ich habe Folgendes Problem: nach einem fremdverschuldeten Unfall habe ich Gutachter und Anwalt genommen. Die gegnerische Versicherung möchte nun nur ca. die Hälfte des vom Gutachter veranschlagten Betrages als Reparaturkosten zahlen. Ein großer Teil der Differenz beruht darauf, dass sie deutlich geringere Stundensätze einer freien Werkstatt ansetzt.
Laut meinem Anwalt besteht ein Anspruch auf Reparatur in einer „markengebundenen Fachwerkstatt“ (also im angedachten Bodyshop) nur dann, wenn mein Fahrzeug unter drei Jahre als ist (ist es nicht) oder „immer in einer markengebundenen Fachwerkstatt scheckheftgepflegt wurde“.
Wann ist ein Tesla, der keine vorgeschriebenen Inspektionen hat, scheckheftgepflegt?
Ich war x-mal im Service Center, aber halt nicht zu festgelegten KM-Terminen, sondern anlassbezogen. Manche Verschleißteile wie Querlenker habe ich auch beim Reber tauschen lassen.
Damit ist das Kriterium in meinem Fall wohl nicht erfüllt bzw. nicht nachweisbar?
Aber wie würde man hier grundsätzlich vorgehen? Eine Historie über die App der SC-Besuche vorlegen? Und ab wie vielen Besuchen bzw. welcher Regelmäßigkeit ist das Kriterium dann erfüllt?
Vielleicht am Ende ein kleiner Nachteil der eigentlich so großzügigen Abwesenheit fester Wartungsintervalle..
Das spielt aber ja nur bei fiktiver Abrechnung eine Rolle, oder? Wenn Du tatsächlich reparieren lässt, zahlt die gegnerische Versicherung normalerweise die Rechnung vollständig.
Ansonsten ist das natürlich tricky. „Wurde immer bei Tesla repariert“ ist schon gut. Wenn Du die „Wartungempfehlungen“ (z.B. Bremsenservice etc.) eingehalten hast, verbessern sich Deine Karten vermutlich nochmal.
Tesla selbst gibt ja selbst eine Garantie, wenn keine „Inspektion“
durchgeführt wurde.
Ich selbst habe bei meinem X BJ 11/2019 nach 7 Jahre die
Bremsflüssigkeit wechseln lassen! in einer Opel Werkstatt.
Problem ist hier natürlich, das diese Werkstatt keinen Eintrag
im Servicemenue machen kann.
Dafür habe ich die Rechnung dabei, und hoffe das im November
dieser Eintrag von Tesla nachgetragen wird.
Das mit dem Bodyshop ist eine Ausrede der Versicherung, denn
ein Tesla kann eigentlich nur in einem zertifizierten Bodyshop repariert werden.
Ich selbst hatte letztes Jahr einen Wildunfall und meine Versicherung
hat 100% gezahlt.
Also im klassischen Sinne würde ich Scheckheft gepflegt so verstehen, dass alle vom Hersteller empfohlenen Inspektionen durchgeführt wurden.
Das ist ja völlig unabhängig, ob ein Hersteller irgendetwas an diese Inspektionen knüpft.
Natürlich hat Tesla das. Sie knüpfen lediglich keine Garantieansprüche daran. Aber es gibt für jeden Tesla eine Übersicht, was Tesla an Inspektionen vorsieht.
Interessant, denn es gibt ja bei einem Tesla, soweit ich weiß, keine vorgeschriebenen Wartungsintervalle. Somit wüßte ich auch nicht, woher ich nach 7 Jahre Fahrzeit ein Scheckheft herzaubern könnte. Finde es aber auch korrekt, daß man kein Serviceintervall hat, denn war will man an einem E-Auto warten? Die Flüssigkeiten werden mit dem Pickerl (bzw. Plakette) geprüft. Manch ein Hersteller hat so etwas für 200€ oder mehr im jährlichen Programm, um die Garantie oder Mobilitätsgarantie zu erhalten. Frage (leicht ironisch). Was macht man da genau? Finger anfeuchten und auf die HV Litzen tippen, ob’s eh kitzelt?
du findest im auto unter dem menuepunkt service ,den punkt wartung
da findest du fällige arbeiten am auto, wobei du diese arbeiten auch selbst als erledigst anklicken kannst.
was die versicherung unter scheckheftgepflegt bei tesla versteht weiss ich nicht.
naja man überprüft zb luftdruck, beschädigung der reifen , zustand der bremsen und tauscht evtl. innenraumfilter aus.
natürlich kann das auch jemand selbst machen der ein wenig technisches verständniss hat.
es gibt leute die dieses gefühl der sicherheit einer wartung brauchen. ob sie bei e autos sinnvoll ist?
bei den meissten etablierten herstellern ist die wartung und der verkauf von ersatzteilen ein teil des gewinns
Das sind Dinge, die man bei der Inspektion überprüft bekommt. Alle anderen Dinge, wie Reifendruck prüfen, Lichtanlage usw. sollte man eigentlich vor jedem Fahrtantritt prüfen. Deswegen sehe ich das künstliche Wartungsintervall sehr kritisch.
Was definierst du als vorgeschrieben? Ich denke an dieses Wort muss man ran, wenn man Klarheit will.
Vorgeschrieben im Sinne, dass bei Nichteinhaltung du das Auto nicht mehr bewegen darfst, gibt es meines Wissens nirgends. Es gehen maximal Garantie und Kulanzansprüche verloren oder der Anspruch auf einen Mobilitätsservice.
Auf Tesla bezogen, empfiehlt Tesla ausdrücklich Service/Wartungsintervalle. Die sind auch bei jedem Tesla nachlesbar, da gibt es einen Verweis im Handbuch. Ob du sie einhältst ist dein Problem. Aber das Tesla keine Wartungsintervalle vorgibt, ist so einfach nicht wahr.
Das klassische Papierscheckheft gibt so vermutlich nur noch bei wenigen Herstellern. Die Servicehistorie kann man in der Vertragswerksatt seines Vertrauens ausdrucken lassen, ob ein Tesla SEC das macht, weiß ich nicht.
Im Prinzip gibt es ja ein Serviceinterval.
3 - 2 - 2 - …
Bis das der TÜV uns scheidet.
Im Jahr 5 habe ich die Bremsflüssigkeit prüfen lassen,
da war dann die Aussage „noch OK“ beim nächsten mal…