Die aktuellen sind das Ergebnis von buchstäblich Jahrzehnten der Optimierung, vergiss das nicht. Die 4680 steht immer noch am Anfang. Sie haben das Trockenthema endlich geknackt, es scheint auch die Skalierung zu laufen. Jetzt kann man anfangen zu optimieren. Insbesondere das Innenwiderstandsthema wird mE bisher noch nicht berücksichtigt.
Das macht sie billiger, aber noch lange nicht schneller.
Die 4680er haben sicher Ihre Vorteile, aber für besonders schnelles Laden sind die nicht bekannt.
Die neuesten 4680er sind wohl im Cybertruck verbaut und die laden, wenn man es auf die Akkugröße eines Model Y runter rechnet, auch nicht besonders schnell.
10-80% sind aktuell wohl zwischen 35-40 Minuten und maximal werden ca. 325 kW erreicht bei 123 kWh Akku.
Noch nicht. Das hab ich doch geschrieben - man kann nicht alles auf einmal knacken. Von der Idee her müssten sie schneller sein können mit dem tabless Design.
Aber selbst wenn sie “nur” billiger sind: dann bauen sie eben 120kWh ein zum Preis der bisherigen 90. Dann interessiert das Ladetempo schon viel weniger.
Ich denke auch, das etwas Geduld gefragt ist. So sehe ich es positiv, das Tesla sich in der Batterieentwicklung tummelt. Wenn alle “Kleinen” gleich aufgeben würden, dann wäre schnell eine Abhängigkeit von den Großen CATL und BYD erreicht. Das wäre nicht gut. Es geht dabei nicht nur um Technik und Geld, sondern auch um politische und territoriale Macht. Batterieentwicklung ist ein Mega-Play.
Das stimmt, aber ich denke, Tesla hat sich hier einen vielleicht fatalen Schnitzer geleistet. An der 4680er-Frage hängt für das Unternehmen sehr viel. Der nunmehr schon seit Jahren schon zu beobachtende Innovationsstau im Gesamtsortiment hängt in nicht unerheblicher Weise mit dem verstolperten und vertrödelten Start der 4680er zusammen. Inzwischen kommen andere Hersteller serienmäßig mit Autos mit 400 kW Ladeleistung und mehr auf den Markt, der einstige Primus auf diesem Gebiet ist unter “ferner liefen” abgerutscht. Noch immer bietet Tesla ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und die Effizienz ist weiterhin sehr gut, aber aber die Zugpferde und Leuchttürme fehlen komplett. Selbst der Cybertruck erreicht mit den 4680ern nur eine mäßige C-Rate, der Roadster 2 ist eine lebende Leiche, die Robotaxis interessieren den privaten PKW-Kunden wenig und der Semi kommt auch nicht in wirklichen Stückzahlen. Hätten wir die 4680er mit der erwarteten Leistungsfähigkeit rechtzeitig bekommen, sähe das alles komplett anders aus.
Vertikale Integration schön und gut, aber es spricht ja nichts dagegen, auf erfahrene Partner zu setzen. Man muss nicht immer das Rad neu erfinden. Hier sehe ich - ausnahmsweise - eine Menge Fehlentscheidungen bei Tesla.
Soweit würde ich nicht gehen. Eher “hängt im Mainstream fest”. Das Model Y ist weiterhin das meistverkaufte BEV der Welt und die Verkaufszahlen gegenüber den Innovatoren mit höherer Ladeleistung stimmen durchaus. So schlecht kann es also nicht sein. Auch andere Hersteller haben Zugpferde wie auch Steine im Portfolio. Ich frage mich, inwieweit Tesla ihren Marktauftritt kontrolliert. Wann ist der richtige Zeitpunkt auf die 800V Technologie zu springen. Was ist der Sweetspot bei Preis- & Leistung?
Ich erinnere mich dabei immer wieder an Microsoft, die durch Abwärtskompatibilität erst wirklich erfolgreich wurden und auch heute noch davon profitieren. Tesla hat ein ordentliches Track-Record aufgebaut und Vertrauen in die Langlebigkeit in ihrer Fahrzeuge aufgebaut. Das gibt man nicht so einfach auf.
Ich denke dass insbesondere der Semi nun einen guten Start hinlegen wird, und der nutzt ja auch bereits 4680er Zellen. Vermutlich war deren Massenproduktion sowieso Voraussetzung, dass der Semi in Serie starten kann.
Tesla hat übrigens immer gesagt, dass sie neben der eigenen Zellproduktion auch auf Partner setzen (tun sie ja offensichtlich auch mit Panasonic, LG, CATL, (zwischenzeitlich BYD) und jetzt neu Sunwoda).
Da Tesla sich ja nicht als reiner Automobilhersteller sieht sondern in seinen Masterplänen eher “Systemanbieter” ist, denke ich persönlich nicht dass das kommen wird solange noch Supercharger mit V3 Cabinets, und somit mit nur 500 Volt, hergestellt und aufgestellt werden. Erst wenn es als Teslafahrer keinen guten Grund gibt, andere Schnelllader außer Superchargern zu nutzen, wird das meiner Meinung nach in die Massenmodelle kommen.
Ganz abgesehen davon ist in den USA das Supercharger-Network wohl das Ladenetzwerk schlechthin, daher muss vor allem dort erst mal echtes V4 flächendeckend ausgerollt werden bevor 800V in der Masse an Fahrzeugen geplant wird.
Die Ladeleistung wird vom Zellenhersteller festgelegt.
Aktuell sind es bei jedem gängigen Akku 3C (egal ob NCA, NMC oder LFP). Erste Chinesen fangen mit 5C Akkus an.
Somit lädt ein 60kWh Akku mit 3x60=180kW und ein 80kWh Akku mit 3x80=240kW.
Das hat nix mit 400V, 500V oder 800V zu tun.
Der Lader muss nur genug Strom liefern.
Ich denke aktuell brennt da nix an bei Tesla. Alles nur Gerede.
Porsche lädt beim Taycan mit 300kW ganz einfach weil der Akku schön gross ist.
3x100=300kW. Durch die 800V wird lediglich der Strom im Zaum gehalten.
300/800=0,375 → 375A. Bei 400V wären es 300/400=0,75 → 750A
750A sind für die CCS Stecker nicht zugelassen. Ich meine bei guten 500A ist Schluss.
So lange die gängigen Akkus eher 60-80kWh haben, ist es egal ob 400V oder 800V.
Ich sehe die 4680er eigentlich nicht als Fehlentscheidung.
Die haben nur die Probleme bei der Umsetzung stark unterschätzt und viel zu lange gebraucht.
Vor 5-6 Jahren wäre die aktuelle 4680er mit der Trockenbeschichtung wenigstens preislich vorne dabei gewesen, heute leider bei keinem Thema mehr.
Ob man jetzt, bei einer eigentlich fertigen Produktion, die Ladegeschwindigkeit noch so drastisch verbessern kann, halte ich für unwahrscheinlich.
Dazu wäre wohl eher eine komplette Neukonstruktion notwendig.
Die größte Fehlentscheidung könnte gewesen sein, zu lange an der 4680er fest zu halten.
Das könnte sich aber noch mal drehen, wenn auf der Basis, jetzt was mit neuen Komponenten oder geänderter Chemie kommt, das Ladegeschwindigkeit, Leistungs- und Volumengewicht deutlich verbessert.
Einfach neue Technologie in der „alten“ Verpackung.
Keine Ahnung ob das möglich oder sinnvoll ist.
Die V 3.5 werden nicht mehr hergestellt.
Die Produktion wurde gerade auf V4 mit 1000 V und 500 kW für PKW umgestellt.
Für LKW geht sogar noch mehr.
BMW ist immerhin schon knapp bei 4C angekommen.
Tesla ist eher bei 2,5C wenn man 10-80% SoC misst.
Ich sehe die Bauform und Technologie auch nicht als Fehlentscheidung, allerdings hat man wohl die falschen Partner gewählt, um das mit der entsprechenden Erfahrung auch umsetzen zu können.