Welches Model S als Familienauto?

Für mich ist das Model S nur bedingt familientauglich da die hinteren Plätze schon ein paar Probleme bei großen Passagieren haben. (Kleine) Kinder passen wunderbar.

Die Füße passen nicht richtig unter die Vordersitze, man sitzt sehr tief und die Auflage ist recht kurz. Da ist der X schon um Längen besser.

Auch 3 „gestandene Mannsbilder“ (Ü100 Klasse) auf der Rückbank sehen eher putzig aus.

Stauraum hat auch mein Facelft mehr als genug um zu 5 in den Urlaub zu fahren.

Einerseits gebe ich Dir recht. Die Rückbank im Model S ist nur für relativ kleine Passagiere optimal, wobei ich kaum eine normale Limousine kenne, die mehr Fußraum bieten würde. Andererseits habe ich mit meinen 1,97 auch schon entspannte Reisetage auf der Rücksitzbank zugebracht. Wenn der mittlere Sitz frei bleibt, kann man sich schon ganz gemütlich reinflätzen…

Danke nochmals für die Antworten. Gibt es eine Übersicht, welche Modelle / Generationen mit welchen Features ausgestattet sind? Ich frage mich z.B. ob dir Einparkhilfe auch bei den alten Modellen verfügbar ist.

Jedes Modell mit AP1 hat auch die Einparkhilfe.
AP1 = Autopilot, erste Generation. Das ging 2015 los. Gebaut wurden die ersten ungefähr September 2014, zunächst für den amerikanischen Markt. Ein 2014er Modell mit AP1 ist sehr selten.
LGH

Danke, das ist eine wichtige Info! Werde also ab 2015 bis 2016 suche, da ab da ja der Facelift war. Schränkt die sowieso schon geringe Auswahl natürlich ein, wir haben es aber ja auch nicht eilig. In den NL scheint das Angebot deutlich besser zu sein, ist leider nur von berlin aus ein ganzes Stück. :frowning:

Die Hecktriebler haben die Heckkamera und die Parksensoren, zumindest die mit Techpaket. Mit höherer Laufleistung gibs die auch schonmal für 40 k€. Mit Fernbedienung kann man die natürlich noch nicht ein-/ausparken.
Wir sind mit der Familie häufiger mit dem S 85 unterwegs.

Gut, Fernbedienung brauche ich nicht unbedingt, das wäre dann AP2, richtig? Ich denke ohnehin, dass das Versprechen des autonomen Fahrens (in welcher Form auch immer) in DE noch so weit weg ist, dass man deshalb nicht den AP2 bevorzugen sollte.

Wir haben unsern S85 pre-Facelift gerade aus Belgien nach Berlin geholt: S85 08/15 CPO aus Belgien

Spannend! Was habt ihr denn bezahlt? Und welche Zusatzkosten für Kennzeichen etc. hattet ihr?

Zusatzkosten:
Anreise nach eigenem Gusto, wir sind geflogen, weil das leider unglaublich viel billiger war als Zug & Übernachtung (wir haben den Flug CO2 kompensiert) - Kindersitze haben wir mitgenommen im Flieger
Belgisches Exportkennzeichen inkl. europäischer Haftpflichtversicherung: 245eur
Deutsche Vollkasko ausschließlich für die Überführung, HU-Vorführung und die Einstellung der Scheinwerfer im SeC: 0eur
Tesla-SeC Scheinwerfer passend einstellen lassen: 0eur
Hauptuntersuchung in Deutschland (braucht man bei älter >3 Jahre): 77eur
Zulassungsagentur (Dienstleistung, Kennzeichen, Gebühren bei den Behörden): 105eur (in Berlin will man sich da echt nicht selber drum kümmern müssen)
Strom: 0eur (free SuC)

Nein, Summon können auch AP1 Autos, ist aber mehr ein Gimmick, da man schon sehr nah am Auto sein muss, dass es funktioniert.

AP1 funktioniert stabil, hat so gut wie keine Phantombremsungen, kann Schilder lesen, wird aber nicht mehr viel Funktionalität dazubekommen.

Wir sind einen 5 Köpfige Familie, Kinder sind 1 (Maxi Kosi) / 3 (Römer Sitz) / 5 Jahre (Sitzschale).

Haben letztens unser S75D vollbepackt und sind damit zum 100km entfernten Flughafen gefahren mit Gepäck für 2 Wochen Urlaub.

Großer Zwilling Kinderwagen weil 2 Kleinkinder
2x großer Koffer und 3x Handgepäck Koffer.
Es war noch richtig viel Platz im Kofferraum, den Frunk nutze ich für Ladekabel und das Fach im Kofferraum da liegen Stative für Kameras drinne.

Also würde jetzt mal behaupten bis auf das einsteigen und Anschnallen der Kinder (da Auto sehr tief ist) halte ich das Model S für ein wenn nicht das Familientauglichste Fahrzeug im Limousinen Formfaktor. Klar ist ein X besser, aber verbraucht mehr.

Die Rücksitzbank ist mit 40/38/40 (selber gemessen) gut auf 3 Kindersitze ausgelegt, das hat man meines wissens nach so in kaum einen anderen Auto

Danke nochmals für die Antworten! Ich arbeite gerade an einem kleinen „Wunschzettel“, was der gebrauchte haben soll. Dabei bin ich über eine grundsätzliche Frage gestolpert: AP1 vs AP2. Nach meinem Verständnis geht es unterm Strich beim AP2 aktuell mehr um das zusätzliche Potential, wie z.B. Ampel-Erkennung oder Nutzung des AP innerorts. Was ich mich nun Frage: Was davon ist aktuell vom Gesetzgeber in Deutschland nicht erlaubt? Das vollautonome Fahren würde ja noch ein paar Jahre auf sich warten lassen, oder? Lohnt es sich aktuell euerer Meinung nach deutlich mehr für einen Gebrauchten mit AP2 zu zahlen oder rechtfertigt der (größtenteils lediglich potentielle) Mehrwert das nicht?

Ich würde mir derzeit mehr Gedanken um den Akku machen als um AP1/2.
Beim 85er sinkt der Family-Acceptance-Faktor gerade rapide ab

Naja, das Thema wird von ein paar Leuten hochgespielt. Meiner ist bei der Reichweite gar nicht betroffen und beim Laden dauert es vielleicht 1-2 Minuten länger. Kannst Du also ignorieren.

Der AP1 ist wie die Systeme die auch die deutschen Hersteller haben mit Stand von Anfang 2015. Auf der Autobahn funktionieren sie wunderbar - woanders eingeschränkt. Mit ein bisschen nachhelfen mit dem Gasfuß fahr ich da echt gerne mit und es ist total entspannt.

Der AP2 ist die Tesla Eigenentwicklung - sie wird stetig weiter entwickelt. Da sind Supercomputer im Auto verbaut - und die Fahrdaten werden von Tesla gesammelt und mit Hilfe künstlicher Intelligenz trainiert.
Der AP2 konnte die letzten Jahre weniger als der AP1 - inzwischen liegt er aber schon deutlich vorn (auch durch Online Updates) - insbesondere bei komplizierten Verkehrssituationen und bei der Unfallvermeidung.

Hmmm… gibt es denn da irgendwo eine Übersicht, wie sich AP1 vs AP2 aktuell unterscheiden?

en.wikipedia.org/wiki/Tesla_Autopilot#Summary

Ganz so trivial würde ich das nicht sehen. Auch wenn ich mit der Reduzierung gut klarkomme.
Mit der richtigen Strategie sind es vielleicht 5 bis 10 Minuten pro Ladestop auf Langstrecke. Was sich aber Aufgrund der mehr notwendigen Stops auf mindestens 30 Minuten auf einer Fahrt von ca. 1000km in den Süden aufsummieren sollte. Ein nicht so versierter Fahrer macht da auch mal locker 1 bis 2 Stunden mehr drauf.
So oder so schon ein erhebliches Risiko für die Familienakzeptanz.
Wenn dann noch die Akku Reduktion hinzukommt, das sollte man beim Kauf auf jeden Fall checken, ist der Gau schnell da.
Dennoch glaube/hoffe ich das Tesla das in den Griff bekommt.
Beim Kauf wäre ich im Moment bei den betroffenen Akkus vorsichtig. Kaufen würde ich sie dennoch, aber ich bin auch im Thema

Generell ist der Unterschied zwischen AP1 und AP2 natürlich, dass der AP2 eben weiterentwickelt wird.

Spielereien für den AP2 gibt es halt mehr mit Sentry Mode und Dashcam. Das funktioniert aber nur zuverlässig mit der MCU2. Die MCU ist der Computer, der hinter dem ganz großen Screen in der Mitte steckt. Hat aber mit dem Autopiloten nix zu tun. Verwirrend? Schon ein bisschen, am besten mal einlesen :wink:

„Hochgespielt“ finde ich den falschen Ausdruck und ob ignorieren so ein guter Rat ist, bin ich mir nicht sicher. Mich betrifft es auch nicht, aber ich habe volles Verständnis dafür, dass die Leute, die betroffen sind, mächtig sauer sind und sich fragen, was das soll und wie es weiter geht. Tesla kommuniziert ja auch nicht offen über das was und warum, d.h., keiner weiß, ob die Einschränkungen morgen wieder weg sind, oder ob Du und ich zum Beispiel mit dem nächsten Update auch betroffen sein werden. Wenn man hier faire Kaufberatung für Gebrauchte machen will, dann ist das definitiv ein Thema, das auf die Agenda gehört!