Mein Model 3 ist nun fast drei Jahre alt und kommenden Monat ist die Hauptuntersuchung fällig. Weil ich momentan noch Urlaub habe, habe ich die Prüfung vorgezogenen einen Termin beim TÜV in Düsseldorf Garath gemacht. Hier der Ablauf:
Der Prüfer fragt, ob der Schlüssel steckt. Ich antworte mit „Es gibt keinen Schlüssel“.
Er möchte den Wagen rein fahren, schafft aber nicht die „D“ zu stellen. Mit meiner Hilfe klappt es dann.
Er öffnet das Fahrerfenster und testet beim Hineinfahren die Scheibenwaschanlage. Hierbei kommt Scheibenwasser in den Innenraum.
Er steigt ab und holt ein Gerät mit OBD-Stecker. Ich frage ihn, ob er den OBD-Port sucht. Er antwortet mit „Nein“ und legt das Gerät wieder weg. Danach ließt er 5 Minuten lang irgendetwas auf seinem PC.
Er macht den Bremstest. Alles ok.
Er fragt mich, wie er die Feststellbremse aktivieren kann. Ich erkläre ihm die „P“-Taste. Er sagt, dass dies die Parkbremse sei, er aber die Festellbremse benötigt. Ich antworte ihm, dass ich nur die „P“-Taste kenne.
Er prüft das Licht. Das Abblendlicht in links zu hoch. Ich biete ihm an, es nach unten zu korrigieren. Er sagt. dass dies nicht vom Innenraum geht und eine Verstellung nur der Beladekorrektur dient. Daher könne ich auch nicht links und rechts getrennt verstellen. Ich teile ihm mit, dass ich dies sehrwohl links und rechts verstellen kann. Er sagt, dass dies nicht richtig ist und dass es eine Vorschrift gibt, dass eine Einstellschraube vorhanden sein muss. Ich verstelle den linken Scheinwerfer, während er die Messung wiederholt… Er kommentiert dies nicht mehr.
Er fährt die Hebebühne hoch und möchte den Wagen auf Holzklötze stellen. Ich weise ihn darauf hin, dass der Wagen nur an vier Stellen mit JackPads angehoben werden darf, weil ansonsten die Batterie Schaden nehmen kann. Daraufhin beschwert er siech, dass er nur die Hälfte prüfen kann und bricht den Prüfvorgang ab. Er fordert mich auf, zu Tesla zu fahren und die Prüfung dort machen zu lassen.
Soviel zu unserem TÜV. Ich bin dann zu einem kleinen Sachverständigen-Büro in Düsseldorf gefahren, das direkt neben einem Tesla Bodyshop liegt. Dort wurde die Prüfung in 15 Minuten durchgeführt.
Schöner Beitrag. Also (noch) nicht Teslafahrer wundert mich diese Antwort. Ich kann die Scheinwerfer getrennt voneinander in der Höhe verstellen?
Muss das nicht mehr verstellt werden über eine Mechanik am Scheinwerfer?
Du kannst die getrennt verstellen per Software.
Du kannst die aber auch per Mechanik zusätzlich verstellen. Ein guter Mechaniker macht das per Mechanik, da dann die möglicherweise notwendige Kalibrierung nach einem Update die nicht wieder verstellt.
Auch bei dem Model Y? Hab mich detailliert nur darüber informiert. Hab aber ehrlich gesagt bei der Tesla Probefahrt diese Option nicht entdeckt.
Wäre aber auch verständlich wenn die etwas besser versteckt ist im UI, benötigt man immerhin nur sehr selten die Funktion.
Sicherlich ein lustiger und trauriger Moment beim TÜV.
Aber fairer weise sollte man wenn dem TÜV einen Vorwurf machen und nicht dem Mitarbeiter.
Hier sollte der TÜV seine Prüfer schulen und nicht nur Lobbyarbeit leisten, damit noch mehr geprüft wird und man noch mehr Geld kassieren kann…
3 Jahre?
Das ist auch noch recht speziell… da sind wir ja in der CH ausnahmsweise einmal besser dran. Erstuntersuchung (Neuwagen) nach 5 Jahren, dann nach 3 Jahren und in der Folge alle 2 Jahre.