Batterie-Test über Aviloo

Hallo zusammen,
hat schon mal einer den Batterietest bei der Firma Aviloo Batterietest - Aviloo beim Model S P100D durchgeführt? Mit welchen Erfahrungen?
Vielen Dank

bis jetzt noch nicht, werde aber demnächst das Gerät ausprobieren.
(als Kunde → wenn ich es für Sinnvoll erachte dann auch als Partner)

Besses ist es aber das Fahrzeug in den OEM „Servicemode/Factorymode“ zu setzen um sich die „Fahrzeugdaten“ anzuschauen, da es diese ja sind welche Tesla auch sieht und benutzt.

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Wenn man sein Fahrzeug verkaufen möchte sieht so ein „Batterie-Zertifikat“ natürlich besser aus als die selbst ausgelesen Werte.

Ich kann beichten das im „Streitfall“ diese „Zertifikat“ von Tesla als nichtig erklärt wird. Somit spare dir das Geld dafür. Es wird dann eh ein Gutachter vom Gericht bestellt.

Wieso das denn? Die können auch nur das CanBus Protokoll auslesen.

Wer beim Kauf sicher gehen möchte, sollte sich den Fehlerspeicher (Logfiles) und einen „Batteriereport“ ausdrucken lassen.

Das Zertifikat macht optisch mehr her als SMT screenshots.
Bleibt jedem selbst überlassen aber es ist bestimmt kein Nachteil wenn man einem potentiellen Käufer sowas vorlegen kann.

Ich habe am Samstag, den 23. Juli 2022, mit meinem Tesla Model S 75 D, den Batterietest von Aviloo durchgeführt und heute mein Zertifikat erhalten.

Ergebnis nach über 136 Tkm und Erstzulassung im Februar 2019:
88 % restliche Batteriekapazität, das entspricht einer nutzbaren Energie zwischen 100 % und 0 von 60,15 kWh. Im Neuzustand hatte die Batterie eine Kapazität von 68,6 kWh. Die Reichweite nach WLTP ist von 434 auf 381 km gesunken. Hierzu möchte ich allerdings anmerken, dass ich jedoch nur 354 km bei einem SOC von 100 % im Tesla angezeigt bekomme.

Lt. der Aviloo Webseite Der Kilometerstand - AVILOO [DE] befindet sich mein Tesla somit im oberen Drittel bzw. grünen Bereich der bisher getesteten Elektroautos. Details gibt Aviloo über die einzelnen Fahrzeugmodelle und Hersteller leider nicht preis.

Bei dem Test bin ich i.d.R 130 km/h und gelegentlich mal 150 km/h gefahren. Bei Tempobegrenzungen natürlich entsprechend weniger. Die Durchschnittgeschwindigkeit betrug 96 km/h. Der Test hat gezeigt, dass ich bei diesen Geschwindigkeiten mit dem Tesla Model S 75 D zwischen 90 %und 10 % so 250 KM weit komme, was auch meine bisherige Fahrpraxis bestätigt. Dies ist für meine Bedürfnisse ausreichend, da ich so grundsätzlich mit nur einer Zwischenladung jedes Ziel in der Republik von meinem Wohnort in der Nähe von Frankfurt aus erreichen kann. Auch der im April/Mai 2022 durchgeführte 4-wöchige Urlaub durch Frankreich, Spanien und Portugal mit über 7.300 Km stellten kein Problem dar, da die einzelnen Zwischenstops selten mehr als 300 km entfernt waren und somit nur ein kurzer Ladestop erforderlich wurde bzw. im Hotel über Nacht nachgeladen werden konnte.

Der Ladevorgang an einem Tesla Supercharger dauert bei meinem Tesla Model S 75 D zwischen knapp unter 10 % bis zu 80 % insgesamt 40 Minuten. Dies finde ich auch noch akzeptabel.

In diesen Modus kann doch nur Tesla oder ein Bodyschop die Fahrzeuge versetzen, oder?

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Und zum Glück auch noch weiter Personen die sich damit auskennen außerhalb des „Tesla Universum“. :innocent:

Schade um das Geld. :smiling_face_with_tear:

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Das sehe ich auch so.

Im Neuzustand ist die mit Puffer nutzbare Kapazität 72,6 kWh.
Im Ladezustand 100% wird die TR inklusive Puffer angezeigt.
Was auch immer gemessen wurde, orientierte sich an dem um 4 kWh reduzierten Wert (Puffer), was die Differenz von 27km erklärt.

Das erscheint mir sehr positivistisch gemessen, um es diplomatisch zu formulieren.
Ich kenne die Ladekurven vieler S75D Fahrer (sorry, Julia, und Fahrerinnen :wink:). 40 Minuten von 10-90 geht sich nie und nimmer aus, eher 20-80. Mein 75er lädt in rund 45 Minuten von 20 bis 90.

Letztlich möchte ich anmerken, dass 12% eher das untere Drittel der Degradation markiert.
Ich habe nach 50.000km und Erstzulassung Jänner 2020 etwa 4-5% (430 vs. 450km TR).

Mich würde interessieren ob auf dem „Zertifikat“ deine „Batterie Typ/Nr/Herstellungsdaten“ eingetragen sind. Siehe Aufkleder.

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Danke für den Hinweis. Ich hab’s korrigiert. Es war genau zwischen 7 und 80 % in 40 Minuten.

Es macht doch wohl einen Unterschied, ob ich bei 50 Tkm eine Degradation von 5% oder bei fast 140 Tkm eine Degradation von 12% habe.

Wie ist den der Vergleich der gewonnenen Erkenntnisse zwischen „Scan my Tesla“ und Aviloo?
Kann das noch nachgeliefert werden?

Wenn da kein großer Unterschied besteht, wäre das meiner Meinung nach ein Grund, nur noch SmT zu nutzen.
Grüße
Peter

Björn Nyland hat da mal vor kurzem einen Vergleich gemacht und ist zu dem Schluß gekommen, daß die Werte, die Scan my Tesla ausliest, nahezu deckungsgleich mit dem Test von Aviloo sind. Wer sich also auskennt und SmT nutzen kann, der braucht keinen Test von Aviloo.

Danke für den Hinweis.
Scan my Tesla kostet ja ohne ein Androit-Handy (das habe ich mir damals kaufen müssen) ca. 50Euro, da wird Aviloo kaum günstiger sein.

Dann bleibe ich einfach dabei.

Ja, natürlich.
12% bei 140.000 ist wesentlich schlechter als 5% bei 50.000.
Schau dir eine Degradationskurve mal an…

Auf dem Zertifikat steht davon nix.

Um überhaupt eine Aussage über deine Batterie machen zu können, sollte man erst einmal sich den Aufkleber anschauen um zu erkennen was da überhaupt verbaut ist um dann einen „Vergleich“ vorzunehmen und zu erkennen wie alt, welcher Typ und ob Revisionen oder ein Tausch schon einmal vorgenommen wurde.

Dann die Batterie auslesen und sich die Daten inkl. den Iso Wert anschauen und in den Log Files suchen ob Fehler gemeldet werden. (Toolbox HV Batterie Diagnose)

Mit den Werten besteht eine gewisse Aussagekraft über den momentane Gesundheit der HV Batterie.

Was diese Firma da anbietet ist meiner Meinung nach unseriös.

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