Infos zu UNECE-Treffen/EU-Zulassung für FSD Supervised

Ich hatte es so verstanden dass generell der Autopilot nur bis 60kmh erlaubt sein wird. Also dass der AP in Zukunft komplett nicht mehr aktivierbar ist in der Stadt oder auf Autobahnen (solange man nicht weniger als 60 fährt).

Meinst du alles wie gehabt AP kann so wie jetzt normal genutzt werden und wenn ich dann unter 60 bin brauche ich nicht mehr hand am Lenkrad und aufpassen?

Bin mir da nicht so sicher. Hoffe aber sehr das du recht hast.

Diese neue Richtlinie ist für die UNECE-Mitgliedsländern bindend (soweit ich das verstanden habe), aber gilt eben nur für Level-3!
Der Tesla-AP in der jetzigen Form ist Level-2 und erfordert die Aufmerksamkeit des Fahrers. Ich denke es spricht nichts dagegen in einer Fahrt zwischen Level-2 (mit Aufmerksamkeit des Fahrers) und Level-3 (mit Warnung, falls Fahrer übernehmen muss) zu wechseln.

Alles mit Vorbehalt, ich finde die Dokumente und den Standardisierungsprozess etwas unübersichtlich…

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Ich habe ein bisschen in den EU-Dokumenten gelesen. Als ich die Formeln gesehen habe, die dort verwendet werden, wurde mir klar, dass die nicht von den Brüsseler Bürokraten kommen können. So etwas kann man sich am Schreibtisch gar nicht ausdenken.

Diese Vorschriften wurden von der europäischen, wahrscheinlich hauptsächlich der deutschen Autoindustrie verfasst, mit dem Hauptzweck, Tesla auszubremsen. Die Automobilhersteller-Lobby ist halt stark.

Anders ergibt es keinen Sinn. Z.B. das Senken der Summon-Reichweite von 65 auf 6 Meter, die Begrenzung der Spurwechsel auf 5 Sekunden, das Senken der Geschwindigkeit in Kurven (seitliche Beschleunigung), und was da sonst noch alles beschränkt wird. Das geht ziemlich offensichtlich gezielt gegen Tesla. Es wird halt mit gezinkten Karten gespielt. Funktionen, die in Amerika von allen benutzt werden, hier als so gefährlich einzustufen, dass sie absolut verboten werden müssen, ist doch offensichtlicher Unfug.

Insofern muss man nicht auf die Vernunft der Regelmacher hoffen, denn hier geht es nicht um Vernunft. Es geht um Geld. Wo Bürokraten die Entscheidungsmacht über große Geldflüsse haben, nämlich die Gewinne der Autohersteller, da gibt es eine sehr große Anziehungskraft und Verlockung für Lobbyismus und damit für Korruption. Wie bei Bauämtern, Kartellämtern, Zentralbanken, usw. Wenn Tesla dann noch als fremder Eindringling gesehen wird, den es abzuwehren gilt, dann kommt so etwas heraus.

Wie können wir als Endkunden Druck machen? Eine Petition gibt es ja schon, aber das ist naiv. Darüber lachen die Leute an den Hebeln der Macht nur. Parteipolitik wird hier auch kaum helfen. Unsere Wählerstimmen reichen nicht aus. Vielleicht hilft es ja, viele Briefe zu schreiben, in denen man erkennen lässt, dass die Drahtzieher durchschaut werden.

Ansonsten bin ich ratlos. Was passieren wird, ist, dass die Regeln genau dann und genau so weit gelockert werden, wie die deutschen und europäischen Autohersteller ihre Technik weiterentwickeln. Alles, was Tesla kann, die anderen aber nicht, muss verboten werden.

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Ich finde 60km/h und Limitierung auf Autobahnen eine sinnvolle Einschränkung für Level 3 zum jetzigen Zeitpunkt. Die Hersteller müssen erstmal beweisen, dass sie das wirklich sicher hinbekommen.

Bei Tempo 60 auf der Autobahn ist es natürlich immer noch sehr gefährlich, wenn die Systeme zu spät bremsen. Im Vergleich zu Tempo 120 oder in der Stadt ist das Risiko von schweren Unfällen aber deutlich geringer.

Ich weiss nicht ob mit Schuldzuweisungen oder Verschwörungstheorien hier geholfen ist. Ich bezweifle, dass hier die deutschen Hersteller auf UN Ebene gegen Tesla vorgehen. Zum einen ist Tesla sicher nicht der einzige der autonome Mobile baut zum anderen sind die Tesla Systeme ja weit davon weg fertig zu sein. Tesla verpasst dem eigenen System selbst das Beta Label, und auch vor der Reduzierung z.B. der Seitenbeschleunigung ist mein M3 alles andere als sicher durch knifflige Kurven gefahren.

Elon Musk beherrscht doch das Spiel Er hat es geschafft als erster ausländischer Konzern in China zu bauen und er schafft es sogar in Deutschland zu bauen. Da wird er ja wohl auch beizeiten bei den entsprechenden politischen Institutionen vorsprechen um die wichtigen Märkte für sein Killerfeature zu öffnen.

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Also ich fände es ja schon mal hilfreich, wenn es weniger EU-Bashing gäbe.

  1. Das ist eine UNO-Institution für Europa, die aber mittlerweile viele weitere Mitglieder (global) hat
  2. Wer sollen diese „Bürokraten“ denn sonst sein? Natürlich sind das Experten in den jeweiligen Fachgebieten, natürlich auch von den Herstellern.
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Ich habe über diese Regelungen noch mal etwas nachgedacht. Eine Möglichkeit der Umsetzung wäre IMHO wie folgt:
-Freigabe der Standspur exklusiv für Autos
–im Falle einer Panne
–für die Bildung einer Rettungsgasse bei 2spurigen Autobahnen
–für Fahrzeuge, die autonom nach Level 3 mit maximal 60 km/h fahren.

Dann hätte es schon seinen Reiz. Wer Bock hat, kann das auf der Standspur ausprobieren, ohne jemand (LKWs) zu behindern.

Wirklich interessant wird es im Stau auf einer 3spurigen Autobahn mit Standspur. Rettungsgasse ist in der Mitte, Standspur ist frei, und alle stehen im Stau, außer Level-3 Autos, die rechts mit 60km/h durchzockeln. Falls mal ein Auto im Weg ist, warum auch immer (Panne, Ar…hl.ch), hält der Wagen an, man fädelt sich im Stau ein, fährt vorbei und dann zurück auf die Standspur und es geht weiter. Wie cool wäre das denn?
Irgend ein Kennzeichen müsste das Auto jedenfalls haben, damit klar ist, dass dieser Wagen wirklich autonom fahren kann, nicht dass jeder dies nutzt, und händisch einfach am Stau vorbei will. Vielleicht vom TÜV ein A-Logo hinten drauf, so wie auf Anhänger ein 100 im Kreis, wenn dieser auch mit 100 gezogen werden darf…

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Deutschland schlägt vor, dass man das Limit von 60km/h auf 130km/h erhöht.

Siehe https://www.unece.org/fileadmin/DAM/trans/doc/2020/wp29grva/ECE-TRANS-WP29-GRVA-2020-32e.pdf

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Das liest sich doch sehr schön. :slight_smile:

Na, wenn dies durchkommt, wäre das ja der Hammer.

Um zu erkennen, dass das nicht auf dem Schreibtisch von Brüsseler Bürokraten entstanden ist, hättest Du auch einfach schauen können, was die UN-ECE ist :wink:

Das ist eine UN Unterorganisation die ihren Sitz in Genf hat :wink:

Und Tesla arbeitet als Industriepartner an den Richtlinien zum autonomen Fahren mit, wie schon weiter vorne im Thread erwähnt wurde …

Gruß Mathie

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Aber das sind doch offensichtlich Anti-Tesla-Regeln, z.B. die Forderung, alle 15 s am Lenkrad zu drehen, das Abbrechen des Spurwechsels nach 5 s, die niedrige seitliche Beschleunigung in Kurven oder die Summon-Reichweite von lächerlichen 6 m und 20 m Fahrstrecke. Außerhalb Europas brauchen die Teslas diese Regeln merkwürdigerweise nicht.

Jeder kann sehen, wohin der Hase da gelaufen ist. Sie haben alles verboten, was die anderen Hersteller noch nicht können und die Teslas so weit wie irgend möglich verkrüppelt. Besonders heimtückisch ist die kurze Überwachungszeit des Lenkrades, weil Tesla keinen anderen Sensor dafür hat und das nicht mal eben schnell durch ein Software-Update verbessern kann. So ist das Fahrerlebnis für jeden Autopilot-Neuling erst einmal frustrierend, bis er sich das andauernde seitliche Lenken angewöhnt hat (oder sich ein Bleigewicht ans Lenkrad gebaut).

Jeder kann sich selber ausdenken, ob das mit Zustimmung von Tesla geschehen ist.

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Nein. Das ist nichts anders wie eine Verschwörungstheorie.

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Bmw (oder war es Audi?) konnten auch schon selbstständig Spurwechseln. Durch Gesetzesänderungen konnten sie es wohl nicht mehr anbieten. Warum sollten ausgerechnet diese also gegen Tesla (und gegen sich selbst?) Gesetze wollen?

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Das waere richtig geil. Was ich aber nicht so ganz verstehe ist dass ja die derzeitige Fassung mit 60km wohl massgeblich von Deutschland und Japan definiert wurde. Und jetzt will DE auf 130 erhöhen. Entweder haben sie irgendwo Druck bekommen oder haben sich das ganze Feedback im Netz zu Herzen genommen.

Aber besser spät als nie :slight_smile:

Ach ja noch was anderes: Hat jemand was gehört bzgl. Änderungen an den derzeitigen Level 2 regularien? Das Kartenupdate mit Ampeln deutet ja darauf hin, dass Ampelerkennung demnächst kommen koennte. Dazu muss es denke ich ja vorher ein Update der UN Regulierung geben?

Die Level 2 Änderungsdiskussionen wurden auf September verschoben.

Nein. Das ist keine Verschwörung, sondern ganz „normales“ Lobbying, zu unser aller (Teslafahrer) Schaden. Das kann jeder sehen, der keine :tomato: auf den Augen hat.

Aber egal, manche Einschränkungen kann man ja einfach umgehen. Details per p.N. wer möchte, ich habe keine Lust auf und keine Zeit für Stress mit gewissen Bedenkenträgern hier.

Ok das heisst dann auch vorher keine Ampelerkennung :frowning:

Ist das so?

War das in einem Prototypenfahrzeug von Daimler, vollgerammelt mit Computern auf einer kurzen Teststrecke. Das sie letztes Jahr stolz auf einer Messe zeigten?

Oder war das Audi, die voriges Jahr kleinlaut den „AP“ im A8 erst mal komplett eingestampft haben? Oder die auf einer Messe Level 5 zeigen wollten und im Schrittempo mit haufenweise Randmarkierungen nach ein paar Metern gecrasht sind?

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