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Wichtige Frage zur Wallbox Webasto Pure 22KW

Hallo,
Ich habe eine Frage an die Elektrospezialisten… ich habe zu Hause eine Webasto pure Black Wallbox installieren lassen. Laut Handbuch kann man diese auf 7,4KW / 11KW und 22KW mittels Dipschalter konfigurieren. Ich bekomme kommende Woche mein neues Model S welches mit 16,5KW laden kann. Mein Elektriker hat die Wallbox auf 22KW ladeleistung eingestellt. Ist das falsch oder regelt sie bei Anschluss auf die zugelassenen 16,5KW automatisch runter!? Ich will ja nichts kaputt machen!!! Und im Handbuch steht da das die mich nicht eindeutig drin. Kann mir bitte jemand diesbezüglich eine Aussage machen!?

Vielen Dank im Voraus.

Der Elektriker hat das richtig gemacht, Dein Tesla sagt der Wallbox dass er nur 16,5kW kann und dann kriegt er auch nicht mehr geliefert.

Super, vielen Dank für die schnelle Antwort !!!
LG

Die Wallbox ist nichts weiter als ein Schalter, da wird nichts geregelt oder limitiert, teilt aber dem Fahrzeug mit, welche Ladeleistung es maximal ziehen darf.
Der Maximalwert ergibt sich aus den Sicherungsautomaten, dem Kabelquerschnitt und der Wallbox selber.
Was das Fahrzeug dann tatsächlich dem Stromnetz entnimmt, entscheidet es selber.

um genau zu sein, läuft die Standard IEC62196 Kommunikation anders herum:

Die Wallbox signalisiert, was der maximal erlaubte Strom (auf allen Phasen) ist, und der AC Lader im angeschlossenen Fahrzeug (oder einem EV Simulator) „darf“ dann die Leitung bis zu dieser Grenze belasten.

Je nach Qualität der Wallbox wird von der Elektronik dort auch noch der tatsächliche Strom überwacht (bei den günstigeren typischerweise nicht), und wenn ein zu hoher Strom gezogen wird (mehr als das, was signalisiert wurde) kann u.U. noch der Stromkreis unterbrochen werden.

Bei manchen Wallboxen sind nur normale Leitungsschutzschalter für eine Überlasttrennung zuständig, oder Keramiksicherungen. Oder einfach nur der LS der Zuleitung…

Lange Rede kurzer Sinn: Die Wallbox verlässt sich typischerweise darauf, dass das Fahrzeug nur mit dem maximal signalisierten Strom läd - und wenn da mehr gezogen wird, muß der Leitungsschutzschalter rausspringen.

Nochmals vielen Dank für die schnellen Antworten

Moin Moin,
hat vor kurzem einer die „neue“ Webasto Pure 11kW, oder 22kW wäre egal, installiert bzw installieren lassen?
Ich habe vor 1-2 Jahren eine bei der Familie verbaut und dort Stand in der Anleitung, dass es DC Fehlerschutz intigriert wäre.
Als ich eben, zwecks Firmenwagen, bei Mobilityhouse schaute, steht dort nun: „Installationsseitig zusätzlich notwendig: FI Typ A EV oder FI Typ B“.
Auf der Webasto Seite habe ich auch nur: „Fehlerstromschutzschalter und Leitungsschutzschalter sind installationsseitig vorzusehen“ gefunden.
Dort steht aber nichts, ob ein Standart Typ A oder ein Typ A EV bzw Typ B verbaut werden müsste.

Wenn dort jemand neuere Erfahrungen hat, wäre ich dankbar. :slight_smile:

Für dreiphasige Wallboxen ist generell ein DC-Fehlerschutz notwendig, also ein FI Typ A-EV oder FI Typ B.

Ja das steht außer frage.
Aber ist dieser (immer noch) bereits integriert wie bei vielen Wallboxen oder muss dieser extern realisiert werden.

Darauf hatte ich bei der Familie damals speziell drauf geachtet und dort war es ja so, dass in der Anleitung stand: „DC Fehlerschutz integriert“.
Demnach würde ein Typ A wie bei der Standart Installation reichen.

Bei mir wurde ein Typ B verbaut- war wesentlich teurer wie der Typ A

Achte bitte drauf das die alte Box teurer als die neue Box war.

Denke mal die Fehlerstromerkennung ist entfallen.

Das vermute ich leider auch.

Genau darum ging es, da es im Vergleich zum Typ A einen erheblichen Aufpreis bedeutet.

Danke schon mal.

In der Anleitung meiner im Febr. 2019 installierten Webasto Pure steht

Handbuch identifiziert sich so:

Bei einem Freund von mir wurde sie letzte Woche eingebaut und auch da wurde ein FI-A verbaut, da laut Installationsanleitung eine Gleichstromfehlerüberwachung integriert ist.

webasto-charging.com/default/we … ition.html

Hier die aktuellen Infos der Pure Black auf der Homepage und in der Bedienungsanleitung

„Fehlerstromschutzschalter und Leitungsschutzschalter sind installationsseitig vorzusehen“

Wie gesagt… der RCD ist bei den Aktuellen „Pure“ Modellen augenscheinlich entfallen !

Hallo zusammen,

ich bin heute auch auf das Problem gestoßen. Testberichte im Netz und auch verfügbare Installationsanleitungen direkt von Webasto sagen, dass man mit FI TYP-A absichern kann (muss). Das mitgelieferte Handbuch sagt nun aber, dass mit FI TYP-B abgesichert werden muss. Ich habe bei Webasto und dem Verkäufer energielösung angerufen, beide sind verwundert und müssen sich nun erst schlau machen. Ich befürchte, es wurde etwas geändert, so dass nun ein TYP-B zwingend ist. Das würde zT vielleicht auch den Preissturz erklären, den die Pure 22 KW in den letzten Monaten hingelegt hat.

Hat jmd mehr Infos?

Antwort vom Webasto Technischen Kundenservice:

Daher folgen wir grundsätzlich auch bei der Entwicklung und Produktion unserer Wallboxen nicht nur den europäischen Vorgaben, sondern stets den jeweils aktuellsten Normen, wie in diesem Fall der Installationsnorm für Stromversorgungen von Elektrofahrzeugen DIN VDE 0100-722:2019-06.

Diese Norm wurde im Juni 2019 aktualisiert und bringt eine sicherheitsrelevante Änderung bezüglich der Art des vorgeschriebenen Fehlerstromschutzes mit sich. Sie fordert, dass jeder Anschlusspunkt mit einem allstromsensitiven Fehlerstromschutzschalter Typ B abzusichern ist. Alternativ zulässig ist auch die Verwendung eines puls- und wechselstromsensitiven Fehlerstromschutzschalters vom Typ A. Allerdings ist in dieser aktuellen Normenausgabe neu, dass in diesem Falle die zusätzlich notwendige Fehlergleichstromüberwachungseinrichtung (RDC-DD) der Norm IEC 62955 entsprechen muss. AC-Wallboxen mit bisher handelsüblichen Schaltrelais können bestimmte Anforderungen dieser IEC Norm nicht erfüllen.

Da wir aktiv in der Normung mitarbeiten, haben wir bereits vor der offiziellen Veröffentlichung der Norm darauf reagiert und unsere technischen Unterlagen frühzeitig aktualisiert, um auf die entsprechende Installationsvorgabe hinzuweisen.

Webasto fordert deshalb seitdem in der Ihnen vorliegenden Bedienungsanleitung der Webasto Pure dazu auf, bei der Installation der Wallbox eine externe Fehlerstromschutzeinrichtung vom Typ B zu installieren und folgt damit den Anforderungen des neuesten Normenstands, um den höchsten Sicherheitsschutz beim Betrieb der Ladestationen zu gewährleisten. Erforderlich wurde dies, weil das von uns und vielen Marktbegleitern verwendete Schaltorgan (Relais) und damit das integrierte RDC-DD nicht die erhöhten Anforderungen der IEC 62955 (s. oben, gefordert in der genannten DIN VDE 0100-722:2019-06) erfüllen kann.

(Bei der Installation von allen AC-Ladestationen, die vor der oben genannten Normanpassung gekauft wurden, war bis zu jenem Zeitpunkt ein Fehlerstromschutzschalter Typ A ausreichend.)

Wir haben einen solchen FI Schutzschalter RCD Typ B von der Firma Chint gelistet unter der Bestellnummer CET782001 ( UVP 180 EUR zzgl. MWSt). Dieser kann direkt über einen Webasto-Partner geordert werden.

WEBASTO- Servicepartner für Ihren PLZ- Bereich finden Sie direkt unter https://dealerlocator.webasto.com/

Ich lese das nun so - auch wenn es technisch kaum zwingende Gründe geben dürfte und die Lösung mit FI-Typ A ausreichen muss - dass vor allen Wallboxen ein installationsseitiger FI Typ B vorhanden sein muss, um die VDE Vorschrift zu erfüllen. Selbst wenn die Box eine integrierte 6mA Gleichfehlerstrom-Überwachung an Bord hat.
Ich möchte gar nicht wissen, was das haftungsrechtlich beim Versicherungsfall bedeutet.