Impressum / Datenschutz Forumsregeln
TFF FORUM TFF E.V. SUPERCHARGE-ME
TFF Forum

IG-L in Österreich

OT an alle AT:
Erinnert ihr euch an „Was gibt es Neues“ (ORF1 / Fr. Abend) vor ein paar Jahren.
Zuseherfrage: „Was ist ein Lufthunderter?“ - Erstaunlicherweise hat das Rateteam die Lösung nicht erraten.

Elektroautos könnten (endlich) vom Lufthunderter ausgenommen werden!
:arrow_right: electrive.net/2018/10/03/oe … -schicken/

Wo ist der „Dagegen!“-Meme, wenn man ihn braucht? Das ist keine gute Idee!

Bin hin- und hergerissen, ob ich das gut finde.

Als Werbung für Elektrofahrzeuge sicherlich top!

Aber ob eine Dreiteilung des Tempolimits auf IG-L-Stecken in 80 für LKW, 100 für Verbrenner und 130 für BEVs zu besseren Verkehrsfluss und damit am Ende niedrigerer Umweltbelastung beiträgt?

Zweck von IG-L ist ja die Verringerung der Luftschadstoffe. Wenn es mehr Staus geben sollte, weil BEVs mi 130 durchs Inntal fahren wollen während die Masse der PKW mit hundert die 80 fahrenden LKW überholen will, dann dürfte die erwünschte Verbesserung der Luftqualität schnell ins Gegenteil verkehrt werden.

Kenne von den IG-L-Stecken nur die Inntalautobahn von Kiefersfelden nach Insbruck und vielleicht sieht es auf anderen Strecken anders aus.

Wie sehen das denn die Österreicher, gibt es IG-L-Strecken, wo der Verkehr so gering ist, dass man mit dem BEV stressfrei 30 km/h schneller fahren kann als die anderen PKW, welche wiederum die LKW mit 20 km/h Differenzgeschwindigkeit überholen?

Gruß Mathie

Hier sprießen die Tempo 30 wegen Lärm und Tempo 80 wegen luftreinhaltung nur so, scheint den Durchschnittsbürger bislang kaum zum Umdenken zu bewegen. Ausnahmen für EV sind nicht vorgesehen und stehen die Schilder erst mal, gehen die auch nicht mehr weg, tolle Leistung.

Wir haben hier eine igl Strecke zwischen linz und Enns, die ist dreispurig und sollte mal für solch eine Regelung keine Gefahr darstellen. Also sehe ich sehr positiv.
Bei anderen Strecken mag es sein dass man als ev Fahrer das nicht immer ausnutzen kann, trotzdem finde ich es gut.
Es wird halt an uns liegen, dass wir da dann nicht in Versuchung kommen, die Verbrenner unfreundlich mit der lichthupe zu drängen. Wäre keine gute image Pflege.

Btw, beschlossen ist es ja schon. Ich bin gespannt wann das verkehrsministerium es umsetzt, so dass es auch gilt.

Interessant ja übrigens auch die geplante Erlaubnis, Bus spüren zu nutzen.

Ich kenne keinen Abschnitt österreichischer Autobahnen, wo es sinnvoll wäre, den Lufthunderter für BEV aufzuheben. Die IG-L-Zonen wurden überall dort schwerpunktmäßig eingerichtet, wo durch sehr viel Verkehr sehr viele Luftschadstoffe ausgestoßen werden. Dies sind die Autobahnen in den dichter besiedelten Gegenden und dort hilft es, die Unfallhäufigkeit, die Unfallschwere und die Emissionen zu verringern sowie den Verkehrsfluß zu verbessern. Davon profitieren auch Elektromobilisten. Zudem macht auch ein Elektroauto, das mit 130 vorbeifährt, ziemlich viel Lärm und Lärrmreduktion ist ein netter Nebeneffekt des IG-L.

LG
Julia

Ja. Allerdings, „merken“ tut man das nur, wenn die Autobahn LKW frei ist, sonst geht unser Lärm in deren unter. Ein Freund von mir war schon in den 80ern bei, IIRC, BMW an entsprechenden Messungen beteiligt, leider wollte niemand die Ergebnisse entsprechend verwerten…
Bei 130 hätte ich kein Problem, und, weil die Menschen eben sind, wie sie sind, ist es mal eine Fördermaßnahme, die nix kostet :wink:

Meine Erfahrungen nach kannst du es. Grundsaetzlich faehrt einmal praktisch niemand wirklich 100, die Mehrheit faehrt ca 110-115 km/h (also 120 Tacho bei den meisten Autos). Vor allem hast du oft IG-L Strecken wo die Autobahn fast leer ist, also auch kein Problem. Aber wie gesagt, das sind meine Erfahrungen und ich kenne ja nicht alle IG-L Strecken. Finde die Foerderung grundsaetzlich sehr gut, dass macht einem Unentschlossenen die Entscheidung einfacher bei einem Neukauf. :laughing:

MfG

Also ich würde es gut finden, fahre Freitagabends um 22.00 sehr oft die Inntalautobahn, da ist die Autobahn super leer, da würde es sehr gut gehen.

Bin vom IG-L im Inntal direkt betroffen. Da ich fast nur Kurzstrecken fahre dies bis zu ca. 15x am Tag.
Zu Stoßzeiten und bei Urlauber - Schichtwechsel gibt es sowieso nur ein „dahinrollen“ (oder Schleichwege) unabhängig vom geltenden Geschwindigkeitslimit, in den ansonsten verbleibenden Zeiten ist der Luft 100er schon mühsam. Ich hoffe stark dass die Umsetzung tatsächlich
ab 2019 kommt.
off Topic:
Ich habe den Eindruck dass die von „Experten“ hochgelobte Verkehrrsbeeinflussungsanlage auf der A 12 / A 13 überwiegend der Auslöser von Staus ist.

Hingegen halte ich die Freigabe der Busspuren für eine Schnapsidee. Es fahren ja so schon genug Blindgänger unter dem Motto „ich probiere diese Kreuzung zu durchfahren“ herum, was machen die wenn sie vor den Bus - Ampeln mit deren ungewohnten Ansicht, stehen?

Gebührenfreies Parken, derzeit in div. Städten ein netter Nebeneffekt, macht die Geldtasche aber auch nicht unbedingt dicker.

LG
Elmar

@ jonno68

ACHTUNG ab 22:00 wegen Lärmschutz generell max. 110 km/h auch in den 130 km/h Bereichen im Oberland! (=> Bereich zw. Kematen und St. Anton)

Danke für die Info, werde ich beachten wenn die 130 freigegeben sind.

Die Busspur von Lochau nach Bregenz hat keine besonderen Lichtzeichen und wäre sehr attraktiv für EVs zu benutzen, da auf dieser Strecke quasi immer Stau ist.
Und gebührenfreies Parken macht zwar die Geldtasche nicht dicker, erhöht aber sicherlich die Attraktivität der E-Autos.
Ärgerlicherweise musste ich gerade 60 € für die Überschreitung des Lufthunderters trotz Einspruch überweisen. :imp:

Die Busspurfreigabe funktioniert in Norwegen perfekt… und da ist der Elektroauto Anteil bekanntermaßen jetzt schon um ein zigfaches höher als es in Österreich wohl in den nächsten 4 Jahren sein wird…

2 Stunden Parkschein in Wien kostet 4,20€.
Wenn man beruflich viel in Wien unterwegs ist macht das schon ganz schön was aus.

Mal der Versuch einer Relativierung:

Ich behaupte, dass wesentlich mehr PKW mit leichtem oder schwerem Anhänger auf den Autobahnen fahren als die geringe Zahl an Elektroautos.
Auch diese (mit Hänger) dürfen nur 100 fahren und nicht 130 (wo es erlaubt ist).
Gibt es dadurch wirklich so eine Störung des Verkehrsflusses schon jetzt ?
Ich würde sagen: Nein.

Von der Idee Buspuren zu öffnen halte ich hingegen gar nichts, weil der öffentliche Verkehr sonst wirklich blockiert würde. Gerade im Hinblick darauf, dass ja der Anteil an Elektroautos irgendwann einmal die Mehrheit ausmachen soll. Das würde dann Busspuren ja ad absurdum führen und das kann nicht Sinn der Sache sein.
Wenn, dann allerhöchstens auf ein oder zwei Jahre begrenzt- aber ich würde es nicht gutheißen.

Dass die Freigabe von Busspuren so wie jegliche Förderung begrenzt oder reversibel ist, sollte wohl klar sein. Wenn es so viele EVs werden, dass die Busse ausgebremst werden, wird es schon wieder zurückgenommen. Ist doch in Norwegen auch schon so geschehen.

Hier in der Gegend gibt es so manche Pendlerstrecke, wo man aufgrund Stau massiv profitieren kann wenn man die Busspur nutzen darf. Bei starkem Pendlerverkehr halte ich eine Zeitersparnis von 20-30 Minuten sogar für realistisch. Ob das aber wirklich ein Kaufanreiz ist, bin ich sehr unsicher.

Besser wäre meiner Meinung nach gewesen, endlich die steuerlichen Vorteile zu harmonisieren, da hier Einzelunternehmer und Personengesellschaften nach wie vor gegenüber Kapitalgesellschaften stark benachteiligt werden, wie ich schon zb. schon mal hier dargelegt habe: Steuerliche Kosten Tesla in Österreich