Dobrý den.
Letzte Woche Montag konnten wir unser neues Model Y abholen, also haben wir das lange Wochenende noch etwas verlängert und sind mit dem Tesla nach Tschechien gefahren. Sozusagen die Generalprobe für unseren Einstieg in die Eletromobilität.
Hier möchte ich nun meine ersten Erfahrungen mit dem Auto teilen, was besonders für die anderen Neueinsteiger interessant sein könnte. Es geht also weniger um die schöne böhmische Landschaft und die sehenswerten Städte wie Karlsbad und Marienbad, sondern mehr um das Fahrzeug.
TL;DR: Der Tesla ist ein geiles Auto und hebt das Reisen für uns auf ein neues Niveau!
Navigation
Auf den ersten Blick war die Routenplanung für uns etwas verwirrend, gerade was die Adresseingabe per Tastatur angeht. Vielleicht waren wir es auch nur anders gewohnt. Und wer benutzt schon die Tastatur, wenn man mit dem Auto sprechen kann. Aber wie kann ich zum Beispiel eine Hausnummer nachträglich ändern? Egal, einfach abbrechen und nochmal sprechen.
Die Zielführung selbst funktioniert super, die Ansagen kommen pünktlich und sind exakt beschrieben (zum Beispiel bei mehrspurigen Abfahrten). Das die Karte nach dem manuellen scrollen und zoomen automatisch wieder auf die aktuelle Position zurückspringt, ist manchmal etwas lästig.
Aufladen
Die Ladestopps wurden gleich bei der Routenplanung mit einbezogen. Und weil wir an der Ferienwohnung und der näheren Umgebung keine Lademöglichkeit hatten, haben wir den Akkustand bei Ankunft einfach auf 50% gesetzt. Das ist eine sehr bequeme Option.
Die Superchager sind teilweise etwas versteckt, da würde ich mir ein Hinweisschild an der Straße oder eine Fahne wünschen. Ansonsten ist das Laden ja idiotensicher. Man kommt natürlich gleich ins Gespräch mit anderen Tesla-Fahrern oder trinkt einen Kaffee und lädt dadurch meist länger als nötig.
Ein Tipp ist der Supercharger in Schleiz an der A9. Auf einem Hochplateau gelegen mit schönem Ausblick und einer Lounge mit Kaffee, Eis und Pizza aus dem Automaten. Und bei 40 Ladesäulen ist bestimmt immer eine frei.
Autopilot
Wir haben „nur“ den Basis-Autopilot und während der Fahrt den Tempomaten benutzt. Das ist ja bei jedem neuen Auto spannend, weil die Systeme immer etwas anders reagieren. Also immer den Fuß über der Bremse und schauen was er so macht. Insgesamt ist das System gut eingestellt. Keine ruckartigen Bremsungen oder dergleichen, wenn zum Beispiel jemand von der rechten Spur vor einem rüberzieht.
Warum es die Option nicht gibt, die aktuell erlaubte Geschwindigkeit adaptiv zu übernehmen, bleibt mir ein Rätsel. Vielleicht eine politische Entscheidung, weil das zu sehr Richtung FSD geht. Ich habe mir beholfen, indem ich den Tempomaten kurz aus und wieder eingeschaltet habe.
Klimatisierung
Natürlich alles automatisch, von der Raumluft über die Sitze bis zum Lenkrad. Nach Einstecken eines Gurtes auf dem Rücksitz geht auch die hintere Klimatisierung (für den Hund im Kofferraum) immer von selbst mit an. Sehr genial ist auch das Vorheizen per App, wenn man nach einem längeren Ausflug unter 10 Grad ins warme Auto möchte.
Hundemodus
Funktioniert wie beschrieben und haben wir mehrfach benutzt. Ich würde mir eine Option wünschen, um für den Hundemodus eine andere Temperatur zu wählen. Und warum es auf dem Bildschirm heißt „… es hat 20 Grad“ weiß wohl nur Grok.
Scheibenwischer
Die Automatik kommt mit normalem und stärkerem Regen gut zurecht. Bei Sprühregen springt sie manchmal zu spät an oder wischt zu lange und zu hektisch. Da die Scheibenwischer aber kaum hörbar sind, stört das nicht großartig. Ist vermutlich der kamerabasierten Erkennung geschuldet.
Verbrauch
Seit Abholung sind wir 1285 km gefahren und haben einen durchschnittlichen Verbrauch von 17,5 kWh / 100 km. Auf der Autobahn mit Tempomat auf 130-140 genehmigt sich der Tesla knapp unter 20 kWh / 100 km. Alles mit Klima-Automatik und Sitzheizung. Da gibt’s aus meiner Sicht nichts zu meckern.



