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Elektrischer Traktor für die Landwirtschaft

Fendt bringt einen Traktor auf den Markt.

merkur.de/wirtschaft/nach-d … 65465.html

schweizerbauer.ch/landtechn … 37534.html

Damit gibt es neben einem Angebot von J.Deere nun einen deutschen Anbieter.
LGH

DAS ist also der europäische Hersteller, der bald an den Superchargern zu sehen sein wird :laughing:

Hat eine CCS Buchse. Ich finde toll, dass endlich mal eine deutsche Firma die Zeichen der Zeit mitbekommt. Wäre doch toll, wenn zumindest die kommunalen Arbeitsgeräte elektrisch und damit schadstofffrei betrieben werden können. :smiley:

Hier gibt es ein Kommunalfahrzeug, ich habe den Bau der ersten Modelle privat besichtigen dürfen. Mittlerweile haben Ihn auch einige Gemeinden in der Umgebung.
steiermark.orf.at/news/stories/2832413/
LGH

Merkt ihr das? An allen Ecken und Enden fängt es elektrisch an. Genau so stelle ich mir das vor. Tesla kann ja nur ein Katalysator sein, umso dümmer sieht die deutsche Autoindustrie aus. :astonished:

Endlich ist es soweit! - Da werden sich Möglichkeiten auftun.
Ein wesentliches Asset des Traktors ist das Gewicht. D.h. in der Grundausstattung hat er eine kleine Batterie und ist leicht. (zB bei leichter Arbeit auf frischem Boden.) Die Zusatzbatterien können an der PV am Hof gut laden. Verrichtet er schwere Arbeit und muss schwer sein, so werden statt den jetzt üblichen Zusatzgewichten einfach Akkus draufgepackt und der Traktor fährt, während andere Batterien laden.
Im Gegensatz zum Auto machen in der Landwirtschaft Wechselakkus echt Sinn.

Und wie sollen hunderte Kilogramm an Akkus gewechselt werden?

Traktoren können das.

Da Landwirte oft große PV Anlagen haben, wird es besonders interessant.

Aufgrund der Kapazität wird der Einsatz nicht universell für die Landwirtschaft. Ich sehe da zuerst einige Nischen.

Die Maschinen, die ständig als Werkzeug an und abgebaut werden, wiegen ja auch viele Kilos. Ich denke für einen Landwirt könnte es Möglichkeiten geben, das zu bewerkstelligen. Ein Rundballen wiegt zig Zentner, und wird auf vielen Höfen auch manövriert.

Neben einer eingebauten Batterie kann eine Batterie einfach das Gegengewicht vorne oder hinten ersetzen. Mit Hydraulik ist das kein Problem.

John Deer hat auch schon einen Traktor.

Vielleicht werden EV Traktoren für Bio Bauern irgendwann ein „Muss“? :wink:

Können ihnen ja via Direktzahlung und Subvention bezahlt werden. So viel teurer als ein normaler Traktor wird das schon nicht sein :smiley:

Das mitWechelakkus sollte wirklich kein Problem sein, bei Staplern geht das auch Problemlos. Braucht halt je nach Ladeleistung mehrere Akkus, ausser die werden immer vollgas geladen, so dass die 100kwh schon nach 4,5h wieder drin sind…

Für die Landwirtschaft ist der elektrische Traktor vermutlich nicht geplant. Das große Problem heute in der Landwirtschaft ist die Bodenverdichtung, die zu Minderertrag und massiver Erosion führt (die verdichtete Erde in den Radspuren wird bei Regen zu Bächen, die dann die Erde von den Feldern waschen). Einen Traktor einige 100 kg mit Akkus behängen macht ihn nicht ökologisch korrekter, auch nicht vor dem Hintergrund, dass fast alle landwirtschaftlichen Traktoren mit reinem Biodiesel betrieben werden können. Biodiesel mussten land- und forstwirtschaftliche Traktoren immer schon können, wegen der Umweltschäden, wenn ein Tank bei der Arbeit aufreißt und Mineraldiesel in den Boden sickert.

Vermutlich wird der Einsatzzweck bei den städtischen Gärtnereien sein, um die Pflanztröge in den Fußgängerzonen und Stadtparks zu wässern. Einen Acker - oder noch schlimmer einen Waldboden - werden diese Traktoren kaum sehen.

Jetzt driftet die Diskussion zwar etwas ab, aber die Bodenverdichtung sehe ich eher als Boulevard-Argument. Ich bin zwar nicht mehr ganz am letzten Stand, aber ich habe eine Landwirtschaft bis vor ca. 10 Jahren im Nebenerwerb betrieben. Die größte Bodenverdichtung hatte ein alter kleiner Traktor mit 40PS aus den sechziger Jahren, da die Reifen nicht richtig abgestimmt waren. Die modernen großen Traktoren haben entsprechende Reifen. Es kommt nicht auf das Gewicht des Traktors an, sondern auch auf die Aufstandsfläche. Und im Regelfall hat ein Traktor immer den gleichen Diesel getankt, wie jedes andere Fahrzeug auch.
Für mich ist Fakt, dass jetzt halt Zusatzgewichte verwendet werden, die nur schwer sein müssen und beim E-Trac wären es dann halt intelligente Gewichte.

Vielleicht sollte man dann wieder auf die bewährte Technik des Dampfpflug zurück greifen? :laughing:

Es muss ja kein Dampfpflug sein.
Allerdings eine „Antriebsmaschine“, die vom Arbeitsgerät getrennt am Feldrand aufgestellt wird, hat in bestimmten Szenarien Vorteile.

Dann schlage ich Rücke Pferde vor, nicht nur für den Holzschlag :laughing:

Hier mal ein Vergleichstraktor:

fendt.com/de/geneva-assets/a … 017-de.pdf

Leistung: 53 kW
Drehmoment: 306 Nm
Tank: 125 l
Leergewicht (Tanks voll ohne Fahrer): 3830 kg
Abmessungen, ca.: 4,1 m x 2,0 m x 2,5 m

Hier bräuchte man also eher eine Batterie mit 200 bis 300 kWh, um sowas (weitestgehend) vollwertig zu ersetzen, also eine gute Tonne. Das sollte doch unterzukriegen sein bei dem Leergewicht. Das ist dann vielleicht so 10 bis 20% höher mit Akku? Gesamtgewicht sind ohnehin noch mal gut 3 t mehr. Zur Not muss man halt da etwas zurückstecken.
Wieso ist so ein kleiner Traktor eigentlich so schwer? Kommt das von dem ganzen Hydraulikzeugs?

Hier gibt es noch ein paar Details zum Fendt.
ingenieur.de/Themen/Elektrom … unden-lang
LGH

Möglicherweise ja. Einer von vielen Gründen. Schon das Variogetriebe sieht etwas einschüchternd aus.
Screenshot_20170916-103231.jpg

Mit reinen Elektromotoren könnte man das Konzept neu planen.