Höchste Laufleistung ? / Kapazitätsverlust ?

Die untere Grafik gibt es eigentlich gut wieder. Alle high km Fahrer sind über 90% egal wie weit weil sie halt auch keine Kalenderalterung haben.
Und lassen wir vorne mal die Handvoll Ausreisser weg ist niemand unter 90% egal wieviele km auf dem Buckel.
Die Abhängigkeit Zeit versus km kann nur die Zeit zeigen. Die geringen Verluste bezogen auf die km sind auf jedenfall schon mal beeidruckend.

Die Werte sind in der Tat sehr erfreulich.

Man beachte:

Vermutlich wegen des guten Batteriemanagements.

10% ist nicht viel und wird immer unbedeutender je mehr Kapazität die Batterie aufweist.

Auch das Laden dauert immer kürzer.

Mh, bin ich bereit, das so wörtlich zu glauben? Ich denke, was er sagen wollte, ist, dass der „Batteriefüllstandsabschätzungsalgorithmus“ nur bei dieser Prozedur wieder vernünftig geeicht wird. Das bin ich bereit zu glauben. Aber warum sollte er bei Volladung kein Balancing durchführen, um das Akkupack wieder gleichmäßiger zu laden?

Unter 10%? Das macht ja nun überhaupt keinen Sinn, bzw. wäre das erste Mal, dass ich von balancing bei tiefen Ladezuständen höre. Weiss jemand mehr?

Ich habe das erstmal nur wörtlich so weiter gegeben und bewusst nicht in meinen eigenen Worten ausgedrückt. Das kann nun jeder selbst interpretieren. Ich vermute genau wie Du, dass der Begriff „Balancing“ hier nicht im Sinne der Akku-Chemie verwendet wird. Dafür spricht auch folgender Nachtrag, der mich später noch erreichte:

Also: Es geht hier vermutlich nicht um Batteriepflege, sondern um das Justieren des Schätzeisens für den Akkufüllstand.
Korollar: Wer diese Maßnahme unterlässt, schadet dadurch nicht dem Akku, sondern muss allenfalls mit einer ungenaueren SoC-Anzeige leben.
Das ist meine Interpretation, alles unter Vorbehalt.

Das macht schon mehr Sinn. Bei sehr niedrigen Akkuständen variiert die Zellspannung weit stärker als bei hohen, womit die Kalibrierung einfacher wird, siehe hier (wobei hier 100% leer ist und 0% voll, da es um Entladung geht):

Ich möchte etwas Wasser in den Wein schütten und nochmal auf die die Probleme die Tesloop und die Taxifahrer in Amsterdam hatten, hinweisen.

Die Fahrzeuge sind vor dem Erreichen von 0 % auf der Anzeige stehen geblieben. Dies deutet für mich darauf hin, dass das „Schätzeisen“ eben nicht die tatsächliche Restkapazität angibt, was Tesla ja letztlich auch dadurch zugegeben hat, dass sie den Algorithmus für die Berechnung der Restkapazität entsprechend anpassen werden.

Meiner Meinung nach hat der Akku beim Fahrzeug von Tesloop nicht 6 % der nutzbaren Kapazität verloren, sondern weit mehr, so dass die Reserve, mit der man noch vorsichtig einige 10 km vorsichtig fahren kann, aufgebraucht worden ist, oder wegen des angestiegenen Innenwiderstandes nicht mehr nutzen kann.

Meiner Meinung nach gibt es also keinen Grund groß zu feiern, sondern man sieht hier schon die Grenzen der Haltbarkeit des Akkus, insbesondere wenn überwiegend mit SuC und voll geladen wird. Dass der Akku bei Tesloop einfach getauscht wurde war geschicktes Marketing von Tesla.

Wir als Normaluser können aber trotzdem hoffen dass wir deutlich mehr Kilometer schaffen und vielleicht erst bei 500000+ km auf dieses Problem stoßen.

Ich wäre vorsichtig mit der Aussage, dass nach erreichen von 0km Rest noch ein paar Kilometer möglich sind.
Da sind einige schon damit auf die Schnauze geflogen.

Es gab ja mal einen Test.

Das man nicht in die Reserver fahren soll gilt für Beziner und für Akku :slight_smile:
Um so mehr für Akku als man hohe km Leistungen ohne Justage hinter sich hat.

Die Akkus der Taxifahrer sind durch permanente SuC Ladungen und wahrscheinlich seltene Leerfahrten völlig durch den Wind. Das sollte man nicht mit Normalfahrern vergleichen. Eben aus dieser Kombi halte ich die Justage Problematik für viel wahrscheinlicher.

Der Test unterstützt ebenfalls die Justage These. Meine TR ist nach dem Test signifikant angestiegen.
Auf der anderen Seite hat der Test auch gezeigt wie riskant es ist leer zu fahren :sunglasses:

Welche Gründe das liegenbleiben oberhalb von 0 km haben kann, hatte ich in unserem Test näher erläutert, welchen Du ja bereits schon verlinkt hast.

Alles in allem sagen uns doch die neuen Diskussionen hier nur (mal wieder), dass die blauen Punkte im Diagramm eben in erster Linie unterschiedliche Fahrprofile und keinen Akkuverschleiß anzeigen.

Ja ??? :smiley:

Ich rede mir den Mund fusselig: Nach 189000 km bekomme ich immer noch fast 74 kWh in den Akku. Worüber diskutieren wir hier eigentlich ? Man muss sich keine Sorgen über den Akku machen. Bei den Verbrennern wird doch auch nicht über drohenden Kompressionsverlust lamentiert :open_mouth:

DAS sag ich jeweils auch in Diskussionen mit der Fraktion Steinzeit.

Gibt es eigentlich Erhebungen / Studien / belegbare Erfahrungswerte zum Leistungsverlust bei Verbrennern? Sagen wir mal, 20% weniger PS bei 100 Mercedes-Taxis nach 500’000km? :smiley:

Die Schwierigkeit ist es, dafür ein Gefühl zu haben.

30 km weniger Reichweite sieht man sofort auf dem Tacho, 20% weniger Leistung werden 95% der Autofahrer nicht merken.

Naja, dafür muss man auch erstmal volladen und eine ganze Strecke fahren, um zu merken dass man 30km weniger weit kommt. Und dann kann es ja noch viele andere Einflüsse wie Wind, Temperatur, Topologie haben, mit welchen sich der durchschnittliche Autofahrer bestimmt gar nicht groß befasst.
Ich gehe daher auch soweit und sage, dass ein Großteil der Autofahrer eine schwindende Kapazität auch nicht bemerken würde (bis zu einem gewissen Grad natürlich, genau wie bei der Motorleistung).

Vielleicht entfernt Tesla ja auch mal mit einem Update die Typical- und Rated-Kilometer und zeigt nur noch Prozente an …
Wie weit man kommt, kann man dann nur noch im Register Energie sehen.

DAS würde einen Aufschrei geben … aber nicht von mir :wink:

Mein Smartphone versucht auch nicht, mir anzuzeigen wie viele Stunden es noch aushält. Da stehen auch nur %.

Dein Notebook aber doch… :mrgreen:

Ich finde den km-Wert schon ganz gut zum fahren. Hab mich halt dran gewöhnt in 3 Jahren. Nur, wenn man sieht was daraus halt so versucht wird zu biegen und zu lesen, dann wäre ein abschaffen wohl doch besser. Es stoßen ja regelmäßig neue Besitzer ohne den technischen Hintergrund wieder darauf, kann man denen ja auch nicht vorwerfen.

Deswegen gibt es eine Unmenge von Apps die diesen Mangel wirksam beheben. :mrgreen: