"Wenn wir das Tempo in der EU um 1 km/h senken, könnten wir jährlich bis zu 2000 Menschen retten"

Neee, Zahlen gibt es keine. Ein reißerische Behauptung, plakativ, ohne jede nachvollziehbare Begründung.

Edit: da steht ja „bis zu“. Es könnten also auch 0 sein.

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Manchen Leuten muss man etwas mehr Händchen halten, als anderen. Aber jeder wie er kann, ich helfe gern. Im Artikel steht:

Eine Studie des Europäischen Verkehrssicherheitsrats (ETSC) stellt fest: Wenn wir das Durchschnittstempo auf allen Straßen in der EU um 1 km/h senken, könnten wir jährlich bis zu 2000 Menschen retten.

Google ETSC, dann auf der Homepage Publications, Unterkategorie Speed, schon ist man da:

https://etsc.eu/reducing-speeding-in-europe-pin-flash-36/

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Eben. Es geht nur darum, die Sache umzudrehen: 30 als Default und 50 oder 60 mit expliziter Ausschilderung. Für die heutigen 30er-Zonen ändert sich nichts, und für die gut ausgebauten, mehrspurigen Ausfallstraßen auch nicht. Alles dazwischen, wo heute theoretisch 50 erlaubt aber oftmals gar nicht möglich oder jedenfalls nicht gefahrlos möglich ist, wäre dann automatisch auch 30.

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  1. ich hatte nicht erwartet, daß der verlinkte SZ Artikel „offen“ ist.
  2. dort steht: "Wenn wir das Durchschnittstempo auf allen Straßen in der EU um 1 km/h senken, könnten wir jährlich bis zu 2000 Menschen retten.
  3. ich bin dann Deinem Link gefolgt und habe den etsc Artikel gelesen. Soweit mein Verständnis reicht, listen sie auf, daß die Durchschnittsgeschwindigkeit aller Straßen seit 2007 gestiegen ist.
  4. Vorher wird 2) mit schönen Bildern postuliert.
  5. ich finde keinerlei Begründung oder Substanz hinter der 2) Behauptung
  6. Nach meinem Wissenstand gehen die Todeszahlen in D seit Jahrzehnten zurück, trotz massiv steigendem Verkehr und trotz 3)

?

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Von welcher Durchschnittsgeschwindigkeit auf französischen Landstraßen geht der Herr denn aus? Eine Sekunde pro km liest sich erstmal harmlos, das geht aber nur mit einer sehr geringen Veränderung des Durchschnittstempos und damit wenigen Passagen, wo die Höchstgeschwindigkeit überhaupt eine Rolle spielt.

Es ist wirklich traurig. Du bist so erschreckend gut darin, alles auszublenden, was Deine persönliche Meinung gefährden könnte. Anders ist es nicht zu erklären, dass Du es nicht schaffst, auf den Link zu klicken, der das mathematische Modell hinter der Aussage im Detail beschreibt.

Zugegebenermaßen ist die Aussage eine extreme Zusammenfassung und Verkürzung, aber das ganze Papier hätte nicht in die Überschrift oder auf einen Aufkleber gepasst. Du solltest nicht so tun, als würdest Du Dich für die Details interessieren, wenn Du die Details aktiv ignorierst, nachdem ich Dich schon mit der Nase darauf gestoßen habe.

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Ich hab bis jetzt auch keine Begründung gelesen. Offensichtlich ist der Threadstarter auch nicht in der Lage, sie selbst wiederzugeben.

Auffällig ist schon, wenn so glatte Zahlen kommen wie 1% und 2000. Die statistische Wahrscheinlichkeit, dass am Ende einer wissenschaftlichen Berechnung zufällig ein glatter Tausender steht, ist sehr gering. Da wurde wahrscheinlich aus Gründen des Populismus großzügig gerundet. Wenn die „Studie“ überhaupt wissenschaftlich erstellt wurde.

Übrigens: Wenn wir zB im Jahr 2018 auf den Straßenverkehr komplett verzichtet hätten, hätten wir bis zu 25.100 Menschenleben retten können. Wie lange soll das noch so weitergehen? Warum nur 2.000 Leben retten, wenn wir 25.100 Leben retten können?

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  1. 1% und 2.000 sind nicht „angeblich“ glatte Werte. Es sind glatte Werte.

  2. Die glatten Werte wurden nicht von mir gebracht, sondern vom Threadstarter in der ÜBERSCHRIFT dieses Threads.

  3. Es liegt damit „kein sachlich falscher Angriff“ meinerseits auf wen auch immer vor, sondern Du verdrehst hier meine Ausführungen.

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Die Werte stehen aber nicht so in dem Paper drin, das ist eine Verkürzung des Artikels in der Süddeutschen. Im Paper stehen andere, nicht so glatte Werte.

Hatte meinen Beitrag aber kurz nach dem Erstellen wieder gelöscht, weil ich das Paper nochmal genauer lesen wollte, bevor ich mich dazu äußere. Hab mich beim ersten Lesen über einige Punkte im Paper vielleicht zu sehr aufgeregt. Wieso es dann plötzlich doch wieder dastand, weiss ich nicht, hab die Seite auf dem Tablet und dem Rechner offen, vielleicht irgendwie falsch auf einem Device geklickt …

Jetzt ist mein Beitrag hoffentlich gelöscht…

Gruß Mathie

In der Studie steht übrigens, dass der Anstieg der gefahrenen Geschwindigkeit durch vermehrte Geschwindigkeitskontrollen kommt, nicht weil die Leute plötzlich schneller fahren würden. Es ist also ein rein statistischer Anstieg, kein realer.

In general, there appears to be an overall increase in speed offences detected throughout the EU, mainly due to the extension of safety camera networks.

Interessant ist auch, dass sich je nach Land 23% bis 59% der Fahrer nicht an Geschwindigkeitslimits halten. Dass das ein so hoher Prozentsatz ist, hätte ich nicht gedacht. Eine Verschärfung wird also nicht wirklich etwas bringen.

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Ja, diese Art der Denke gibt es ja auch gerade in Bezug auf Luxemburg. Die testen fleißig, bringen dadurch die Corona-Dunkelziffer etwas mehr an Tageslicht. Schwups wird man vom Nachbarn zum Risikogebiet erklärt.

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Die Verschärfung, die hier wieder zurückgerollt wurde hat eine Menge gebracht und man konnte das in der Verkehrsüberwachung deutlichst sehen. Ich habe durch persönliche Kontakte in eine große Verkehrsüberwachung ganz gute Aussagen darüber für Oberbayern und das hat sehr gut funktioniert. Sofort nach dem Einstellen der neuen Regelung ging die Durchschnittsgeschwindigkeit wieder hoch.

Neulich gabs auch mal einen Bericht darüber in quer im BR

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Klar. Würde man auf sämtliche Verkehrsverstöße mindestens 5 Jahre Freiheitsstrafe androhen, ließe sich sicher noch mehr Disziplin erreichen. Ob wir in so einem Staat wirklich leben wollen?

In einem südlichen Nachbarland sind dem Vernehmen nach schon Polizeibeamte verurteilt worden, weil sie bei der Verfolgung von Räubern die zulässige Geschwindigkeit überschritten hatten…

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Hat die Verschärfung wirklich etwas gebracht oder hat man bei quer nur vergessen den Corona-Effekt raus zu rechnen? Wenn weniger Autos (und in Bayern haben wir beim Verkehr immer noch nicht das Vor-Corona-Niveau erreicht) unterwegs sind, dann gibt es logischer Weise auch weniger Verstöße gegen Verkehrsregeln.

Es geht hier vor allem um die Geschwindigkeit innerorts. Und da ist das Problem, dass Du das Risiko eingehst und andere sterben.

Aber solche Beiträge haben doch einen Sinn: Wo ich bisher noch am überlegen war, ob das wirklich so eine gute Idee ist, bin ich jetzt überzeugt. Denn die Diskussionen zeigen vor allem, dass gerade die vehementen Gegner von Tempolimits, die gerne mit Augenmass und Abwägung argumentieren, nicht den Hauch einer Idee von den tatsächlichen Risiken haben und somit weit davon entfernt sind, so eine Abwägung im Verkehr durchzuführen.

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So ist es sehr häufig in Österreich.
Wenn man dort durch die Orte fährt, gilt flächendeckend 30, mit Ausnahme der Durchfahrtsstraße.
Würde bei uns auch gut funktionieren und ist ja in vielen Fällen, zumindest hier bei uns, schon umgesetzt. In welchem reinen Wohnviertel darf man heutzutage noch 50 fahren? Das sind hier alles 30er Zonen, was ich sehr begrüße.

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Ich bin mir ja nicht sicher, wann Du das letzte mal eine beliebte Strecke in der Schweiz gefahren bist, aber auf der Bahn von Zürich nach Bern bin ich regelmäßig von irgendwelchen dicken Sportwagen oder Suffs weggeblnkt worden.
Die wissen alle wo die Blitzer stehen und fahren dazwischen 160…
Sobald man von der Hauptroute runter ist, stimme ich Dir zu.

Die Gefahr geht nicht von der Geschwindigkeit aus, sondern von Menschen die sich darüber hinweg setzen oder unaufmerksam sind.
Das konnte ich mit fast tötlichem Ausgang erst kurz vor meinem Urlaub selber erleben.
Die Diskussionen sind überflüssig, solange es keine fahrzeugbedingte Limitierung gibt.

Es gibt Abstandshaltevorrichtungen für LKW.
Warum verbietet man das Fahren ohne diese Einrichtungen nicht?
Warum können diese, wenn schon vorhanden, immer noch von Hand deaktiviert werden?
Gerade LKW fahren durch Übermüdung oder Ablenkung sehr oft anderen Fahrzeugen oder Stauenden hinten drauf.

Ich hätte auch nichts gegen ein funktionierendes Alkoholtestgerät vor Abfahrt oder einem funktionierenden Tempobegrenzer in Zone 30 und Ortschaft.

Die Geschwindigkeitsbegrenzungen in Deutschland sind schon gut und intelligent gesetzt.

Könnte man alles machen, aber das ist anscheinend nicht gewollt.

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Kann ich voll zustimmen. Genauso wie den Abstandstempomaten im Tesla, meiner fährt nur auf Stufe 6/7 einen Abstand von „halber Tacho“ auf der AB. Wieso werden die Stufen darunter nicht einfach wegprogrammiert?

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:smile: Ich habe auch meisten 5-7 drin.
Andere nennen das dann wohl „Schisser-Mode“ :rofl:.