HV Batterie defekt und was dann geschah - eine wahre Geschichte

Eine in allen Teilen wahre Geschichte, ich muss sie nur etwas neutral schildern.

Sonntag Mittag Ende Juli irgendwo in Deutschland. Wie sind mit unserem X auf dem Weg in einen Kurzurlaub und haben gerade eine kurze Pause an einer Autobahnraststätte gemacht. Kaum wieder auf der knallvollen Autobahn, passiert es: Frontantrieg ausgefallen, bitte rechts ranfahren und anhalten.

Zum Glück bin ich noch auf der rechten Spur und ich schaffe es gerade noch auf den Randstreifen, dann steht der Wagen und im Display überstürzen sich die Meldungen. Mist, alles ausgefallen, Weiterfahrt nicht möglich.

Ich hab hier im Forum vor langer Zeit mal gelesen, daß man bei Stromausfall die Fenster ausmachen soll, damit man noch von Außen an die mechanische Türöffnung kommt. Also Fenster rechts ganz auf und links einen Spalt (sollte sich als richtige Lösung rausstellen).

Dann ging alles ganz schnell. Innerhalb von ca. 20 Minuten ging gar nichts mehr, zum Schluß ist dann sogar der Warnblinker ausgefallen.

Wir tun, was zu tun ist. Warndreieck ist im Frunk aber der reagiert nicht mehr. Also über die beiden Seilzüge geöffnet. Polizei angerufen, damit die Pannenstelle abgesichert wird.

Tesla angerufen. Sie haben ein Problem mit der HV aber ihr Wagen ist aus der Garantie, wir können da nichts machen. Stimmt nicht, auf die Batterie habe ich noch zwei Jahre - Diskussion nicht möglich. Das müssen Sie über ihren Versicherer machen.

Versicherer angerufen, der schickt einen Abschlepper und organisiert auch gleich einen Leihwagen, inzwischen ist die Polizei da und sichert ab.

Nach vierzig langen Minuten im Regen kommt der Abschlepper und ich sag ihm, der Wagen muss angehoben werden weil … Wissen wir, was glauben Sie, wie oft wir Teslas von der Autobahn holen?

Das nächste Problem. Der Abschlepper steht auf der rechten Fahrspur, abgesichert durch die Polizei, und will den X anheben - geht nicht! Zu schwer! Also den Abschlepper umstellen - näher an den X - und wieder versuchen. Der Kran schlägt immernoch Alarm aber der Fahrer schafft es trotzdem.

Zu Tesla sind es gute 30 Kilometer, die Fenster sind offen und von Westen kommt eine Gewitterwolke nach der anderen. Es regnet in Strömen aber zum Glück trifft es nur die linke Fahrzeugseite. Wir schaffen es relativ trocken bis zur Werkstatt. Nachdem der Wagen abgesetzt war rufen wir ein Taxi und versuchen inzwischen, die Fenster mit irgendwelchen Tüten abzudecken. Klappt sogar ganz gut, obwohl wir mit einem ziemlich blöden Gefühl in das Taxi gestiegen sind.

Der Leihwagen sollte am nächsten Flughafen bereitstehen, also haben wir uns da hin bringen lassen und ein Zimmer im Flughafenhotel genommen. Am nächsten Tag mussten wir ja wieder zu Tesla.

Montagmorgen mit dem Leihwagen zu Tesla. Unser X steht schon in der Halle, hat nicht viel Wasser abbekommen, alles ok. Bis auf die HV Batterie natürlich, die den Geist aufgegeben hat. Ersatz? In ein bis zwei Wochen. Ersatzwagen? Haben wir leider keinen. Also mit dem Leihwagen nach Hause.

Ein Monat und viele Telefonate später.

Tut uns Leid, das mit der Batterie dauert noch. Vielleicht am 6. September.

Ersatzwagen?

Wir kriegen morgen einen rein, den können Sie haben.

Ich also am nächsten Tag mit dem Zug hin (drei Stunden) und mit den Ersatzwagen zurück ( nochmal drei Stunden).

Wieder einen Monat und viele Telefonate später.

Ihr Wagen ist Freitag Nachmittag fertig, wann kommen Sie?

Es ist Ende September und hat auf den Tag genau zwei Monate gedauert! Wir also in den Ersatzwagen und zu Tesla. Unser X stand vor der Halle und war fertig - dachten wir. Als wir losfahren merke ich sofort, daß etwas nicht stimmt. Das Lenkrad steht schief und der Wagen ist extrem schwammig in der Lenkung. Sofort zurück zu Tesla.

Da haben wir nichts mit zu tun, das muss der Abschlepper gemacht haben. Das geht über ihre Versicherung aber machen sie sich keine Gedanken, Sie können problemlos so nach Hause fahren.
Kann nicht sein, der hat den Wagen nur angehoben.
*Da haben wir nichts mit zutun!

Wer´s glaubt! Kaum wieder auf der Straße kommen die Fehlermeldungen. Notbremsassistent, Tempomat, … alles ausgefallen. Wieder zurück zu Tesla.

Ok, dann müssen wir jetzt das Fahrwerk einstellen, aber das dauert. Wir haben kein Zeitfenster frei und das Einstellen dauert auch eine Stunde. Mindestens zwei Stunden und 270 €.

Ok. Servicetermin, Kostenvoranschlag, das ganze Prozedere. Dann Warten.

Nach einer halben Stunde kommt er wieder. Der Wagen ist jetzt auf der Bühne.

Schön.

Eine halbe Stunde später ist er wieder da. Ihr Wagen ist fertig.

Super! Ich fahr dann nächste Woche in eine Werkstatt und lass mal nachsehen (ich hab ihm gesagt, welche Werkstatt!).

Brauchen Sie eigentlich einen Beleg oder eine Dokumentation?

Hää? Nee, eigentlich nicht.

Dann machen wir das so.

Hää? Ok. Keine Ahnung, was er meint.

Fünf Minuten nach der Abfahrt - Lenkrad ist nicht ganz gerade aber es geht - wissen wir es. Alles weg. Servicetermin, KVA, Rechnung - alles weg!

Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

(Wurde gebeten, den Titel zu ändern.)

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In der Werkstatt dann folgende Diagnose:
Jemand hat im Stand und ohne Servounterstützung kräftig an der Lenkung gezerrt, und zwar nach links.
Lenkung musste vollkommen neu eingestellt werden

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Damit machst du normalerweise gar nichts kaputt, das hat ein VW Käfer ausgehalten, das sollte ein Tesla auch.

Der Rest von der Geschichte…ohne Worte.

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Du weißt schon, dass der Käfer eine rein mechanische Lenkung hatte, oder?

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Hm… alles jetzt nicht so sehr ungewöhnlich… solche Dinge kann man immer wieder quer durch alle Foren und Fabrikate lesen… dass die Lenkung beim Abschleppen ihren Hieb bekommen hat, halte ich auch für plausibler als in der Werkstatt, unser SeC hier in Stuttgart behebt seine Fehler direkt immer selber, selbst wenn sie den Fehler gar nicht gemacht haben :grimacing: (bei mir wurde mal mein Abholtermin um 2 Tage verschoben und danach war meine Macke hinten im Kofferraum weg, die ich rein gemacht habe :rofl:)

Kann mir also nicht vorstellen, dass die die Lenkung schrotten und das dann dem Abschlepper aufhalsen wollen… kann aber auch sein… weiß man nicht. Ein Anheben des Fahrzeugs ist immer eine außerordentliche Belastung… standen denn die Räder gerade, als er abgestellt wurde?

Dass der Tausch einer HV Batterie 2 Monate dauern kann, ist jetzt auch nichts komisches, mein Schwager hat mal auf seinen neuen Motor im Mercedes auch 2 Monate gewartet und dabei haben die den alten geschrottet weil sie vergessen hatten Öl rein zu füllen beim Ölwechsel… :grimacing:

Der X ist so ein seltenes Fahrzeug in D, da wird eben nicht alles vor gehalten.

Also dumm gelaufen… aber passiert halt… also da meine ich den Mercedes aber auch den X… :wink:

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Hmm..ich überlege wo der Unterschied ist, abgesehen von der elektrischen Lenkunterstützung, die aber nur das Lenken am Lenkrad vereinfacht. Im Wesentlichen gibt es da tatsächlich keinen Unterschied.
Halte ich für sehr unwahrscheinlich, dass man durch das Lenken ohne Lenkunterstützung die Spur verstellen kann.

Lasse mich aber aus technischer Sicht gerne eines besseren Belehren. Kann es mir nur gerade nicht vorstellen.

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Ja, weiß ich. Was soll denn bei der elektromechanischen Lenkung des Telsa beim Drehen des Lenkrades (im spannungslosen Zustand) anders sein?

Ja, sie standen grade.

Was hat dein X denn für ein Baujahr und wie viele Kilometer? (BJ. 2018?)

Raven von 2019, 137.000

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Und ich glaubs trotzdem nicht. Und zwar garnichts davon. Komm ich jetzt nicht in den Himmel ?

Aja, die 100erter batterie die nach 100-150.000 km nicht mehr will wahrscheinlich… :melting_face::face_with_peeking_eye:

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Beim Anheben ohne exakte Unterstellpunkte (Lift-Points unter den Battery-Pack-Rails) kann die Vorderachse minimal verbiegen → Lenkung schief, Spur verstellt. Typischer Folgeschaden, den Tesla kennt, aber nicht zugibt.

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Magst du das auch irgendwie begründen oder unterstellst du anderen generell erstmal, dass sie lügen?

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Glaub es oder nicht, jedes Wort ist wahr.

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Da bin ich ja mal gespannt, wir haben einen Long Range X von 03.2020 und aktuell 131.500km. runter.
CPO Garantie noch bis Juli 26 und Akku Garantie März 28.

Bei welchem Tesla Service warst Du denn?

Würde ich angesichts des Ausganges der Geschichte nicht gerne öffentlich schreiben.
Bitte um Verständnis dafür.

Bundesland? :slight_smile:

Info per PN?
Wenn du mir schreibst antworte ich.

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Das schlimmste ist für mich ja nicht die Dauer.
Sondern das die eine 20t€ Reparatur machen und keine Probefahrt :see_no_evil_monkey:

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