ich brauche mal die Einschätzung von euch Physikern und Akku-Experten Bei mir habe ich meinem Model 3 einen Lithium Akku verbaut, der laut Tesla möglichst nie voll geladen werden soll. Zudem habe ich gehört, dass Akkus umso mehr in Mitleidenschaft gezogen werden je schneller sie aufgeladen werden.
Also folgendes ist die Ausgangsfakten (sofern ich nicht falsch liege)
Je leerer der Akku, umso länger hält er
Je langsamer er lädt, umso schonender ist es
Nun sagen wir, der Akku ist aktuell um 0:00 Uhr auf 50% geladen und ich möchte, dass der Akku um 8 Uhr morgens zur Abfahrt 90% hat. Welche der folgenden Varianten sorgt für eine längere Lebensdauer des Akkus?
Ladevorgang um ca. 6 Uhr starten, den Akku mit 16A vollballern, sodass er bis 8 Uhr die 90% drin hat. Vorteil: Er hat die ganze Nacht über nur die halbe Ladung, schont den Akku. Nachteil: Ich lade mit 16A so schnell wie es meine Wallbox hergibt.
Den Ladevorgang um 2 Uhr starten mit nur 5A, sodass er bis 8 Uhr die 90% drin hat. Vorteil: Er lädt langsam und schont damit den Akku. Nachteil: Er hat für einen längeren Zeitraum eine höhere Ladung drin.
Ich weiß, dass beim langsamen Laden auch mehr Verlust ist, die Stromladung also mehr kostet. Darum geht es mir allerdings nicht. Was denkt ihr? Welche Variante ist für den Akku langfristig (in Jahren) schonender und sorgt dafür, dass er länger hält? Oder evtl. macht es keinen Unterschied?
Bin zwar kein Experte, aber was man hier immer wieder mitbekommt ist das es vollkommen egal ist ob 16A oder 5A (Verlust mal außen vor).
Ist beides langsames/schonendes laden
„Schlecht“ sind die Ladungen was man am Schnelllader macht = alles über 100KW.
Das stimmt so nicht. Der Akku kann bei einem SoC (State of Charge) unter 20% ebenfalls Schaden nehmen. Natürlich nicht plötzlich und gravierend, aber wer das regelmäßig macht, wird weniger Spaß mit seinem Akku haben, da die Spannung der Zellen in diesem Bereich extrem fällt.
Der ideale SoC, vor allem zum Lagern einer Batterie, liegt bei 50%.
Langsames Laden schont tatsächlich den Akku, allerdings muss man daraus auch keine Rocket Science machen. Beim Fahren des Autos hat man ja auch ständig ändernde und meistens größere Leistungen, solange man nicht mehr als 11 kW lädt.
Mein Tipp: Lade wann auch immer du willst mit maximal 11 kW (außer auf Langstrecken, dann DC), solange du immer zwischen 20-80% bleibst.
Am wohlsten fühlt sich der Akku bei um die 50% SOC und beim Laden bis 1C, also 75KW beim LR. Ob der mit 2 oder 11 KW geladen wird ist vollkommen egal. Das ist gar nichts.
Der Akku gibt auch nicht nach wenigen Jahren den Geist auf wenn er nur am SuC geladen wird.
Lade wie des dir Spaß macht, das Auto ist für dich da, nicht du für das Auto.
ich würde das Laden nachts mit 11kw starten, so dass er die 90% hat wenn du los willst.
Akku heizt sich beim Laden etwas auf → Diesen Vorteil nimmst du direkt mit bei der abfahrt und sicherst dir reduzierten Verbrauch
Akku steht kurz auf >80% (wie du schon geschrieben hast ist das schonender)
Laden mit 11kw ist langsames Laden, mit 5A holst du dir nur mehr Ladeverluste, das macht IMO nur bei PV Überschussladungen Sinn oder wenn das Netz eben nicht mehr hergibt.
Noch anzumerken: Brauchst du wirklich die 90% jeden Tag? Wenn du ihn eh nicht unter 30% fährst würde ich 80% - >20% vorziehen.
Besonders schnelles Laden, besonders langes Laden, besonders tief entladen, voll laden und stehen lassen (besonder bei hoher Lufttemperatur) verkürzt die Lebensdauer.
Ladeleistung von 11 kW ist für einen großen Akku langsames Laden. Noch weniger Ladeleistung ist also kontraproduktiv. Von Deinen Varianten ist also #1 besser.
Ansonsten kann ich mich den Vorrednern nur anschließen, insbesondere ist
Nach langem lesen und hinterfragen, habe ich für mich folgende Ladestrategie für meine Panasonic 2170-Zellen mit NCA-Chemie festgelegt.
Laden immer auf 60%
Wenn Tesla zuhause, immer an der Wallbox angeschlossen (Batterienstand meistens zwischen 40% -60%)
Bei grösseren Trips lade ich auf 80% und benutze während der Reise die EnBW/Super Charger/Swisscharge.
Tesla Anleitung 2021.12.25 Europe:
Nach der Fahrt
Lassen Sie Model 3 am Stromnetz angeschlossen, wenn Sie nicht fahren. Auf diese Weise wird anstelle der Batterie das Ladesystem selbst genutzt, um die Batterie warm zu halten (siehe Informationen zur Batterie).
Seite: 95
Über die Batterie
Model 3 verfügt über eines der höchstentwickelten Batteriesysteme der Welt. LASSEN SIE DAS FAHRZEUG BEI NICHTBETRIEB STETS ANGESCHLOSSEN, um die Batterie zu schonen. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie das Model 3 über einen längeren Zeitraum nicht in Betrieb nehmen möchten. Beim Anschluss führt Model 3 nach Bedarf automatisch eine Erhaltungsladung durch, um den Ladezustand aufrechtzuerhalten und die Lebensdauer der Batterie zu maximieren.
Ich mache es genauso wie Du (40-60% im Regelbetrieb, immer anstecken). Vor einer längeren Fahrt nutze ich die „Abfahrtszeitpunkt“ Funktion, lade dann allerdings auf 100%.
Unterwegs auf längerer Fahrt steuere ich die SuC mit 5-10% an und fahre spätestens mit 60-70% wieder ab.
Nach knapp 4 Jahren und 60k km mit meinem M3LR von Anfang 2019 habe ich ca. 4-5% Degradation.
Wenn doch Schnellladen so schädlich ist, warum gibt’s dann SuC usw. mit mehr als 75KW?
Und warum wird die Ladung nicht bei max 70% begrenzt?
Ich habe eine Flatrate für EnBW Charger und lade immer an einem 75KW Lader von unterhalb 30% bis ca. 80-90%
Meine Wallbox in der Garage nutze ich nie, da müsste ich den Strom bezahlen.
Es gibt einige, die aus dem Laden eine Wissenschaft machen…
Generelle Regeln:
Extreme SOCs über längere Zeit meiden.
AC-Laden DC vorziehen - hier macht allein die Laderate einen Unterschied.
Nicht vergessen, dass beim Fahren auch entladen und geladen wird.
Akkus altern bei geringen Temperaturen langsamer als bei hohen
Das heißt:
Ob du mit 11kW/16A oder 4kW lädst ist völlig unerheblich. Bei letzterem verschwendest du halt viel Energie weil ja der Rest des Autos in der Zeit nicht einschlafen kann.
Wenn du das Auto längere Zeit abstellen musst: Anstecken, Ladelimit auf 50% und vor Verwendung hoch.
Im Alltag kann man sich mit 20%-80% bewegen - für Langstrecken kann man auch locker mal auf 100% aufladen.
Einen größeren Einfluss hat „dynamisches Fahren“ mit hohen Strömen. Das sind keine rohen Eier, mit denen man herumfährt und die Akkus können einiges ab. Das BMS passt auf, dass nix passiert.
Man kann sich selbst natürlich das Leben schwer machen und selbst auf Langstrecken nicht über 80% laden und NIE unter 15-20% fallen lassen. Die Konsequenzen sollte man aber auch bedenken: Dann fährt man an nen HPC oder Supercharger und ballert sich dafür öfters den Akku mit 2-3C Laderate voll…
Meine These , DC laden ist das beste , weil geht direkt in den Akku und muss nicht von AC in DC umgewandelt werden.Alles was unter einer Ladeleistung von 1C (Akkukapa) ist , also beim M3LR grobe 80KW , kann nichts ausmachen und ist keinesfalls schädlich weil in diesem Leistungsspektrum wird auch rekuperiert. AC Laden beansprucht jedesmal den Wechselrichter , 11kw ist nur Akku-kitzeln, hat mit schonend nix zu tun.
Weil man eben auch mal nicht so lange auf einen „vollen“ Akku warten will oder kann und möglichst weit kommen will…, mit dem Resultat, dass das physikalisch auf Dauer eben nicht die schonenste Art darstellt, einen Akku zu laden.
Es ist geringfügig schädlicher als nur mit 11kW oder ähnlichen Ladeleistungen zu laden. Am schädlichsten ist Tiefentladung und längere Zeit mit 100% Ladestand stehen lassen. Unterwegs nimmt man hohe Ladeleistungen „in Kauf“, weil man nicht ewig an der Ladestation herumstehen will.
Für den Akku ist es völlig irrelevant, ob aussen AC oder DC angesteckt wird. Im ersten Fall wird die Gleichrichtung im Auto und im zweiten Fall ausserhalb des Autos erledigt. In den Akku kommt nur Gleichstrom rein und von der Höhe des (Zell-) Stromes ist es (u.a.) abhängig, welche Belastung das Laden für den Akku darstellt.
Diesen Teil hat ja @bero schon sehr kompetent widerlegt.
K steht im SI-System für Kelvin, bestimmt meinst du k, welches für kilo- oder 1000x steht.
Je nach Randbedingungen kann eine hohe Ladeleistung sehr wohl schaden. Das hängt im Wesentlichen mit der Wirksamkeit der Kühlung zusammen.
Sie ist auch nicht mit einer Rekuperation mit ähnlicher Leistung zu vergleichen, da diese ja immer nur kurz auftritt.
Für AC Laden brauchen wir einen Gleichrichter, keinen Wechselrichter.
Das k für kilo ist hier besser gelungen, dafür stimmt das w für Watt nicht. Groß/Kleinschreibung ist bei Einheiten sehr relevant.
Das Ganze ist ein komplexes Thema. Siehe dazu auch das oft zitierte lange Video von Professor Dahn. Einerseits ist ein trickle charge (und das sind 11 kW bei einem Akku der Größenordnung 100 kWh schon fast) sehr schonend für manche Aspekte der Akkuchemie, andererseits werden eben, wie auch von Jeff Dahn erklärt, parasitäre Effekte relevant.
Und, wie gesagt, komplexes Thema: Heute habe ich aus Michael Scharnbergs Video dazu gelernt, dass Supercharging gerade wegen der eigentlich schädlichen Hitze auch seine guten Seiten haben kann, weil durch die Hitze Feuchtigkeit wegtrocknet, die die Elektronik beschädigen kann.
Und vor kurzem habe ich gelernt, dass Akkus erheblich länger leben können, wenn man das Schnelladen kurz unterbricht. Ein weites Feld, fürwahr.