Das Kohlestrom Argument basiert aber auf der Annahme, das in den Moment wo ein EV geladen wird ja nicht gleichzeitig ein EE online geht und deshalb irgendwo ein paar kg Gas, Öl oder Kohle extra verbrannt werden um diesen Strom zu erzeugen. Der Strommix wird für alle etwas dreckiger.
Welche Argumente sprechen dagegen?
Wie kann man diese präzise und leicht verständlich entkräften?
Der Idealfall einer EE-Inselanlage wo man das einfach erklären könnte ist selten und im Winter auch unwahrscheinlich und dafür nicht geeignet.
Das das gleiche natürlich für jeden neu angeschafften Strom Fresser gilt scheint niemand zu stören
Wie soll Strom, den ich nie eingespeist habe, den Anteil der erneuerbaren im Strommix verändern?
Wie soll ich Strommix in meinen Wagen geladen haben, wenn kein Netzstrom über den Zähler zu mir läuft?
Und ich bin auch Erzeuger geworden, weil die eigentlichen Erzeuger zu viel Lobbyarbeit leisten und an Kohle und Co. festhalten wie der Teufel an der Seele.
Ja ich weiß was du meinst, sind sicherlich auch noch ein paar mehr, aber insgesamt kannst du das halt nicht rechnen, das kannst du nur über den Mix machen.
Und ob du dann den offiziellen oder den „schwarz“ Wert nimmst, ist eh noch mal eine andere Geschichte und gehört hier wirklich nicht hin
Macht schon irgendwie Spass realitätsferne Szenarien sich vorzustellen oder zu berechnen.
Man könnte auch:
…wenn über Nacht alle Bewohner deutschlands veganer werden? Wir haben nachgerechnet.
oder
…wenn über Nacht alle Bewohner deutschlands Nutella essen würden? Wir haben nachgerechnet.
Spannend dazu in der dort verlinkten Zusammenstellung der Co2 Effizienz, ziemlich weit unten:
„For the one FCV model examined (Toyota Mirai), emissions reductions are only achieved when hydrogen is producing using SMR. When hydrogen from electrolysis is used, the Toyota Mirai’s emissions are almost at the same level as some of the highest-emitting ICEVs on the market.“ (Hervorhebungen von mir)
Darin:
Der Volkswagen-Konzern bereitet den Einstieg in die Batteriezellenproduktion vor. Der Autohersteller wolle gemeinsam mit dem koreanischen Konzern SK Innovation in Europa Gigafabriken bauen und Batteriezellen bauen, berichtet das manager magazin…
Es gebe allerdings noch keine finale Entscheidung über die Pläne. Die Verhandlungen seien noch nicht abgeschlossen.
Man könnte das ganze so erklären, wie ein System mit Flüssigkeiten. Auf der einen Seite (oben) kann man aus verschiedenen Quellen die Flüssigkeit hinzu führen. Auf der anderen Seite (unten) entnimmt man in der Regel die Flüssigkeiten. Wenn ich jedoch von unten eine Flüssigkeit des System presse, (analog zum PV Strom) muss ich oben weniger hinein geben um den Flüssigkeitsstand zu erhalten. Wenn unten nicht mehr eingefüllt wird, sondern entnommen wird, bekommt er im wesentlichen seine eigene Flüssigkeit wieder.
Das ist zwar bei Elektrizität so nicht ganz richtig, aber das Wesentliche kann man damit schon veranschaulichen.
Produziert jemand mehr Strom seiner PV Anlage als er verbraucht, kann er Gewissens behaupten, dass er zu 100 % regenerativen Strom verwendet. Seine ‚Umweltbilanz‘ stimmt also auf jedenfalls.
Apropos Schnapsidee. Brennstoffzellen funktionieren ja auch mit reinem Alkohol.
Nein. So schön es auch wäre, aber nur weil ich im Sommer 50% Überschuss generiere, dafür aber im Winter 25% Unterdeckung habe, bin ich noch lange nicht ausschliesslich regenerativ gefahren - obwohl ich insgesamt im Plus bin - weil die saisonalen Speicher dazu einfach fehlen.
So gerne ich das auch wegdiskutieren möchte, es stimmt einfach nicht.
Dafür hat ein anderer Haushalt zu der Zeit wo ich einspeise keinen ‚dreckigen‘ Strom verbraucht. Obwohl er das getan hätte, würde ich nicht eingespeist haben.
Für autonomes Fahren hat es (irgendwo) einen eigenen Faden. Ich finde es nicht richtig, autonomes fahren mit E-Mobilität zu vermischen, auch wenn vielleicht beide Technologien zeitgleich den Durchbruch schaffen.
China setzt seine E-Mobilitätspolitik konsequent um: Shenzhen ist das Silikon-Valley Chinas und grüne Vorzeigestadt. Hier fahren ausschließlich Elektrobusse.
Treib das Gedankenspiel mal weiter. Alle haben PV auf dem Dach und generieren im Sommer (zu) viel Strom. Woher kommt der Strom dann im Winter, wenn Schnee auf den Panels liegt?
Wir sollten die Probleme lösen, nicht wegdiskutieren.