Wenn ich es richtige sehe, wird die abgebildete Wand mit zwei Betonstahlmatten und zusätzlich mit Betonstabstählen bewehrt, wobei unklar ist, ob Letzteres nur im Randbereich vorgenommen wird, oder ob die Eisenflechter die Mitte erst später in Angriff genommen haben.
Für eine Wand, die nur ihre Eigenlast und als Außenwand Windlasten aufzunehmen hat, scheinen mir die angenommen Zugspannungen (als Folge der Lastannahmen) eher goßzügig dimensioniert zu sein.
Insofern stellt sich die Frage, ob hier weitere Lasten angenommen werden: Dynamische Lasten z.B.
Nein. Grundrisse, Querschnitte. Sowas. Aber wer solche Zeichnungen kennt, könnte vielleicht heraus lesen, wozu ausgerechnet dort eine Betonwand hinkommt.
Deshalb habe ich die Passage aus den Unterlagen entnommen und zur Verfügung gestellt.
Ohne die Planung zu kennen, aber so ein Gebäude braucht auch eine Aussteifung, damit es nicht umfällt wie ein Kartenhaus. Könnte mir vorstellen, dass hierzu einige Wandscheiben und Treppenhäuser herhalten müssen.
Ist sicherlich eine Möglichkeit, macht man bei Hallenbauten aber meistens mit Kreuzen in einem Wandfeld. Müsste mit die Pläne mal anschauen, ob ich auf eine Idee kommen, ist aber im Urlaub auf dem kleinen Tablet etwas umständlich.
jetzt habe ich doch einmal einen Blick auf das *.pdf-Dokument geworfen, was auch mit einem 32-Zoll-Monitor kein Vergnügen ist.
Es ist erkennbar, dass im Grundriss in beiden Achsen massive Stahlbetonscheiben in Ortbeton mit einer Wandstärke von 30 cm vorgesehen sind. Ein Zusammenhang mit dahinterliegenden Produktionen ist aber eher unwahrscheinlich, da sie jedesmal sehr unterschiedlich sind.
Es ist schon gut möglich, dass hiermit der Skelletbau in x- und y-Richtung ausgesteift wird, wenn auch Wandscheiben zur Aussteifung in Hallenbauten wohl eher selten zur Anwendung kommen.
Die Architektenlisten sind schon öffentlich. Ich stehe selbst in der Bayerischen Architektenliste unter der Kammer-Nr. 172.638. Mir ist aber nicht bekannt, dass man öffentlich unter der Kammernummer nach dem Architekten suchen könnte.
Im Internet findet man eine Powerpoint zu einem Vortrag, den er einmal gehalten hat. Zu Beginn gibt es eine kurze Vita des Entwurfsverfassers der Tesla-Zellfertigungshalle:
Stefan Kühnel
Studium der Architektur an der Hochschule Darmstadt
Freier Architekt mit Büro in Dreieich
Lehrbeauftragter im Bereich Neue Medien für CAD
Revit Vertiefung Hochschule Darmstadt
Freie Mitarbeit als BIM Manager im Pilotprojekt „ICE WERK Köln Nippes“ der DB International GmbH
Gesellschafter KB Immobilien und Projektentwicklung GmbH in Dreieich
Freier Mitarbeiter der RIB als Senior Consultant
BIM 5D Planer
Büro
Planung und Bauleitung von Wohn Geschäfts und Industriebauprojekten
Planung aller Projekte erfolgt im der BIM Arbeitsweise
das ist stochern im Nebel. Niemand weiß wann die endgültige Genehmigung kommt und welche Probleme beim hochlaufen der Produktion noch auftreten werden. Aber wenn es so kommt wäre es erfreulich.