Streng genommen ist es eine unnötige Fahrt und damit schon mal ein unnötiges Risiko. Dazu kommt das sicher keine Pausen gemacht werden (Pause != nicht fahren aber im fahrenden Auto sitzen) und die Fahrer nicht ausgeruht sind. Also ist es ein unnötiges und vorsätzlich erhöhtes Risiko für sich und Andere. Das ist Fakt und steht außer Zweifel.
Allerdings sind unter Garantie eher die wenigsten alle zwei Stunden auf einem Parkplatz zum Beine vertreten, viele nicht überwachte PKW Fahrer überschreiten das was bei LKW Lenk- und Ruhezeiten wären, die LKWs auch und was ich so an Handys am Ohr jeden Tag sehe deutet auch nicht darauf hin das diesen Risiken besondere Aufmerksamkeit gewidmet würde.
Also statt einem LKW mit Pornoheft auf dem Armaturenbrett und nur einer Hand am Steuer oder der Mutter mit zwei plärrenden Göhren im Auto, Fluppe im Mund und Handy am Ohr begegne ich noch lieber dem Weltrekordversuchs-Tesla im Straßenverkehr.
Warum nicht? Warum kann man in einem fahrenden Auto nicht ruhen? Und was denkst du, passiert am Supercharger? Spätestens da hast du „echte“ Pausen zum Beine vertreten.
Sie schlafen z.T. auf der Rückbank.
Wie du aus meiner Antwort entnehmen kannst, halte ich das weder für einen Fakt noch steht es ausser Zweifel.
Jede Autofahrt, die vermeidbar ist ( z.B. Durch Bahnfahrt) ist ein vermeidbares und erhöhtes Risiko, wenn man es genau nimmt.
Ob es unnötig ist, das ist viel schwerer zu entscheiden ( für das Erreichen des Ziels hier ist es in jedem Fall nötig).
Leto ich verstehe was du meinst und stimme dir im Prinzip auch zu: Das Risiko ist da, aber eben bei vielen anderen Dingen im Leben auch : Keine Panik, unser ganzes Leben ist ein einziges Risiko.
Fakten haben die Eigenschaft sich nicht diskutieren zu lassen Wir brauchen doch sicher nicht diskutieren wie anstrengend es ist 48 Stunden in einem Auto zuzubringen. Ich muss auch nicht fliegen wenn ich auf der Langstrecke im Flugzeug sitze, würde mein Bett aber in der Nacht vorziehen. Ich habe ja Verständnis für die Aktion aber nicht dafür das diskutieren zu wollen…
Um der Diskussion mal einen Schuss real-life zu geben:
Gestern Abend gegen 23 Uhr haben wir Fahrzeug und Fahrer zu dritt in HH-Harburg beim SuC Hotel Lindner empfangen.
Fahrer und Beifahrer waren wach, der dritte Mann schlief auf der Rücksitzbank (und zwar so fest, dass er zuerst nichts mitbekommen hat).
Und genauso soll (und muss) es laufen: 2 sind wach, einer schläft, das Ganze im Rotationsverfahren. Mit dieser Konstellation lässt sich so eine Weltrekordfahrt ordentlich und mit vergleichsweise wenig Risiko absolvieren. Die erwähnten Gegenbeispiele (LKW Fahrer und genervte Mama) sind sicherlich riskanter.
Und ansonsten stimme ich Measureman zu (auch wenn es ein wenig skurril/boshaft klingt): Das Leben an sich ist gefährlich und endet zumeist mit dem Tod.
Bitte diesen Spruch nicht dahin interpretieren, dass ich Verletzung oder Tod unbeteiligter Dritter billigend in Kauf nehme. Dies wäre absolut inakzeptabel und dieses Risiko muss bei der Planung solcher Fahrten immer Berücksichtigung finden und zweifelsohne hat es Priorität gegenüber dem Fahrtziel.
Wo stünde denn auf der Risikoskala der top ausgeruhte Vertreter ohne Handy, Pornoheft, plärrende Kinder mit dem 2.0 TDI mit 220 auf der rechten Spur in Relation zum Weltrekord-Tesla auf der mittleren Spur mit 120km/h?
So, ich leg jetzt mal das Notebook beiseite, da hinten kommt meine Autobahnausfahrt, außerdem muss ich mal die Zigarette ausdrücken und das Telefonat beenden.