Ich möchte meine Erfahrungen mit dem Model 3 (2025) RWD auf Schnee teilen. Ich selbst habe 2024 ein Model Y AWD gekauft und aus heutiger Sicht wäre das nicht notwendig gewesen. Meine Frau hat im November ihr Model 3 RWD bekommen und ich bin positiv überrascht vom Fahren auf Schnee.
Wir leben im Süden Österreichs und wohnen auf einem Hügel mit recht steilem Weg bis zu unserem Haus. Es hat 10 cm frisch geschneit und während Fahrzeuge mit Vorderradantrieb hängen blieben, ein Mercedes eines Nachbarn mit Hinterradantrieb wie immer schon in der ersten Kurve hängen blieb meisterte das Model 3 RWD die Fahrt bis zum Haus ohne rutschen und fuhr wie auf Schienen. Nachdem der Schneepflug gefahren war, und der Schnee anfangs gepresst auf der Straße ist, ist es bei uns oft rutschiger als bei frischem Schnee. Auch das war für den Tesla null Problem, es ging ebenso wie auf Schienen nach oben.
Der zweite Test war unser Ferienhaus auf einem Berg auf 1.600 m Seehöhe. Wir sind hier oft zum Schifahren und hier gibt es deutlich öfter Schnee als im Tal. Eigentlich wollten wir immer mit meinem Model Y AWD zum Ferienhaus fahren, doch wir haben es diesmal mit dem Model 3 versucht. Auch hier überhaupt kein Thema. Ich bin heute noch platt.
Natürlich muss jeder selber entscheiden. Aus heutiger Sicht würde ich mir das Model Y ohne Allrad kaufen. Es wäre total ausreichend. Vielleicht gäbe es mal die Situation wo der Allrad besser wäre aber im normalen Gebrauch bei normalem Schneefall reicht sicher der RWD. Ich hätte mir eine Menge Geld bei den Anschaffungskosten gespart und in Österreich auch eine Lawine an Geld bei der motorbezogenen Steuer.
Ich hoffe der Beitrag hilft
PS: eine Sache sollte man noch im Auge behalten, wenn man den 3er kauft (hat aber mit Schnee nichts zu tun). Tiefgaragenabfahrten können tricky sein. Das Auto ist deutlich tiefer als zb der Y. Wer täglich in eine Tiefgarage mit starker Kuppe bei der Auf/Abfahrt muss sollte das testen.
Danke für den Erfahrungsbericht. Ich wohne im Flachland und erst gestern konnte ich obwohl ich das Model 3 RWD seit Mai 24 besitze das erste mal auf einer geschlossene Schneedecke fahren, kann ich bestätigen fährt wie auf Schienen habe auch nur Michelin Cross Climate 2 Ganzjahresreifen oben, aber die sind lt. Testberichten recht gut auf Schnee.
Das mit Tiefgarage kann ich bestätigen, muss in einigen Garagen sehr langsam auf und ab fahren ansonsten setzt das Auto auf allerdings nur mit dem Mudflaps, ist aber hässliches Geräusch. Ich tausche die aber nicht aus weil bevor ich mit dem Unterboden oder gar mit dem Batterypack aufsetzte habe ich lieber das als “Warnung”
Kann dem nur zustimmen. Wir haben ein Model 3 SR aus 2021. Auch hier mit Goodyear Vector 4Seasons Ganzjahresreifen. In den letzten 2 Wochen nur gute Erfahrungen gemacht. Egal ob verschneite Bergstraßen im Erzgebirge, gesalzene aber nicht geschobene Schneematschstraßen oder glattgefahrene Schneedecken. Nie unsicher oder gefährlich. Alles sehr gut beherrschbar. Und bissel Spaß macht der RWD dann in den Kurven auch noch.
Hatte letztes Jahr und 2023 auch schon Ketten drauf, dann macht er seine Sache noch besser. Keine Ahnung ob es auch ohne Ketten gegangen wäre aber ich riskiere in den Alpen nicht irgendwo mitten am Berg hängen zu bleiben, dann doch lieber Ketten aufziehen.
wir fahren einen Highland RWD mit den Pirelli Ganzjahresreifen. Ich bin Jäger auf der schwäbischen Alb und fahre regelmäßig mit dem Tesla auch im Schnee über die Forstwege. Für den Notfall hab ich Schneeketten immer dabei - gebraucht hab ich sie noch nie.
Ist wirklich der Oberhammer wie der sich da durch den Schnee gräbt, ein Mitjäger konnte gar nicht glauben das das wirklich ein Hecktriebler und kein Allrad ist
Du hast auch keine Probleme mit aufsetzen? Interssant. Gerade Waldwege sind ja gerne in der Mitte überhöht, was die breite Akkuplatte ja so gar nicht mag bzw zum aufsetzen prädiziniert.
die schlimmen Wege fahr ich natürlich nicht mit dem Standard Model 3, da nehm ich dann natürlich schon ein Fahrzeug das richtig Offroad kann - dort kommen die SUVs aber auch nicht weiter.
Die Standard Forstwege mit leichter Erhöhung in der Mitte sind aber kein Thema
Das traue ich mich kaum wegen der geringen Bodenfreiheit. Die Traktion an sich ist hervorragend, aber für Wald und Wiese gibt’s noch einen alten Octavia Scout. Leider gibt’s nicht so dolle elektrische Angebote für das Gelände.
ich hab da eigentlich keinen Unterschied zu den originalen Sommerreifen gemerkt - die hatten wir aber wirklich nur sehr kurz drauf und sind sofort auf die GJR.
Die Hinterreifen haben wir jetzt nach ca. 60tkm mit etwas über 3mm gewechselt. Vorne sind sie noch top. Spannend ist, dass uns das der Tesla selber mitgeteilt hat, das die Hinterreifen durch sind. Nach dem Reifenwechsel (ohne im ServiceMenü was zu machen) war auch die Meldung weg
Also ich habe mich letzte Woche insgesamt 3x Festgefahren mit meinem SR 2020 mit Winterreifen Teilweise hat sich der Schnee unterm Unterboden gesammelt und durch das geringe Gewicht auf der Hinterachse haben die Räder keine Kraft auf den Boden bekommen..
Für RWD macht das Model 3 schon eine gute Figur im Schnee. Aber ich hatte auch schon eine Situation da wäre ein AWD eventuell hilfreich gewesen, so musste ein Trecker zum Ziehen ran (Dauerregen, matschige Wiese).
Ein Allrad Tesla ist unbestritten etwas anderes als ein RWD. Aber mit dem was der aktuelle 3er RWD leistet würde ich mir persönlich nie einen AWD kaufen. Der Preisunterschied beim Kauf und die jährliche Differenz bei der motorbezogenen Steuer in Österreich - satte 600€ - stehen nicht dafür. Meistens gibt es einen einzigen Tag oder zwei im Jahr wo es hier so massiv schneit, dass man nicht fahren sollte und da kann ichs mir verkneifen und bei allen anderen Schneesituationen ob im Tal oder am Berg mache ich mir mit dem 3er keine Sorgen mehr. Ich hatte mal einen C-Klasse mit RWD und der blieb in Unterführungen stecken. Die Gewichtsverteilung durch den Akku hilft dem 3er anscheinend sehr. Der Benz hatte null Gewicht auf der Antriebsachse.
Ich habe die Hankook ION I Cept Winter auf meinem 2023er M3 RWD.
Im Dezember habe ich eine Tour durch Schweden/Finnland/Norwegen gemacht. Die Temperaturen lagen zwischen 0ºC und -27ºC. Ich bin selbst auch begeistert wie einfach und unproblematisch sich der Tesla auf jeglichem untergrund bewegt hat Bei zügigem Landstraßentempo, egal ob Nass/kalt, Eis, Eisplatten, dichter Schnee, lockerer Schnee, frisch verschneit, geräumt, etc.
Wo der M3 RWD unproblematisch ist, hat ein AWD auf Schnee fast schon unrealen vorwärts-Schub. Ich hatt bei meinem alten M3 AWD das Gefühl, dass der auf Schnee besser vorwärts geht als bremst
Kann das nur bestätigen, die RWD-Variante der Model 3 und Y, die wir beide fahren, bewähren sich auf Schneefahrbahn. Was gewöhnungsbedürftig war, ist der Umstand, dass man nicht mehr hört, wenn dieHinterräder durchzudrehen beginnen, sondern das spürt mit dem Teil, von dem Niki Lauda vor 50 Jahren gesagt hat, dass er der wichtigste fürs Aurofahren sei: das eigene Hinterteil - eine lustige und doch kluge Feststellung des Formel-1-Weltmeisters.
Danke für den Hinweis. Ich hatte ein M3 AWD und habe jetzt ein Model Y gekauft und stand vor der gleichen Frage, AWD oder RWD und habe mich dann für RWD entschieden, wegen höherer Reichweite und 3.000 € weniger in der Anschaffung. Ich war noch nicht in den Bergen damit, aber das hört sich schon mal gut an. Viele Grüße aus Südwestdeutschland nach Österreich.