Nur mit dem klitzekleinen Nachteil, dass jede verdammte Transktion, jeder Kontostand dem Staat bekannt ist. Das ist der gläserne Bürger. Privatspähre Fehlanzeige. Also ich will das nicht!
Und der Staat könnte dir jederzeit dein Geld wegnehmen. Wir haben mal wieder zu viele Schulden gemacht? Schwupps, wir ziehen einfach eine 5% Solidarabgabe von allen Konten ab. Einfach so!
Negativzinsen auf Privatvermögen? Nichts leichter als das!
Ein demokratisches Land kippt in ein totalitäres System und dem Staat ist deine Meinung ein Dorn im Auge? Weg mit dem Konto!
Die Diktatur in China findet das ganz toll. Aufgeklärte Bürger weniger.
Wenn dich das Thema interessiert, empfehle ich dir folgenden Artikel:
Das sind aber im Wesentlichen Implementierungsfragen, wie anonym eine Währung sein soll und wie weit der staatliche Durchgriff sein soll.
Durch Trennung von Daten in mehrere Organisationen kann man sicherstellen, dass z.B. grundsätzliche Anonymität gewährleistet wird, nach gerichtlichem Beschluss aber aufgelöst wird um z.B. Terrorismusfinanzierung oder organisierte Kriminalität zu verfolgen.
Richtig ist natürlich, dass ein digitaler Euro als unteren „Layer“ Demokratie braucht, sonst kann das schiefgehen. Ich finde Demokratie aber eine bessere Basis als auf Mining-Power zu setzen.
PS: Selbst Diktaturen spielen normalerweise nicht einfach an den Kontoständen ihrer Bürger rum, obwohl sie das jetzt schon könnten. Sobald man damit anfängt sorgt das für gigantischen Vertrauensverlust und Entwertung von Währung.
Ich bin ein großer Demokratie-Fan. Aber wenn ich z.B. nach Ungarn schaue, bin ich schon etwas besorgt, dass etwas ähnliches durchaus auch in anderen westlichen Ländern passieren kann. Vielleicht ist es dazu noch ein langer Weg, vielleicht passiert es aber auch sehr schnell.
Ich glaube für unsere Freiheit ist ein freihes Geld essentiell.
Bitcoin vereint in genialerweise die Eigenschaften von bekannten Wertspeichern/Währungen:
Gold: physischer Besitz kann dir nur durch physische Aggression entrissen werden,
Bargeld: anonyme Bezahlung mit Privatsphäre, nur die beiden Handelspartner wissen darüber
Buchgeld: schnelle, digtitale und weltweite „Überweisung“
CBDCs (Central Bank Digital Currencies) können das nicht leisten, zumindest nicht mit der Sicherheit, die absolut manipulationssicher ist.
Das sind die Vorteile von Bitcoin. Wem unsere Freiheit nicht wichtig ist, dem mag das nicht wichtig erscheinen. Wer an das Gute in Menschen (und Politiker) glaubt und sich sicher ist, dass das, was bspw. in Ungarn passiert „hier“ nicht passieren kann, dem mag das nicht wichtig erscheinen.
Ich glaube aber, dass diese Eigenschaften des Bitcion wichtig sind. Ich glaube sogar, dass sie essentiell für unsere Freiheit sind. Der hohe Energieverbrauch ist nur in diesen Kontext vertret- und erklärbar.
Das Hauptproblem in autoritären Systemen ist aber allgemein nicht, dass den Menschen das Geld vom Konto weggenommen wird, sondern dass Meinungen unterdrückt werden und die Freiheit entzogen wird, indem Oppositionelle ins Gefängnis gesteckt werden. In Ungarn bucht der Staat nicht einfach die Bankkonten der Kritiker leer, sondern schränkt Meinungen ein. Bitcoin würde hier nicht helfen.
Nur in extremen Fällen raubt der Staat all den Besitz der Bürger. Das ist aber dann eh der Zeitpunkt, wo man irgendwie versuchen sollte das Land zu verlassen und ggf. vorher sein Vermögen noch ins Ausland gerettet haben sollte. Wenn es soweit kommt, wäre die Sorge um mein Geld mein kleinstes Problem, sondern nur noch die Frage, wie man das Land lebend verlässt. Auch in diesem extrem unwahrscheinlichen Szenario bringt eine Kryptowährung wenig und trotzdem bleibt der CO2-Schaden, der ein Problem für die gesamte Menschheit darstellt.
Also das Unterdrücken von Meinungen geht eigentlich immer mit dem Zugriff auf Geld einher. In Ungarn gibt das sog. NGO-Gesetz Auflagen für Organisationen vor, die Spenden aus dem Ausland erhalten. Das hat zum Beispiel dafür gesorgt, dass die CEU (Central European University) nach Wien übersiedeln musste. Das ist eine lupenreine Meinungs-Unterdrückung, ein paar Kilometer östlich von Österreich.
Ein anderes Beispiel ist Onlyfans, ein Anbieter bei dem Webinhalte gegen Bezahlung online gestellt werden. Wurde meistens für Pornografie genutzt und deswegen wurde dem Anbieter von Kreditkartenfirmen gekündigt, obwohl gegen keine Gesetze verstoßen wird. Das ist auch Meinungseinschränkung.
Es muss nicht immer gleich das Leben bedroht sein. Die Geschichte zeigt, dass das oft nur schrittweise passiert, nicht unbedingt plötzlich. Und du wirst wohl nicht behaupten, dass Geld in unsere Welt unwichtig wäre…?
Ein weiteres Beispiel ist wikileaks, als PayPal, Visa & Co gezwungen wurden Zahlungen einzustellen. Bitcoin ist das beste Tool gegen Tyrannei, und die gibt es in manchen Formen auch in der westlichen Welt.
Der ungarischen Universität hätte Bitcoin nicht geholfen. Die NGO-Auflagen hätten nur umgangen werden können, wenn man verdeckt spendet. Das wäre mit Bardgeld oder Bitcoin zwar theoretisch möglich, würde aber komplette Schwarzgeldpraxis benötigen, deswegen für eine Universität nicht möglich.
Pornographische Inhalte für Onlyfans und Spenden für Wikileaks sind interessantere Fälle. Auch das sind Fälle, in denen ein digitaler Euro helfen können. Problem ist, dass in den USA andere Moralvorstellungen gelten / andere Entscheidungen getroffen werden als in Europa und das es dennoch weltweite Auswirkungen hat.
Ein digitaler Euro, der Spenden an Wikileaks und Bezahlung für pornographische Inhalte von Ü18-Personen ermöglicht, würde auch dieses Problem lösen (onlyfans müsste Geschäft nach Europa verlagern) und es würde weiterhin ohne CO2-Ausstoß funktionieren.
Ich bin überzeugt, dass es für jedes Finanz-Problem eine Lösung gibt, die nur wenig klimaschädlich ist.
War das früher bei dem „Schneeballprinzip“ nicht auch so?
Oder noch simpler:
Kettenbrief von früher a la „Verschicke 50 Pfennige an diese 5 Adressen und nach 129 Tagen bekommst du 1.395 DM von den anderen. Unterbreche nicht die Kette!“
Eine digitale, zentral geführte währung hat doch nichts mit crypto zu tun?! Und genau aus den von dir genannten Beispielen ist es ja so wichtig, etwas dezentrales zu haben, wo dir niemand einfach was weg nehmen kann… nur du hast Zugriff und sonst keiner.
Also ich habe das bereits. Es gibt auch Telegram Gruppen wo man Leuten via Lightning kleine Summen oder Trinkgelder geben kann. Halb El Salvador ist bereits angebunden und abgedeckt.
Dann überleg mal in wie weit Fiat demokratisch ist und welchen Einfluss du auf das Fiat System ausübst.
Nach dem dürfte es in deiner Welt auch kein Fiat geben.
Stabil? Inflation bedeutet eben das es nicht stabil ist.
Ich würde das sofort in meinem Webshop implementieren, ich kann es derzeit noch nicht da es dafür kein Modul gibt.
Daran glaube ich nicht mehr. Ich denke es gibt keine Alternativen zu PoW.
In El Salvador wurde der Bitcoin den Menschen von einem autoritären System aufgezwungen, in dem der Präsident erst die Justiz ausgetauscht hat und sich dann von der Justiz hat bestätigen lassen, dass seine Amtszeit verlängert werden kann.
Für den Euro hab ich exakt eine Stimme, so wie jeder andere erwachsene europäische Bürger. Auf Dollar und Schweizer Franken habe ich keinen Einfluss. Im Bitcoin-Umfeld könnte ich mir einen relativ deutlich größeren Einfluss in Bezug auf Validatoren und Mining-Power kaufen, ist aber halt nicht demokratisch.
Zum Thema Inflation: Selbst mit temporär etwas Inflation ist der Euro deutlich stabiler als der Bitcoin. Beim Euro jammern alle, wenn es über ein Jahr 4% Inflation gibt, was nunmal einfach an Knappheit von Rohstoffen liegt und weniger mit der Währung selbst zu tun hat. Beim Bitcoin kann es an einem einzigen Tag Schwankungen um 4% geben.
Ich bin jetzt auch kein großer Freund von Bukele, aber das was du da treibst ist lupenreiner Whataboutism. Du hast behauptet:
Und du hast sowohl von mir als auch von @Snuups Gegenbeispiele erhalten. Und die passen dir jetzt nicht, oder wie? Oder willst du behaupten, dass wir beide und Millionen El Salvadorianer lügen?
Ja, es funktioniert definitiv anders, das hast du richtig erkannt. Aber wie ich dir schon weiter oben erklärt habe, musst du dir als „Validator“ nichts kaufen, das machst du einfach als „Nutzer“.
So wie die Euro-Hüter gerne behaupten, dass die Inflation nur „vorrübergehend“ ist, behaupte ich, dass die Kursschwankungen bei Bitcoin nur vorrübergehend sind. Je mehr Menschen den Wert des Bitcoins erkennen, desto stabiler wird der Kurs.
Bei der Inflation kann ich dir sogar mathematisch genau ausrechnen, wie schnell die Inflation sinkt, und wann sie genau bei 0 liegen wird, nämlich im Jahr 2140.
Das sind 119 Jahre. Wenn das mit dem Euro so weitergeht (4%) dann hat der Euro bis dahin 99,3% seiner Kaufkraft verloren… Eine tolle Währung!
Aber vielleicht ist das Beispiel etwas krass, dann nimm 17 Jahre. Noch 17 Jahre so weiter (und das ist nicht unrealistisch) und der Euro hat 50% an Kaufkraft verloren.
Nein, das ist Unsinn und schon die Statistik sagt etwas ganz anderes. In einem Bitcoin Standard ist das so wie so hinfällig da der Wert eher stabil bleibt und nur noch sehr langsam steigt.
Der Euro wird immer an Wert verlieren. Der Bitcoin schwant im vergleich zu Fiat noch sehr stark, aber über eine kleine Zeitspanne steigt er kontinuierlich. Schon allein weil der Bedarf immer weiter steigt.
So lange wird es den Euro nicht geben. Währungen halten keine 100 Jahre. Nach einiger Zeit ist das System zu stark ausgelutscht, dann muss was neues her.
Bei Bitcoin kann das eben nicht passieren, da man den nicht auslutschen kann.
Wie viel Kaufkraft hat der Euro seit seiner Einführung verloren? Das wird auch in Zukunft nicht besser werden. Das ist auch gar nicht gewollt.
Was kann man als Validator denn sinnvolles mitbestimmen? Wenn man eh nur die Transaktionen auf der Chain für sich validieren kann und die gesamte Macht bei den Minern liegt, dann bringt es ja gar nichts, selbst zum Validator zu werden. Dann können nur die Miner über die Währung bestimmen. Wer mehr Energie verbraucht, hat mehr Macht. Das ist das Gegenteil zu Demokratie.
2% Inflation ist das angestrebte Ziel. Das ist ein gesundes Level von Inflation, so dass das stumpfe Horten von Geld über Jahrzehnte nicht so attraktiv ist. Man muss sein Geld also entweder als Kredit/Anleihe anderen zur Verfügung stellen oder als Aktionär Unternehmen finanzieren. Das Geld bleibt in Bewegung und wird nicht immer weiter verknappt.
Deflation vergrößert Schulden und verstärkt damit Ungleichheit. Das ist Gift für eine demokratische Gesellschaft.
Inflation kann kein gesundes level haben. Es entwertet Arbeit, Zeit und Energie. Insbesondere bei denen die es leisten.
Das kann man machen, aber muss man das? Kann das jeder? Nein, das können nur sehr wenige Menschen.
Natürlich nicht. Der US Dollar hat seit Anfang 2020 über 40 % an Menge zugelegt, der Euro über 20 %. Ist das gut? Nein, es wird an einem Punkt die Inflation erhöhen und Werte wie Immobilien und so weiter im Wert steigen lassen. Irgendwohin muss das Geld ja fliessen.
Was passiert? Die Schere zwischen arm und reich geht immer weiter auf. Ist das gut? Ich denke nicht.
Eben das ist falsch. Deflation schränkt unsinnigen Konsum auf Pump ein. Das schon Ressourcen und schafft mehr Gerechtigkeit in der Verteilung.
Das ist kein Gift für die Demokratie. Das ist Gift für die Gier.
Sobald man sich in einer deflationären Währung etwas leiht, kann man schnell in eine Schuldenfalle geraten. Konsum auf Pump wird noch gefährlicher, dadurch werden vielleicht einige so clever sein, darauf zu verzichten. Viele Menschen müssen sich aber auch Geld leihen um ein Auto zu haben, um damit zur Arbeit zu kommen oder ein Haus, in dem sie leben oder andere notwendige Ausgaben. Für diese Menschen ist Deflation eine extrem gefährliche Schuldenfalle.
Gerechtigkeit in der Verteilung ist beim Bitcoin noch viel schlimmer als bei anderen Währungen. Die allermeisten Menschen (ca. 98%) haben heute keinen einzigen Satoshi. Über 90% aller jemals existierenden Bitcoin sind aber bereits verteilt an die wenigen % der Vermögenden in entwickelten Ländern, die genug Geld über hatten um sich damit einzudecken.
Nicht nur der CO2-Ausstoß, sondern auch diese sozialen Ungleichheiten, die ein klares Argument gegen den Bitcoin sind.
Als Bitcoin-Besitzer kann man das natürlich anders sehen und möchte zu der Elite gehören, die schon jetzt über 90% aller jemals vorhanden Bitcoins kontrollieren.
Nein, da hast du etwas falsch verstanden, so funktioniert Bitcoin nicht. Es ist ein geniales Gleichgewicht zwischen Minern und Validatoren. Die Miner finden einen Block und die Validatoren schauen, ob der Block den Regeln entspricht. Es gab in der noch kurzen Geschichte von Bitcoin auch schon Änderungen in Bitcoin, die von den Validatoren erzwungen wurden! Denn wenn sich eine Mehrheit der Validatoren einig ist, neue Regeln einzuführen, dann bleibt den Minern nichts anderes übrig, als diese Regeln zu übernehmen. Sie würden sonst Gefahr laufen, einen Block mit viel Energie zu schürfen, der dann von allen Nutzern verworfen wird.
Das ist ein schönes Beispiel, dass man den Nutzen von Bitcoin erst wirklich verstehen kann, wenn man auch Bitcoin in aller Tiefe verstanden hat!
Okay, also deine Lösung für das Problem, dass sich Leute verschulden, ist die Inflation so hoch zu treiben, dass sie es sich irgendwie doch leisten können? Hab ich das richtig verstanden?
Ich sag mal so, ich hab das als Kind anders gelernt: Erst sparen, und dann sich etwas vom Ersparten kaufen. Aber klar, mit diesem Ansatz wird das nichts mit dem BMW im ersten Arbeitsjahr. Da muss man dann schon ein paar Jahre richtig arbeiten, bevor man sich (hoffentlich) den ersten Tesla leisten kann. Aber ich denke, das wäre eine gute Sache, besonders für die Ressourcen auf unserem Planeten. Meinst du nicht?
Eine Bitte: Lies dir diese letzten zwei Absatz genau durch. Mehrmals. Versuche sie wirklich zu verinnerlichen, bevor du antwortest und sie mit irgendeinem Argument wegwischt.
Inflation verspricht ewiges Wachstum. Das ist aber auch nur eine Lüge. Die Arbeiterklasse zahlt die Zeche. Aber auch der Mittelstand wird immer weniger. Gerde in Deutschland fällt das auf.
Bitcoin ist in der Lage genau das Problem zu lösen.