4.000$ Verlust pro Auto?

Das sowieso. :smiley: Nein, ich versuche nur genau hinzuschauen und logisch zu denken, bevor ich ganzen „Horden“ von Journalisten absichtliche Täuschung unterstelle.

Mainstream-Journalisten sind oft „programmierte Systemlinge“. Man hat sie für ein bestimmtes System „verbildet“. Deshalb agieren sie oft wie fremdgesteuert und mit zunehmender Zeit in der Branche auch mit vorauseilendem Gehorsam entlang der erlernten publizistischen Leitlinien ihres Arbeitgebers. Gleichzeitig sehen sie sich selbst aber meist als völlig frei, in dem was sie schreiben (dürfen) - so wie sich Leute, die ihr Leben lang nur immer in den gleichen 200km Radius unterwegs sind, auch mit der Zeit behaupten, sie würden DIE GANZE Welt kennen und verstehen, obwohl es NUR IHRE EIGENE Welt ist… :wink:

Vielleicht, ja. Vielleicht ist auch der nur eine „verbildete Puppe“… :neutral_face: Indirekt hat SRAM ja sogar darauf „hingewiesen“… :smiley: :wink:

Nö, Sinn macht sie eben nicht. Aber es ist eine Kennzahl, richtig. :wink:

Die Systemerfinder sind die wahren Manipulateure; SIE haben dieses grosse Theater namens „Realität“ geschaffen.

Ein solcher Systemerfinder ist auch Elon Musk - allerdings einer der positiven. Er zeigt, man ein System neu denkt und gestaltet. Mir fällt dazu immer ein Satz von Lars Thomsen ein: „Die anderen Hersteller schauen erstmal zu und fragen sich: Was tut der denn da?“ :laughing: :mrgreen:

Lächerlich, wie vehement hier mancher die dümmliche Rechnung auch noch verteidigt. Wenn das, werter Herr SRAM, die Art und Weise ist, wie Sie Unternehmen zu beurteilen vermögen, dann wird es nun wirklich Zeit, sich nach Texas zurückzuziehen, noch ein paar Jährchen V8 zu blubbern, und das Feld verständigeren Leuten zu überlassen. Gewinn/Verlust geteilt durch Anzahl verkaufter Produkte, wär das DIE Kennzahl, es gäbe manche (neuen) Unternehmen nicht. Nicht in der Schlagzahl, wie es heute läuft. Aber wahrscheinlich auch nicht früher, denn alle Unternehmen waren mal „neu“.

Grosser Detailhändler kauft eine Kette/neue Filialen, und weist in einem Jahr keinen Reingewinn aus. Man nennt das auch „Investition“. Analyst teilt ausgewiesenen „Verlust“ durch Anzahl verkaufter Brötchen in den bestehenden Niederlassungen, und posaunt: XXX macht pro Brötchen yy Cent Verlust. Bravo!

Die „Kennzahl“ 4000$ Verlust pro Fahrzeug ist natürlich quatsch.

Fakt ist aber, das der Quartalsverlust doch sehr hoch war (184 Mio$), und die Liquidität stark abnimmt.
Es wurde kommuniziert, dass erst ab ca. 2020 Gewinne sprudeln sollen. Auch wird kommuniziert, dass das Model S ca. eine Gewinnmarge von ~25% pro Fahrzeug hat.

Man bräuchte viel genauere Daten, um zu sagen woher der Verlust von 184 Mio $ genau kommt.
Auch bei den ~25% Gewinnmarge des Model S sollte man genau betrachten, was alles einkalkuliert wird.

Ich sehe den „zu hohen“ Quartalsverlust in den Verzögerungen des Model X, dieses Model X kostet vermutlich enorm an Entwicklungsgelder (inkl. allem drumherum wie Markteinführung, Zulieferer-Verträge, Prototypen und aktuell die Produktionsstrasse, etc). Dieses Geld ist Aufwand und deshalb Verlust, da (noch) keine Erträge erzielt werden (Ausnahme die Reservationsgebühr).

Immer nur zu sagen, der Verlust komme von den Superchargern oder der Gigafactory finde ich zu kurzsichtig, da hier nur die Abschreiber einen Verlust bringen, und das kann kaum der Grossteil der 184 Mio in 3 Monaten ausmachen.

Also Tesla, bringt das Model X!

Das ist sunken money. In dem Falle lege das budget von 1000 euro pa auf das Urlaubsbudget um und geniese den windfall profit :wink:

Gruß SRAM

Im Gegensatz zu manch einem „Frischling“ hier kann ich auf Produktionsanlagen verweisen, die ich von der ersten Idee bis zur kommerziellen Inbetriebnahme betreut habe (ca. 800.000 jato in Summe). Ich habe natürlich auch viele Projekte scheitern sehen und selbst einige wegen fehlender Aussicht auf Erfolg umgebracht. Dabei hat sich die Nützlichkeit so mancher Kennzahl erwiesen. Obige ist eine davon.

Der kommerzielle Erfolg der Projekte gibt mir recht. Wer es besser machen will: nur zu ! (In den letzten Jahren hindere ich niemanden mehr daran, sich eine blutige Nase zu holen: das erzieht zur Demut)

Gruß SRAM

Mit Lust hat das nichts zu tun. Du kannst die größte Lust daran haben, alles mit viel Wissen aufzuschreiben - es wird dir aber niemand bezahlen.

Da ich aus der Branche komme, kann ich dir sagen, dass mangelndes Wissen und mangelndes Kombinationsvermögen auf jeden Fall ein großes Problem sind. Die meisten Autoren können keine Muster erkennen und Informationen nicht in größere Zusammenhänge bringen, selbst wenn alle nötigen Einzelinformationen im Kopf vorhanden sind. Dieser Mangel ist bedingt durch schlechte Bezahlung. ABER: Selbst wenn man im branceninternen Vergleich sehr gut zahlt, findet man einfach niemanden, der sowas kann. Die, die es können, arbeiten selbständig als etwas ganz anderes als Newsredakteur.

Dazu kommt dann aber das größte Problem: Den Auftraggeber interessieren größere Zusammenhänge überhaupt nicht. Bezahlt wird in der Regel pauschal nach Artikellänge, unabhängig von der Qualität. Manchmal wird auch noch gemessen, wie viele Einstiege es über Google News auf den Artikel gab. Je mehr, desto besser - die Verweildauer dieser User oder die Verwertbarkeit dieser Visits (z.B. in Form von Newsletterabonnenten pro Google News Einstieg) sind dann aber zuweilen schon wieder uninteressant - denn der, der misst, misst auch nur das, was ihm der Auftraggeber vorgibt, egal wie sinnlos das Gemessene für den Gesamterfolg eines journalistischen Angebots ist.

Diese Pauschalitis, die redaktionelle Qualität als Bewertungsmaßstab gar nicht kennt, und der Google News Druck sorgen für eine extreme Uniformität der News-Artikel und ein Race to the Bottom bei der Qualität. Wenn ich heute keinen Artikel zu den Top-Suchbegriffen bei Google News (im Bereich Wirtschaft heute Merkel, BBI, Airbus, Kellerhals, Bahrain, Tsipras, Telekom, Bundesbank, Ikea) veröffentliche, der Konkurrenzautor hingegen tut es, dann hab ich verloren. Daher schreiben alle über die immer gleichen Themen, ein umfassendes Bild wird dir gar nicht mehr geboten.

Und die Qualität sinkt trotz der Konzentration auf wenige Themen. Denn wer als erster einen Newstrend erkennt, schnell (frühe Veröffentlichung = mehr Visits) einen gut suchmaschinenoptimierten Artikel (mehr Visits) in möglichst kurzer Zeit (mehr Euro pro Arbeitsminute) schreibt, gewinnt.

Die Leser interessierts aber seltsamerweise auch nicht. Wenn man Informationen mit harten Fakten belegt in größere Zusammenhänge einordnet, dann kommen darunter trotzdem Kommentare, die diese harten Fakten entweder gänzlich negieren oder erkennen lassen, dass die Fakten gar nicht zur Kenntnis genommen wurden. Seichte Kost, die dem gängigen Meinungstrend („Elektroauto = schlecht“, „Steuern = generell zu hoch“, „Griechen = faul und geil auf unser Geld“, „Asylbewerber = faule Betrüger, die hier besser leben als die steuerzahlenden Deutschen“) folgt, wird auch vom Leser gefordert.

Ach übrigens: Die Analysen der Banken werden auch ganz gern mal von Anfängern geschrieben. Das weiß ich, weil ein Freund in seiner Trainee-Zeit genau dafür zuständig war. Da wurde dann am Monatsende kurz vor Feierabend gesagt, dass ja die Analysen für X, Y und Z mal wieder neu gemacht werden müssten und das bitte bis morgen fertig zu sein habe. Zwar gibts bei den Banken auch Star-Analysten mit Erfahrung und der Analysentenor wird auch den Praktikanten vorgegeben - aber was die schreiben, muss nicht immer das Ergebnis jahrzehntelanger Erfahrung sein.

@SRAM die Maßzahl macht Sinn, OK. Aber ihre Anwendung auf den Fall Tesla hier ist Quatsch.

Wer die falschen Rechenvorschriften anwendet und daraus Rückschlüsse zieht, holt sich ebenfalls eine blutige Nase.

Ich wüsste nicht, wer das behauptet hätte.
Es war eben immer auch von den Entwicklungskosten für die Modelle X und auch manchmal 3 die Rede, sowie von der Investition in die Produktionsausweitung und in das Servicenetz.

Im Gegenteil muss man die Supercharger ja sogar noch in die Kosten für das Model S reinrechnen, denn ohne den Ausbau des SuC-Netzes wäre der Absatz des Model S sicher nicht so groß wie er ist. Ähnliches gilt wohl für das Servicenetz.

Schwachfug bleibt die verbreitete Schlagzeile trotzdem in jeder Hinsicht, weil damit eben Investitionen dem Model S zugerechnet werden, die damit nichts zu tun haben: Entwicklungskosten für die Models X und 3, die Gigafactory, die Powerwall. Und diese sind erheblich und machen sogar mehr als die 184 Mio. $ Verlust aus. Woraus auch deutlich wird, dass mit jedem verkauften Model S ein Gewinn gemacht wird, und eben kein Verlust.

Jetzt wo Teslamag die Investitionen bestätigt hat,

teslamag.de/news/elon-musk-gigaf … dacht-4049

kommt in dem anderen Forum plötzlich nichts mehr, nur dummes Gelaber vom Tesla Jüngern.

Bitte nicht vergessen: Hier geht es um den Deckungsbeitrag pro Model S und nicht den User SRAM.

Moderator Note: Ich übe Reue und räume die Sch… wieder auf, die ich hier angezettelt habe. Alle Posts, die nichts mit der Sache zu tun hatten, habe ich in einen :arrow_right: Bad Thread ausgelagert.

Nein, das hat wenig mit schlechte Bezahlung zu tun. Evtl. bekommen sie keine „Muster-Erkennungsweiterbildung“, aber das Thema hat aus meiner Sicht und Erfahrung nix mit Geld zu tun.
Du hast die Begabung oder auch nicht. Es geht ja nicht um Varianten des gleichen Liedes sondern um Muster/Räume, die noch nicht da waren. Die Wiederholung des gestrigen
führt zu den Ergebnissen. Leider gestehen sich die Autoren das selbst nicht ein.

Sonst stimme ich Dir voll zu :slight_smile: .

Wenn du nur ein paar Cent pro Wort bezahlst, dann kriegst du eben keine Muster-Erkenner, sondern jemanden, der mit Glück weiß, dass man Texte auch ohne Siri schreiben kann.