@Great_Cornholio:
Danke, da habe ich auch schon geschmökert. Sollte ich demnächst mal doch eine Ladestation brauchen kann ich sehr wahrscheinlich eine recht gute Lokation anbieten, direkt und mit keinen 6km Umweg auf der der Autobahnstrecke München-Ulm. 
@Rest:
Also, wenn ich bei reinen BEVs einer Marke (außer Tesla) vertraue da was voranzutreiben, dann Nissan (inkl. Renault).
Danach gehe ich noch am ehesten von (erschlagt mich nicht wieder) VAG aus. Und ja, ich glaube auch, dass die derzeit gar nicht wirklich wollen. Aber es gibt eben drei Gründe für VAG, warum es ggf. für sie doch sinnvolle erscheinen könnte etwas zu tun, auch wenn sie eigentlich nicht wollen. Und ja, mir ist auch bekannt, dass VAG normalerweise drei bis fünf Jahre zu spät kommt (oder zu früh, wie beim Lupo 3L oder A2 3L). Dafür sind sie dann ganz schön effektiv (Beispiel SuV. Viel zu spät. Dann kam Cayenne und Tiguan…).
- Derzeit versucht VAG ja mit aller Macht bis 2020 an Toyota vorbei zu kommen was die Verkaufszahlen und die Marge angeht (letzteres scheint dabei eher sekundär). Da sie nun im BEV-Segment doch überraschend brauchbare Verkaufszahlen haben (z.B. der e-Golf in Norwegen) könnten sie hier doch etwas unfreiwillig mitziehen - wenn ihnen jedes Mittel Recht ist an Toyota vorbei zu ziehen. Und der Abstand zu Toyota ist gering genug, dass das Erobern von Marktanteilen so wie es Tesla tut ausreichend sein könnte hier eine Offensive sinnvoll erscheinen zu lassen.
Denn wie und wo will man denn in gesättigten Märken sonst noch so richtig wachsen? Die E-Mobilität wäre hier eine Lösung - Tesla macht es vor. Und auch für den US-Markt ist das alles relevant. Wenn bei den „teuren“ E-Mobilen jetzt auch noch die Marge besser wäre, dann könnte man vielleicht auch was bei dem schwerer erreichbaren Margenziel tun. Wenn die Zahlen stark genug sind wird das Management reagieren. Ist wie mit Hunden und einer Wurst. Die können nicht anders.
- Porsche und zu einem geringeren Teil die vorsprungseinfordernde Audi sind durch Tesla unter Druck (Audi derzeit vor allem mal PR-technisch) - und müssen eigentlich reagieren. Und wenn Porsche reagiert ist die Technik schlagartig serienreif und somit auch günstig für Audi verfügbar (bzw. wird zur „Kostenminimierung“ gleich auf zwei Kostenstellen aufgeteilt und gemeinsam entwickelt. Und genau so sieht es wohl derzeit mit dem Q6 e-Tron aus - der soll gleichzeitig von Audi und Porsche entwickelt werden…).
Und wenn es dann schon im Audi ist, warum nicht gleich den Passat damit ausstatten, um dem wachsenden Druck des ME von Tesla zu begegnen und auch hier (wie in #1) neue Marktanteile zu räubern? Und kurz nach dem Passat, so zeigt uns die Geschichte, kam bisher immer der Golf (wenn nicht sogar davor, siehe Golf GTE). Und wenn der Golf mal 300km am Stück fahren kann (real), dann ist die E-Mobilität zumindest mal in der EU beschlossene Sache - und alle Mitbewerber müssen reagieren.
- China ist für VAG zu bedeutend um es zu verschlafen. Das werden sie nicht. Die PHEVs dürften in China mit ihren Luftproblemen nur eine sehr kurze Sonderrolle spielen. Ich erwarte, dass sobald genügend Ladekapazität vorhanden ist China nur noch reine BEVs erlauben (bzw. bevorzugen) wird und PHEVs fallen lässt. Ähnliches zeichnet sich ja auch schon für Kalifornien ab. Um in diesen Märkten nicht auch noch Absatz zu verlieren muss VAG also ebenfalls nach vorne flüchten, wenn sie ihr eigenes Ziel bis 2020 erreichen wollen.
Somit könnte VAG etwas trotzdem zum unfreiwilligen Vorreiter werden - weil Tesla sie wie von Elon geplant praktisch dazu zwingt. Und „rationalisieren“ kann ein Manager sich das dann auch gut durch Skaleneffekte. Das kennen die VAG-Manager ja. Immerhin sind sie ja alle auf dem Trip „Kosten sparen durch konzernübergreifendes Teilen der Technik“. Da sind sie Meister, siehe Skoda.
Und VAG hätte auch die Kapitalgewalt dem SuC-Netzwerk etwas entgegenzustellen, und zwar extrem schnell. Immerhin sind sie in praktisch allen Ländern der Welt vertreten. Hier überall eine Taskforce aufzustellen und loszupflastern ist für die doch ein Klacks. Zudem könnte man sich gleich noch in einigen Ländern - in denen Tesla noch garnicht ist - als absolut innovativer E-Pionier vorstellen, z.B. in ABC (Argentiien-Brasilien-Chile), Südafrika oder Indien (im VAG-Expansionsplan ist das gar nicht mal so unwichtig heißt es ja).
Einen positiven Nebeneffekt dürfte das auch noch haben: sobald VAG genügend Zellen benötigt wird schon aufgrund der Transportkosten wohl eine Zellfertigung in die EU, evtl. sogar nach Deutschland wandern. Ist ja eigentlich egal welcher Firmenname draußen drauf steht (Panasonic, Samsung, LG, Tesla…). In den neuen Bundesländern ist noch genügend Platz für so was.
Kann natürlich auch ganz anders sein. Ich habe ja keine Glaskugel. Aber das hat hier niemand. 
Edit: kleinere Aufräumarbeiten in der Textwand.