Welche Batterietechnologie steckt im M3 Long Range und Performance

Hi,
ich überlege mir ein Model3 zu kaufen, bin aber etwas unsicher bezüglich der Akkutechnik. Ich habe gehört, dass in einigen ausgelieferten Fahrzeugen nun eine LFP Batterie ist anstatt der altbewährten Lithium-Batterien. Allerdings habe ich einige schlechte Sachen über die LFP Batterien gehört (hohe Vampirverluste, schlechte Ladekurven bei niedrigen Temperaturen, im Allgemeinen eine niedrigere Effizienz beim Laden, da Batterien mehr vorgeheizt werden müssen, etc).

Ich würde mich freuen, wenn ich Erfahrungsberichte und fundierte Meinungen bekommen könnte, um einzuschätzen ob die LFP Batterien wirklich so viele Nachteile haben. Ein Vorteil von denen ist ja die Langlebigkeit, allerdings frage ich mich, ob 2.000.000 km Haltbarkeit wirklich notwendig sind und ein spürbarer Vorteil sind.

Bezüglich neuen Teslas (long range und performance): mit welchen Batterietypen werden diese ausgeliefert und gibt es eine Möglichkeit bei Teslas, die man direkt über die Website kaufen kann, rauszufinden, was drinnen steckt (z.B. durch anrufen bei Tesla, oder Email)?

Vielen Dank schon mal für die Antworten!

Longrange + Performance sind bislang nie LFP batterien.
LFP → Standardrange

Man kann das vorher nicht herausfinden, ggf. kann man es nach Bestellung beim Delivery Advisor erfragen, wirklich aufschlußreich ist das nur bedingt.

1 „Gefällt mir“

Eine Zusammenfassung findest du hier:

Ansonsten findest du mit etwas Eigeninitiative unterschiedlichste Meinung und Berichte in diversen Threads über die Forensuche, hier jetzt alles aufzulisten ist mMn nur begrenzt möglich/sinnvoll.

2 „Gefällt mir“

LFP ist deutlich besser, als das was oft irgendwo geschrieben wird.

Im LR und Performance sind die aber nicht vorgesehen.
Schon auf dem Battery Day wurden die LFP für Standard Range angekündigt.

Einfach nicht von irgendwelchen dummen Sprüchen im Internet verrückt machen lassen.

So lange man die Autos nach 6-12 Monaten zum Kaufpreis (nach Förderung ± ein paar Tausender) wieder verkaufen kann, gibt es, meiner Meinung nach, ohnehin kein Risiko für irgendwas.

Wie nett. So nach der Art :" Und nach mir die Sintflut"
So wie du es beschreibst, klingt es genau gegen LFP.

1 „Gefällt mir“

So habe ich das sicher nicht gemeint.

Selbst wenn einem das Auto nicht gefallen würde, kann man es einfach, ungefähr zum effektiven Kaufspreis, wieder verkaufen.

Daher gibt es annäherd kein finanzielles Risiko und man kann quasi 6 Monate Probefahren.

Warum soll man sich da um irgenwelche Schwächen, die ein Akku eventuell haben könnte, viel Gedanken machen.

Ich habe das Model S als CPO auch gekauft, ohne lange rum zu suchen.
Mit Garantie und wenig, oder keinem Wertverlust ist einfach das Risiko zu gering, um sich viel Sorgen zu machen, auch wenn der Kaufpreis erst man sehr hoch sein kann.

2 „Gefällt mir“

Wir haben auch vor ein paar Tagen ein MIC Model 3 LR aus den kurzfristig verfügbaren Fahrzeugen bestellt. Vorher habe ich mich ehrlich gesagt mit den verschiedenen Model 3 Akkuvarianten nur sehr oberflächlich befasst.

Wenn ich das richtig verstanden habe, hat der LG 75 kWh Akku der in Q3/2021 ausgelieferten MIC Model 3 und Y zwei Nachteile:

  • Etwas geringere Kapazität gegenüber den 82 kWh Panasonic Akkus der US-Modelle und damit ca. 5% niedrigere Reichweite (580 km statt 614 km WLTP).
  • Leicht reduzierte Ladekurve insbesondere beim Start (max. 210 kW statt 250 kW) und damit eine um ca. 20 % längere Ladezeit am Supercharger.

Mit den beiden Punkten können wir bei der von uns geplanten Nutzung (mehr Kurz- als Langstrecke, Supercharger-Nutzung nur bei Urlaubsfahrten) meiner Ansicht nach gut leben.

Dem gegenüber stehen drei Vorteile:

  • 2.000 € Preisvorteil
  • Kurzfristig verfügbar
  • Im Durchschnitt hohe Fertigungsqualität der MIC-Modelle

Habe ich bei meiner Pro/Contra-Liste einen wichtigen Punkt übersehen?

Da wurde bei der Einführung der LFP-Akkus leider viel Mist geschrieben, der jetzt noch im Netz rumgeistert (dank so überdrehten und panikmachenden Videos wie bspw. von Carmaniac). Das einzige Problem bei der Einführung war, dass Tesla das BMS (Battery Management System) noch nicht im Griff hatte und das falsche Werte lieferte, wodurch dann alle anderen Probleme auftraten. Das war natürlich in der Tat nicht gut, aber wurde dann behoben.

Hohe Vampirverluste gab es nie, es gab nur falsche Ladestandsanzeigen, aber die Energie war nie wirklich weg. Die Probleme hat Tesla mit einem Software-Update im Februar gelöst, seitdem laufen die LFP-Akkus unauffällig und laden sogar schneller als ihre NCA-SR+ Brüder aus den USA, 10-80% gehen in 23 Minuten an SuC V3 - weitere Infos findet man dazu bei Bedarf im LFP-Thread hier im Forum.

Zum Thema Langlebigkeit: 2 Mio. Km heißt eben auch, dass bereits am Anfang des Akkulebens weniger Degradation stattfindet. NCA/NMC-Akkus verlieren gleich zu Beginn 3-5% an Kapazität, was sich dann stabilisiert. Aber nach einigen 10k km geht die Degradation schon in Richtung 10% was man dann schon merkt - ein LFP-Akku ist da eher noch im neuwertigen Bereich. Nach 11k km im SR+ habe ich bisher noch 0% Degradation - das kenne ich so von unserem Model S mit NCA-Akku nicht, da setzte sie deutlich früher ein.

Aber da es LFP in LR/P-Fahrzeugen gar nicht gibt, geht es dir vermutlich um den LG Akku im Vergleich zum Panasonic Akku, dessen Vor- und Nachteile hat @Thorsten ja nun schon erläutert.

Ich habe vor ein paar Wochen ein Model 3 Long Range bestellt und wurde gestern benachrichtigt, dass Fahrzeuge mit meiner Konfiguration (aber mit 580 km) verfügbar sind. Ich habe bei Tesla Zürich angerufen und es scheint, dass die Fahrzeuge mit 580km Reichweite und die, die im Dezember ausgeliefert werden (614km), alle LFP-Batterien haben werden. Hat jemand eine Ahnung davon? und gibt es bereits Erfahrungen mit einer LFP-Batterie im Model 3 Long Range?

Nach allem was ich bisher gelesen habe, kommt der LFP Akku nur im SR+.

Long Range soll NiMn bleiben

1 „Gefällt mir“

Ich erhalte da auch widersrpüchliche Aussagen diesbezgl.

Einem Verkäufer hat auch auf meine zweite Nachfrage und dem Verweis nach hier geantwortet: „Alle MIC mit LFP“. Also auch LR.

Ein anderer am Telefon hatte auf die Frage nur abstruse Vermutungen und schwankte in dem Telefonat zwischen den Möglichkeiten.

Der Mitarbeiter an der Hotline sind wohl deutlich schlechter informiert, als wir hier im Forum.

Ich gehe aber davon aus, dass die Planung mit LFP für Standard Range und NiMn für Long Range nicht so schnell geändert wird.

Änderungen kann es geben, wenn die neueren Akkus, wie 4680 oder die Natrium Akkus, die angeblich auch an Tesla gehen sollen, in die Serie gehen.

Das ist aber noch Zukunftsmusik und aktuell nicht relevant.

Performance und LR wird es nie als LFP geben, da der Akku bei der Kapazität viel zu groß und damit zu schwer sein wird.

Und sie Mitarbeiter von Tesla sind nicht unbedingt die die man fragen sollte

Beim LR wäre ich mir nicht so sicher. BYD hat nicht aus Jux und Dollerei die LFP „Blade Battery“ erdacht: „Prismatische“ Zellen, fast so breit wie der ganze Pack, Höhe so hoch wie der ganze Pack. Diese von hinten nach vorn außen abwechselnd links und rechts mit der Nachbarzelle verbunden, und direkt aneinander anliegend bis ganz vorn. Wird zwar wesentlich schwerer als die bisherigen Rundzellen NCA und NMC Batterien, aber mit derselben Kapazität wegen dem aufs absolute Minimum reduzierten nichtaktiven Material in der LFP Blade Batterie.
Doch hat BYD letzte Woche das Gerücht dementiert, dass deren Blade Batterie demnächst bei Tesla zum Einsatz kommen soll. Abwarten und Tee trinken…

Das Problem wird halt sein, dass der Bahrain vorgegeben ist und die Batterie bei gleicher Kapazität deutlich schwerer sein wird. Heist die Zuladung würde noch weiter sinken oder sie erhöhen das Gesamtgewicht. In wieweit das geht ist zu klären. Mal eben 100-200 kg mehr Leermasse geht auch auf die ganzen Komponenten.

1 „Gefällt mir“

Kurze Frage: im aktuellen 614 km long range Model 3 ist noch immer die NMC-Technologie drin oder ist das ab sofort alles lfp?

In Long Range und Performance sind weiterhin NCA/NMC-Zellen verbaut (je nach Zulieferer) und kein LFP, weil letzteres aufgrund des größeren Volumens mit der benötigten Kapazität aktuell gar nicht in den Unterboden passen würde - das geht momentan nur für den SR+.

Sofern ein jetzt bestellter Long Range in Q4 aus Shanghai kommt - wovon auszugehen ist - wird mit ziemlicher Sicherheit ein NMC Akku von LG drunter sein.

1 „Gefällt mir“