Am Freitag, den 21. August 2020 war Abholtag im SEC Hannover, also eine gute Gelegenheit, das vergangene Telsa-Jahr einmal revue passieren zu lassen.
Kleiner Tipp: Holt euch Popcorn
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Dass ich im Corona-Jahr mit überwiegend Home Office über 20.000 km abgespult habe, wenn meine jährliche Fahrleistung vor Corona so eher zwischen 12 und 15.000 lag, sagt schon eine Menge aus. Fahren war für mich eigentlich immer ein notwendiges Übel. Aber auf einmal will ich gar nicht mehr aussteigen und suche Ausreden für lange Ausfahrten. Dieses schier unglaubliche Drehmoment, die Straßenlage wie auf Schienen durch das Gewicht und den niedrigen Schwerpunkt sowie die beinahe geräuschlose Beschleunigung – gei-el! Dazu das regenerative Bremsen – runter vom Pedal und dieses schwere Auto kommt erstaunlich schnell zum Stillstand. Überhaupt, One-Pedal Driving war für mich ein Novum, aber ich möchte es in der Zwischenzeit nicht mehr missen. Ja, ich habe mich schockverliebt
und dieser Zustand scheint dauerhaft zu sein.
Tesla funktioniert einfach. Man setzt sich rein und es passt. Bei jedem anderen Auto brauchte ich so etwas wie eine Eingewöhnungsphase. Hier nicht. Es war gleich „meins“. Einmal Spiegel und Sitz eingestellt, sich bei Spotify angemeldet, schon legt die Lieblingsplaylist los – das ist spitze und das Soundsystem ist verdammt gut. Spaßpedal drücken, die Beschleunigung kribbelnd am ganzen Körper spüren und dann ist es da, das Tesla-Dauergrinsen
.
Reichweite: Teslas sind Reichweitenkönige und die Reichweite von meinem deckt sich zu 100% mit meiner eigenen. Während der Ladepause am Supercharger warte ich immer noch darauf, mal eine ganze Netflix Folge zu schaffen
. Bisher war ich noch von keinem Ladestopp genervt. Nun bin ich aber auch niemand, der Spaß daran hat, ohne Pause von Hamburg nach München durchzubrettern bzw. ständig gegen die Uhr zu fahren, um zu sehen, ob ich die geplante Zeit unterbieten kann.
Design: Hier scheiden sich die Geister. Ich finde das Model 3 aus allen Perspektiven ziemlich gelungen. Nicht so perfekt wie das Model S, dafür wirkt es ein bisschen zu gedrungen. Die 30 cm, die das Model S länger ist, sorgen für ein Gesamtbild, bei dem die Proportionen besser passen. Dafür ist das Model 3 aber wendiger und passt auf meinen Firmenparkplatz, der wegen einer quer verlaufenden Parkpalette leider keinen einzigen Zentimeter Toleranz bietet
.
Was mich jedes Mal wieder begeistert, ist das Glasdach. Es macht den Innenraum hell und großzügig und bietet richtig viel Kopffreiheit.
Qualität: Nach einem Leben mit deutschen Autos (zuletzt Audi) sind die fehlenden Türdichtungen und die kruden Scharniere erstmal ein Schock. Ich glaube auch nicht, dass ich mich je wirklich daran gewöhnen werde, aber ich habe gelernt, damit zu leben
. Wenn die Türen, Frunk und Trunk zu sind, sieht man sie ja nicht. Die Spaltmaße sind bei meinem ziemlich gut. Mit den Windgeräuschen während der Fahrt kann ich auch leben. Geht sicher leiser, ist aber deutlich besser als bei den meisten Verbrennern, wo einem nach langen Fahrten der Schädel brummt. Den Innenraum finde ich total schön, vor allem das aufgeräumte Cockpit. Die weißen Sitze sind optisch ein echtes Highlight, sie sind superbequem und außerdem pflegeleicht. Wie sagte eine Kollegin neulich bei einer Probefahrt: „Ey, das ist ja wie zuhause in meinem Stressless-Sessel“. Summa summarum passt das für mich als Gesamtpaket.
Life Hacks: Das Auto ist so … online! Vorwärmen im Winter, Vorkühlen im Sommer. Das ist einfach großartig. Und kein Autoschlüssel mehr. Fahren mit dem Handy – super praktisch. Dazu die Sprachsteuerung, die wirklich 1a funktioniert. Die kostete mich zunächst einiges an Überwindung. Ich fand es erst ziemlich dämlich, mit dem Auto zu sprechen, auch deshalb, weil die Sprachsteuerung bei meinen vorherigen Autos einfach unterirdisch war. Mein Tesla überrascht mich immer wieder, wie hervorragend er die Sprachbefehle umsetzt, insbesondere, wenn ich bestimmte Spotify-Titel hören möchte oder irgendwas Googeln will
.
Sicherheit: Seit ich Tesla fahre, sind lange Fahrten nicht mehr anstrengend. Ich weiß, dass ich brenzligen Situationen durch einen leichten Druck auf das Spaßpedal schnell ausweichen kann
und dass ich eines der sichersten Autos fahre, die je gebaut wurden. Zudem habe ich FSD und nutze NoA auf der Autobahn gern, wenn es zu den Verkehrsverhältnissen passt. Es kann zu sehr entspanntem Fahren beitragen, vor allem nachts.
Tesla Service: Bisher brauchte ich diesen nur einmal. Eine kleine Stelle am Türrahmen hinten links war wohl vor Auslieferung hastig übergepinselt worden und fing jetzt an zu korrodieren. Dies hatte ich reklamiert. Wurde anstandslos behoben und ich durfte 3 Tage ein Model S als Loaner fahren
. Einen Service Termin einzustellen, ist easy und alle waren supernett.
Display: Keine Ahnung, wie die Ingenieure es hinbekommen haben, einen Bildschirm zu produzieren, der bei allen Lichtverhältnissen perfekt ist. Ich halte das für eine erstaunliche Leistung. Bislang ist er mir 2 x während der Fahrt schwarz geworden, aber das war irgendwie gar kein Problem. Hat auch nicht lange gedauert, bis das T wieder erschien und alles normal funktionierte.
Kamera und Außenspiegel: Souveränität statt Angstschweiß auf dem engen Hotelparkplatz und in der Firmentiefgarage, die ein Sadist geplant haben muss. Für mich beste Kamera von Welt. Die mit den grünen, gelben und roten Markierungen habe ich nie verstanden
.
Google-Navigation: Läuft. Einmal habe ich den Hinweis, von der Autobahn abzufahren ignoriert und landete in einem Giga-Stau. Seitdem beherzige ich die Routenvorschläge.
Mein Fazit: Tesla hat ein eher bescheidenes Corona-Jahr zu etwas ganz Besonderem gemacht. Ich habe mein persönliches Antidepressivum gefunden. Danke, Tesla und danke, liebe Community. Ihr seid toll
.
Link zum Auslieferungserlebnis
https://tff-forum.de/t/erlebnisberichte-auslieferung-q3-2020/74048/1151?u=wisby
Link zur Benutzervorstellung
https://tff-forum.de/t/wisby-sagt-moin-aus-hamburch/77197?u=wisby


Danke für deinen Bericht!




ich hatte schon Sorge, der Text sei zu lang