Ich war noch nie scharf darauf, jedes Update sofort zu installieren. Da mein Auto die ersten drei Jahre nie ein WLAN gesehen hatte, war ich meist auch sehr spät mit den Updates dran.
Installiert habe ich immer erst dann, wenn hier keine großen Probleme kommuniziert wurden.
Deshalb hatte ich auch noch sehr lange die 16.2. drauf, die letzte Version mit alter Ladekurve. Und ich hätte die auch jetzt noch, wenn der Bodyshop nicht den Updateknopf gedrückt hätte.
Sollte irgendwann wieder eine vernünftige Ladekurve kommen, wäre ich mit erneuten Updates danach wieder sehr vorsichtig. Bis dahin kann es ja kaum noch schlechter werden.
Und ja, ich habe hier auch über die seltenen Probleme von „Update-Verweigerern“ gelesen. Das würde mich aber nicht davon abhalten, neue Updates so lange hinauszuzögern, bis sie als problemfrei identifiziert wurden.
Sicherung ziehen hilft nicht, da dann mehr ausfällt als nur die MCU. Auch der IC (Instument Cluster hinter dem Lenkrad) hängt an dieser Sicherung. Ohne diesen war Laden (und das beobachten der Ladegeschwindigkeit) nicht mehr möglich.
Ausserdem lädt das Fahrzeug, wie schon von Guillaume angemerkt ohne MCU wohl nur noch bis 20 oder 21 Prozent an DC.
Ich habe dir mal eine Ladekurve vom 16.9. reingepackt: screencast.com/t/QIhMuec1Sh
Das war die Anfahrt von 300km mit Reichweitenmodus zum Supercharger. Seit dem habe ich nicht mehr so voll am Supercharger geladen. Mittwoch könnte ich neue Werte liefern (mache ich gerne dann im passenden Thread zur Ladeleistungsreduzierung viewtopic.php?f=55&t=16544&start=1230), morgen ist mal wieder eine 1.200km Tour mit 100% Supercharger gesplant.
Dein Fahrzeug ist auf jeden Fall limitiert.
Das es keine Limitierung gibt, habe ich nicht behauptet, die Umstände der Limitierung untersuchen wir ja schon seit über 2,5 Jahre. Ich habe nur richtig gestellt, dass nicht automatisch jeder S75 nach 2.000kWh DC-Ladungen limitiert ist.
Es gibt einige Dutzend S75, die eine 85-ziger Batterie verbaut haben, vermutlich hatte die Tesla im Sommer 2017 übrig aber keine 75-ziger Batterie auf Lager.
Das Zauberwort heisst m.E nach Garantie. Die läuft eigentlich bei allen noch (ausser S60). Die acht Jahre sind noch nicht rum. So wie die Akkus sich nach dem Patch verhalten, sind sie Garantiefälle.
Da bin ich auf das Ergebnis gespannt. Was die Ausreden betrifft, so ist das nicht so einfach für Tesla. In den Garantiebedingungen steht nichts von „Tesla behält sich vor, den Umfang der garantierten Eigenschaften zu verändern“ o.ä. . Da steht nur drin, das man die Garantie verliert, wenn man selbst daran rumfummelt. Haben wir nicht. ( Ich auf jeden Fall nicht, und ich gehe davon auch sonst niemand hier)
Fakt ist, dass sich die Eigenschaften von Baugruppen, auf die Garantie besteht, kurzfristig massiv verschlechtert haben. Also geht da auch mit Alterung nix. Da niemand bisher offiziell weiss ( oder habe ich ein offizielles Statement von Tesla zu dem Thema übersehen ?) , woher das kommt, und wir uns an die Bedingungen gehalten haben, sind das alles Garantiefälle.
Mein Halbwissen und ein bisschen Spekulation würde abschätzen, dass ein Batterie Garantiefall vorliegt,
wenn z.B. ein Zelldefekt vorliegt, also eine Zellspannung in einem Modul abdriftet.
Eine Reichweitenreduzierung durch degeneration oder Software muss schon extrem sein, so dass ein Garantiefall vorliegt.
Aber ich glaube so leicht kann dank des BMS keine Zellen nachhaltig geschädigt werden.
Mit der SW Beschneidung wird eben verhindert, dass es ein Garantiefall wird
und TESLA erhofft sich damit, die Batterien über die Garantiezeit zu retten.
Tesla hat das, was Du schreibst, nirgends offiziell mitgeteilt. Zumindest ich hatte nichts dergleichen in meiner Inbox oder im Briefkasten. Also ist das aktuell Hörensagen. Oder habe ich was verpasst, übersehen ? Auch wenn man nachfragt, bekommt nichts Verbindliches.
Aufforderungen zur Teilnahme an Rückrufaktionen habe ich bisher immer bekommen. Persönlich und direkt.
Gesetz den Fall es wäre so, wie Du schreibst, steht Tesla trotzdem in der Pflicht, da sie die Garantie auf die Originalkonfiguration gegeben haben. Die heimliche Änderung der Parameter und damit die deutliche Reduktion des Gebrauchswertes um sich um die potentielle Erfüllung eines bereits geschlossenen Vertrages zu drücken ist ziemlich unseriös.
Vorausgesetzt es wäre so, hätten sie m.E, nach bizarrer Weise die Garantiefälle, die sie vermeiden wollten jetzt selbst herbeigeführt. Sozusagen Selbstmord um dem Tod zu entgehen.
wie ich schon einmal geschrieben habe - gab es ja einen Grafik auf die Homepage von Tesla auf der die Ladeleistung abgebildet war von z.B. 20% auf 80% in … Minuten - damit wurde Werbung gemacht und mit diesen Einstellungen haben wir unsere Autos auch gekauft.