Allgemeine Infos und Diskussionen zu Superchargern

Ich war das letzte mal vor zwei Jahren auf Rügen, und ich kann Dich ein Stück weit verstehen. Der SuC Grimmen war damals schon ein eher schlechter Witz, eines SuC-Standortes eigentlich nicht würdig. Der ist auch außerhalb der Ferienzeit ein Problem. Wenn der tagsüber nicht durchgehend ausgelastet ist, dann sicher nur deshalb, weil den sowieso niemand freiwillig anfährt.

Andererseits ist seitdem schon einiges passiert. Insbesondere hat Shell mitten auf der Insel in Samtens vier 360kW-Lader hingestellt, die es damals noch nicht gab. Das sollte doch sehr helfen.

Rügen und der SuC Pommerndreieck sind kein schlechter Witz.
Der SuC Pommerndreieck ist ein wichtiger Beitrag zur Infrastruktur bei uns im Lande. Ich nutze den gerne.

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Ich hol mal Popcorn :popcorn: @BalticTesla :wink:

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Also da muss ich mal widersprechen.
Ich bin gerne am Pommerndreieck am kleinen und alten SuC laden. Der hat mich noch nie im Stich gelassen. Von dort sind es noch 70 KM heim. Bei 40-60% stecke ich also ab. Ich lebe hier oben im dünn besiedelten Mecklenburg-Vorpommern. Wir sind froh über den SuC Pommerndreieck und über alle weiteren Ladestationen, die es hier gibt. Das Überleben ist hier kein Problem, es lebt sich sogar sehr gut hier!
Es geht mir echt auf die Nerven, dass hier Leute einmalig oder alle Jubeljahre mal durchfahren und sich dann die dollen Urteile erlauben.
Leute, es gibt hier alles, was man braucht, schaut einfach besser hin…

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Wahrscheinlich besser als hier in München.

Die eine Seite ist die subjektive Wahrnehmung. Ich muss jetzt warten, also muss das immer so sein, also brauchts mehr Lader, Autobahn, Subventionen, usw… Kann man ja auch etwas nachvollziehen.
Die andere Seite, die ich viel interessanter finde, ist die:
„Laden mit dem Tesla“ = „ich schaue nur nach Superchargern“.
und nicht auch nach Alternativen.

Das ist eigentlich ein Traum für Tesla, Kundenbindung in Extremform. Strom ist ein beliebiges Produkt, so wie Lebensmittel.
Aber gibts einen, der nur beim Edeka einkauft?

Tesla hat sicher viel Verbesserungspotential, aber beim SuC Ausbau tun sie m.E. wirklich was geht und da sind so viele Aspekte zu berücksichtigen, die wir alle gar nicht auf dem Schirm haben. Standorte, Genehmigungen, Baufirmen, Teile, Stromversorger, Anschlussleistungen, Handwerker, usw., usf., und die meisten Aspekte kann Tesla nicht beeinflussen.

Auch wenn es ärgerlich ist, zu warten, sollte man sich mal überlegen, was Tesla hier leistet.
Nehmen wir doch als Vergleich Ionity, wer da alles dahinter steht und wer das alles bezahlt.

Zitat Webseite:
„IONITY is a joint venture of the car manufacturers BMW Group, Ford Motor Company, Hyundai Motor Group, Mercedes Benz AG and Volkswagen Group with Audi and Porsche, along with BlackRocks Climate Infrastructure Platform as financial investor.“

Was da nicht steht, zusätzlich unterstützt durch millionenschweren Subventionen von uns Steuerzahlern.

Und jetzt da mal ein Leistungsvergleich:
Ionity, trotz der Finanzkraft und der vielen Beteiligten, betreibt insgesamt 2670 Ladesäulen.
Tesla nur auf der Urlaubsstrecke Raum Nürnberg - Brenner (380 km): 500 Stalls, teilweise an jeder Ausfahrt einen.

Ich glaube, trotz manchem Ärgers, können wir da ganz zufrieden sein.

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:+1: :+1: :+1:

Absolut korrekt - und dann noch in welcher Geschwindigkeit alles passiert - Merklingen erst letzten Sommer abgelehnt, dann ging es doch grünes Licht, ein paar Monate später standen die ersten Tesla am SuC.

Während andere noch budeln, wir laden schon - die letzten drei Jahre ist europaweit bei Tesla richtig viel passiert - gerade auch in Frankreich oder Italien.

Und ganz ehrlich nervt es mich so ein bisschen, immer wenn etwas fehlt kommt gleich der reflexartige Aufschrei was Tesla noch machen „muss“, wo noch SuC fehlen. Wenn eine ganze Region gut vom Tourismus lebt, dann muss auch die ganze Region für den Ausbau der Infrastruktur aufkommen und nicht nur Tesla!

Gleiches Thema Oberschwaben und Bodenseekreis - da passiert kaum was.

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Beklagen kann man sich sicher nicht. Ich sehe Tesla weltweit als Ladeanbieter Nr.1, sowohl hinsichtlich Umfang als auch hinsichtlich Nützlichkeit. Und ich sehe nicht, dass sich daran etwas ändern würde - im Gegenteil.

Aber man muss auch dazu sagen, warum die Standorte von Tesla so toll sind. Sie sind gut verteilt und in aller Regel groß und kraftvoll genug, dass Warten selten bis nie nötig ist und man ausreichend Leistung bekommt. Das erreicht Tesla durch große Standorte, insbesondere große V3-Standorte.

Ein SuC-Standort mit 4 Stück V2 wirkt aus der Zeit gefallen, egal ob der bei Rügen, in Kroatien oder woanders steht. Der wird selbstverständlich von der Mehrheit gemieden, soweit man ihn meiden kann - und das kann man mittlerweile bei Rügen, insbesondere wenn man auch andere Anbieter in die Wahl mit einbezieht. Und das ist gut so, denn so können diejenigen, für die der Standort trotz seiner schwachen technischen Daten ein angenehmer Standort ist (z.B. @BalticTesla in Süderholz, oder so ziemlich jeder wegen der Aussicht in Senj) sich am Laden dort erfreuen. :slight_smile:

Ich lade in Grimmen/Suderholz am Pommerndreieck ganz gerne, weil der V2 gut gelegen ist für meine Strecken, wenn ich in östlichen Gefilden des Landes unterwegs bin. Meistens muss ich die Leistung nicht teilen, dann geht es. Wenn doch, naja, dann ist es eben so.
In anderen Ländern gibt es ebenfalls V2 SuC, die aus heutiger Sicht natürlich mau sind. Nur sie verrichten brav ihren Dienst, waren schon dort als andere im Sand gebuddelt haben und sind immer noch wichtiger Bestandteil der Versorgung.
Andere Anbieter sind zumindest bei uns noch dabei, einzelne Standorte zu entwickeln, von einem Ladenetz durch einen Anbieter kann man hier oben eigentlich nur bei Tesla reden.

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Vielleicht kann mir mal einer weiterhelfen, ich finde nichts.

Bekommt man irgendwo raus, wie hoch die durchschnittliche jährliche Belegung an einem SuC ist?
Ich glaube nämlich, dass es keinen SUC gibt, der im Jahresmittel zu 20 % belegt ist und das muss Tesla natürlich auch kalkulieren.

Gerade in Kroatien sind es eben Faktoren, die Tesla nicht beeinflussen kann oder wo die Behebung des Mangels zig Millionen kosten würde pro Standort, was sich niemals rechnen würde.
Kein Strom vom Versorger = kein weiterer Ausbau.

Wobei wir uns schon auch selber an die Nase fassen müssen. Siehe Süderholz, gerade Wartezeit, 20 Minuten entfernt Gützkow, leer.

Aber Süderholz ist der letzte Lader vor der Insel und da wird halt wahrscheinlich noch knallvoll gemacht.

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Wenn ich bei Edeka auch eine lebenslange flatrate hätte, klar! :wink:

Aber zum Thema.
Wir fahren im Jahr ein- bis zweimal an die Ostsee. Meistens auf den Darß, manchmal nach Rügen. Und das seit 2016 mit dem Tesla, als der letzte SuC vor der Ostsee an der A 19 in Herzsprung war. Seitdem hat sich schon viel getan, nicht nur bei Tesla.

Jedoch ist mir nach wie vor das Wichtigste, am Zielort eine Lademöglichkeit zu organisieren. Bisher hat das immer geklappt. Auch wenn es am Ferienhaus nur eine Schukodose am Schuppen war, die man mit max. 6 A belasten konnte.

Durch diese Frage nach Lademöglichkeiten, öftere Gespräche mit Vermietern und die Demonstration, wie das Laden so eines Autos funktioniert, sensibilisiert man die Beherbergungsunternehmen nachhaltiger für E-Mobilität, als wenn man sich in einem Autoforum über die Situation beschwert.

Und es ist viel bequemer und stressfreier, am Zielort zu laden, als sich im Urlaub mit irgendwelchen Fahrten zu Ladestationen, Apps und Karten und Tarifen herumzuärgern. Zumindest für uns.
Der Vermieter bekommt seinen Strom entsprechend vergütet, und gut ist.

Mehr SuC sind immer wünschenswert. Aber gerade in touristischen Regionen, in denen man sich länger aufhält, fände ich mehr AC-Lademöglichkeiten an den Destinationen wichtiger.

P.S.: Die Diskussion ist hier im thread schon ziemlich OT geworden und kann von mir aus gern in einen passenderen Faden verschoben werden.

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Ich denke mit 20 Minuten Wartezeit an einem Supercharger in den Sommerferien muss man halt leben.

Im Eiscafé warte ich auch 20 Minuten und es wird kein zweites gebaut.

Wenn wir früher im VW Bus im Sommer durch Europa gefahren sind standen wir auch 30 Minuten an der Autobahn Tankstelle an, plus am Grenzübergang.

An der Fähre wartet man im Sommer auch mal eine Stunde länger und es wird keine Zweite dafür gebaut.

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Ich kenne keinen Weg. Am dichtesten kommt man wohl dran, indem man sich auf teslalogger.de die Auslastung als Chart anzeigen lässt. Wenn man hart drauf ist, kann man natürlich auch die Rohdaten selbst auswerten, die diese Webseite verwendet (ist ganz einfaches json, ist mir derzeit aber trotzdem zu aufwendig).

Gützkow bedient verglichen mit Süderholz nur die Hälfte des Rügen-Verkehrs, hat aber die 2.5fache Kapazität. Von Westen aus wird den niemand anfahren, es wären 40 Minuten Umweg. Na klar ist der leer.

Am Ende ist es weniger eine Sache des Verhaltens als der Mathematik. Wenn ein V2-Supercharger zu 50% belegt ist, ist er in Wirklichkeit bereits zu 100% voll. Denn einen höheren Durchsatz als mit einer 50%-Belegung bekomm man auch mit höheren Belegungen nicht. Sobald ein V2-Standort zu über 50% belegt ist, kommt es dort mit nicht niedriger Wahrscheinlichkeit in Kürze zu Wartezeiten. Deshalb sind an kleinen V2-Standorten Wartezeiten vorprogrammiert. Hat ja seine Gründe, dass Tesla so etwas seit langem normalerweise nicht mehr baut.

Süderholz ist nun mit nur vier Stalls ja einer der wenigen letzten „Mini“-SuC.
Vielleicht würde es schon ausreichen, wenn man auf V3 umrüsten würde.
Eine defacto-Verdoppelung der Kapazität ohne große bauliche Maßnahmen.

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Direkt am Strelasund gibt es EWE und Total mit HPC lt Plugsurfing.com.
Nicht immer und überall kann das SuC Netzwerk die optimale Lösung sein.

Schau mal bei Teslalogger, da kann man das sehen.
Das wäre Süderholz.
https://teslalogger.de/suc-stat.php?suc=2529&start=2023-01-01&end=2023-08-21
Der ist schon sehr lange sehr gut ausgelastet.

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War heute morgen in Holland (Die zwei Brüder in Siebengewald) einkaufen.
Bin dann anschließend nach Horst zum SuC und konnte für 25ct/kWh laden.
Dabei ist mir erstmalig aufgefallen, dass an jedem Stall ein Schild angebracht ist, das eine max. Ladezeit von 30 min. erlaubt.

Bin da mit 5% SoC angekommen und konnte innerhalb der erlaubten 30 min. auf 70% aufladen.
Eigentlich wollte ich auf 80% laden, aber ich war mir nicht sicher, ob bei Zeitüberschreitung Tesla da auch eine Gebühr (ähnlich wie Blockiergebühr) in Rechnung stellt.

Stalls waren zwar noch genügend frei, aber ich hätte ja theoretisch den Ladevorgang beenden und danach nochmals neu starten können.

Hätte ich da theoretisch auch ´ne Stunde durchgehend laden können, ohne ggf. eine Strafzahlung erwarten zu müssen?

Ja klar.
Da ist ja ein Hotel.
Ich würde die Schilder so deuten, dass du da max. 30 Minuten parken darfst wenn du nicht lädst weil es eigentlich zum laden ist.

Wenn Du also in einer Ladeschlange an jenem SuC stehst ist das ok, hauptsache Tesla verdient gut?

Bzgl Deiner Theorie (die man immer wieder hier hört): Schleiz mit 40 Steckern ist seit vielen Monden praktisch dauernd leer. Ja, ein hübsches Klohäuschen oder ne hippe Lounge sind seit über einem Jahr noch nicht fertig. Die Online Routenplanung ignoriert den Standort permanent - es würde doch genügen, wenn das nur passiert, wenn der Stadort auch tatsächlich offline ist. Das sind Dinge die Tesla selbst in der Hand hat. Tatsache ist, dass ein sehr großer Tesla Ladepark seit langer Zeit fast ungenutzt in der Landschaft rumsteht.

In Schleiz gibt es meines Wissens bisher (bis auf 2-3 Dixis?) keine nutzbaren sanitären Einrichtungen. Ich denke es ist weder im Interesse von Tesla, noch von den Kunden, an so einen Standort regulär geleitet zu werden - ggf. kann das auch Bedingung der Gemeinde sein, dass die reguläre Öffnung vorher nicht stattfinden darf.

So etwas wie in Schleiz ist aber auch eine extreme Ausnahme, von daher eignet sich das eher nicht als Beispiel um aufzuzeigen, dass Tesla nicht an einer möglichst hohen Auslastung seiner Standorte interessiert wäre.

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Hier ist doch auch das Problem mit dem Durchschnitt.
Legt man die Auslastung auf Durchschnitt fest, gibt es zwei problematische Zustände:

  1. zu wenig Verkehr in ruhigen Zeiten
  2. Überfüllung bei Reiseverkehr

Der eine nun sieht die fast leeren Ladeparks und meint, da wird was verschwendet; der andere kommt während des Reiseverkehrs, muss warten und meint, es ist viel zu wenig ausgebaut.
Beide glauben, dass da was nicht stimmt.

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