Hallo,
ich habe von meinem Model 3 ein paar Wärmebildaufnahmen gemacht.
In erster Linie ging es mir um die Heizung der Frontscheibe/ Wischblätter.
Leider kann man Glas und den Lack nicht gut filmen, da die Wärmestrahlung wie ein Spiegel reflektiert wird. Ich hatte die Heizung mehrere Minuten an, aber es ist nichts zu sehen. Man sieht aber, dass der Bereich der Kameras beheizt wird. Auch nach längerer Zeit war mit der Hand in dem Bereich auch nicht zu spüren.
Hat jemand schon Erfahrungen, wie das mit gefrorener Frontscheibe aussieht?
Kommt mir fast so vor, das nichts passiert.
Zu meinem Modell :
VIN: LRW3E7FR5MC429XXX
Hergestellt: 31.12.2021
Zusätzlich noch ein paar Videos von der Sitz- und Lenkradheizung.
Coole Videos! Aber kann es sein, dass die Wischerblätter nur umlaufend in der Parkposition, also knapp unter der Motorhaube, ganz unten an der Windschutzscheibe, durch die Scheibe beheitzt werden?
Ja, so erinnere ich mich auch.
Und „schimmert“ es im Ruhebereich der Wischer nicht auch „warm“?
Die Wärmelestung von der Scheibenheizung dürfte auch deutlich geringer sein als von den anderen Heizungen.
Ich versuche es heute abend noch ein mal.
Die Scheibenwischer sind in der Servicestellung um den unteren Bereich besser zu sehen.
Ich hatte das Gefühl das der bereich den du meinst von der Innenraumlüftung kommt. Die Scheibenwischer sind in der Ruheposition noch ein Stück tiefer.
Ich mache zum Vergleich auch mal ein Video von der Heckscheibe. Da könnte die Funktion und sichbarkeit ja ähnlich sein.
Hat sonst noch jemand Ideen was interessant wäre?
Die Lüftung im Innenraum wäre bestimmt auch interessant. Dann sieht man gut wo die Luft genau raus strömt.
Beim Model 3 ist es mit zusätzlichen Gängen für die Lüftung hinter der Scheibe realisiert. Sprich diese wird speziell an diese Stelle geleitet. Deshalb auch die kleinen Röhrchen die mal abfotografiert wurden.
Unabhängig davon, ob da Drähte drin sind oder nicht, ist dein Kamerastandort auch maximal schlecht um mit der Wärmebildkamera was aufzunehmen. Man sieht ja auch im Video die Reflexion von dem Haus dahinter. Spiegelnde Oberflächen sind bei Thermografie immer so ne Sache. Ein Stück Kreppklebeband auf der zu messenden Oberfläche hilft da in der Regel.
Hier ein kleiner Diskurs für die Interessierten:
Ja das hatte ich im Beitrag geschrieben, dass die Reflektionen schwierig sind. Ich hatte etwas Wasser drauf gesprüht. Deshalb sieht es etwas „dreckig“ in dem Bereich aus. Da war aber auch nichts zu sehen.
Deinen Tipp mit dem Kreppband ist super und werde ich mal ausprobieren.
Spiegelnde Oberflächen sind nicht immer schlecht zu messen. Wenn es für unser Auge spiegelt, findet dies zuerst mal im sichtbaren Bereich statt. Aber du kannst mit einer Wärmebildkamera, die im Langwellenbereich 8-14 µm arbeitet, beispielsweise super einen Tisch messen, der für dein Auge sehr stark spiegelt. Das funktioniert, weil du die Beschichtung misst und diese meist aus Plastik oder Lack besteht. Und diese Materialien kannst du super im langwelligen Bereich messen. Meistens geht da ein Emissionsgrad von 0,95-0,97.
Problematisch wird es bei stark polierten bzw. glänzenden Metallen, da man hier aufgrund der Plankschen Kurven im kurzwelligen Bereich messen muss, um genügend Energie auf den Chip zu bringen. Und hier ist man dann nahe des sichtbaren Bereichs, d.h. es spiegelt auch für die Kamera, wenn diese um die 1µm misst.
Glas kann man z.B. wunderbar mit 5µm oder 7,9µm messen, da man mit dieser Wellenlänge leicht ins Glas reinmisst und nicht nur die Oberfläche. Die gezeigte Kamera wird aber ziemlich sicher im Bereich 8-14µm arbeiten.
Grundsätzlich sollte man immer möglichst senkrecht zum Messobjekt messen, da hier die meiste Infrarotstrahlung abgegeben wird und so das Signal-Rausch-Verhältnis am Besten ist. Der Emissionsgrad muss aber auch immer beachtet werden! Kann schon einiges ausmachen.