Der letzte Auspuff soll weg! Wärmepumpe fürs Haus? (Teil 3)

Fortsetzung der Diskussion von Der letzte Auspuff soll weg! Wärmepumpe fürs Haus? (Teil 2) - #5038 von BurgerMario.

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Fortsetzung der Diskussion von Der letzte Auspuff soll weg! Wärmepumpe fürs Haus? (Teil 2):

@WolfR

Hast du gelesen was der Installateur bei uns alles gemacht hat und dafür nicht mal die Hälfte verlangt hat?

Was ist Deutschland mit den Wärmepumpen gemacht wird ist reine Abzocke und passiert wohl hauptsächlich, weil die Förderung mit dem Aufwand mit wächst.

Wer teuer baut bekommt mehr Förderung.

Sogar der BR hat das schon erkannt:

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Ich wage mich jetzt auch mal an ein DIY Projekt ran, ein Klimagerät von Panasonic mit zwei Innengeräten. In Italien bestellt für ca. 1700€. Kommen noch Leitungen etc. dazu also etwas über 2000€ incl. Material. Bekomme Unterstützung von einem Freund, der so etwas schon mehrmals selbst verbaut hat.
Ein Bekannter hat für was ähnliches incl. Montage 6000€ bezahlt.

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Hi,
bei uns wird es wohl auch notwendig - alte Heizung stirbt langsam.

Meine Idee:
22kW Wärmepumpe (6.000-8.500€)
Leitung cu35 14-15m (400-500€)
Fittinge (200-400€)
Elektrische Installation ca. 200-500€ (muss noch was gucken)
Dämmung (Steinwolle ca. 300€)
Ggf. Kommen noch ein paar Komponenten dazu - plane noch.

Rechnerisch benötige ich 10-12kW Leistung, die dann aber relativ „konstant“ laufen würde.
Da ich aber einen sehr großen Puffer habe (3m³), kann ich hier einfach über ein schwanken des Puffers die Modulation/Taktung sehr sehr gering halten (Heizleistung müsste jetzt so einmal die Woche 20kW für 10-12h bringen).

Meine Idee ist vielleicht etwas naiv, daher gerne mal Rückmeldungen dazu.

Photovoltaik Anlage fürs Dach ist auf Dauer geplant - ca. 30-40kWP Leistung.
Wenn dann Energie kommt, soll die in Akkus und Überschüsse komplett in die WP.

Warum will ich dann so eine große WP?
Ich habe im UG zwei Wohnungen, die keine FHB haben, die Energieanforderungen dort konnte ich bisher nur „schätzen“, also lieber ein paar Euro mehr und ich habe Leistungsreserven, als anders herum und die Pumpe läuft täglich 10h auf Anschlag.
Achja: 22kW WP meint die Heizleistung, ich tendiere zu Pumpen mit R290 als Kältemittel, Monoblock.

Und zu guter Letzt: das Projekt wird in DIY gemacht.

Gruß Marek.

Als tip.. dann nehme die und baller Dir nich son ein Monster von WP rein.
Die geringste Modulation einer 22kW WP liegt bei etwa 11kw welche Du wegtransportieren müsstest. Selbst ein 3000l Puffer speichert nicht mal annähernd das weg..
In der Übergangsphase, so wie jetzt, würde die Anlage Takten ohne Ende.

Gerade das konstant laufen ist bei einer WP ideal, halt so wie ein Auto auf der Autobahn konstant fahren besser ist für den Verbrauch als immer Gas und Bremse…

Auch mit HK ist es kein großes Problem mit einer WP.
So lange das 22er sind und groß..

Grüße
Mario

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Hi,
unabhängig von der Direktabnahme (300m² FBH und 140m² über HK 22er/33er und Bad-HKs) folgende Überlegung zu den 3000l Puffer: von 25 auf 45 C° hoch, bei Solarüberschuss ggf. mehr, ist der 20°C Hub etwa 70kWh Energie - d.h. bei „Volllast“ und dem erreichen der max. Effizienz (Anschluss sind etwa 6,5-7,5 kW) also Faktor 3-4 , erreiche ca. 3,5h Laufzeit.
Wenn die Anlage dann auf nur 50% runtermoduliert, dann sind es 7h mit je 3,2-3,7kW.
Kürzester Tag hat 7:56 Stunden Tageslänge (21. Dez.).

Und wenn ich davon ausgehe, dass ich im Winter dann 0,5 kWh pro kWp vom Dach holen kann, komme ich auf 15-20 kWh für die schlechten Tage, also in etwa in den Bereich, den ich brauchen würde für die WP.
Wenn mehr kommt, kann die WP mehr erzeugen (höhere TP / kürzer laufen mit höherer Leistung).

So ist zumindest meine Überlegung dahingehend.

Meine größte Sorge wäre tatsächlich eine zu kleine WP zu verbauen, die kaum hinterherkommt. Und dadurch im schlimmsten Fall die VL Temperatur hochsetzen zu müssen, was auf die Effizienz durchschlagen würde.

Sofern mir grobe technische Fehler unterlaufen sind, weißt mich darauf hin.
Ich habe mir die Preise von 16kW, 19kW und 22kW WPs angeguckt und der Korridor dieser WPs ist dann preislich doch eher eng (ca. 1.000-1.500€), der nächste Sprung ist dann auf 30kW, das wäre aber wirklich zu viel des Guten.

Gruß Marek.

Ich habe schon vor zwei Jahren in Eigenregie meine langsam sterbende Gasheizung durch eine Wärmepumpe ersetzt. Wir haben rund 200qm Niedrigenergiehaus plus eine 50qm Einliegerwohnung.
Ich konnte mit der alten Heizung zum Glück noch einige Heizbedarfs-Messungen bei verschiedenen Temperaturen machen und habe obendrein noch diverse andere Rechenmethoden genutzt. Am Ende gab es ein erstaunliches Ergebnis: Statt der damals verbauten 20kW-Heizung sollten rund 8kW voll ausreichen. Hm - wer friert schon gern im Winter…
Dennoch habe ich eine 7.5kW-Wärmepumpe bestellt, eingebaut, ein paar Ventile gewechselt und einen hydraulischen Abgleich gemacht. Fertig. Nun ist alles immer genau so schön warm wie früher - auch bei -10 Grad Außentemperatur. Bei Temperaturen um die Null Grad läuft das Ding mit etwas über 0.7kW elektrischer Dauerleistung, also rund 2kW Heizleistung durch. Bei 10 Grad taktet es jede Stunde für etwa 20min mit 1kW. Selbst bei minus 10 Grad sind immer noch reichlich Reserven vorhanden, mehr als 50 Prozent Leistung braucht sie dann auch nicht.

Der eingebaute 18kW Zusatzheizer (reine Widerstandsheizung) ist in zwei Jahren nur ein einziges Mal morgens beim Hochfahren aus der Nachtabsenkung bei -17 Grad Außentemperatur kurz zugeschaltet worden. Ansonsten läuft das Ding völlig unauffällig mit einem mittleren COP-Faktor von rund 3.4 - und das mit klassischen Flachheizkörpern, also ohne Fußbodenheizung.

Einen der vorhanden Heizkörper habe ich allerdings durch einen größeren (3-statt 2-lagig) ersetzt, den Rest nur durch Tauschen zwischen den Räumen optimiert. Da war wohl damals der Installateur mit der Wärmebedarfs-Berechnung des gesamten Hauses und der einzelnen Räume überfordert und hat einfach kräftig überdimensioniert…

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Noch eine Anmerkung: Die PV-Anlage (17kW Peak) ist in der Heizperiode weitgehend nutzlos. Mit Batterie sieht es etwas besser aus, aber oft reicht auch das nicht.
An guten, also sehr sonnigen Tagen wie in der letzten Woche kommen da im November max. 25kWh raus, davon gehen dann bei 10 Grad Außentemperatur etwa 7kWh für die Heizung drauf. Für den Tesla bleibt dann nicht viel übrig, denn das Haus und seine Bewohner brauchen ja auch Strom.
Bei Bewölkung reicht es dann oft nicht mal zum Heizen, dann kommen nur noch 3-8kWh vom Dach, die sofort verbraucht werden. Da bleibt die Batterie den ganzen Tag über, manchmal sogar wochenlang komplett leer.

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Kann ich bestätigen. Hab ne 30 kWp Anlage. An nem trüben Tag wie heute komme ich auf 15 kW Ertrag, wenn es noch regnet sind es nicht mal 10kW.

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Unsere Heizkörper wurden nicht berechnet, sondern ausgemessen. Da hängt was hinpasste, und ich bin sehr froh drum. Einen wollten wir austauschen weil er etwas zu knapp ist, das Elternbad erreicht bei Frost nur 17°. Ist im Sommer leider untergegangen, jetzt kommt da ein kleiner Heizlüfter rein der von 6:30 bis 7:45 mit einer Schaltsteckdose gefeuert wird.

Hier mal Erfahrungen mit einer 30kWp PV und 9kW WP.

Ich denke Bilder sprechen für sich. Sämtlicher produzierter Strom ging direkt ins Haus bzw. in die WP. Da wäre nichts gewesen mit Puffer.
Im Oktober, November, März gibt es an Guten Tagen noch Überschuss, da legt dann meine 9kW eine Schippe drauf und überhitzt das gesamte System um ein paar Kelvin. Aber auch hier ist nicht genug Futter da, um noch weiter irgendwas irgendwie zu speichern.

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Bei uns hat der Elektriker gerade für das Anschließen von Elektrik und Kältemittelleitungen, 250 € pro Gerät bekommen.

Ich finde das echt günstig, insbesondere wenn man bedenkt, wie viel man damit sparen kann.

Gebohrt und eingebaut haben wir selbst.

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Du spricchst von 45 grad im Puffer und dann überlegst Du was von hochsetzen der VLT und Effizienz??
Passt doch nicht wirklich, oder?
Bei 45 grad VLT wirst Du nen COP von 3 schaffen. Besser nicht.
Bei unter 30 grad COP 4-5

Grüße
Mario

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Da läuft es bei Dir gut. Heute, mit einer 20 kWp Nord-/Süd-Anlage mit Westeinschlag aufgrund Grau-in-Grau 2,5 kWh Erzeugung.
Ich habe deswegen auch damals dem Energieberater widersprochen, der meinte, dass eine WP mit PV und Akku eine gute Kombi sei.
Im Sommer läuft dafür eine kleine Brauchwasserwärmepumpe und der Öler bleibt aus.
Komplett raus geht leider nicht, weil mein Vater bekommt die Vorplanungen und Bauarbeiten (auch wenn er nichts zu damit zu tun hat) alersmäßig nicht mehr hin.

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Nana, im Winter sind 45 bei mir normal (Rippenhk) und ich schaffe 3,8.

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Hi,

Ja, spreche ich. Denn wenn mir der Durchfluss als Menge nicht reicht, muss ich die VL Temperatur heraufsetzen. Und wenn die WP dann „ständig“ läuft, entfallen mir Optionen, die ich eigentlich mit dem Puffer und einer größeren WP habe (z.B. auch flexible Tarife).

Überlegung ist halt mit WP auf 45° hoch, wenn der Puffer dann auf 45° ist, Abschaltung. Einschalten erst wieder, wenn der Puffer auf 25° runter ist.
Meine FBH läuft getaktet entspannt mit 27°, also kein Problem.
Sorgen machen mir wie gesagt die Heizkörper unten. Mit 45/50° weiß ich, dass es kein Problem geben wird, da wir so schon gefahren sind - bzw. teils noch höher, aber auch mit 60° VL konnten wir dort bereits auf 25° aufheizen.
Ich denke 22/21° sollten problemlos zu erreichen sein mit den 45° und wenn ich sehe, dass ich weiter absenken kann, klar, gerne - den je geringer die VL Temperatur, desto höher der COP.

Versteht mich nicht falsch, es geht mir vor allem darum den Grad an Autarkie und Komfort hochzuschrauben. Es geht nicht um 1.000 oder 2.000€ Start-Kosten.

Mein Kernproblem ist, dass ich keinen „totalen“ Wert für den Energieverbrauch habe.
D.h. ich kann mangels fehlender Daten nicht 100% den Energieverbrauch / -bedarf bestimmen. Nur bedingt eingrenzen - was mache ich, wenn die WP dann einfach 10 Stunden jeden Tag heizt und es nicht einmal wirklich Frost hat?
Noch eine Frage hierzu: Ist nicht die Taktung auf alle zwei - drei Tage für 4-6h in dem Fall einfach schonender für die Anlage?

Und: Grundsätzlich habe ich keine Angst vor der Zuverlässigkeit der Anlagen, lediglich vor Problem ob genug Wärme (in Menge) erzeugt wird.

EDIT: Wer sich das Thema einmal bei einem Kaffee insgesamt anschauen will ist natürlich hiermit herzlich eingeladen → PN!

Gruß Marek.

Die Bedenken habe wohl viele bevor sie es ausprobiert haben. Hast du keine Daten über den bisherigen Brennstoffverbrauch?

Hast du schon über eine Kaskade von zwei WP nachgedacht, wenn du Bedenken hast, dass eine 12er z.B. zu klein sein könnte? Dann häng einfach noch ne 6er dazu…

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Durchfluss wird bei ner WP eh deutlich höher sein, als bei nem Gaser.
Was fürn DeltaT haste denn jetzt an den HK?
Mit 3 oder 5 K wirste momentan eh nich fahren, eher 10 K
Bei WP mit den 3-5 K Delta kannst Du eh schon weiter die VLT runter regeln, auch bei HK, da die mittlere Temperatur bei z.b. 45/35 Halt 40 grad sind, bei 3K Delta müsstest Du nen Vorlauf von 41,5 Grad fahren..

Musst halt nur sehen, wie viel die HK schaffen bzw. Die hydraulik, ohne übermäßig Fliessgeräusche zu haben.
Ich war auch verwundert, wie gut das selbst mit HK und niedriger VLT funktioniert.

Selbst meine 5kW WP hat mit den 140qm selbst bei minus 10 überhaupt keine Probleme.
Kommt aber auch drauf an, aß ich nen relativ neues Haus habe incl. 3 Fach Verglasung..
Darüber hast Du Dich auch nicht ausgelassen.

Hast Du denn schonmal Dich mit Danbasic auseinandergesetzt? Und damit den Heizbdarf des gesamten Hauses berechnet?

Das war bei mir vorbereitend das beste was ich gemacht habe.

Grüße
Mario

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Mir hat bei den Überlegungen geholfen, dass man das Haus nicht Heizt, sondern die Räume temperiert!
Sprich nur genau die Menge Wärme in den Raum zu bringen um die Wohlfühltemperatur zu halten.
Das heißt bei mir, alle HK auf 5 Auf, damit die Thermostate aus sind und dann so lange die Vlt senken, bis der erste Raum die Wohlfühltemperaur nicht mehr erreicht.
Danach den Rest im Durchfluss runter bis auch die Räume die Wohlfühltemperaturen schaffen.

Danach braucht man quasi nicht mehr irgendwas einstellen.

Das ist Komfort :smiling_face:

Grüße
Mario

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Ich weiss nicht. Ich brauche mit meiner 9kW WP zwischen 20 und 35kW pro Tag. Ich kann kaum glauben, dass eine 22kW WP modulierend auf nur 25 kW kommt. Das wäre sehr, sehr optimiert und ob dann wirklich alles warm ist UND dann auch das Warmwasser so warm bei einem so grossen Speicher kommt, bezweifle ich einmal stark.

Ich denke, eine 22kW ist sicher ein Overkill. Ich meine Du hast schon 300m2 FBH, das ist optimal. 16kW wird wahrscheinlich reichen, evtl. sogar weniger.

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