Elektrisch fahren für "Laternenparker" zu teuer?

Ich habe mein Model S Ende 2016 bekommen. Eine Heim Lade Möglichkeit habe ich nicht. Meinen Alltag bestreite ich mit einer öffentlichen AC in Büronähe.

Die ersten beiden Jahre musste ich mir mal überhaupt keine Gedanken um Kosten machen. SuC hatte ich free, die meisten Ladestationen waren damals kostenlos. Selbstverständlich war klar dass das nicht immer so sein wird.

Später dann kostete meine Stamm-AC 1.98 pro Stunde. das heißt, wenn wir der Einfachheit halber davon ausgehen, dass die 11kw durchgehend abgegeben werden könnten (und ich nicht zu blöd zum rechnen bin) , dann wär das ein kwh Preis von etwa 0,18. Darüber kann man reden. Langstrecke bestritt ich weiterhin mit free SuC.

Dann kam die Energie Krise und die Tarife haben fest angezogen. Ich behaupte jetzt mal, dass selbst wenn man ein Fuchs ist und sich die tollsten Lade Karten organisiert, man nicht nennenswert unter 0,40 bei AC und 0,50 bei DC für die kWh kommen wird. Ganz im Gegenteil ist das wohl bereits optimistisch. Wobei man hier Tesla durchaus positiv hervorheben muss, was ich mir so auf die schnelle ergooglet habe, sind die SuC Preise momentan ja ganz okay im Vergleich zum Mitbewerb.
Obendrein sind einige Anbieter, so auch meiner, auch noch auf die Idee gekommen, eine Grundgebühr zu verrechnen. Oder eine Gebühr zb ab einer gewissen stehzeit.

Viel beschäftigt habe ich mich damals mit den Kosten trotzdem nicht. Half ja ohnehin nichts und free SuC hatte ich weiterhin.
Nun da meine Tesla Karriere vorbei ist habe ich mir mal die letzten Lade Rechnungen meines Anbieters genauer angesehen. Da ich ein Fahrtenbuch führe, konnte ich hier die Kosten gut exakt ausdividieren je Monat und Kilometer. Praktischerweise ist so ja auch gleich Ladeverluste und Standverbrauch (Vampire Drain) berücksichtigt. Hier war die Tesla Energie App ja immer etwas großzügig, da nur Verbrauch berücksichtigt wurde wenn sich das Auto bewegt hat.

Ich komme hier nun im Schnitt auf 19 Euro je 100 km in den letzten Monaten meines Model S. Das ist quasi beinahe das doppelte eines typischen Diesel (bei dem ich jetzt mal von etwa 10-11 EUR ausgehen würde). Und da ist noch nicht mal die eine oder andere free SuC ladung berücksichtigt. Bin gespannt wie es dann mit meinem Seal jetzt sein wird.
Natürlich waren die letzten Monate Winter. Heizung, Vorheizen etc. fordern ihren Tribut. Also selbes Procedere mit wärmeren Monaten letztes Jahr durchgerechnet. Hier komm ich deutlich runter, meist so auf 11-12 EUR je 100km. Aber widerum kein Grund sich zu früh zu freuen, die free-SuC sind hier nicht berücksichtigt.

So muss ich nun klar sagen: Wenn man nicht grad ein E-mobilitäts freak ist wie ich, muss man rein von den Kosten her jedem, der nicht zuhause laden kann, derzeit dringend von einem E-auto abraten.
In meiner Wohnung genieße ich derzeit einen kWh Preis von 0,14. Wäre schön um den Preis zu laden, aber geht halt nicht.

Wahrscheinlich ist das alles vielen hier ohnehin schon länger klar, wie gesagt, ich hab mich lange nicht damit beschäftigt. Und ich muss auch fairerweise sagen dass ich einen hohen Kurzstrecken Anteil habe der natürlich speziell im Winter für meinen Durchschnittsverbrauch nicht hilfreich ist. Trotzdem hat es mich erschreckt.

Wie stellt sich das für euch dar?

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Kann ich so nicht bestätigen.
Ich fahre ein Model 3 Highland SR, der verbraucht bei mir im Schnitt 14 kWh auf 100km. Ich habe ebenso selbst keine eigene Lademöglichkeit, habe den EnBW Tarif L und zahle so 0,39€ für AC und DC. So komme ich auf Kosten von etwa 5,50€. Das ist weitaus günstiger als ein Diesel oder Benziner.
Wenn ich von Stuttgart nach Berlin fahre, so benötige ich neuen Strom für etwa 25€, das schafft halt kein Verbrenner.

Ich habe jetzt etwa 5.800km drauf, 1.050 kWh geladen und dafür etwa 415€ bezahlt. Das ist, meiner Meinung nach, ein sehr guter Schnitt.

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Das ist für jeden recht individuell. Ich lade auch öffentlich vor dem Büro für 39 Cent, sonst SuC. In den Wintermonaten fahre ich meist nur 3000 km in Summe, der Großteil wenn es wärmer ist. Bei mir sind die Stromkosten over all bei 7 EUR je 100 km. Der Faktor, auf die öffentliche Struktur angewiesen zu sein, ist aber auch der Hauptgrund, warum ich das M3 Standard fahre. Der geringe Verbrauch hält die Kosten niedrig.

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Mal abgesehen von den Ladekosten, entfallen ja auch Kosten für Durchsichten/Inspektionen, die gern mal vierstellig sind (nur die Routinewechsel - ohne dass es etwas „richtiges“ zu beanstanden gäbe).

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Mir ist natürlich klar, dass ich hier Zahlen von einem Model S Oldie präsentiere. Also neuere Modelle bringen sicherlich bessere Werte. Darum freu ich mich auch über andere Eindrücke.

Bei deinen angenommenen 0,50€/KWh macht das dann ein Verbrauch von 38KWh/100km… wirklich?

Die angenommenen 6,5L/100km mag ich ja noch glauben.

Was du leider vollkommen (wie viele) vergießt, sind die fehlenden Kosten für Steuern und Inspektion.

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Ist ja klar. Ein Model S käme für mich ohne eigene Lademöglichkeit nicht in Frage. Ein Model 3 SR ist das derzeit wahrscheinlich sparsamste E-Auto, vor allem mit dem Gesamtpaket, welches man bekommt.

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Natürlich nie so sichtbar auf dem Dashboard im Auto. Aber letztendlich, Rechnung meines einzigen Ladeanbieters dividiert durch Kilometer plus Winter: Ja.

Mit dem Seal bin ich nun schon einen Ticken optimistischer. Gestern Langstrecke 200km mit Durchschnitt 16,9 absolviert.

Ich habe grad mal nachgeschaut, mit meinem Model 3 bin ich in den letzten 12 Monaten 30200km gefahren (Verbrauch ca 19 Kw/h), dabei hab ich einen Strompreis von im Schnitt 9,52€/100km gezahlt, ich bin auch Laternenparker ohne Free SuC.

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Sehe ich auch so. Nicht nur vom Preis her, sondern auch weil ich keine Lust hätte um öffentliche Ladeplätze zu „kämpfen“.
Nicht überall ist die Ladeinfrastruktur so toll ausgebaut und Lademöglichkeiten beim Arbeitgeber leider auch nicht selbstverständlich.

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Damit liegst du am absoluten Maximum.

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Dein vergleichbarer Diesel (hier E-Klasse) liegt mit den 6,5L unter dem Durchschnitt.

Sorry, aber da passt was nicht.

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Das stört mich nicht. Was das angeht, war mir immer klar worauf ich mich einlasse. Mir ging es jetzt rein um die Energiekosten, und im Nachhinein betrachtet ist hier einfach seit der Energiekrise echt der Wurm drin.
Es ist ja auch so dass eigentlich jetzt grad bei den Preisen für Strom wieder Bewegung und ein bisschen Konkurrenzkampf rein kommt. Ich befürchte aber dass das ewig dauern wird, bis das bei den Ladesäulen ankommt.

Sorry, aber das die Angaben bei Spritmonitor für das Model S auch die Ladeverluste beinhalten wage ich zu bezweifeln. Warum zweifelst Du eigentlich die die Angaben von Dreamwaver an? Er hat doch rein sachliche seine Erkenntnisse dargelegt.
Egal in welchem Thread sich irgendwer in irgendeiner Form negativ zu Tesla äußert, bist Du gleich besonders eifrig in gegenteiligen Aussagen.

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Weil ich einen Durchschnittsverbrauch von 38KWh/100km nicht im geringsten nachvollziehen kann.

Ich habe nur gerne Daten und Fakten.

Und die Daten auf Spritmonitor von 127 Fahrern sind nun mal aussagekräftiger als eine einzelne Meinung eines Fahrers.

Daraus dann im allgemeinen abzuleiten;

halte ich für sehr zweifelhaft.

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Und natürlich weißt Du, dass die anderen Fahrer sich alle die Mühe gemacht haben, alle Verluste einzubeziehen.
Aber wie schon gesagt, Kritik an Tesla oder auch nur Zweifel an E-Mobilität sind für Dich nicht akzeptabel.

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Der Verbrauch laut Anzeige mag stimmen. Bezahlen musst du aber für mehr kWh - Ladeverluste, vorheizen, etc. Und dann sind 18 … 19 kWh/100 km realistischer und nicht mehr 5,50 EUR sondern eher 7 EUR/100 km zu zahlen. Immer noch ein klasse Wert!

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Auf so einen hohen Verbrauch kommt man doch nur, wenn man immer Vorkonditioniert, Wächtermodus an hat oder sonst nie auf die Effizienz achtet.

Wenn man sich jetzt erst beschäftigt, wenn es was kostet, dann scheinst du kein E-Mobilitäts Freak zu sein. du schreibst ja selber, dass dir die Preise egal waren.

Mit einem neuen E-Fahrzeug und angepasster Geschwindigkeit kommt trotz Preisen von 0.50€/kWh auf ca. 8-10€/100km. Steig doch probeweise mal auf einen Verbrenner mit entsprechender Leistung und gleiche Fahrweise/Komfortfunktion um. Da wirst du wahrscheinlich auf die doppelten Kosten wie beim Model S kommen.

Für mich ist alles akzeptabel, wenn es plausibel ist. Fast der doppelte Verbrauch wie ein repräsentativer Durchschnitt ist für mich nicht plausibel und schon gar nicht für generelle Aussagen.

Verluste von 17KWh/100km… du darfst mir gerne erklären wo die herkommen sollen.

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Ist richtig, ergibt auch die Rechnung derzeit aus 5.800km und 1.050 kWh und ergibt Gesamtverbrauch mit Ladeverlusten, Vorheizen, Wächter etc. von 18,1 kWh.

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Ich möchte hier nicht missverstanden werden. Ich mache niemandem einen Vorwurf und ich jammere auch nicht. Ich zeige nur auf, wie es sich für mich darstellt und weise auch selbst darauf hin dass mein Oldie sicherlich nicht so sparsam war wie aktuelle Modelle.

Und viel Kurzstrecke kann Dir echt den Schnitt killen.
Achja, Wächter hatte ich keinen. Ich hatte auch immer Energiesparmodus an. Standverbrauch war aber bei mir stets ein Thema (Nein, es waren keine Logger im Einsatz).

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