Achsvermessung abgelehnt

Moin, nach knapp über 2 sehr angenehmen Jahren mit meinem Model 3 und 55tkm war ich neulich mal wieder zur Räderrotation in Servicecenter. Nach freundlichen Hinweis des Beraters wurde mir eine kleine Inspektion angeboten, um das Fahrwerk zu überprüfen,
ob es noch i.o. sei, da alle Räder innen deutlich mehr abgefahren waren.

Dort wurde am hinteren Rad ein defektes Gelenk (knuckle) festgestellt, welches bei einem weiteren Termin 3 Tage später im Rahmen der Garantie gewechselt wurde. Auf eine Achsvermessung angesprochen, wurde die nur kostenpflichtig für 388€ angeboten.

Gestern nun habe ich die Achsen woanders vermessen lassen und hinten rechts das Rad und Vorderachse re/ links waren deutlich verstellt. Zuviel Nachspur, daher der Reifenverschleiß. Das fand ich etwas nachlässig von Tesla, das Auto so auszuliefern

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Hi, bitte lade uns das Protokoll hoch damit wir die Werte diskutieren können (vorher/nachher). Vorab: es gibt sehr große Toleranzen bei Tesla und eine vernünftige Achsvermessung wird hier von vielen empfohlen. Ich habe beim zweiten Satz Reifen direkt eine nach der Montage machen lassen (Bodyshop 150 €).

Ansonsten kannst du mal im Service Manual lesen, bei welchen Tätigkeiten eine Vermessung vorgeschrieben ist: Werkstatthandbuch M3/MY nun in Deutsch verfügbar (Service Manual).

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Ich verstehe den Titel „Achsvermessung abgelehnt“ nicht. Tesla hat dir doch eine Achsvermessung angeboten. Das die das nicht umsonst machen ist doch klar.

Hättest du nach Auslieferung das Fahrzeug vermessen lassen und es wären falsche Werte festgestellt worden, dann hätte man Tesla eine falsche Auslieferung nachsagen können. (Ich weiß natürlich, dass das die wenigsten machen bei einem Neuwagen)
Nach 2 Jahren und 55tkm ist es aber etwas spät, da hat so viel Fahrleistung auf das Fahrwerk eingewirkt, dass das schwierig zu beurteilen ist.

Nun, der Achsschenkel hinten re. wurde bei 55tkm wegen Spiel ausgetauscht, aber es folgte keine Vermessung des Fahrwerks. Ich sollte dann dafür 388€ bezahlen, obwohl das wohl dazugehört. Laut Protokoll lagen die Spurwerte vorne(welches das schräge Ablaufen der Räder) belegt
und hinten rechts auch außerhalb der Vorgaben.

Nun ja, die Werte nach der Einstellung sind bis auf die Spur auch nicht so viel besser.

Ist es ein SR also mit Heckantrieb?

Das Problem ist, dass die Toleranzen viel zu großzügig sind.

Und ja, beim Tausch des Knuckle ist von Tesla keine Vermessung/ Einstellung vorgesehen.
Alignment Requirement - Suspension (tesla.com)
Kann gemacht werden, wird aber gesondert berechnet:

  1. Refer to the Alignment Requirement tables to determine whether an EPAS alignment check (EC) or four wheel alignment check (AC) is necessary. If performed, add the alignment check/adjust as a separate activity.
    Tesla SeC leisten sich oft Fehler, aber hier sehe ich nicht, dass man gegen die internen Vorgaben gearbeitet hat.

Hier der ganze Tausch des Knuckle an der HA:
Knuckle - Suspension - Rear - LH (Remove and Replace) (tesla.com)

EDIT:
und auch die Prozedur der Einstellung der Achsgeometrie inkl. der Werte (belastet/ unbelastet):
Four Wheel Alignment Check and Adjust (tesla.com)
Wenn man sich anschaut, wie der Sturz an der HA eingestellt wird, auch durchs Lösen der Verschraubung am Knuckle, ist es unverständlich, warum Tesla beim Tausch eben keine Achsvermessung/ -einstellung vorsieht.
Ein weiterer Punkt auf der Liste der Eigenheiten von Tesla.
Ich bezweifle, dass freie Werkstätten, die noch nie was mit Tesla (hier M3) zu tun hatten, wissen, wie man den Sturz an der VA und HA einstellen kann/ soll.

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Ja danke, aber dann ist es eben Pfusch, wenn nach Einbau die Werte nicht mehr in Toleranz liegt. Daher wird bei anderen Herstellern natürlich eine Achsvermessung vorgenommen, die durch den Hersteller auf Gewährleistung geht. 130€ geht ja i.O., aber lt. KVA tesla app 388€ geht ja gar nicht… es ist ein SR+, die Werte liegen doch alle anschließend in den Toleranzen. Bornemann ist spezialisiert auch auf tesla, daher haben sie das wohl hingekriegt

ja, das stimmt.
Liegt diesmal aber nicht am SeC sondern an Tesla und seinen Vorgaben, die sich aufheben/ widersprechen.

EDIT: hat mich anfangs auch ein wenig gewundert, dass der so hoch ausfällt. Zumal M3 keine Luftfederung hat, die vor der Achsvermessung mithilfe der ToolBox kalibriert werden muss (nach Tesla Vorgaben). Ich bin der Meinung, dass dies beim Model S/ Model X günstiger ausfällt, aber auch weniger Aufwand als beim M3 bedeutet.
Allerdings können die Kosten aus dem wesentlich höherem Aufwand, den Sturz der VA und HA einzustellen, resultieren: hier spricht das Service Manual von einer 2. Person und auch Arbeiten unter der Frunkhaube.
Den Aufwand schätze ich hierbei auf bis zu 2h. Das würde auch den Preis erklären. Somit wäre Dein KVA auch i.O.

Das mag sein, aber das

stimmt nicht ganz:
Die Spur ist gut.
Den Sturz an der HA und VA scheint niemand angefasst zu haben. Die minimalen Veränderungen resultieren eigentlich nur aus der Verstellung der Spur.
Hinten eine Differenz von fast einem halben Grad muss man auch mit bloßem Auge sehen können. Die Reifen werden hier weiterhin unterschiedlich verschleißen.
Wenn da nur die Spurlenker/ Spurstangen angefasst wurden, wonach es anhand der Werte aussieht, dann sind 130,-€ brutto auch zu viel für den Spaß von 30-45 Minuten.

EDIT:
Ich will auf keinem Fall unbedingt SeC verteidigen, ich durfte auch schon Sachen erleben, aber hierbei sehe ich keinen Fehler auf der Seite des SeC.
Dieser liegt in den Vorgaben des Herstellers und ist auch bei Arbeit der freien Werkstatt zu finden.
Einen solchen Pfusch durfte ich auch selbst bei einem „Tesla-Spezialisten“ erleben. Zumindest hat er diesen bisher nicht in Rechnung gestellt.

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Sehr präzise Kenntnisse , Chapeau !