Empfehlung zur Akku-Kapazität im Neuzustand

Hallo TFF-Community,

ich habe in einem Artikel des ADAC die Empfehlung gelesen, man solle sich „die nutzbare Akku-Kapazität im Neuzustand bescheinigen lassen“.
(Quelle: Elektroauto-Batterie: Lebensdauer, Garantie, Reparatur | ADAC)

Mit dieser Anfrage bin ich an den Kundenberater, der meine Auslieferung betreut, herangetreten. Die Aussage war in etwa: Die Kapazitäts-Bestimmung kann nur beim Service (und gegen Kosten) erfolgen. Jedoch wird natürlich jedes Auto im Neuzustand überprüft und der Akku hat 100%. Wenn Tesla Akkus mit niedrigerer ausliefern würde, dann hätte die breite Masse sich hier schon gewehrt.

Nun steht in den Garantiebedingungen, dass bei < 70% Batteriekapazität ein Garantiefall vorliegt. Aber zu welchem Referenzwert denn, wenn nicht zu den (bescheinigten) 100% bei Auslieferung? Gerade diese Referenz scheint Tesla ja auf dem Papier nicht bei Auslieferung zu gewähren oder übersehe ich da etwas?

Im Zweifel könnte Tesla ja dann einen Wagen mit 71% Kapazität ausliefern und selbst wenn sich das in Reichweite etc. bemerkbar macht, wäre es (zunächst) kein Garantiefall. Eine (hoffentlich) sehr theoretische Diskussion, aber vielleicht hat hier jemand Erfahrungen zu dieser Fragesetellung.

Danke und viele Grüße

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Du kannst jederzeit den SoH im Service Menü des Teslas ermitteln lassen. Dauert Ewigkeiten und braucht eine Wallbox / Stromanschluss zuhause, aber funktioniert auch ohne dafür zahlen zu müssen. Ist nur eben eigentlich nicht für den Kunden gedacht, der Kundenberater hat da also recht.

Das mit der Garantie ist so eine Sache, wenn ein Akku so viel Kapazität verlieren sollte stimmt was anderes nicht und die Wahrscheinlichkeit das er komplett ausfällt ist dann eh so hoch, das er deswegen getauscht wird. Wenn ich so an die Model S 85er Packs denke gab es kein Pack was weniger als 70% SoH hatte, aber noch vollständig funktionierte (zumindest hab ich hier nichts drüber gelesen). Die die kaputt waren ließen sich nicht mehr laden oder haben nichtmehr vollgeladen und waren teildefekt (Fall für Garantie). Tesla ist seit dem 85er Debakel meiner Meinung sehr vorsichtig gewurden was Ladekurve angeht und ich bezweifle das jemals ein gesunder Akku während der Autolebenszeit so stark degradieren wird als das die 70% erreicht werden.

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Kann Deine Bedenken verstehen. Tesla gibt einem bei der Auslieferung noch nicht mal die Angabe wie viel kWh der Akku netto haben soll. Wie viel sind dann 70% von etwas, das man nicht weiss?

Hat

Weder in der Zulassungsbescheinigung noch in der „EC Certificate of Conformity“ steht nicht wie viel kWh der Akku hat. Das kannst Du zwar hier im Forum anhand der Angabe Variant hier [Wiki] Akkuwiki - Model 3 / Model Y herausfinden, aber es ist nichts, was vor Gericht Bestand hat. Ist das die Brutto-Angabe, die Netto-Angabe und stimmt es überhaupt?

Finde Dich damit ab. Tesla wird Dir weder angeben wie viel garantierte Kapazität Dein Akku beim Neuzustand hat, noch wird man Dir die genauen Bedingungen mitteilen, unter denen die 70% gemessen werden können. Per Software kann man das nicht bestimmen. Die einzige Möglichkeit ist den Akku zu laden und danach unter bestimmten Umweltbedingungen zu entladen und dabei zu messen wie viel Energie dabei frei gesetzt wird.

M.E. bedeutet die Akkugarantie von Tesla und der übrigen Herstellern (da sind sich BMW, VW, Tesla, etc. einig) nur eines: Wenn der Akku gar nicht mehr funktioniert und Du die Bedingungen der Garantie erfüllt hast, tauscht man den Akku. Alles andere wie garantierte Restkapazität nach x Jahren, ist Schall und Rauch. Das bekommt man vor Gericht nicht durch.

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Genau das macht der SoH Test im Servicemodus automatisiert und relativ genau.

Das sehe ich ebenso.

Die Kapazität ist bei Tesla nicht z.B. 79kwh, sondern 509km.

Tesla hat, abhängig von Akku, eine Reichweite, die auch angezeigt wird.

Diesen Wert kennst du bei Kauf und stand auch auf der Homepage.

Davon 70%. Vermute ich.

Das wäre für Tesla noch besser. Die Reichweite hat nichts mit der Praxis zu tun. Daher kann Tesla hier beliebiges anzeigen. Evtl. steht im Code, dass minimal immer 70% angezeigt wird…

Da bist du aber schnell von „wir wissen es nicht“ auf „Tesla wird uns vermutlich betrügen“ gehüpft.

Wow.

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Tesla zeigt bei der Reichweite die Reichweite anhand der aktuellen Kapazität nach EPA genormten Prüfzyklus an. Betrug da zu vermuten ist nicht zielführend.

Es liegt mir fern Tesla irgendwelchen Betrug vorzuwerfen.

Wo ist da der Prüfzyklus?

Ohne eine wirkliche Kapazitätsmessung sind solche Reichweitenangaben Schall und Rauch. Da wird in einem Algorithmus die Spannung der Zellen mit irgendwelchen Werten multipliziert und es ergibt sich eine Reichweite in Kilometer.

Wer sagt, dass 70% dieser berechneten Kilometerangabe auf Basis der Spannung auch 70% der Batteriekapazität entspricht?

Richtige Kapazitätsmessungen laden den Akku voll und entladen diesen dann und messen dabei die entladene kWh.

Wenn E-sele wissen will wie die Kapazität seines neuen Akkus ist und Tesla dies nicht angibt, bleibt nur diese Kapazität zu messen. Was nicht so einfach ist, weil die Umweltbedingungen wichtig sind. Und die Frage ist, ob Tesla diese Messung akzeptiert. Da reicht keine Reichweitenanzeige, bei der man nicht weiss wie es berechnet wird.

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