Guten Tag miteinander, ich hab mir mein ersten Tesla bestellt und wollte mir jetzt eine wallbox in meiner Mietwohnung bzw. An dem zugehörigen stellplatz installieren lassen. Mit dem Vermieter ist alles im reinen und hat mir das go gegeben , jetzt habe ich mir ein angebot von einer firma rangeholt die mit einem für mich unverschämten angebot daher kommt, hat jemand von euch Erfahrungen… vielleicht sogar als Elektriker ob die Materialien sowie arbeitsaufwand wirklich nötig sind.
vom stromkasten unten im keller ( der raum grenzt direkt unterhalb meines parkplatzes ) bis hin zu außenwand oben zum stellplatz sind es knapp 7 meter, der sicherungskasten ist stand Baujahr 2024 und hat ausreichen platz, mündlich wurde mir gesagt das eine sicherung fi-B benötigt wird sowie smartmeter und datenkabel , es müsste noch ein außenwanddurchbruch gemacht werden welchen ich durchführe , sowie das ausschachten außen am gebäude.
Findet ihr das Angebot fair oder ist es reine abzocke? Für mich erklären sich 12st arbeitsaufwand mit 2 leuten ,sowie 25meter kabel nicht , aber schaut selber.
Eine Tesla Wallbox gen. 3 soll verbaut werden und liegt bereit
Also die zeitaufwendigste Arbeit machst du selbst. Insofern halte ich die 12 h mit 2 Arbeitern für einen Witz. Ich hatte bei ähnlichem Aufwand (da ich auch sehr viel vorbereitet habe) für die Installation für 2 h einen Elektriker vor Ort.
Ich würde die Installation komplett selber machen, sodass der Elektriker nur noch die Arbeiten am Sicherungskasten machen muss.
Über 6mm² Kabel kann man streiten, 4mm² würde für eine 11kw Wallbox bei 25 Meter ausreichen.
Ich würde aber auch das Material außerhalb des Sicherungskasten selber besorgen, die angebotenen Preise sind nicht gerade günstig.
Für die Arbeiten am Sicherungskasten braucht ein Elektriker dann max. 2 Stunden.
Die Anmeldung bei einer 11kw Wallbox kannst Du selber machen: https://www.westnetz.de/de/meinhausanschluss/antrag.html
Versuch doch mal dazu Angebote von Elektrikern im Ort zu holen, z.B. Elektro Ewen GmbH
Ich würde bei der Länge das 6mm² Kabel nehmen. Kostet bei 25 m ca. 50€ mehr, hat aber bei 11 kW ca. 25 W weniger Verlust. Rechnet sich also irgendwann.
An 50€ mehr kabel würde ich jetzt auch nicht sparen, zumal man noch reserven hat wenn man mal 22kw nutzen möchte, ich find es aber gernerell frech fast 3000€ für ne arbeit die 2-3std in anspruch nimmt, die frage ist jetzt halt noch die ganzen Materialien ob die nötig sind aber ich vermute das kann man nur ausmachen wenn man sich den verteilerkasten genauer ansieht.
Das was da aufgelistet ist macht Sinn und könnte je nach Aufwand fair sein, die Stundenlöhne sind auf jeden Fall recht günstig. Der Rest ist Installationsmaterial- Fachhandels Ware und nicht mit Baumarkt Niveau zu vergleichen. Klar bekommt man vieles im Internet billiger aber eben nicht fachgerecht installiert was ja in einer Mietwohnung/Anlage absolute Vorraussetzung ist. Was meine Vorredner da schreiben kann ich für Eigenheim Besitzer nachvollziehen . Kabel , Schellen , Rohre etc sind ein großer Aufwand und durch eine Hauswand ein Loch bohren etc erfordert zusätzliche Abdichtung usw…
Also Ja , der Preis geht in Ordnung meiner Meinung nach.
Der stundenlohn klingt wirklich fair um nicht alles schlecht zu reden, aber 12 stunden arbeitszeit und dann 2 arbeiter für den minimalen aufwand klingt nicht richtig und bezüglich kernbohrung nehme ich selber vor, wir reden von ca 7m kabel innen und 2meter außen
Ich bin mir nicht sicher ob du dein Angebot gelesen und verstanden hast. Die Arbeitszeit ist eine ca. Angabe und wird nach tatsächlichem Aufwand später berechnet. Wenn du meinst das du das alleine in 2-3 Stunden schaffst möchte ich das Ergebnis nicht sehen. Es sind gewisse Normen einzuhalten was Verdrahtung Abstand etc.. betrifft und die Materialien die aufgelistet sind klingen alle plausibel. Das das nicht für 1000€ geht sollte klar sein.
Ok, danke dir, mit dem materialaufwand habe ich keine Ahnung, was die Normen angeht tatsächlich schon, schonmal danke für die infos, was den Arbeitsaufwand angeht hatte ich mit ihm bereits im Vorhinein geklärt das alles von mir erledigt wird, rein der Anschluss ist notwendig, hab vor 30min bereits ein 2tes Angebot bekommen was sich auf 900€ beläuft inkl. material und dann auch nur 10m Kabel ( er sagte der Kostenvoranschlag sei beim material sowie zeitauwand viel zu hochangesetzt sodass es kein wunder ist es kunden bei dem preis direkt angst kriegen und abspringen, danke für die hilfe
Ein FI-Typ B ist überflüssig. Erforderlich sind drei normale Sicherungen 16A Typ C (oder mehr falls die Leitungen das hergeben), und legitim ist ein FI-Typ A. Der Typ-B bietet zusätzlich einen Schutz für sog. Gleichstromfehler. Diese Absicherung ist in jeder marktgängigen Wallbox schon fest eingebaut und muss im Zählerschrank nicht zusätzlich vorhanden sein. Der TWC3 hat zusätzlich auch einen Typ A bereits integriert, in der Anleitung steht dass dieser nicht mehr hausseitig verbaut werden muss. Beim Typ A würde ich aber nicht diskutieren, der kostet 40 Euro, und falls du mal eine andere Wallbox brauchst muss er eh nachgerüstet werden.
Das „Smartmeter“ mit „Steuerbox“ ist ein moderner Zähler, den installiert der VNB. Im Zählerkasten muss vom Elektriker ein passives Übergabesteckfeld installiert werden, von da muss ein mindestens 2-adriges Kabel zur Wallbox verlegt werden, üblicherweise nimmt man Netzwerkkabel und hat genug Reserveadern für schlechte Zeiten. Die Verkabelung des Datenkabels an der TWC ist von Tesla ungewöhnlich komplex gelöst, da müssen zwei Drähte in der Wallbox angeschlossen werden zuzüglich eines Kondensators. Tesla geht da einen ungewöhnlichen Weg, normal kommt einfach das Kabel auf die Kontakte, ggfs muss ein Stecker gecrimpt werden. Die beiden Adern des Kabels kommen zählerseitig auf zwei Anschlüsse des nachzurüstenden Steckfeldes. Wenn irgendwann der VNB mit neuem Zähler und Steuerbox kommen sollte (die meisten VNB wollen gar keine Steuerboxen ausrollen), steckt der sein Kabel von der Steuerbox ebenfalls in das Steckfeld und die Steuerfähigkeit der Wallbox ist gegeben.
Ehrlicherweise finde ich die Lösung beim TWC3 völlig bekloppt. Es lohnt aber nicht auf neue Technik von Tesla zu warten, weil ab 1.1.27 noch höhere gesetzliche Anforderungen für Wallboxen gelten. Dann können auch privat nur noch hochwertigere Modelle mit Fahrzeugkommunikation und OCPP-Fähigkeit verbaut werden. Imho sollte man in Q4 fertig werden, damit man Bestandsschutz hat. Die Wallboxen für die neuen Anforderungen sind deutlich teurer.