundlichen Ladeinfrastruktur!

Hier muss die LSV also schleunigst nachgebessert werden, und wenn schon die Kartenleserpflicht nicht zurückgenommen wird, so sollte wenigstens zusätzlich eine Durchleitungspflicht für den Strom überregionaler Stromanbieter kommen, analog dazu, wie es bereits beim Haushaltsstrom ist.

Hier wird schließlich Strom verkauft und kein Sprit, also muss man das Thema nicht wie eine Tankstelle denken, sondern wie einen Stromanschluss. Für mich wäre es z.B. eindeutig ein Rückschritt, wenn ich jedesmal beim Einschalten eines elektrischen Gerätes in meinem Haushalt an den Stromzähler gehen und an diesem eine Kartenzahlung durchführen müsste.

Ich möchte EINEN Roamingvertrag abschließen, zu Bedingungen, für die ich mich zu Hause entscheiden kann, bevor ich mit leerem Akku vor einer Ladesäule stehe, und dann möchte ich Europaweit zu diesen Bedingungen Strom beziehen können. Das bedeutet nicht notwendigerweise, dass überall exakt der gleiche Preis gelten muss, aber die Bedingungen müssen allgemein gültig und transparent sein. Die punktuelle Kartenzahlung bietet aber genau das alles NICHT.

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Genau das ist das Problem. Und das was @EcoCarer, der ja dafür trommelt, auch nicht in Sicht hat. Es gibt mehr als genügend ich nenn sie jetzt mal „Piratenanbieter“ die „gezwungen“ werden Säulen auf zustellen, es aber eigentlich nicht wollen. Vor allem wollen sie keine Nutzer von auswärts an diesen Säulen haben, weswegen die Tarife, die sie ad hoc und Roaminganbietern anbieten, unangenehm hoch sind.
So ein Vorgehen wird mit der KK-Pflicht imho nur verstärkt und dann wundern sich alle, warum niemand die Säulen nutzt…

Wer das genauso sieht, unterstützt vielleicht auch diese Petition hier:

Hier paar Neuigkeiten

https://twitter.com/initiativedz/status/1432328086582964229?s=21

https://twitter.com/initiativedz/status/1435561459996626949?s=21

https://twitter.com/initiativedz/status/1435247005748584453?s=21

Wen haben die Kollegen gefragt? Ich als Verbraucher brauche das nicht…

Die Abstimmung wenn ich mich richtig erinner ist am 17.09.

Gemeinsame Pressemitteilung von ADAC, Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände, Deutscher Kreditwirtschaft und weiteren Partnern:
https://www.initiative-deutsche-zahlungssysteme.de/presse/pressemitteilungen/2021/08092021/

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Ich sag mal so, wenn alle solche Preise aufrufen würden wie das Seed&Greet, dann würde sich wahrscheinlich niemand beschweren.
Wenn man sich dann aber anschaut, was Anbieter wie Ladenetz oder Andere ad-hoc haben wollen, dann muss man daran zweifeln, dass die Leute ein Interesse an der E-Mobilität haben.

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…vielleicht gibt es ja eine Einfache Löung