Wenn ich mir ansehe das der örtliche Bauer hier innerhalb von gefühlt 5min eine Wiese von 400x500m mäht, mit bestimmt 50kmh darf da kein Reh im Gras liegen.
Auch bekommt man den Eindruck, das Europa verhungern würde, wenn man nicht mit Mähdreschern der Superlative 100.000ha Getreidewüste im Höchsttempo abernten kann.
Ich hab mal einige Monate auf einem großen Hof gejobbt. Die Trecker hatten oft extra Gewichte. Die Reifen wurden auch oft mit Wasser gefüllt um mehr Gewicht zu bringen. Ich denke auch dass es Akku nicht wirklich mehr Gewicht bringt weil der schwere Motorblock wegfällt.
Hier mal ein Video mit ein paar mehr Infos in englischer Sprache:
Das offizielle Werbevideo zeigt den Fokus eher auf die teilautonomen Funktionen:
Die Fertigung soll wohl gerade anlaufen, die Auslieferung in Q1/2024 beginnen.
Reizt mich jetzt doch ein wenig, das Gerät auf der Agritechnica in Hannover anzugucken. Zum Preis findet man leider auch noch nichts. Irgendwo hab ich mal „fast das doppelte“ gelesen.
Fahren war zwar nicht erlaubt, aber Diskutieren ging. Es wird eine Serie geben von 500St?
Es ist eine schnelle Lösung geworden, wo nur der Motor gegen Elektrik ausgetauscht worden ist, die in 2024 in USA in der Praxis getestet werden soll. 2025 kommen dann die ersten Exemplare nach Europa, um zu testen, in wlechen Bereichen sie genutzt werden können.
Das Gewicht ist mit 4,2 t leider etwas hoch ausgefallen.
Case/New Holland versucht mit der Lösung schnell auf den Markt zu kommen, weil sie einen Markt sehen.
Auf der Agritechnica gab es noch weitere Hersteller, die sich für die E-Traktoren einsetzen. Die TU München mit TUMtrac waren in Halle 11 und nebenan ein neuer Hersteller aus dem Allgäu, der einen Prototyp ONOX vorstellt. Einen Pflegeschlepper, der an einen Fendt GT erinnert. 48 V Technik,
Wie möchte man mit 48V die Leistungen zur Verfügung stellen, die notwendig sind?
Vor allem bei den benötigten Strömen müssen ziemlich fette Kabel verbaut sein…
Nicht jeder Bauer erkennt orange Kabel und in der Branche wird gerne gebastelt.
Stapler haben auch 48V. Aber da ist die Antriebsleistung bei mir im Linde nur 5,5 kW
Nun ja, 48V und 50 KW Motorengesamtleistung verhalten sich beim Maximalstrom wie 480V bei 500 KW Motorengesamtleistung. Model S und X haben noch einiges Mehr an Maximalleistung bei dieser Spannung und es sind PKW
Bei uns hier steht ja alles rum…vom kleinen E betriebenen Multifunktionslader bis zum „grossen“. Die grossen Diesel werden in der Ernte benötigt und man könnte die sich auch borgen aber auch so ein 10.000l Wasserfass auf die Wiesen fahren ist einfach etwas doof mit den kleinen. Aber die kleine E Kiste läuft dafür im Dauerbetrieb bis der Akku leer ist 6h am Tag. Kleine Aufgaben nahe an den Tieren und Menschen. Alles top.
Die Wirtschaftlichkeit des E Weidemann ist vs. seinem Verbrennerbruder der auch da steht nicht zu schlagen. Geladen wird er an der PV.
Somit alles rund um den Hof geht mit E sehr gut alles den Feld und den Wiesen hängt ein wenig von der Zeit und dem Einsatz ab.
Wenn eh alles zeitlich eng ist hat man mit dem Diesel Vorteile ansonsten sind E Traktoren sicherlich eine gute Alternative und wirtschaftliche Ergänzung.
Auch was eine kurze Google Suche zu Tage fördert klingt eher nach Sparflamme (bzw. jeden Fördertopf [Brennstoffzelle, Wasserstoff e-fuel…] mitnehmen Seitens der Hersteller) bei der Entwicklung und Markteinführung.
Offenbar ist die Perspektive
„[…] haben Landwirte so die Möglichkeit, die Energie ihrer Photovoltaik-Anlagen in den gerade nicht gebrauchten Batterien zu speichern.“ Dank günstigen Diesels und Erstattung der Energiesteuer überhaupt nicht attraktiv.
Der Strom wird wahrscheinlich daher bis zum Ende der Förderung lieber voll eingespeist.
Persönlich finde ich es bei den eh schon undurchsichtigen Forderungen von Bauernverband und der dort organisierten Unternehmen seltsam das über die Elektrifizierung des Maschinenparks kein Wort verloren, bzw. keine Förderung gefordert wird.
So als sei klar, das alle anderen, also individual Verkehr, ÖPNV und Schwerlastverkehr in den kommenden 15-20 Jahren elektrifiziert werden (müssen), nur die Landwirtschaft bleibt beim Status Quo (Diesel) stehen?
Obwohl Argrarunternehmer argumentieren, das 80% der Energiekosten der Betriebe auf Diesel entfallen.
Offenbar ist der Diesel im Verhältnis zum Strom bei weitem zu billig bei uns.
Habe ich mich auch bei der Debatte derzeit gewundert. Wenn da noch nichts auf dem Markt ist bzgl. vollelektronische Landmaschinen kann der Bauer natürlich auch nichts dafür. Aber gerade Bauernhöfe haben doch oft PV und Potential zu dessen Ausbau.
Billiger kann man doch nicht Arbeitsmaschinen betreiben.
Der ständige Ruf nach Subventionen kann nicht der Stein der Weisen sein. Jeder normale Betrieb muss halt seine Preise anheben, wenn er nirgends mehr einsparen kann und sonst Pleite geht.
Ein Schlepper mit Batterie ist doch vermutlich deutlich schwerer, als ein Diesel betriebener Schlepper oder nicht?
Die Bodenverdichtung ist schon jetzt ein riesen Problem und würde damit noch verschärft werden.
Weiß jemand Gewichte vergleichbarer Schlepper Diesel und Batterie?
Auch wenn ich persönlich keine Landwirtschaft betreibe (wohl aber aus anderen Gründen Beiträge in die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft entrichten darf), so habe ich in unmittelbarer Umgebung einige Bauern. In den Gesprächen kommt immer wieder hervor, dass diese sehnsüchtig auf einen praktikablen E-Traktor warten. Selbst ein sehr betagter Alt-Bauer hat mir schon gesagt, dass an dem Tag, an dem es einen brauchbaren E-Traktor gibt, er sofort umstellen wird.
Kurz: zumindest hier sind die Landwirte sehr aufgeschlossen.
Zum Rest (Subventionen, Politik, etc.) äußere ich mich nicht, denn das hat laut Forumsrichtlinien hier nichts verloren. Nur soviel: ich bin ein bekennender Landmensch.
Sry, war ironisch gemeint, scheint aber allgemein hier nicht so angekommen zu sein.
Ich formuliere es mal anders:
Es gibt einen sehr guten Markt für lokal erzeugte Produkte mit hohem Tierhaltungsstandard. Kunden sind bereit, dafür mehr Geld auszugeben.
Kunden sind aber nicht bereit mehr Geld auszugeben für lokal erzeugte Massentierhaltung. Da braucht man nicht nach Subventionen heulen.
Mal etwas mehr zum Thema: Elektrische Traktoren sind trivial. Es besteht lediglich kein Interesse daran. Also müssen die klimaschädlichen Subventionen Weg, damit ein Innovationsdruck geschaffen wird.
Wer denkt, nen Trecker müsste mit ner 500kWh Batterie den ganzen Tag auf dem Feld rumfahren, dem fehlt die Fantasie.
50kWh- Wechselbatterie-Pakete neben dem Feld parken. Wenn man eh nur munter zick-zack fährt, kann man auch jede halbe Stunde den Akku tauschen. Fertig.
Die Pakete kann der Trecker ja selbst mitbringen und dann je nach Bodenbeschaffenheit die nicht benötigte Anzahl vorher abladen.
Es gäbe genügend Möglichkeiten wenn man wollte.
Viele Landwirte, aber nicht alle, sind konservativ.
Ich beweise das mal mit meinen Beobachtungen auf den diesjährigen Bio-Feldtagen in BW. Auf den Parkplätzen der Agritechnika, auf den Ausstellungen Tarmstedt und Rendsburg genau das gleiche Bild.
Kaum ein Fahrzeug auf den Parkplätzen war ein E-Auto.
Wenn, dann waren es Firmenfahrzeuge.
Also dein Beitrag strotzt vor (unfreiwilliger?) Ironie.
Haltungsform 1 ist so gut wie auf keiner (ja vom Erzeuger freiwillig) markierten Verpackung zu finden - buchstäblich zugegebene sogenannte „Qualhaltung“.
Also eher für Kunden, die sicher sein wollen das die Tiere vor der Schlachtung keinerlei… erfahren haben.
Oder eben für den Weltmarkt produziert…
Wenn jetzt Discounter damit werben nur noch Fleisch ab Haltungsform 3 anbieten zu wollen, scheint der Kunde durchaus bereit zu sein (etwas) mehr Geld in die Hand zu nehmen .
Als Kunde muss ich auch sagen, die Preise die ich seit 2020 für Lebensmittel zu zahlen habe sind deutlich stärker gestiegen als die durchschnittliche Inflation (Milch/l von 0,69- 0,89€ auf 1,09€- nach oben offen. Butter von 0,99€/250g auf ab 1,49€/250g und Mehl 405er pro kg von 0,39€ auf 0,79€ zuletzt Zucker… Von 0,72€/kg auf 1,25€/kg im Angebot…).
Wenn der Bauernverband es nicht schafft von diesen Preiserhöhungen etwas für seine Mitgliedunternehmen rauszuverhandel , was machen die dann den ganzen Tag?
Was wollen die Bauern von mir als Bürger?
Noch mehr Geld für ihre Produkte?
Woher soll das bei solchen Preissteigerungen kommen?
Das kriege ich nicht mal mit ETFs rein, ganz zu Schweigen von den Gehaltserhöhungen im öffentlichen Dienst in den letzten 4 Jahren.
Wie steht der Bauernverband eigentlich zum „Verursacherprinzip“ (Gülle- drohende Millionenstrafzahlungen für die Steuerzahler -Düngeverordnung - Nachrüstung der Wasserwerke in Nordwestdeutschland zur Ausfällung von Nitrat aus dem Grundwasser…) die exportorientierte Massentierhaltung betreffend?
Ich lebe im Emsland und habe direkt miterlebt wie im Lk Clp in den 1980ern die Schweineställe und später die Puten-Mast Anlagen vom jeweiligen Kreisdirektor per Dienstanweisung bei der unteren Naturschutzbehörde durchgedrückt wurden.
Heute geht es hier in der Region um Milliarden Geschäfte und darum dass die Agrarwirtschaft auf keinen Fall für die inzwischen unübersehbaren Folgen der Massentierhaltung zur Kasse gebeten werden will (und sei es nur in Form von Bestandsreduzierungen).
Das viele Landwirte sich vom eigenen Bauernverband verraten und Verkauf fühlen ist ja auch ab und an mal in den Medien.
Der Sohn einer Arbeitskollegin ist Vollerwerbslandwirt (Kälbermast und ca. 200ha überwiegend Futtermittel) möchte den Betrieb erweitern, irgewas mit eigener Zuchtlinie (die Frau ist Rinder Besahmerin, also vom Fach) Rinder usw… Geld von der Bank gibt es aber nur für einen Hühnerstall.
Das klingt erstmal Paradox, bis man zur Kenntnis nimmt, das eine von Europas leistungsfähigsten Geflügelschlachtfabriken keine 10 km entfernt ist.
Aber ich bin auch nur interessierter Konsument, was weiß ich schon von Landwirtschaft…
Was ihm der Fachberater der Bank wohl rät, wenn er nach 100.000€ oder mehr für einen E-Traktor fragt?
Ob die paar hundert Quadratmeter PV auf dem Hof überhaupt für eine solche Anwendung genügend Strom liefern ist natürlich auch offen und gegenwärtig ist die Vergütung auch noch so hoch, das sich jede andere Nutzung als eine Volleinspeisung verbietet .
Der Strom für Haus und Hof wird beim Versorger gekauft, deutlich billiger als sich selbst zu versorgen.
Ähnlich ist es auch mit Überlegungen zum E-Auto.
Das zu Hause zu laden wäre ungleich teurer als Diesel, da der Strom dann ja nicht eingespeist wird.