Der letzte Auspuff soll weg! Wärmepumpe fürs Haus? (Teil 2)

Was heißt ziemlich genau? Meiner WMZ weicht um 3-5% plus ab.

Wenn man sich bei Panasonic alleine mal den Stromzähler anschaut, dann sind 3-5% Abweichung ein Träumchen :sweat_smile:

Dann möchte ich mal deine Erwartungshaltung erden: Dein geeichter Stromzähler im Keller wird auf 5-6% genau sein.

Hm, ich dachte immer dass die Kompressorfrequenz ein direktes Mass für den Stromverbrauch des Kompressors ist. Oder für Leistung wenigstens. Also niedrigere Frequenz heisst weiter runtermoduliert… Aber ich kenn mich noch nicht so gut damit aus. Die Max. Frequenz ist bei mir 90 Hz, und das Minimum 30. Es käme mit der Angabe der Mdulationstiefe hin (1.0 kW bis 4 kW).

Bei mit wird intern in der Wärmepumpe der Strom nur am Kopmpressor +Ventilator gemessen. Das andere (Heizkreispumpe, Pan heater und Ölsumpfheizung, Platine, Display, etc.) geht nicht ein. Ich habe aber diesen Zusatzverbracuh abgeschätzt (50 W Heizkreispumpe, 100W Pan heater, 100W Ölsumpfheizung, 30 W für Platine u. Display.). Und berechne den (wahren) Stromverbrauch dann aus den Parameters, die mir sagen, was der PAN Heater, die Ölsumpfheizung und die Heizkreispumpe eingeschaltet ist. Wenn der Kompresser nicht durchläuft macht das ne Menge aus und zieht mit die AZ von >4 auf 3 runter. (hab leider keinen eigenen Stromzähler an der WP)

Hallo @wend
die niedrigste Kompressor Frequenz die ich bei meiner Pana Serie L bisher gesehen habe, ist 19 hz. Wie viel der Unterschied an Stromverbrauch (genauer Leistung in Watt) von 19 hz auf 20 hz ist, habe ich noch nicht nachgeschaut. Mit den Werten gestern, mit rund 540 Watt Verbrauch bin ich schon sehr zufrieden.
Bestimmt hast Du recht, das bei höherer Kompressor Frequenz auch mehr Strom verbraucht wird. Wenn jemand mal viel Zeit übrig hat, kann derjenige/diejenige ja mal eine Statistik über den genauen Zusammenhang des ansteigenden Verbrauch im Verhältnis zum Anstieg der Frequenz erstellen.
Unterm Strich ist ja am wichtigsten für einen wirtschaftlichen Betrieb die verbrauchte Energie im Verhältnis zur erzeugen Heizleistung.
Diese Zahl haben wir ja schon im COP. Trotzdem bin ich mal gespannt, nach einer aussagekräftigen Zeitspanne, wo dann der COP (JAZ) hin wandert.
Ich habe mir einen extra Stromzähler für all in der Wärmepumpe gegönnt.
Da wird alles mit erfasst, was die Wärmepumpe verbraucht. (Shelly3em)
Schöne Grüße

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Ja, aber vermutlich ist der Zusammenhang nicht proportional. Auch dürfte der COP schlechter werden bei zu kleiner Frequenz, was ja meist der Grund ist, warum die nach unten limitiert ist. Ich hab auch noch nicht ausprobiert, das untere Limit weiter runterzusetzen, denn es kann dabei ja auch der Druckaufbau nicht mehr zu Drosselventilstellung passen. Diese Zusammenhaenge dürfte der Hersteller im Labor gemessen haben und daraus ergab sich dann wohl die Werkseinstellung. Ich will ja auch nicht alles selbst machen, und schon gar nicht, neue Wärmepumpen entwickeln. Jedoch hatte ich was gegen das Takten gesucht. Wenn die WP weiter runtermodulieren könnte waere das besser. Aber mir geht es nicht unbedingt um Lebensdauer etc, sondern darum, dass die Ölsumpfheizung mit 100W einspringt, wenn der Kompressor nicht läuft (und es draussen unter 10 Grad kalt ist), was unnötigen Stromverbrauch zur folge hat (recht erheblich mit ca. 2kWh pro Tag), und diese Wärme ist draussen und kommt ja nicht ins Haus, geht also verloren. Und ja, unsere WP ist offenbar überdimensioniert, denn bei 5Grad Celsius taktet sie immernoch (halbe Stunde an, halbe Stunde aus, usw…). Ich wollte eigentlich eine größere Arbeitszahl haben als nur 3.0. Hatte so an >4 gedacht. Und der SCOP der Wärmepumpe (aus dem Datenblatt) sollte es auch möglich machen/erscheinen. Aber bei mir – jedenfalls wenn ich alle zusätzlichen Stromverbraucher mit hinzurechne) bin ich recht weit davon entfernt.

Fast, ja…
Es hängt auch einiges mehr dran… Selbst eine Kompressorfrequenz von 19hz sagt nur das aus…
der Stromverbrauch hängt dann auch davon ab, wie hoch der Druck im System ist.

Grüße
Mario

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Wobei niedrigste Drehzahl nicht unbedingt bestmögliche Effizienz / COP bedeutet.

  • je geringer die Drehzahl desto höher die volumetrischen Verluste durch Undichtigkeiten innerhalb des Kompressors
  • je geringer die Drehzahl desto höher sind die elektrischen Verluste im Inverter und anderen Komponenten relativ zur erzeugten Heizenergie

Auf der anderen Seite sind bei höherer Leistung die mittleren Temperaturunterschiede in den Wärmetauschern größer was den COP um 2-5%/K ändern kann - bislang habe ich noch von keinem Hersteller vollumfängliche Datenblätter gesehen wo wirklich der optimale Betriebspunkt in Abhängigkeit von (A,W,P) liegt - die Angaben zum SCOP und den paar Datenpaaren AxWy sind so mager, das man daraus gerade keine Schlußfolgerung diesbezüglich ziehen kann.

Was bleibt ist die Lebensdaueroptimierung AnAus vs. höherer RunTime - ohne Daten ist aber auch das nur ein raten.

Ist halt wie WLTP-Verbrauch beim Auto vs. eigenem Fahrprofil.

Überdimensioniert ist auch meine 5kW Jeisha…
Aber „nur“ bei „milden“ Temperaturen.
Problem ist. wie Du siehst, die Fähiglkeit die Leistung nach unten zu Modulieren…
Hängt dann neben dem Kompressor selbst auch vom Kältemittel ab.
R410 ( z.b. die Geisha) konnte noch weiter runter modulieren als der Nachfolger Jeisha mit dem R32 Kältemittel.
Beim R290 der Leisha sieht das ähnlich aus…

Bei WP wird immer nur die Max Leistung beworben, nie bw. selten wie weiter die modulieren kann.
Und genau das müsste man eigentlich wissen um die beste WP für sein Haus zu bekommen.
Daneben hängt es aber auch zusammen, wie die Wärme abgenommen werden kann…
FBH ist meist besser als HK usw…

Dann gibt es halt WP die recht zickig sind, andere etwa zahmer…

Bei mir z.B. konnte ich die kurzen Takte nur mit externem Zugriff in den Griff bekommen…
Da sind meine HK einfach nicht gut genug um die in Teillast immer noch zu hohe Wärmeleistung auch abnehmen zu können…

Grüße
Mario

Soweit ich verstanden habe kann man die Dauer der An-Zeiten beeinflussen durch Tricks, also wie oft die WP taktet, nicht aber das Verhältnis an-Zeit zu Aus-Zeit. (Das ist ja von dem mittleren tages-Wärembedarf des Hauses abhängig, und den wll man ja nicht absichtlich erhöhen). Der eine Nachteil, das mit der (angeblichen) Lebensdauerreduzierung der Wp kann man durch verlängern der Anzeit verbessen. GGf. auch die Effizienzeibussen kurz nach dem Einschalten der WP (die sind bei mit aber kaum messbar). Nicht aber die Extra-Stromverbräuche, also alles was dauernd an sein muss Und das(!) ist dann der Hauptgrund, warum eine Überdimensionierte Wp weniger effizient ist, als eine perfekt angepasste.

Mir hat mal ein Kältetechniker erklärt, dass bei unterschreiten der Minimalfrequenz(drehzahl) die Ölverteilung/ Schmierung im Verdichter nicht mehr gewährleistet sei.
Kann aber nicht beurteilen, ob das pauschal für alle Verdichterarten zutrifft.

Bezgl. Messgenauigkeit ist die Volumenstrommessung als auch die Leistungsmessung bei meiner Panasonic LT stets deckungsgleich mit dem WMZ (aktuell 100% mit 1,056m3/h am WMZ zu 17,6l/s am Bedienteil)
Der interne Energieverbrauchszähler ist bekanntermaßen für die Tonne, kann nur 0,2kW Schritte und rundet dabei immer auf nächsten glatten Wert ab. Die Messungenauigkeit führt dabei laut Anzeige zu einer absurden JAZ von 8,9 (real 5,4)

Wir machen das über die Kalenderfunktion indem die WP von 22 bis 0 Uhr und 5 Uhr bis 9 Uhr ausgeschaltete wird. Dann hat sie nach der Pause immer was zu tun und langweilt sich nicht . Wenn es kälter wird deaktiviere ich die Kalenderfunktion.

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Durch den Externe Steuern kann man auch die Auszeit etwas beeinflussen.
Bei mir z. durch heruntersetzen der Parallelverschiebung sobald der Kompressor nicht arbeitet.
Dadurch habe ich eine längere Pause, wo dann nur noch die Heizkreispumpe an ist.
Wenn dann nach dem wieder anlaufen die Solltemperatur erreicht wurde und der Kompressor auf der niedrigsten Modulation ist, wird diese Parallelverschiebung wieder schrittweise zurückgenommen um den Takt zu verlängern.

Andere mit besserer Wärmeabnahme brauchen sowas nicht, wenn die WP relativ gut passt.

Eine zu grosse WP wird immer Probleme mit Takten haben.
Und damit schlechterer Effizient und höherem Verbrauch.

Grüße
Mario

Heishamon?
Automatische Parallelverschiebung klingt gut! Kannst du auch die Leistung (0-10V) damit ansteuern?

Überlege mal, wie Du ein Shelly Pro 3 EM eingebunden bekommst. Anders als ein klassischer Zähler muss das nicht in die Leitung integriert werden so dass der Strom durchläuft, sondern es werden Klemmen um die Leitung gelegt die den Durchfluss induktiv messen. Man muss die nicht mal im Zählerkasten verbauen, es geht genauso auch zB an der Zuleitung zur Wärmepumpe, oder an der letzten Verteilerdose vor der Wärmepumpe. Man braucht auch nicht ein Shelly pro Verbraucher, es ist genauso möglich mehrere Leitungen der gleichen Phase durch eine Klemme zu legen und so die Summe zu messen. Ich habe ein Shelly das Innen- und Außengerät zusammen misst, weil ich die Zuleitungen beider Geräte durch die Klemmen führe. Man muss nur acht geben, die Phasen richtig zu sortieren, zB beide L0 in die gleiche Klemme.

Ja, Heishamon…
Was das Teil kann, weiß ich nicht…
Ich lasse ja quasi die WP Regelung wie Original sprich wenn VL Ist 1,5 grad über VL Soll dann moduliert die WP runter.
Wenn dann die Unterste Frequenz erreicht ist, wird die Parallelverschiebung immer 1 Grad höher gesetzt, bis meine eigentlich eingestellte Heizkurve erreicht ist. Am Tage wird diese dann 1 Grad überschossen.
Wenn der WP dann noch wärmer wird, dann stellt sich halt der Kompressor aus.
Dann beginnt das Spiel mit -3 Grad Verschiebung erneut.
Die Pause ist dann auch länger, da diese - 3 Grad noch zu der „Einschaltschwelle“ von 2 Grad unter dem letzten RL dazu kommen.

Das ist das, was Panasonic sich in der Regelung gespart hat… dieses Delta kann man nur bei WW einstellen, nicht aber beim Heizen…

Sollte Heishamon mal ausfallen, bleibt das Haus trotzdem warm, die WP taktet dann halt mehr.

Diese Regelung bei mir aber nur über 4 Grad, darunter läuft die WP auch komplett ohne externer Regelung durch. Sind bei mir 32 Grad Soll VL.

Grüße
Mario

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Da könnte eventuell ein Speicher im Rücklauf helfen, falls es den noch nicht gibt.
Damit kann man die Takte schon deutlich verlängern und hat mehr Reserve fürs Abtauen.

Ordentlich isoliert sollten die Verluste minimal sein.
Grundvoraussetzung ist natürlich ein guter hydraulischer Abgleich und die Pumpengeschwindigkeit nicht zu hoch, damit das Wasser unterwegs auch abkühlt.

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Könntest Du das bitte erklären? Ich habe den Sinn nicht verstanden. Mein Rücklauf aus der Fußbodenheizung hat ca. 23°C. Warum soll ich den durch einen Puffer führen? Die Temperatur wäre konstant.

Bei mir ist der untere Teil des Pufferspeichers parallel zur Fußbodenheizung angeschlossen. D.h. die Wärmepumpe springt an wenn der FB-Vorlauf unter aktuell 27°C fällt und läuft solange, bis auch der untere Teil des Pufferspeichers diese 27°C erreicht hat. Dadurch habe ich längere Takte. (Habe 2-4 Takte pro Tag, meine Sole-WP ist schon etwas älter und kann nur an oder aus)

Es ging doch um ein Haus mit Radiatoren. Deine Fußbodenheizung ist ja insgesamt ein großer Pufferspeicher und verhält sich anders.

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