Hallo zusammen,
gerade ist mir dieser Beitrag auf X untergekommen (Alexander Kristensen / @LinkN01):
Der von Bosch finanzierte Europäische Verkehrssicherheitsrat (ETSC) schrieb einen offenen Brief an die EU-Kommission, um die breite Zulassung von Teslas FSD zu verhindern.
Wie sich herausstellt, verliert Bosch Kunden. Jetzt ergibt alles viel mehr Sinn. Man muss nur dem Geld folgen.“
Hintergrund ist die Meldung, dass VW seine Partnerschaft mit Bosch im Bereich autonomes Fahren beendet – weil die Technik schlicht nicht mehr wettbewerbsfähig ist. Gleichzeitig positioniert sich der ETSC mit einem offenen Brief gegen die breite Einführung von Tesla FSD in Europa.
Ob der ETSC tatsächlich maßgeblich von Bosch finanziert wird oder wurde, mag man diskutieren. Fakt ist aber: Wenn ein traditionsreicher Zulieferer wie Bosch massiv unter Druck gerät, weil seine ADAS-Technik von Tesla FSD abgehängt wird, dann ist die Frage nach möglichen Interessenkonflikten und indirektem Lobbyeinfluss auf „unabhängige“ Sicherheitsorganisationen legitim. „Follow the money“ ist in solchen Fällen kein Verschwörungstheorem, sondern eine völlig normale journalistische und kritische Herangehensweise.
Was mich hier im Forum aber mindestens genauso stört:
Immer wieder werden Beiträge, die genau solche Zusammenhänge ansprechen oder regulatorische Entscheidungen und die Rolle von Behörden/Verbänden kritisch hinterfragen, als „unsachlich“ eingestuft, verschoben oder gelöscht – oft offenbar auf Wunsch von Usern, die hier mit einem Behörden-Hintergrund auftreten. Gleichzeitig werden diejenigen, die das thematisieren, persönlich angegangen oder belehrt.
Das ist ein echtes Problem. Ein Tesla-Forum sollte doch gerade der Ort sein, an dem man offen darüber sprechen kann, warum eine potenziell unfallreduzierende Technologie in Europa systematisch ausgebremst wird und welche Interessen dabei eine Rolle spielen könnten. Stattdessen erleben wir eine Art selektive Zensur, bei der kritische Beiträge schnell als unsachlich deklariert werden, während andere Meinungen deutlich mehr Freiraum bekommen.
Ich finde, wir sollten hier einen höheren Anspruch haben: Entweder man diskutiert die Themen offen und faktenbasiert oder man lässt es bleiben. Aber dieses selektive Löschen und Verschieben auf Antrag einzelner User, kombiniert mit persönlichen Angriffen auf Kritiker, passt nicht zu einem freien und interessengeleiteten Forum.
Was denkt ihr dazu?