Batterie nach Ablauf der Garantie

Man kann das so sehen, muss aber nicht, wie du ja bereits anschaulich beschrieben hast.

Bei Tesla gibt es ja bereits Anbieter, die solche Fälle abfangen, auch ein Forum wie dieses gehört im weiteren Sinne dazu.

Wir nähern uns Jahr 9 unseres Model S und denken nicht im geringsten daran, den Wagen zu ersetzen. Ein anderes Familienmitglied gibt gerade den Volvo von 1995 weg und holt sich was elektrisches. Pragmatismus gehört da definitiv dazu.

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Spannend, dass hier mehrfach und überzeugt die 1,6 Millionen Kilometer erwähnt werden. Die ordne ich eher in das Distortion Field von Elon. Wir fahren ja auch schon seit 2016 voll autonom. Die Selbe Haltbarkeit soll die Karosse übrigens auch haben und ein Querlesen im Forum (Rost, Mechaniken, …) lassen mich da ganz stark zweifeln.

Sagen wir mal so: Der Akku (jeder Typ) wird schon eine „normale“ KFZ-Haltbarkeit aufweisen, also 200-300tkm. Es ist bei entsprechender Pflege sicher auch deutlich mehr möglich. Auf der anderen Seite muss man sich auch fragen, was heiß „Der Akku ist hin“? 30% Degration? Dann wird man bei beim entsprechenden Modell noch immer 300km weit kommen. Das wird einigen nicht reichen aber sehr vielen ganz bestimmt.

Zu den Kosten für den Akkutausch:
Ich kenne die ca. 10.000€ (13.500$) als Reparaturkosten aktuell. Vor einigen Wochen (deshalb keine Quellen parat) habe ich mich mal grundsätzlich mit dem Stand von Recycling beim Akku beschäftigt. Dadurch, dass sich in diesem Segment gerade extrem viel tut werden die Kosten für einen neuen Akku in einigen Jahren eher bei 5000€ und niedriger geschätzt. Der alte Akku hat auch noch einen Restwert (Second Life, Recycling).

Wir sollten uns nicht allzu viele Sorgen machen. :slight_smile:

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Also die 1,6M Km beim LFP sind doch nur Nebelbomben. Auf der anderen Seite gehe ich davon aus, dass ein Akku, egal ob LFP oder nicht beim vernünftiger/normaler Pflege auch nach 8 oder 10 Jahren noch 85-90% der Kapazität hat. Damit meine ich ihn einfach selten in extreme Stressen und nicht ständig Super-Chargen. Letztlich muss das die Zeit zeigen. Und warum sollte der Tesla nach 8-10 Jahren keine 20k€ mehr wert sein, wenn der Akku noch ~90% Kapazität hat. Der Akku kann dann immer noch gut und gerne 10 Jahre halten. Und der Gebrauchtwagenkäufer bekommt ein günstiges E-Auto mit halbwegs aktueller Software (Auch Tesla wird nicht ewig alle Modelle fortlaufend unterstützen). Das sind immer die Abwägungen beim Gebrauchtwagenkauf. Ich meine wer kauft sich ein Verbrenner mit 200k Km Laufleistung oder mehr der 8Jahre alt ist? Da weis jeder, dass was mit dem Motor kommen kann nach 1-3 Jahren oder das Getriebe.

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Nö, das sind keine Nebelbomben:

LFP-NMC-lithium-battery-degradation-test-e1617240786736

Aber ich sehe es auch letzendlich so, dass man bei etwas Akkupflege mit keinem Akku Probleme haben dürfte und eher das Auto vor dem Akku am Ende sein wird. Deshalb kann man sich auf,…

…auch im Hinblick auf die immer weiter sinkenden Zellpreise von Akkus in den letzten Jahren, sicher einigen. :wink:

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Also es ist ja ganz nett eine Grafik zu posten ohne Quelle oder sonst irgendwas dergleichen …
Ich habe das dennoch mal nachgerechnet. Bei einer Fahrleistung von 30.000 km pro Jahr und eine Real World Reichweite vom Model 3 LR von 350 über alle Jahreszeiten hinweg komme ich auf ca. 85 Vollladezyklen pro Jahr. Das ergibt nach 10 Jahren dann 850 Vollladezyklen. Damit hätte das Model 3 dann 300k km Laufleistung auf der Uhr und nach deine Grafik, egal welche Zellchemie immer zwischen 85-95% Restkapazität. Salopp gesagt GEILOMAT!
Wo ist jetzt das Problem? Worüber sollte man sich sorgen machen? Wie gesagt welche Auto, egal welcher Antrieb, hat mit 10Jahren und 300k km heute noch irgendeinen Werte? Eine C- oder E-Klasse mit Diesel oder Benziner fasst niemand mehr mit der Kneifzange an, da gibt es massiven Abzug bei Preis. Also ja, ich bleibe dabei in der Masse sind das Nebelbomben und Panikmache wo es keine gibt. Wäre das Verhalten von Akkus in der Masse anders, wären Batterieelektrische KFZ zum Scheitern verurteilt.

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Das ist eine Grafik aus einer Veröffentlichung im Journal of The Electrochemical Society. Da ich dachte die Grafik sei bekannt, habe ich sie aus anderen Beiträgen hier im Forum übernommen. Aber gerne nochmal der Link zur ausführlichen Betrachtung dazu hier.

Wie oben geschrieben bin ich auch der Meinung, dass man sich keine Sorgen machen muss. Es gibt trotzdem Unterschiede in der Degradation und die wird man dann nach bspw. 10 Jahren im Gebrauchtwagenmarkt auch sehen, wenn der eine Akku vielleicht noch 85% hat, der andere aber noch 95%. Beides kein Beinbruch, aber eben schon ein Unterschied.

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Ich vermute dieser Artikel, welcher Viral ging, ist seine Quelle:

Selbst, wenn ich der Bild einen Klick schenken würde, wäre mir das als Quelle etwas arg dünn. Zumal es dort dem Titel nach um ein Model S geht.

Es war lediglich meine Vermutung. Diese Quelle wurde von vielen kopiert und als News verteilt. Dies war der erst beste wenn man „Tesla sprengen“ sucht.

Hihi, wir hatten statt den gerade neu bestellbaren SR+ im Frühjar 2019 dann doch die offline-Option LR RWD mit 74kWh nutzbar genommen, da auch nach 80% Degradation noch mehr nutzbarer Akkuinhalt da ist, wie bei einem neuen SR+. Heutzutage hat ja der Nachfolger vom SR+ (heißt wohl nur noch Model 3 oder Model 3 RWD) etwas mehr Neukapazität und in LFP, aber immer noch gilt unsere ursprüngliche Rechnung :grin:

Zwar ein Model S aber der Akku vom Model 3 LR ist ja ähnlich groß. Also wird der Preis hinkommen.

Klar, absolut kommt man beim LR ja von mehr Reichweite, da dauert es eine Weile, bis man bei den Werten vom SR+ angekommen ist. Den LR RWD hätte ich übrigens auch gern genommen, schade dass der nicht mehr im Programm ist. :wink:

Würde eher sagen, dass man das nicht ganz vergleichen kann. Der Akku/Die Akkus im Model 3 sind schon mehr auf Massenfertigung getrimmt, dadurch auch sicher günstiger, und ein NCA/NMC ist teurer als ein LFP, also da gibt’s auch unter den Varianten Unterschiede. Ich meine irgendwo hier im Forum hätte mal jemand die Preise für einen 3er Austauschakku in den USA (zu momentanen Preisen) gepostet…

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Ja das Video gab es massenhaft in den, hauptsächlich, Boulevard Medien.
Was soll man denn da sagen, wenn er - mit Verlaub - so blöd ist und sich ein gebrauchtes Model S mit defektem / schlechten Akku andrehen lässt?
Ich denke jeder der mehr als 10k€ in ein gebrauchtes KFZ steckst sollte das unabhängig prüfen lassen, macht dir jeder TÜV/Dekra für ein paar Euro. Genauso wie man an der Karosserie versteckte Mängel finden kann oder am Motor/Getriebe Schäden aufdecken oder manipulierte Laufleistung. So kann man auch beim EAuto sehen ob der 300k km gefahren ist nur DC geladen hat und der Akku eigentlich Tot ist.
Entweder ich lasse das checken oder der Händler kann mir das glaubhaft versichern/beweisen weil er die Daten selbst vorliegen hat oder ich ihm Vertraue.

Der Akku war nicht nur „defekt/schlecht“, sondern dort wurde bei einer Unfallreparatur in Litauen bei einer nicht zertifizierten Werkstatt ein - woher auch immer stammender - 90er Akku in ein ehemaliges 60er Model S eingebaut. Dieser Akku wurde dann, kurz nachdem der Typ sich diese Bastelbude zugelegt hatte, undicht und somit defekt. Mittlerweile kann man davon ausgehen, dass er genau wusste was er da kauft und das es eine gezielte Aktion war um seinen Youtube-Kanal zu pushen.

Es ist völlig nachvollziehbar dass Tesla hier jegliche Kulanz abgelehnt hat und das wäre auch bei jedem anderen Hersteller bei so einem zusammengedengelten Unfallwagen mit Akku aus nicht nachvollziehbarer Quelle so gelaufen.

Auf das Model 3 lässt sich das aber wie gesagt sowieso nicht übertragen, da andere Akkutechnik, mehr Massenproduktion im Fahrzeug und die Glaskugel auf die Reparierbarkeit von Akkus in 5-8 Jahren (erst dann fallen ja die ersten Model 3 vermehrt aus der Akkugarantie) noch sehr trüb ist.

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