Hier wird viel durcheinander geworfen. Auch gibt es schon Unterschiede bei den alten Scheiben auf einem M3P und den teureren Scheiben auf einem MYP. Wobei der Aufbau der Bremsanlage immer gleich ich. Ich fahre mein M3P auf der Rennstrecke und mein MYLR im Alltag.
Grundsätzlich sollte man sein Auto kennen. Weil jede Bremse kann ich tot bremsen und BMW M oder Mercedes AMG Bremsen überleben auch nicht ohne Probleme einen Besuch einer Rennstrecke.
Die Bremsanlage von Tesla ist grundsätzlich vollkommen in Ordnung. Mit Scheiben für ca. 1.200,- € pro Achse und ein paar vernünftigen Belägen (natürlich mit Eintragung) kann man damit sogar auf die Rennstrecke, also mehr als ausreichend für den Alltag. Damit kostet der Spaß weniger als bei den Bremsanlagen der deutschen Hersteller (AMG 3.500,- € nur Scheiben an der VA Ersatzteilpreis).
Also entweder man akzeptiert den Zustand oder man nimmt Geld in die Hand. Letztendlich hat man bei Tesla das bekommen was man bezahlt hat.
Nach ECE R13H muss eine Serienbremse eine Notbremsung sicher leisten können, aber sie muss nicht völlig schadensfrei bleiben – entscheidend ist die Aufrechterhaltung der Bremsfunktion und Fahrstabilität.
D.h. Verziehen und Rissbildung in den Belegen sind akzeptabel.
Die Tests werden übrigens bei 100km/h mehrfach durchgeführt und bewertet.
Kleines Update: Im Dezember ist ja der EoW, bin mit meinen „Beanstandungen“ im SC Ottersberg aufgeschlagen, kurze Probefahrt (nichts auffälliges), nach der ersten Durchsicht wurden dann aber Fahrwerksmängel festgestellt (Querlenker vorne, Uniball-Lager hinten), was das Fahrverhalten durchaus erklären kann. Ein Heckspoiler wurde mir ebenfalls empfohlen.
Mal schauen wie sich der Wagen nach der Reparatur und der Achsvermessung dann fährt.
Reaktion im SC war top, muss man auch mal erwähnen