Hallo, kurz zu mir: Ich bin 54 Jahre alt und bin im Jahre 2009 vom badischen Rastatt ins Hamburger Umland gezogen (zuerst wegen Liebe und der Arbeit - danach nur noch wegen der Arbeit, aber mittlerweile wieder glücklich verheiratet ).
Ich fahre seit über 25 Jahren ausschließlich Mercedes. Die Fahrzeuge haben mich selten im Stich gelassen und ich bin von der Technik und auch dem Service einigermaßen überzeugt. Aktuell fahre ich einen C220 Diesel aus 2012 mit knapp 270tsd. Kilometer auf der Uhr. Das Auto bekommt seit Tag 1 ausschließlich MB-Wartung und einige Reparaturen wurden daher auch auf Kulanz von MB übernommen (bspw. Tausch der kompletten Hinterachse und der Bremsschläuche wegen Rost bei KM 230tsd). Meine Frau und ich lieben diesen Wagen und insbesondere unsere Touren 5 bis 6 mal im Jahr in die badische Heimat lassen sich mit diesem Fahrzeug hervorragend bewältigen: nach dem Volltanken hat der Wagen eine Reichweite von rund 1.200km und ich kann die Tour problemlos in 7 bis 8 Stunden (mit kurzen Pinkelpausen) in einem Rutsch bewerkstelligen und komme am Ziel einigermaßen relaxed an. Ansonsten pendle ich 4x die Woche 50 km/einfache Fahrt nach Hamburg und zurück (wobei pendeln eher als Euphemismus für die extrem frustrierende Dauer-Stau-Lage in HH zu verstehen ist).
Aktuell suchen wir einen Nachfolger und bis vor kurzem war alles andere als ein Benz ausgeschlossen. Aufgrund der E-Prämie bin ich auf das Thema Elektroauto erst richtig aufmerksam geworden und die aktuellen Spritpreise tun ihr Übriges, um sich mit dem Thema näher zu befassen (aufgrund meines Eigenheims könnte ich komfortabel und günstig Zuhause laden).
Nach längerer Recherche habe ich für mich festgestellt, dass Tesla das mit Abstand beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet und wir sind daher rund 3 Stunden mit dem Modell 3 RWD probegefahren. Das Auto ist super, allerdings habe ich auch nach 3 Stunden keine für mich passende Sitzposition gefunden, sodass ich am Ende mit Rückenschmerzen aussteigen musste. Meiner Frau gefällt das Model Y sowieso besser und empfindet es als “praktischer”, weil “so viel reinpasst”.
Das aktuelle Angebot von Tesla für das MY Standard (3K Rabatt+0% Finanzierung)+evtl. E-Auto-Prämie ist fast schon unanständig gut. Am Mittwoch bekomme ich den MY Standard für einen kompletten Tag. Ich hoffe, dass ich mich dort genauso wohl fühle wie in meinem geliebten Benz.
Vorausgesetzt, die Probefahrt fällt für meinen Rücken positiv aus, gäbe es eigentlich nur 2 Punkte, die mich vom Kauf abhalten würden: das leidige Thema “Reichweitenangst” und die (auch hier im Forum) häufig beschriebene schlechte Verarbeitungsqualität bzw. überdurchschnittliche Schadenquote im Bereich Fahrwerk/Aufhängung.
Nach der Probefahrt werde ich klarer sehen. Vielleicht flasht mich die Probefahrt auch so, dass die o.g. Bedenken in den Hintergrund rücken.
Reichweitenangst: du musst halt anders reisen als vorher. 8 Stunden durchknallen geht nicht. Man macht halt immer mal eine Ladepause und genießt sie. Ist einfach eine andere Art zu reisen und letztlich viel entspannter. Der Zeitverlust hält sich in Grenzen und das TESLA-Navi berechnet die Reichweite sehr präzise.
Schlechte Verarbeitungsqualität: ein Gerücht aus alten Zeiten. Die neuen Modelle sind wirklich gut verarbeitet. Eventuelle Mängel bei der Auslieferung beseitigt TESLA anstandslos. Allerdings war mein Modell 3 aus 2019 auch schon sehr gut verarbeitet. Keine Mängel.
Schäden Fahrwerk/Aufhängung: durch das große Drehmoment werden Fahrwerkskomponenten stark belastet (natürlich je nach Fahrweise). Wenn du innerhalb der 4-jährigen Grundgarantie dort Probleme bekommst, kostet dich das nichts. Und wenn später mal Gummibuchsen oder eine Aufhängung ersetzt werden sollen, kostet das nicht die Welt.
Unter dem Strich ist TESLA-fahren einfach eine Klasse für sich. Top Software, die Aussicht auf Full Self driving, ausgereifte Fahrzeugtechnik, hervorragende Raumökonomie, erstklassiges Preis-Leistungs-Verhältnis und niedrige Unterhaltskosten, ohne regelmäßige Werkstattbesuche sind nur einige der Vorteile.
Wenn du einen Servicelevel einigermaßen wie bei Mercedes haben möchtest, dann ja. Ich bin beim ADAC und sehr zufrieden.
Bei der Teslahotline hängst du schon mal 1,5 Stunden in der Warteschleife. Und dann wird dir gesagt, dass man nicht helfen kann.
Wobei fairerweise muss man sagen: für den aktuellen Preis des Y SR mit allen Rabatten und Förderungen gezogen…da kann man auch nix beim Service erwarten. Allerdings musst du mit dem SR auch öfters zum Laden bei längeren Strecken. Was für mich kein Problem wäre, da Tesla das beste Ladenetz der Welt hat. Mit Abstand.
Dann fährst du kein Aktuelles Model Y Premium Juniper.
Das MY Premium „Juniper“ (Facelift, ab 2025/2026) zeichnet sich durch signifikante Verbesserungen am Fahrwerk aus, um den Komfort gegenüber dem Vorgängermodell zu erhöhen, wobei
selektive Dämpfungstechnologien eine Rolle spielen.
Das Auto, das ich fahre, ist in meinem Profil ersichtlich, ein MY aus 9/22. Es ärgert mich aber, wenn jemand ein ebenso altes MY fährt und behauptet, das Fahrwerk sei komfortabel. Nur darauf bezog sich meine Antwort.
Richtig ist, dass neue Fahrzeuge ein verbessertes Fahrwerk bekommen haben. Ich empfehle dem Threadersteller dennoch auch einmal Probefahrten über schlechte Straßen zu fahren, um sich eine eigene Meinung zu bilden.
Ich hätte ja auch gerne das Premium genommen, aber die aktuellen Konditionen beim Standard sind so dermaßen gut, dass es wirtschaftlich töricht wäre, es nicht zu nehmen.
Richtig ist, dass neue Fahrzeuge ein verbessertes Fahrwerk bekommen haben. Ich empfehle dem Threadersteller dennoch auch einmal Probefahrten über schlechte Straßen zu fahren, um sich eine eigene Meinung zu bilden.
Danke für den Hinweis. Eine schlechte Straße zu finden, ist ja mittlerweile das kleinste Problem. Ich denke Kopfsteinpflaster ist der ultimative Härtetest. Da fällt mir aber schon eine Strecke in meiner Umgebung ein…
Meiner ist von Febr. 2023 wo das Fahrwerk gegenüber von 2022 schon verbessert wurde.
Mit einem Luftruck von 2,6 BAR ist es erträglich geworden, aber man ein Riesen Komfortgewinn bei den Probefahrten mit dem Juniper Premium durch Frequenzabhängige Stoßdämpfer und Frequenzabhängige Dämpfung merkt.
Ich bin damals aus dem Saarland in das Hamburger Umland gezogen und bin Anfangs einen Audi A3 TDI gefahren, das Ding konnte mit 40 Litern 1000+ km fahren… wie auch du fahre ich regelmäßig die Familie im Saarland besuchen und bin damals etwa 6-7 Stunden untwerwegs gewesen, mittlerweile fahre ich einen Tesla Model Y Performance (zuvor Model 3 Performance) und bin mit dem Performance ca. 40 Minuten länger unterwegs als mit dem Verbrenner, mit dem Y Performance sogar noch etwas weniger und das obwohl ich am letzten Charger 20 Minuten länger lade um den Akku mit 50-60% bei Ankunft zu haben weil meine Eltern keine Wallbox haben.
Jetzt bin ich nicht nur günstiger sondern auch noch deutlich bequemer unterwegs, fahre ich um 9 Uhr los bin ich spätestens um 16 Uhr am Ziel und kann etwas unternehmen, mit dem Verbrenner musste ich mich einen Tag erholen weil laut und ich die „Zwangspause“ deutlich verkürzt habe. Jetzt hole ich mir entspannt einen Kaffee, schaue auf mein Handy und gehe auf die Toilette, ganz ohne Hektik und dann ist das Auto in der Regel schon fahrbereit für die nächsten 300 km. Also keine Angst, es ist anders und ich bin mir fast schon sicher dass ihr es irgendwann sogar bevorzugen werdet. Man muss sich nur umstellen und etwas umplanen.
Als netten Bonus lernt man Ecken kennen, welche man vorher nicht kannte.
Die Sitzposition wirst du auch finden, dein alter Sitz wird vermutlich deutlich weicher sein weil das Auto schon einiges auf der Uhr hat aber wenn man sich an diese gewöhnt hat, geht es.
Das betrifft meistens die älteren Modelle und das Problem ist mittlerweile im deutlich verringerten Umfang vertreten. Die Fahrwerke sind mittlerweile ordentlich, auch wenn nicht perfekt. Als Ausgleich hast du keine Wartung (ausser einen freiwilligen end of warranty Check) und auch sonst lächerlich geringe Unterhaltskosten. Hier und da sollte man bremsen, aber das ist eigentlich absolut kein Problem.
Wir hatten 6 Jahre einen MB V 220 Cdi. Für uns das perfekte Familien- und Reiseauto. Für mich war klar, wenn der mal ersetzt wird, wird es ein E oder C Kombi.
Dann kam Tesla, Seit fast 4 Jahren fahren wir das MY LR AWD. Mein Fazit: hatte noch kein besseres Auto.
Ist nicht alles super, gibt auch Kritik. Das Fahrwerk ist unkomfortabel, aber auf der Autobahn geht es gut. In der Stadt holpert er halt, wobei die überarbeitete Version genannt juniper um Längen besser ist, ist aber noch straff.
ansonsten platz, reisen mit dem SuC-Netzwerk, der geringe Verbauch, der Durchzug. Alles top.
Wartungskosten zu vernachlässigen, manchmal manuell bremsen und es läuft. Fahrwerksschäden habe ich nicht, obwohl das Auto schon gelegentlich mal zeigen Muss, was es kann.
Die Software ist top, über Vorwärmen oder Kühlen vor der Fahrt. Heute musste meine Tochter was aus dem auto holen, ich war km-weit entfernt beim wandern, konnte das auto über die App öffnen und schließen.
Ich kann auch nichts schlechtes über den Service berichten, kam immer durch. Unfall das auto Wege Marderbiss abgeschleppt wurde, hat sich Tesla Frankfurt hervorragend um mic gekümmert, hatte im Chat einen Ansprechpartner, auto war schneller alS angekündigt fertig, hatte den Ranger bei mir zuhause für 2 kleine Sachen.