Warum kein Rückfahrassistent (nicht zu verwechseln mit PDC/USS)?

Seit ich Tesla fahre, wundere ich mich, dass ein u.a. bei BMW seit vier Jahren verfügbares Feature kaum Erwähnung findet - der Rückfahrassistent.

BMWs Rückfahrassistent speichert eine Strecke von ca. 50 Metern, die man vorwärts mit max. 35 km/h gefahren ist. Anschließend (und auch nach Stillstand) kann der Rückfahrassistent die exakte Linie wieder zurückfahren (bis max. 7-9 km/h). Dazu speichert er die genaue Strecke / Lenkeinschläge. Der Fahrer muss allerdings Gas geben, bremsen und auf Hindernisse achten. Dieser Assistent ist besonders dann sinnvoll, wenn man in einer extrem engen Tiefgarage bzw. in eine enge Einfahrt gefahren ist und exakt wieder rückwärts raus möchte.
Einst hatte ich das System in einem BMW X5 getestet und war beeindruckt, wie millimetergenau der gefahrene Weg wieder zurückgefahren wird. Besonders spektakulär ist das System technisch gar nicht, da eben nur die Lenkbewegungen aufgezeichnet werden und keine neuen Sensoren benötigt werden.

Für die Software-Company Tesla sollte sich dieses Features vergleichsweise einfach implementieren lassen und würde insbesondere uns Fahrern USS-loser Neufahrzeuge das Manövrieren aus Parklücken deutlich erleichtern. Hat jemand schon einmal etwas über dieses Features in Zusammenhang mit Tesla gehört? Am ehesten könnte ich mir Lizenzprobleme à la Mobileye-Verkehrszeichenerkennung als Ursache vorstellen, Elon dürfte doch bestens über die Vorzüge dieses Systems informiert sein. Während ich gegenüber der Vision-only-Ansätze als USS-Ersatz nur verhalten zuversichtlich bin, würde ich mir von einem solchen System sofort einen hohen praktischen Nutzwert versprechen.

Vielleicht kommt es ja in "three weeks" (aka Holiday Update 22).
5 „Gefällt mir“

Weil Tesla das schon hat… nur in besser.

Allerdings nur in den USA.

2 „Gefällt mir“

Was ja auch mit v11 noch verbessert werden soll mit A.S.S. (Actually Smart Summon)

Bin ja mal gespannt ob das dann eventuell auch außerhalb der USA verfügbar sein wird, wage es aber zu bezweifeln da die Rechtslage in der EU (oder zumindest in Deutschland) bestimmt nicht so gut dafür aussieht

Smart Summon in allen Ehren. Natürlich gelten für autonomes Fahren ganz andere Maßstäbe. Wäre es nicht klug, (meinetwegen parallel) eine deutlich weniger komplexe, bei anderen Herstellern bereits etablierte Assistenzfunktion zu realisieren, die in absehbarer Zukunft im Alltag einen großen Nutzen bringen würde?

2 „Gefällt mir“

Nein. Weil das langfristig viel weniger ist T macht. 50 m gespeichert gegen autonom.

3 „Gefällt mir“

Und was, wenn der Parknachbar bei Rückkehr ein anderer ist? Dann steht der auch anders. Und dann machts knack und krach, weil er unbeirrt den aufgezeichneten Weg fährt, der jetzt aber nicht mehr passt.

Nope, dann lieber bis zur lvl 4 oder 5 Freigabe warten, dann sollte auch Smart Summon rechtlich OK sein. Und viel wertvoller.

1 „Gefällt mir“

Das ist nicht Tesla’s Selbstverständnis, mag kurzfristig schneller gehen, ist in der Perspektive aber eine einschränkende Krücke.

Tesla’s Ansatz entspricht eher einem „Free Solo“ Kletterer, der mit der Zielsetzung den El Capitan ohne Seil klettern zu können, die einzelnen Herausforderung und edge cases so lange (mit Sicherung) erprobt, bis er sich sicher sein kann, dass er es beherrschen kann. Und dann begibt er sich ins Risiko, in dem es keine Rückfallebene gibt, damit er den Pfad wirklich schaffen muss, denn es gibt dazu keine Alternativen.

Wer „Free Solo“ gesehen hat, oder selber bouldert, versteht jetzt -glaube ich- besser, was ich meine.

Tesla wird nicht kurzfristig an Krücken gehen, wenn es sie davon ablenken könnte, ohne Krücken laufen zu lernen. Wenn man ein solches Verhalten möchte, darf man sich keinen Tesla kaufen!

1 „Gefällt mir“

Dann ist die Einschätzung des Fahrers gefragt, ob die Abweichung gravierend ist oder die im Alltag eingehaltenen Abstände als Puffer reichen. Assistenten zeichnen sich dadurch aus, dass sie bei bestimmten Aufgaben unterstützen, ohne diese vollkommen autonom zu erledigen.
Mittelfristig könnte ergänzend kamerabasiert die Differenz zwischen Ankunft und Abfahrt betrachtet werden und der zurückgelegte Pfad modifiziert werden oder dem Fahrer zumindest eine Warnung angezeigt werden.

Erinnert mich an meinen inzwischen 50-jährigen Kumpel, der immer noch Single ist, weil ihm die optimale Frau bisher nicht begegnet ist. :wink:

Damit wir uns richtig verstehen: Teslas radikalen Ansätzen bin ich grundsätzlich nicht abgeneigt. Für den Rückfahrassistenten wäre jedoch keinerlei Zusatzhardware erforderlich und ich unterstelle, dass auch die erforderlichen Lenkwinkel- und Radumdrehungs-Informationen ohnehin aufgezeichnet werden und es „nur“ noch Codes bedürfe, diese Daten in umgekehrter Reihenfolge zu reproduzieren.
Gerade im Kontext der aktuellen USS-Thematik, die eine doch erhebliche Reduzierung der Funktionalität darstellt, wäre mehr Pragmatismus wünschenswert.

3 „Gefällt mir“

Tesla hat die Technik schon. Warum sollten sie was neues „erfinden“.

Hier geht es mal wieder nur um die Zulassung. In den USA darf man das über den ganzen Supermarktparkplatz benutzen, in Europa maximal 5 Meter.

1 „Gefällt mir“

Ich wäre schon zufrieden wenn Autopark funktionieren würde

3 „Gefällt mir“

Wozu soll das alles gut sein?

Gut dass Tesla keinen überflüssigen Kram ins Auto einbaut.
Müssten Alle mitbezahlen obwohl es kaum einer nutzt.

1 „Gefällt mir“

Also mir wäre das Feature wichtiger als das Furzkissen. Nach Deiner Logik hat Tesla mit dem USS-Wegfall alles richtig gemacht.

7 „Gefällt mir“

Außerdem wurde ja für Autopark, Summon usw extra bezahlt

2 „Gefällt mir“

eben nicht, dass ist keine Hardware, sondern Software. Aber die Prio‘s werden vom US Markt definiert und im EU Markt aufgrund den regulatorischen Hemmnissen gebremst

Kannst dem Elon ja mal schreiben, vielleicht erhört er dich ja

1 „Gefällt mir“

Das meinte ich ja, EAP muss man bezahlen

Aber es ist ja auch nicht weg, sondern wird gerade nur noch verbessert und steht deswegen zur Zeit nicht vollständig zur Verfügung

Edit: Die regulatorischen Einschränkungen liegen halt erstmal am KBA und brauchen bei Tesla Zeit wieder nachgepflegt/nachgebessert zu werden

Ich warte noch auf den Beitrag nach dem Motto „Mein Golf 1 vor 800 Jahren hatte sowas auch nicht und es war kein Problem- ich kann halt Autofahren! Learn 2 Drive oder widerrufe/verkaufe den Tesla“

Das kommt doch sonst immer als „liebgemeinter“ Ratschlag.

Ist halt immer subjektiv, was sinnvoll und was überflüssig ist. Manch einer würde so ein Feature vllt. täglich nutzen, andere niemals. So wie das Furzkissen oder die ganzen Apps wie Netflix, Spotify usw. Braucht auch nicht jeder, aber es ist doch super es zu haben, gerade weil nur Software und keine Hardware benötigt wird.

2 „Gefällt mir“

Dass wir uns nicht falsch verstehen (deine Worte :wink: ):
Ob FSD lvl 4 oder 5 kommt oder nicht - ich finde das BMW Feature unnötig und sinnlos. Es hat für mich kaum einen use-case und ist Fehleranfällig.
Also, ganz pragmatisch: das Thema vergessen, Zeit sparen und sich auf sinnvolle Dinge fokussieren.

Wenn man sich für Tesla entscheidet, entscheidet man sich auch für dessen Mindset.

Wem das nicht passt, der muss sich entweder akklimatisieren oder wandeln und hätte sich tatsächlich besser informieren sollen. Ich meine, bei einer Investitionsentscheidung>50 k€ kann man doch schon ein paar Momente intensives Nachdenken und kritisches Auseinandersetzen erwarten, oder?

2 „Gefällt mir“