Wasserstoff: Eine Alternative zum BEV? (Teil 1)

Das Einspeisen von Wasserstoff ins Erdgasnetz ist bis zu einem Prozentsatz von ca. 7% wohl möglich. Darüber verändert sich das Brennverhalten des Gases zu stark für vorhandene Erdgasbrenner. Und wenn der Wasserstoff da mal drin ist, ist er für Brennstoffzellen nicht mehr verfügbar. Natürlich kann man Methan zu Wasserstoff reformieren, das ist aber ein weitere Schritt welcher den Wirkungsgrad verschlechtert.
Wasserstoff für Brennstoffzellen muss sehr rein sein, der wird wohl auch in Zukunft per Tankwagen zu den Tankstellen kommen oder vor Ort erzeugt werden.
Für die Nutzung von wasserstoff als Saisonspeicher kommt das Erdgasnetz natürlich in Frage.

Das Problem ist nur, wie ziehe ich die Energie dann wieder aus dem Speicher. Wie Du geschrieben hast, per Zelle geht das nicht, reduzieren vernichtet Wirkungsgrad, und verfeuern um Turbine/Generator zu treiben, ist auch nicht der wahre Jakob :wink:
MMn wird die effinzienteste Lösung doch wirklich großräumige Netze sein.

Der Vergleich von Wirkungsgraden mit völlig unterschiedlicher Ausgangsenergie (Strom bzw. Sprit) ist nicht sinnvoll. Eine Brennstoffzelle mit tollen 38 % Gesamtwirkungsgrad kann je nach Strommix deutlich mehr CO2 verursachen als ein 20 %-Verbrenner.

Die Verbrennung regenerativ erzeugter Gase in hocheffizient es GuD Kraftwerken halte ich für eine gute Möglichkeit mit akzeptablem Wirkungsgrad.

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Natürlich habe ich den Teil auch gelesen, aber du hast die Verbindung zum meiner Meinung nach eigentlichen Problem, nämlich dem CO2, nicht gemacht. Das wollte ich nachliefern, mehr nicht.

Mod Note: Ausserdem ist dein schnippischer Ton und das Geschrei mit grosser Schrift unabgebracht. Mit keinem Wort habe ich dich angegriffen.

Ich verlange alle meine Beiträge in diesem Faden unverzüglich komplett zu löschen inklusive der Zitate anderer User!

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Wo soll denn H2 Tanken einfacher sein als einen Akku zu laden? Es stehen ja etliche H2 Tankstellen an Superchargern,habe ich mir mal angesehen: Riesiger Aufwand, hohe Kosten, Großer Platz-und Energie Bedarf, ich sehe einfach keinen Vorteil außer dem Arbeitsplatz Argument, da ja sehr kompliziert. :frowning:

Ist wieder Kindergarten angesagt?? :mrgreen:

Ich finde das grade gut, dass das immer wieder aufkommende Thema Wasserstoff immer wieder mit alten aber auch aktuellen und erfahrenen Argumenten und Berechnungen gut und vernünftig argumentativ erschlagen kann.

Ich muss alle 4 Wochen das Thema ertragen und trotz aller bislang vorgegeben Argumente und Quellen und Links und Berechnungen wird es immer noch als das Allheilmittel gesehen.

Und diese Ansicht ist weit verbreitet.

Ich hab mich noch nicht schlau gemacht darüber, aber die Frage stell ich mir, ob in Großenergieanlagen Wasserstoff als Energieträger Sinn machen würde, z.B. um Energieüberschuss abzufedern oder bei Nachfragespitzen schnell einspeißen zu können, bzw. als Speicher für das Winterhalbjahr?

Wie liegen da die Wirkungsgrade bei solchen Anlagen?

Alles Gute!

Vorteil beim Wasserstoff? Tanken soll schnell und einfach sein wie beim herkömmlichen Verbrenner. Kann das jemand bestätigen?

Ich gehe aktuell von folgendem Szenario aus:
Bis 2025 noch die heutigen Li Ion Akkus
Ab 2025 bis 2030 dann Feststoffakkus
Ab 2030 kommt die Brennstoffzelle mit H2 - das Ende der reinen Akku BEVs.

Find ich’s gut? Nee.
Aber alle anderen Szenarien sind halt nicht skalierbar.
Vielleicht kommt ja noch eine Gesetzesänderung und die Verbrenner sind wieder sauber, dann hat sich auch H2 erledigt und wird fahren weiter Diesel und Benzin.

Ich hab kein Problem damit wenn du die Brennstoffzelle 2030 verortest. Lass uns solange unsre Teslas fahren. 2031 können wir dann schauen, was in den Showrooms steht. :mrgreen:

EE-Überschüsse werden wir zukünftig in Batterien parken für den Tag/Nacht-Ausgleich, vielleicht für Schwankungen über eine Woche. Im Sommerhalbjahr werden Elektrolyse-Anlagen und CO2-Abscheider 24/7 durchlaufen, mit dem Wasserstoff und CO2 werden Grundstoffe für die chemische industrie synthetisiert.

Niemals wird man in großem Stil mit Wasserstoff in einem PKW oder Lastwagen fahren. Da wette ich nen Kasten Bier drauf! Wette läuft bis 2031, Wahl der Sorte durch den Wettgegner.

Wenn Wasserstoff nicht regional produziert würde gäbe es - überspitzt formuliert - Dauerstau durch Tankwägen.

Auf dem Weg nach Asten überholen wir einen Wasserstoff-Tanklastzug der Firma Linde. Wir fragen nach: „Für wie viele Betankungen reicht denn eigentlich die Füllmenge dieser großen Tanks?“ „Etwa 50“, lautet die Antwort, und wir starten ein Gedankenspiel: Würden bereits jetzt alle Autos Wasserstoff tanken, müsste der Tanklastzug bei einer Tankstelle in guter Lage täglich zumindest zweimal kommen – eine logistische Herkules­aufgabe.
oeamtc.at/autotouring/auto/ … e-21453690

4–5 Minuten dauert der Tankvorgang.
für 350-400km Reichweite
In 10 Jahren ist dies auch mit BEVs möglich. Das war´s dann mit dem einzigen Vorteil.
Natürlich gibt es auch andere Möglichkeiten Wasserstoff zu verwenden, z.b. mittels eines Trägermediums, einer Flüssigkeit. Und Wasserstoff wird mittels eines Verbrennungsmotors genutzt, das Trägermedium an der Tankstelle abgepumpt und neu „befüllt“. Diese Methode ist jedoch alles andere als schadstofffrei.

Es kann durchaus kommen das Wasserstoff seine Berechtigung haben wird - als Langzeitenergiespeicher, insbesondere in Hinblick auf die ertragschwächeren Monate.
youtube.com/watch?v=zCmjdHKfQO8 hier ein Mehrfamilienhaus das energieautark betrieben wird

Im Pkw ist Wasserstoff heute schon überholt. Audi hat bereits Leute die in der dualen Ausbildung ihren Bac „Brennstoffzellentechnik“ abgeschlossen haben, jedoch ist nichts mehr davon zu hören. Im Gegenteil, die Zusammenarbeit mit Porsche punkto BEVs soll intensiviert werden. Und sogar bei BMW die sich zur Zeit in punkto Antriebsarten alle Türen offen halten wollen ist das Thema Brennstoffzellentechnik das allerletze Rad am Wagen.

Aus unpassenden Thread hier weiter diskutiert:
(Es ging um Stromtransport über weite Strecken versus Wasserstoffwirtschaft)

Ganz easy!
Von Japan nach Südkorea ist es ja fast nur ein Steinwurf weit und nach China ist auch nur Flachwasser.
China reicht im bevölkerungsreichen Süden weit in subtropische Regionen rein, daher auch hoher Strombedarf zur Klimatisierung im Sommer.
Ich sehe daher in der Großregion deutlich niedrigere Schwierigkeiten als in Europa und Nordamerika betreffs der bei PV-Sommer-Winter Problematik bei langfristigen Verzicht auch auf Verbrennung zum Heizen.
PV Strom in sonnenreichen Gebieten ist mittlerweile außerdem so etwas von spottbillig, dass man kostentechnisch auch problemlos auf einen guten Teil des potenziellen Ertrages von Modul- und Wechselrichterkapazität vor Ort verzichten kann um den weit entfernten Verbrauch zu bedienen.
Kostentechnisch macht Stromspeicherung oder gar Transport mittels Wasserstoff absolut keinen Sinn.

Spannend wird meines Erachtens der „Wettkampf“ zwischen HGÜ auf ultralanger Strecke und Akkuspeicherung zwecks Tag-Nacht Ausgleich.
Eine HGÜ-Verbindung zwischen Europa und China würde sich z.B. geografisch stark anbieten. Dagegen sprechen natürlich geopolitische Probleme wie die Abhängigkeit von Russland.

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Da würde ich eher nach Nordafrika gehen. Natürlich ist das ebenfalls „politisch“ problematisch, aber die Leitung wäre bei weitem kürzer, wenn man „fair trade“ denken würde, hätte die Region was davon und wir langfristig weniger Flüchtlingsdruck. Win-Win-Win, imho. Und wir würden uns nicht noch mehr erpressbar durch Russland und China machen, also noch’n Win drauf :wink: .

Und auch dieser ist nur ein kleiner, denn dieser schnelle, große Ladehub wird nur auf der Strecke benötigt. Zuhause- und Laternenparker haben Zeit (und zur Zeit leider eine fehlende Infrastruktur). Da wird es dann mit dem H tanken eher schwierig :slight_smile:

Und in meinem Fall sind 5 Minuten Pause nach 400km zu wenig. 15 Minuten muss sich die Bude dann schon Zeit nehmen … :slight_smile:

Bye Thomas