Tja, in London kennt man die Preise, aber man muß halt alles
an Stolpersteinen auswerfen, bevor noch jemand auf die Idee kommt,
dass vor dem Laden der Preis für das Laden angezeigt werden muß.
Bei Tankstellen ist so etwas üblich! ![]()
Was genau soll denn durch den EC-/Kredit-Kartenleser einfacher werden? Den Preis weiß ich dann doch vorher erst Recht nicht, oder sollen die Banken dann Ladetarife anbieten?
Da bleibe ich doch lieber bei meiner Ladekarte, die kostet überall das gleiche und ist genau so unkompliziert.
Eben nicht, nicht alle RFID-Leser sind als Zahlungsterminals zertifiziert, zudem geht das nur für kontaktlose Zahlungen, bei Zahlungen mit PIN muss ein zugelassenes PINpad vorhanden sein, wie oben schon von anderen Foristen erwähnt. Außerdem kostet jede Kartenzahlung für den Anbieter Gebühren. Alles unnötige Kosten, die man durch eine einfache Roaming-Pflicht vermeiden könnte.
Ich sagte „Hardware“. Dass die nicht zertifiziert ist, weiß ich. Aber daher hält sich der Investitionsaufwand in Grenzen.
Gibt es nicht eine Bagatellgrenze von €30? Vielleicht liesse sich da ja eine Vereinbarung treffen.
ich finde kredit oder EC karten terminals nur sinnvoll an ladesäulen mit display und preisanzeige. alles andere wäre wildwest. oder es werden bei der gelegenheit noch die preise vom gesetzgeber auf 30 cent AC und 40 cent DC gedeckelt

Nach ein paar (ausschließlich) kontaktloser Zahlungen (5x oder 150 €) verlangen die Bankinstitute die PIN, wegen ihres Anteils an der Haftung. Technisch wäre eine Freistellung möglich, aber da es sich dann doch nicht nicht um Kleckerbeträge wie Rastplatztoiletten handelt, glaube ich nicht, dass die Banken das erhöhte Haftungsrisiko eingehen.
Die machen sich doch lächerlich. Nicht nur, weil sie den Trend hin zur Kartenzahlung verschlafen haben, aber auch, weil die sich so anstellen, einfach ein Lesegerät einzubauen. Das hat doch heutzutage jeder Kaugummiautomat und jede Parkuhr. Das ist doch echt keine Sache mehr.
Dafür wird das Laden sehr viel einfacher und unkomplizierter werden. Dann braucht man keine speziellen Karten und Abos mehr. Davor hat doch der Verband Angst.
Bei SumUp kosten das Terminal einmalig 29€ und pro Debit-Transaktion glaube ich nochmal nochmal 0,9%.
Ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass eine Lösung für Ladesäulen so massiv teurer ist.
O.k. muss wetterfest ins Gehäuse integriert werden, aber die Bauteile kosten wirklich nicht die Welt.
Gruß Mathie
Du vergisst, dass bei den Ladesäulen die Bestimmungen des Eichrechts eingehalten werden müssen (kryptographisch signierte Zählerstände), und diese Software muss entwickelt und dann erst mal zusammen mit dem „handelsüblichen“ EMV-Terminals gemeinsam zertifiziert werden.
Bei einem Parkscheinautomat (dessen Tagesumsatz übrigens 100x so hoch sein wird eine AC-Säule, da schlagen die monatlichen Kreditkartenterminalfixkosten nicht so ins Gewicht) ist das eichrechtlich übrigens deutlich einfacher wegen einer angenommenen Toleranz von z.B. +5 Minuten.
In London fahren die (DSLR) Züge jahrzehntelang ohne Lokführer, vor Jahren konnte man dort schon mit der iwatch sein Eis bezahlen…
Der Aufbau der Lade-Infrastruktur hier ist so was von typisch Deutsch, das blockiert einfach alles. Das ganze Gewürge mit den Ladesäulen hier, wird doch immer schlimmer, anstatt besser.
Anstatt teures, nicht funktionierendes Technikgedöns zu bauen, bei dem es 1000 Verantwortliche aber keinen Ansprechpartner gibt, hätte man CEE blau, 16 oder 32 mit kostenlosem Strom installieren können.
Das wäre wahrscheinlich günstiger und effektiver gewesen als das wie es jetzt ist. Obendrein hätte es eine weitere Beschleunigung hin zur E-Mobilität gegeben.
A.K
Was hat das mit der Zahlung zu tun? Die eichrechtskonforme Messung muss auch heute schon erfolgen. Zahlungsterminals messen nichts und müssen auch nicht geeicht werden.
Gruß Mathie
Das würde mich auch interessieren. Ist ja nicht so, dass für Visa, Mastercard, etc. und dann noch alle Ladekarten separat geeicht werden muss?!
Mir erschließt sich der Zusammenhang zwischen der Eichung und der Zahlung nicht.
Der geeichte Stromzähler sagt: hier wurden 30 kWh geladen.
Das Preisschild sagt: die kWh kostet bei mir 79 Cent (weil Premiumstrom vom großen I)
Das Kartenlesegerät hat am Anfang mal 50€ auf deiner Karte reserviert und schreibt dir am Ende wieder 26,30€ gut (50 - 23,70). Evtl. musst du deine Karte dafür am Ende nochmal an den Leser halten.
Es ist zwar schon etwas her, dass ich zum letzten mal an einer SB Zapfsäule war, aber so ähnlich war der Ablauf. Wieviele hundertausend Zapfsäulen gibt es in den USA und anderswo auf der Welt die genau so funktionieren?
Die ganzen deutschen Ladesäulenbetreiber müssten halt einfach mal den Stock aus dem Arsch kriegen und ihre ganzen Zwischendienstleister absägen. Das sind die wahren Preistreiber.
Es braucht hier keine Mittelsmänner wie Charge-IT usw. Das kann eigentlich jedes kleine Stadtwerk selber machen. Der Bäcker kann es ja mittlerweile auch. Holst dir die Technik von SumUp oder Ingenico oder wem auch immer und das wars. Kosten im zweistelligen Bereich. Was kostet eine 2 x 11 kW Ladesäule? Ein HPC?
Es ist nicht der Untergang des Abendlandes.
Das mag wohl für neu aufzustellende Charger wohl nicht sehr viel aufwendiger/teurer werden, aber für alle existierenden sieht das doch wohl anders aus. Die Umrüstung wird definitiv Geld kosten und die Konsequenzen werden sein:
- Abwelzung der Kosten auf die Kunden und/oder
- Demontage bestehender Ladepunkte, da sich der Aufwand nicht lohnt/rechnet.
Weißt Du eigentlich wie es mit den Zahlungskarten funktioniert? Da gibt es Clearingdienstleister, die es ermöglichen, dass nur ein Kartenlesegerät auf dem Tisch des Ladens stehen muss. In Italien stehen meistens mehrere nebeneinander, weil die sowas nicht haben.
Genauso macht das Sinn für Ladesäulen, da es nun mal nicht nur einen Anbieter gibt.
Das zertifizierte Kartenterminal ist noch die kleinste Größe in diesem Prozess. Einfach ist da leider gar nichts.
Typisch deutsche Bürokratie und Overengineering. Das perfekte Paar.
Die Ladekarten sind auch nur RFID Karten. 2Faktor macht man über eine App ohne PIN Pad. Gibt es so für die Girocard der Sparkasse wenn es denn sein muss.
Das eigentliche Problem sehe ich darin, dass man den Anbieter nicht mehr auswählen kann. Woher soll die Säule wissen bei wem zu welchem Tarif abgerechnet wird, wenn ich nur die KK oder Girocard davor halte.
Was gibt es hier wieder zu nörgeln?
Ihr könnt ja weiterhin eure Ladekarten und Apps benutzen.
Ich will an der Säule sehen was es kostet, meine Kreditkarte/Handy dranhalten wie beim Bäcker und dann „spontan“ laden.
Kein Bock auf 100 Ladekarten / Apps mit jeweiligen Accounts.
Die Kosten stehen ja wohl auch in keinem Verhältnis zu den Kosten der Ladesäule an sich.
??? Alle Kunden zahlen den gleichen Preis. Schließlich gibt die Säule auch an alle den gleichen Strom ab.
Gleiches Konzept wie bei Tankstellen für Diesel, Benzin, Erdgas, Autogas, usw.
Gleiches Konzept wie in Supermärkten.
Jeder Kunde zahlt das was auf dem Preisschild für das Produkt steht.
Da sind wir auch schon beim eigentlich wichtigeren Thema:
Es braucht nicht unbedingt eine einfache Zahlungsart, es braucht eher eine Regulierung bei den Tarifen. Es kann doch nicht sein, dass ich an der selben Säule nach Pauschale, nach kW oder nach Zeit bezahle und es dazu noch so viele Tarife gibt, dass man den Überblick nur mit Apps wir AirElectric behalten kann. An einer Säule die gleiche Ladung für 11.45 Euro via ADAC oder für 40.92 Euro via InCharge zu bekommen ist doch ein Unding. Das verdirbt doch dem Einsteiger die Lust auf eMobilität und ist in meinen Augen auch Wucher.