Das Problem ist: Überlade einen Akku und er geht hoch. Deswegen BMS. Egal welche Chemie (Elektrolyt zersetzt sich).
Dass Model3 Besitzer eine Alternative haben möchten, ist ja nicht neu. Tesla korrigiert immer wieder das Verhalten des BMS, um die Haltbarkeit der Blei-Säure zu optimieren, das gipfelt dann aber in einem Wettlauf mit anderen Anbietern von LFP Akkus, wie Ohmmu. Ohmmu hat eine Petition gestartet, um Telsa zum Einlenken zu bewegen, damit sie ihr Produkt weiter verkaufen können.
Nachdem ich mit der Winston einen zu großen Akku verbaut hatte, siehe auch hier den Bericht, bin ich bei den LTO, die länger als die LFP halten, zu einer kleineren Variante gewechselt. Das ist ebenfalls in dem Bericht angedeutet in der Passage, wo es um die EXT900 geht: kleiner ist besser, da näher am Verhalten des Blei Akku dran.
@Mittelhesse und andere sind da schon seit Jahren dran und bringen Ihre Erfahrung ein. Das soll nicht gegen Dich gehen. Ich will hier nur deutlich machen: ich hab’ trotz des Risikos zu scheitern Geld in die Hand genommen. Mir selbst geht es um 2 Aspekte: Sicherheit und Umweltgedanke.
Aus solchen Ideen entstand auch mein Projekt. Jedoch nach einigen Fehlschlägen an anderen „Objekten“, die etwas günstiger waren, als ein Tesla Model3. Na-Ion kennt KEINER aus meinem Dunstkreis, noch nicht einmal die E-Radler, die alles ins Bike löten, was irgendwie als robuster, sicherer Akku taugt.
Warten wir’s ab, wie das wird. Da wird sich sicherlich auch noch Einiges drehen. Das einzige „Verkaufsargument“ für den Na-Ion ist „Natrium ist überall verfügbar“ - das gilt letztlich auch für Lithium, das auch überall da auftritt, wo man Natrium findet. Und Lithium gibt es dreimal mehr als Blei in der Erdkruste. Natrium-Ionen Akkus sind m.M. die nächsten 10 Jahre noch Nische und nicht als zuverlässig zu bewerten.
Da NTO (Niobium LTO) schon im Labor existiert und komplett den Markt umkrempeln wird, tippe ich darauf, dass es genau diese eine Kathode NTO mit diversen Spielereien an Anoden NMC, NCA auf Li-Ion geben wird.
Na-Ion wird sich dann womöglich nicht mehr durchsetzen, weil es dann einfach keinen Sinn mehr macht für mobile Anwendungen. in 15-20 Jahren als Hausspeicher, sicherlich. Dann wird es wohl damit einen Boom geben.
Der Hitchhiker
P.S.: Handtuch nicht vergessen!