Tschuldigung für die frage, ich kenn mich gerade nicht mehr aus. Wenn ich ein MS mit Doppellader hab und in meiner Garage eine Starkstromdose (Drehstromdose) mit 400V 32A ist, kann ich dann die volle Kapazität nutzen, sprich einfach anstecken oder brauch ich da noch was dazu?
Für Boxen, die auch für andere gedacht sind, ja. Aber in dem Stickythread wird es doch vor allem darum gehen, was die Leute brauchen, wenn Sie in ihrer heimischen Garage oder ihrem Carport ihr neues Model S laden möchten.
Da wird weder TNM noch eine DSK die erste Wahl sein, sondern sinnvollerweise eine der oben genannten Boxen mit festem Kabel dran, so dass man einfach nur noch einstecken muss und fertig. Oder aber als Alternative dazu eine CEE 32 A neben einer CEE 16 A, und an letzterer hängt der UMC immer dran. Das ist sicher die günstigere Variante, aber eine 32A Box mit festem Typ2 Kabel ist die praktischere. Zumal man die CEE 32 dann nur mit einer mobilen Box nutzen kann, die aber auch wiederum hilfreich ist, wenn man Mitglied im Drehstromnetz werden will.
Wenn jemand auch für andere EV-Fahrer eine Ladestelle bereitstellen möchte, sind TNM und Drehstromnetzwerk die beiden wichtigsten möglichen Boxen. Ob die dann zusätzlich zur Garagenbox auf dem Grundstück aufgestellt werden oder alleine, hängt von den Umständen ab.
Im Grunde genommen muss sich ein Model S Fahrer zwei Fragen stellen:
Wie lade ich unterwegs? Reichen da die Supercharger und die öffentlichen Typ 2 Stellen aus, oder brauche ich auch noch bundesweit CEE 32 Dosen? Diese Frage ist die Weggabelung, ob überhaupt noch eine mobile 32A Box angeschafft wird oder nicht. Brauch ich die CEE 32 Dosen, dann kann ich die erforderliche mobile Box auch in der eigenen Garage für die eigene CEE 32 Dose nutzen. Reichen die SuC und die Typ 2 Ladestellen, dann ist an der heimischen Garage eine feste Wallbox mit Kabel sinnvoll und man kann auf die mobile Box verzichten.
Möchte ich anderen EV-Fahrern eine Lademöglichkeit bereitstellen? Wenn ja, ergibt sich aus der Antwort auf Frage 1 die Mitgliedschaft entweder bei TNM oder im DSN (oder wie bei Yellow als Ausnahme in beidem). Und daraus sowie den persönlichen Wohnumständen ergibt sich, welche feste(n) Box(en) aufgestellt wird/werden.
hmm das alles übersichtlich für neue Mitglieder darzustellen ist nicht einfach. Vielleicht mit einer Skizze mit Pfeilen von oben nach unten an den jeweiligen Weggabelungen?
Dass man (wenn man möchte) auch andere Durchreisende an der TNM-Box laden lassen kann, ist nur einer der Vorteile von der Abrechnung über TNM.
Ein anderer wäre, dass man den Stromverbrauch des Autos sehr detailliert nachvollziehen kann – so, als würde man einen zusätzlichen Zähler installieren und diesen regelmäßig ablesen, nur ohne den Aufwand.
Ein dritter Vorteil ist, dass man gewissermaßen so viele verschiedene Zähler haben kann, wie man möchte, indem man verschiedene Karten benutzt. Das kann zum Beispiel interessant sein, wenn sich mehrere Elektroautos im selben Haushalt eine TNM-Box teilen.
Viertens – und ich vermute, das könnte für einige das ausschlaggebende Argument für eine private Installation der TNM-Box sein – kann man an der TNM-Box daheim auch mit der Karte des Arbeitgebers laden, so wie früher mit der Tankkarte. Man kann auch als Selbständiger auf diese Weise recht einfach die Kosten für private und dienstliche Fahrten auseinander halten und dem Finanzamt nachweisen.
(Ich habe keine Beziehung mit TNM und habe nichts von meiner Empfehlung, aber die Idee und ihre Umsetzung scheinen mir recht gut gelungen.)
Den kannst Du verwenden, aber den solltest Du nicht verwenden. Es gibt eine ellenlange über zig Seiten hinwegführende, teilweise hart geführte Diskussion in mittlerweile drei Threads über diese spezielle mobile Box. In der Summe spricht ganz viel dagegen, diese Box zu kaufen. Näheres ist in den Threads zu lesen, die über die Suche leicht gefunden werden können und nicht hier. Solltest Du die Box dennoch kaufen und zu Hause zum regelmäßigen Betreiben nutzen wollen, ist die Installation zwingend von einem Fachmann mit Erdung und FI B auszuführen. Eine Temperaturüberwachung der Box hast Du dann immer noch nicht. Was da in der Garage steht, wäre mir zu teuer, um es irgendwann womöglich abbrennen zu sehen.
Leute, ihr gebt Kohle ohne Ende für ein Auto aus, was ich auch schon lange hätte, hätte ich die Kohle dafür. Aber dann reicht es nicht mehr, für eine durchdachte und sichere Ladelösung? So einen Schei… werd’ ich nicht kapieren, weder heute noch irgendwann mal. Sparen ist schön und gut, aber an der falschen Stelle kann es bitter werden.
Bei dieser Box kann ich mittlerweile nur noch schwer an mich halten, sorry. Jetzt aber wieder ontopic.
Ja, danke, wir wissen es alle und freuen uns dennoch über jeden weiteren Beitrag über diese ach so böse Box. Ausserdem habe ich einen FI Typ B verbaut.
Mach Dir ein rotes Schleifchen an die Box und erfreue Dich daran. Hab ich überhaupt kein Problem mit. Aber diese Box in einem Stickythread neuen Usern anzudienen, halte ich für nicht angezeigt.
Stimme Dir in fast allen Punkten zu volker, aber nicht im kompletten Punkt vier:
Gibt es da schon Fälle, wo das so vom FA akzeptiert wurde? Würde mich stark wundern, da es ja nicht einen Ladevorgang pro Fahrt gibt.
Anders wäre es, wenn das Modell S Fahrten nach Schlüsselnutzung fälschungssicher mitloggen würde und man so den Nachweis führt.
Ich bin kein Steuerberater und interessiere mich generell so wenig wie möglich für diese Themen, aber wer vorher Tankbelege gesammelt hat, kann jetzt sicher die TNM-Abrechnung vorlegen. Vielleicht muss man das dem einen oder anderen FA nochmal in Ruhe erklären, aber der Sache nach ist das ja genau dasselbe. Auf den Tankbelegen steht auch nicht drauf, welches Auto Du damit betankt hast und wo Du danach hingefahren bist.
Die Idee ist nicht auf meinem Mist gewachsen. Ich bilde mir ein, ich habe das hier im Forum irgendwo aufgeschnappt. Vielleicht haben wir ja Glück, und es meldet sich noch jemand zu Wort, der genauer weiß wovon er spricht…?
Eine Aufteilung der Rechnungen ist doch in Deutschland gar nicht nötig.
Wenn du das selbe Fahrzeug dienstlich und privat nutzt und nicht nach 1% Listenpreis versteuerst, must du ein Fahrtenbuch führen. Aus dem Fahrtenbuch geht kilometergenau hervor, wer wann wohin zu welchem Zweck fuhr. Daraus wird dann eine Quote dienstlicher und eine Quote privater Fahrten ermittelt. Die Jahres-Gesamtkosten des Autos werden dann mit der Quote privater Fahrten (nach km) multipliziert und dieser Betrag durch 12 geteilt. Dieser Betrag muss dann jeden Monat versteuert werden.
Wer die 1% Methode nutzt, braucht gar keine Unterscheidung vornehmen. Besteuert wird ja der Listenpreis des Autos, nicht die tatsächlichen Kosten.