Gebrauchtkauf Model S - "Nachteile" Performance Modelle

Entschuldigt bitte den seltsamen Titels des Threads, mir ist nichts passenders zu meiner Frage eingefallen:

Ich möchte mir ein gebrauchtes Model S zulegen, tendiere zu einem S85 mit Hinterradantrieb. Da ich eher der Typ entpannter Cruiser bin, benötige ich mit Sicheheit nicht die Leistung eines Performance Models.

Am Gebrauchtmarkt gibt es aber immer wieder auch interessante Performance Varianten. Wenn ich einen Performance nehme, habe ich dann bezüglich Reichweite oder Verbrauch Nachteile gegenüber einem normalen S85 - sofern ich ihn genaus so schonend Fahre? Oder gar Vorteile?

Sollte die Frage im Forum schon beantwortet sein, bitte ich um Verzeihung, hab über die Suche nichts passendes gefunden.

Nachteile eines P Modells ist der kleinere Frunk und - nach meiner Erfahrung - der höhere Verbrauch. Dies wohl vorallem durch das höhere Gewicht der vorderen Antriebseinheit. Ich komme im Jahresschnitt auf 22.1 kWh/100km, inkl. Winterreifen. Ein Kollege mit einem S85 ist unter 21, andere mit einem S75 unter 20 inkl. Winterfahrten. Schlidkröten-Power und immer Reichweitenmodus würde wohl zu geringerem Verbrauch führen.

Grosser Vorteil des P ist für mich die sehr gute Traktion bei allen Wetter-Verhältnissen. Die Power ist natürlich cool, ich fahre jedoch zu 90% im normalen Sport Modus. Ich mag auch das sportlichere Fahrwerk viel mehr als das der damaligen nicht-P Modellen. Dieses kam mir recht „schwammig“ vor.

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Die Unterschiede sind eher Geschmackssache und das Angebot an guten Gebrauchten zu fairen Preisen sehr gering.

Ich würde mir bei den Unterschieden nicht allzu viel Gedanken machen und einfach ein Auto suchen, das ordentlich gewartet wurde und in einem guten Zustand ist.

Das ist schon schwer genug zu finden, auch wenn man nicht viele Ausschlusskriterien hat.

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Ich seh da keinen Unterschied zwischen Standard und Performance. Die RWD haben allesamt die große hintere drive unit - Verbrauchswerte fallen gleich aus.

Ist dem wirklich so? Ich dachte, die P85 hätten auch den grossen Frunk inkl. der Mikrowellenbox. Weniger ist es ja erst ab dem P85D, und dann nach dem Facelift is der Frunk sowieso nochmal ziemlich geschrumpft da der HEPA Filter quasi Pflicht wurde.

Evtl. gibt es hier eine Verwechslung: kleiner Frunk + Zusatzgewicht beruhen auf dem Allradantrieb, den Tesla mit einem D hinter der Typenbezeichnung kennzeichnet für DualMotor. Später hat Tesla im Zuge der Produktionsvereinfachung sogar alle Frunks verkleinert.
Beim P85 (und beim P85D) gab es an der Hinterachse einen größeren Motor mit mehr Leistung und Drehmoment.
Meinen kürzlich verkauften P85D konnte ich übrigens über 5 Jahre (auf 19Zoll-Felgen, Sommer/Winter) mit knapp 20kWh/100km bewegen, allerdings auch immer zahm gefahren.
Vorteil P: mit dem Modus „Wahnsinn+“ kann die Akku-Heizung aktiviert werden, unabhängig vom ausgewählten Ziel-HPC-Lader.

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Ich Döddel, ja ihr habt natürlich Recht, denn ich habe P mit D gleichgesetzt … kopfschüttel :frowning: Ich ging davon aus, dass alle P Modelle auf D seien. Darum bitte meinen Post nur für die D-Modelle beachten.

Ok, danke mal für die ersten Rückmeldungen. Also ist „P“ oder „nicht P“ kein wirkliches Kaufkriterium wie ich da herauslese.

Ja, die Differenz zu meinem ist „Von Sinnen“ und „Von Sinnen+“ (Ludicrous Upgrade), womit ich es tatsächlich bei den Winter-19er schaffe, alle Viere kurz durchdrehen zu lassen. Das senkt den Verbrauch nicht wirklich :slight_smile: Dazu kommen die 21er mit 265er Hinten.

Ich finde es richtig, was @Eiky sagt. Egal ob Performance oder nicht, bei solch einem älteren Fz muss es in gutem Zustand sein und preislich im Rahmen liegen. Da gibt es runter gerockte, solche mit vielen Steinschlägen, kaputtes Leder, Riss im Schiebedach oder pfeifende DU. Das sind wichtigere Faktoren als P oder nicht P. Für mich war damals das D für Allrad wichtiger als die Leistung. Es war ein Zufall, dass es ein P85D mit Upgrade wurde, da der Verkäufer gar nicht wusste, was er da angeboten hatte.

Hi Sub,

Also der Frunk des P85 von 2014, den ich besitze, ist identisch mit dem 85er, wurde ja oben schon geklärt. Der P85 hat niedrige Verbrauchswerte (ob die selben wie ein S85?), zumindest fahre ich ihn mit 185 wh/km. Er hat den Spoiler hinten, welches das Auto interessanterweise nicht verprollt, sondern eleganter macht, weil er das Heck zieht. Wichtig ist, dass Du schaust, ob das Autobahnupdate gemacht wurde. Ich habe mir niemals die Titaniumplatte vor das battery pack installieren lassen und für Puristen ist das auch nicht notwendig. Interessant auch, dass die frühen Modelle keine Bremssscheibenabdeckung enthielten und die Aufnahmebleche für den Frontspoiler ziemlich schwach ausgeführt sind. Die RWDs fahren dynamischer als die AWDs, hat mir neulich auch ein Rennfahrer bestätigt, sind leichter und, Achtung shitstorm, verbrauchen weniger. Ein Topauto, ein Klassiker und in grau sieht PreFL besser aus als FL, aber das ist natürlich subjektiv.

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P = grosse hinter DU mit Counter und thermischen Themen.
D = Allrad mit kleinen Frunk, kleinere DU hinten
P85+ selten und sehr geil aber mit grosser DU eben😉
PD = Allrad mit grosser DU hinten
Also hinten ist eine andere DU verbaut.
Beim D kommt noch eine vorne dazu.

Wenn P dann die neuen ab Raven. Die älteren leiden doch sehr unter dem Counter. Solange die in der Garantie sind kein Problem denn dann tauscht dir Tesla die DU. Wenn nicht Pech gehabt…

Zudem alle P schlagen die hinteren Buchsen der Querlenker schneller aus und fressen die Antriebswellen wenn du nicht konsequent in Modus niedrig fährst.

Also wenn P85 dann den P85+.
Wenn P100D dann ab Raven oder eben den neuen Plaid. Der hat zwei komplett neue DUs hinten.

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Ich bewege mich preislich bedingt eher bei den Jahrgängen bis 2015. Habe mir schon einige angesehen, hab im Moment einen S85 in der näheren Auswahl.

Kurze Info für dich…wenn die alten Schätzchen dann hoffentlich mit genug Rücklagen (mind. 10 TEuro + 14 TEuro für den Akku) und dem Fachwissen. Anders nur mit Händlergarantie (mindestens 24 Monaten) und einem neue Akku (keinen refurb) oder aus bekannter Quelle hier aus dem Forum mit guter Historie.

Alles andere kann sehr böse in die Hose gehen…
P.S und am besten nur mit MCU 1

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So unterschiedlich sind die Meinungen hier.
MCU1 ist z.B. wirklich ein Nachteil (zu langsam) und nur für Downgrader wichtig.
P85+ zu hart und nicht sehr effizient und diese wurden dann auch meistens härter gefahren.
Ich würde mir nur einen Tesla von einem sanften Besitzer/in kaufen, der/die damit nicht auf dicke Hose machte. Aus eigener Erfahrung: In LA sind i.d.R. die besten Porsches die, welche von Beverly Hills (house)wives gefahren wurden und am besten noch etwas Glitter am Lenkrad haben.

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Ich dachte eigentlich auch, dass MCU2 ein Pluspunkt ist. Wieso ist MCU1 besser (für manche hier zumindest)?

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Eingriffe in die Softwarekonfiguration (noch) möglich…
Für manche ist das ein Vorteil, anderen ist es wurscht.

…und Akku Tausch deutlich einfacher. MCU 2 ist eben zu und schwer auf zu machen. Aber ja die MCU 1 in den alten 85er ist sehr langsam. MCU 1 ist nicht gleich MCU 1.

Aber egal wie man wird es brauchen…ohne Eingriff ins System wird das mit den Oldies nix da sie jetzt fast alle aus der Garantie raus sind.

Aber muss jeder selber wissen. Als Neuling würde ich mir keinen Oldie kaufen…

Eventuell mal auf den Akku achten, wenn er oft als P auch „missbraucht“ wurde, kann es sein, dass die nutzbare Kapazität nicht mehr so groß ist als bei einem nicht P Model. Oft hohe Stromentnahmen sind eben nicht förderlich für die Kapazität.

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Den Akku sollte man bei jedem gebrauchten eAuto prüfen.

Das wird um so wichtiger, je älter das Auto ist, völlig egal welches Model.

Genauso, wie Fahrwerk und alle anderen Teile, die gerne verschleißen, oder ausfallen.

Unbedingt auch auf Geräusche im Antrieb achten. Unser P85 von 2013 klingt seit August 22 wie ein alter Trolleybus. Tesla will 5000 EUR für Ersatz und gibt mickrige 2 Jahre Gewährleistung drauf.

Materialkosten um 400 EUR.