Akku-Kapazität (70/85-er) gesunken nach Update 2019.16.2

Das gehört zur Einheit der Materie und darum richtig gepostet.
iSwiss

Ja, leider hängt das Thema der Ladeleistung eng mit dem Kapazitätsverlust zusammen.

Die 50 km Reichweite, die mir im Frühjahr/Sommer 2019 genommen wurden, würden längst nicht so schmerzlich vermisst werden, wenn das Auto noch genauso schnell am SuC laden könnte, wie Anfang 2019.

Ich meine auch, dass die Zeit Threads zusammengelegt gehören. Gleiches Update meist in Kombi beider Verschlechterungen.

Der erste Beitrag hier teslamotorsclub.com/tmc/threads … re.154976/ fasst die Situation, Wissensstand, Klage in den USA, NHTSA-Untersuchung, … sehr gut zusammen und behandelt sowohl Kapazitätsbegrenzung/Ladeschlussspannungsabsenkung als auch neue Ladekurve.

Ich bin nicht für die Zusammenlegung.

Erstens kamen die Reduzierungen von Ladeleistung und Kapazität mit unterschiedlichen FW releases.
Und zweitens sind von der Kapa-Reduzierung nur einige betroffen, von der Reduzierung der Ladeleistung aber ausnahmslos alle 70er und 85er. Wer sagt, er sei von der Ladeleistungsreduzierung nicht betroffen, hat entweder ein älteres FW release oder hat es noch nicht wirklich bemerkt.

Nach allem was wir bisher zu wissen glauben erfolgte die Kapa-Reduzierung, um Akkus, die vom BMS schon als geschädigt (Li Plating) eingestuft werden, ohne Komplettausfall über die Garantiezeit zu retten.

Die Reduzierung der Ladeleistung erfolgte, um die Prozesse zu verhindern oder zu verlangsamen, die zu den Schäden führen können.

Sicher geht es bei beiden Themen um den Akku. Jedoch versucht Tesla bei Erstens wahrscheinlich schon berechtigte Garantieansprüche abzuwenden. Bei Zweitens wird ein intakter Akku durch Verringerung der Ladeleistung primär erstmal geschützt. Dass dies absolut ärgerlich und gegenüber den Aussagen vor ein paar Jahren inakzeptabel ist, haben wir hinreichend erörtert.

Wer wäre eigentlich der Klagegegner für eine Klage in Deutschland ? Die Tesla Motors Deutschland GmbH oder sind die nur der Garantiegeber für die eigentlichen Garantiefälle? Ich hätte gute Lust auf eine Rückgängigmachung der Reduzierung der Ladeschlußspannung zu klagen. Meine Aufforderung auf Überprüfung bzw. Rückgängigmachung wurde Mitte Oktober 2019 über das SeC Salzburg (das naturgemäß insoweit im Alleingang nichts machen kann oder darf) an Tilburg abgegeben, die sich angeblich das ganze per Fernwartung ansehen können und sollen. Bis dato habe ich weder Rückmeldung noch einen Ansprechpartner in Tilburg, aber ich habe nicht vor, die Aktion Reichweitenklau auf sich beruhen zu lassen und werde in Kürze Tesla Motors Deutschland schriftllich zu einer Überprüfung und Rückgängigmachung auffordern.

Steht in der Garantiebestimmung. Im Tesla-Account → Model S Verwalten → Einzelheiten anzeigen → Garantie Weitere

Soweit war ich schon, aber es geht eben nicht um einen Garantiefall, sondern um eine unberechtigte Änderung der Software mit der Folge Reichweitenreduzierung, mit dem wahrscheinlichen Hintergrund künftige Garantievermeidung. Es geht gerade nicht darum, eine Garantiezusage einzuklagen.

Die formal wichtigste Frage dürfte sein, ob Tesla eine bestimmte Reichweite für einen fixen Zeitraum zusagt bei den Fahrzeugen.
Die 2. Frage dürfte sein, ob Tesla sich nicht in den AGB vorbehalten hat, technische Änderungen, die der Sicherheit dienen, per OTA an den Fahrzeugen vornehmen zu dürfen.

Für Deutschland würde ich für eine Klage, die nicht die freiwilligen Garantiezusagen von Tesla Motors betreffen, immer die Tesla GmbH in Deutschland als zuständig ansehen.

Eine bestimmte Reichweite für bestimmte Zeiträume ist natürlich nicht zugesagt, die Battgarantie umfaßt auch ausdrücklich nicht reguäre Degradation. Interessanter ist das mit einer AGB - Klausel, die technische Änderungen deckt, die der Sicherheit dienen, unterstellen wir mal, dass es die Klausel gibt. Dazu mal etwas aus dem oben verlinkten US - Forum zum Thema reasons given by Tesla:

"Tesla has been asked several times for the reason for capping. Invariably they have replied that it was done for the longevity of the battery. There is a view that this is what they were trying to achieve, not why they did so in the first place. They have never given any other explanation for the reason. They are also very keen on replying with their stock answer of “We are working on improving the reduced range effect, and if it is possible customers may see an improvement in coming months. The S/X Battery Warranty does not cover range, we cover any hardware defect inside the pack. Tesla have been reported in the Press as stating A very small percentage of owners of older Model S and Model X vehicles may have noticed a small reduction in range when charging to a maximum state of charge following a software update designed to improve battery longevity. As previously noted, we have been working to mitigate the impact on range for these owners, and have been rolling out over-the-air updates to address this issue.”

Batterielanglebigkeit also als einziger Grund. Kein Wort zum Thema Sicherheit. Die zitierte Begründung von Tesla ist aber in sich nicht schlüssig. Wenn die Batteriegarantie die Degradation und eine bestimmte Reichweite (range) sowieso nicht umfaßt, warum dann Reichweiten und Ladegeschwindigkeiten reduzieren, um die Batterielanglebigkeit zu erhöhen ? Man muss nicht allzu paranoid sein, um die Ansagen von Tesla für eine Scheinbegründung zu halten. Selbstverständlich kann man das Thema Langlebigkeit offen kommunizieren und den Kunden eine freiwillige Option bieten, aber gerade beim Thema Reichweite und Langlebigkeit hätte es dann doch völlig genügt zu sagen: Ladet nur auf 100 %, wenn es gar nicht anders geht und belaßt es ansonsten wann immer möglich bei den ohnehin schon empfohlenen 90 %. Der SoC - Schieberegler ist ja nicht umsonst so gestaltet.

Und ein weiterer Punkt, auf den schon andere zutreffend hingewiesen haben: Wenn es wirklich ein Sicherheitsproblem gäbe, müßte Tesla alle betroffenen Fahrer ausdrücklich informieren, dass das update aus Sicherheitsgründen zwingend notwendig ist. Wie sonst sollen denn die Fahrer, die updates bewußt nicht einspielen, wissen, dass es ein Sicherheitsproblem gibt.

Moin, habe gerade 2019.32.12.8 installiert.
Keine Veränderung der Akku Kappazität.
Es fehlen nach wie vor 7KWh.

Clicke mich seit längerem wieder einmal hier rein.
Ich bin seit Mai 2019 mit meinem 70D nach wie vor auf V9/2019.16.1.1 697c2ff. Nachdem dieser Thread gepostet wurde, habe ich vorerst keine Updates mehr installiert. Ladeleistung (Dauer) und Reichweite (SOC 100 = ca. 357.37 km) sind bei mir auch beim SUC noch wie früher, obwohl meine DC-Ladungen bislang bereits 2’971.22 kWh (= 31%) betragen und eine Reduzierung schon hätte stattfinden sollen.
Ca. Mitte September wurde mir ein Update angezeigt (bitte WLAN verbinden und herunterladen). Da ich aber in der Tiefgarage kein WLAN habe, wurde das Update (keine Ahnung welche Version) auch nicht herunter geladen und ich habe bis November das WLAN im Wagen ganz abgestellt. Nun habe ich WLAN wieder einmal „on“ gestellt und auch verbunden, aber es wird keine Update mehr angezeigt/angeboten, welches heruntergeladen und installiert werden könnte.
Frage/Vermutung: Hat TESLA wohl von sich aus jegliche Updates für Wagen, die noch auf 2019.16.1.1 sind, aufgrud der NHTSA-Untersuchung mal auf Eis gelegt?

Das glaube ich nicht…
Bin noch auf 12.1.1. und ab und zu ( ganz selten) ist die Wlan/Update-Meldung aufgetaucht…
Ich ignoriere es.

Halte ich durchaus für möglich. Ebenso scheinen sie ja jetzt nun langsam wieder Ladeleistung und Kapazität für die Betroffenen ein wenig anzuheben.

Woraus schließt du das bzw. woher stammt diese Information?

Das berichten ein paar Betroffene im US Forum.

Genauer?

Ich verfolge das US-Forum bezüglich dieses Themas sehr genau und kann die Behauptung von trayloader nicht nachvollziehen.
Ja es gab vor Monaten mit einem Update mal 2 von 8 verlorenen kWh zurück. Das ist aber schon lange her und die typical range bzw Kapazität fällt seitdem wieder. Auch mit den neuesten Softwareversionen kommen immer wieder neue Betroffene hinzu.

Da es etwas offtopic aber wichtig ist.
Es gibt keinen festen Wert bei dem die Reduzierung der Ladeleistung erfolgt.

In England wurden einem S75D-Fahrer mal Werte genannt, die sich in der Praxis nicht beweisen lassen und vermutlich auch nur wieder etwas sind, das sich irgendein Mitarbeiter aus den Finger gezogen hat, um den Kunden abzuwimmeln.

Wenn dich das Thema Reduzierung der Ladeleistung interessiert, empfehle ich dir diesen Thread: viewtopic.php?f=55&t=16544&start=1230.

Ich habe z.B. mit meinem S75 schon fast 10.000kWh DC geladen und einen DC-Anteil von 53%. Eine Reduzierung der Ladeleistung kann ich noch nicht feststellen, in der Spitze habe ich als es noch wärmer war mit 128kW geladen, seit dem Wetterumschwung liege ich bei 110kW wenn die Batterie warm genug ist.

D.h. bei deinem S70 ist bei dem niedrigen DC-Ladeanteil und der geringen Summe von keiner Reduzierung der Ladeleistung aufgrund dieser Thematik auszugehen.

Wenn sie geringer als früher ist, dann wegen der Softwareupdates zur „Batteriesicherheit“, die in diesem Thread diskutiert werden: Laden Model S / Allgemeines - Vorwort

Viele Grüße

Dirk vom E-Auto-Vlog

Kann man am Softwarestand 32.12.7 bzw. 32.12.8 eigentlich erkennen, ob man capped oder uncapped ist?

Ich glaube uncapped zu sein (nie auf 100% geladen, Max 90%) und hab 12.7 bekommen.