TV-Tipp: "Das Märchen von der Elektro-Mobilität" (in D)

Klasse Bericht.
Mit welcher frecher Arroganz unsere Steuergelder abgesaugt werden ist skandalös.
Autoindustrie aus D ist voll auf Abgas. Super Umweltschutz.
Alles Kotzbrocken.

Hier gibt es den direkten Link zur Sendung (650 MB):

[url]http://mvideos.daserste.de/videoportal/Film/c_550000/555207/format651314.mp4[/url]

Nur noch mal zur Erinnerung. - Das gleiche in grün. Kurz, knapp, treffend mit Teslabildern garniert:
zdf-hdios-none-i.zdf.de/i/meta-f … aster.m3u8

Oder aus unserer Sicht:
facebook.com/80972041237232 … 209873141/

Deutschland fehlen einfach echte Visionäre. Visionäre die mindestens mal mittelfristig denken. Politiker denken nur bis zum ende Ihrer Legislaturperiode. Die Vorstände in den Autokonzernen ebenfalls. Die aktuellsten Zahlen müssen einfach stimmen. Dieses kurzfristige „Denken“ was im wesentlichen dem eigenen Wohl der „Entscheidungsträger“ dient, wird sich am Ende rächen. Und natürlich wird hinterher wieder jeder die Schuld bei dem andren suchen. Die Politik verschwendet hunderte von Millionen an Förderung in die Automobilindustrie (die bei Ihren Gewinnen dies eigentlich locker aus der Portokasse zahlen könnten) und die Vorstände der deutschen Automobilindustrie spielen das Spiel natürlich mit und halten dankend die Hand auf. So verpufft Steuergeld an einer Stelle, die vielleicht bei dem Käufer eines E-Autos besser aufgehoben wäre. Denn würde es echte Anreize für den Käufer geben, dann würde sich vielleicht auch mal das Kaufverhalten ändern und Hersteller wären dann eher gezwungen mal etwas wirklich gutes zu einem realistischen Preis auf den Markt zu bringen. Aber solange diese verknöcherten Strukturen weiter bestehen, wird sich nicht viel ändern. Es war in dem Bericht schon ganz treffend formuliert das man sich aus Politik und Wirtschaft kenne…

Es ist schon jetzt beschämend was die deutsche Automobilindustrie bis hierhin zustande gebracht hat. Mercedes kauft den Akku und die DU bei Tesla ein. VW, BMW mit den mickrigen Reichweiten bei überhöhten Preisen. Später wird man sich erinnern das die deutschen Hersteller doch immer so kurze Reichweiten mit ihren ersten Autos hatten. So baut man sich kein Vertrauen auf. Dieses halbherzige Getue ist doch ein Armutszeugnis. Da hat es Tesla (weil Sie auch wirklich an der Sache glauben) vollkommen richtig gemacht. Gleich ordentliche Reichweiten und ein optisch ansprechendes Auto.

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Und ich möchte dazu fügen, dass man die Steuergelder/fördergelder den etablierten Herstellern nicht mehr gibt.
Besser, man lobt zuschüsse für neue Unternehmer aus, die auf volles risikogehen - aber dafür mit einer echten Vision.
Wenn 1von 10 Unternehmen Erfolg hat, dann ist das Geld bereits sinnvoller angelegt.

Wir sind noch zu Wenige und viel zu leise um die immer trägere und bequemere deutsche Masse zu bewegen. Die Mehrheit wacht erst auf, wenn’s richtig unbequem wird. Das trifft uns dann alle. Ist zwar nicht meine Art, aber vielleicht sollten wir doch deutlich lauter werden?

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Hi !

Also ich fand’ die Sendung gut. Zum Informationsauftrag der öffentlich rechtlichen gehört es aber auch, ein umfassendes Bild der Lage abzugeben. Natürlich sind wir hier alle ein wenig gefärbt, aber wie kann man Tesla gerade in DE so ausblenden ?

Wenn ich keine Ahnung vom Thema hätte, würde ich mich nach dem Bericht dreimal fragen, was Tesla ist, wieso da die Revolution abgeht, was die für Autos haben und wie die das machen. Ja - die Stückzahlen stimmen noch nicht in DE - aber die Ladeinfrastruktur und das Konzept dahinter sind einzigartig und bereits JETZT verfügbar mitten in DE ?

Es kam ja sehr klar rüber, daß Winterkorn & Co. es als stattliche Aufgabe betrachten, die Ladeinfrastruktur für die E-Mobilität zu schaffen - genau wie seinerzeit ja bei den Tankstellen (IRONIE) - die sind ja auch alle samt staatlich errichtet worden ! Wenigstens hier hätte man sauber erwähnen müssen, daß das deutsche BAB-Netz flächendeckend mit SuCs von Tesla zugepflastert ist, die haben das einfach mal gemacht - privatwirtschaftlich - und tun es immernoch. Das wäre weitaus ausgewogener gewesen, da es den Gegenpol zur Argumentation der deutschen Automobilbauer darstellt.

Ja - der Tesla ist teuer - aber er hat Reichweite. Man hätte auch erwähnen müssen, daß es bereits kompromisslose E-Fahrzeuge gibt. Wie das erreicht wurde und gern auch die Abstufung nach Preis wäre ja OK.

Was jetzt leider bleibt, ist der grundsätzliche Eindruck, daß das alles überhaupt nicht funktioniert - das finde ich in Teilen etwas schädlich für das Thema.

Die rote Linie war aber sehr i.O., da klar wurde, was wir in Deutschland eigentlich nicht wollen.

Was habe ich gelernt ? Man kann aktuell tatsächlich den Smart ED nicht kaufen - haha…ich dachte, die machen einen fließenden Übergang zum Nachfolgemodell - aber Produktion eingestellt ist schon sehr krass !!!

:open_mouth:

Hat mich insgesamt zwar nicht total überrascht, da vieles ja bekannt war, aber die Inkompetenz der dt. Industrie in dieser Zusammenstellung ist schon erschreckend:

  • Steuergelder absaugen, verpulvern und dann damit bezuschußte Fabriken wieder zu schließen (Mercedes)
  • Null Innovationskraft mehr, aber Micky-Mouse-Erfolge werden als „Führend im Markt“ dargestellt, z.B. wenn BMW i3 oder e-Golf mal 120 km weit kommen.
  • Anstatt selbst die Infrastruktur aufzubauen (bei Navi-Karten geht die Zusammenarbeit ja auch) wird auf die Politik sprich die Steuerzahler geschaut, die sollen’s dann richten
  • Starres Festhalten in total sinnlosen Konzepten, nur um bei den Abgastestzyklen gut dazustehen (ein Porsche Plug-In, der 30 Kilometer elektrisch fahren kann, ist m.E. völliger Blödsinn)
  • Massiver Lobbyismus in Brüssel und Berlin, um die Cash-Cows (Oberklassen-Limos, SUV) zu schützen - leider ist der ja auch erfolgreich :astonished: :open_mouth:

Wenn wir so weitermachen, dann wird DE bald ganz schön husten. Vielleicht schafft man es ja, die Veränderungen noch rauszuzögern. Aber wenn man zurückblickt, wird es einem mulmig:

  • Katalysator in den 80ern mußte gegen unsere Industrie durchgedrückt werden
  • Wasserstoff kommt nicht voran und wird es vielleicht auch nie
  • Mißerfolg bei e-Mobilität wird seit Jahren mit den gleichen ungelösten Problemen entschuldigt
  • Massive Abhängigkeit von volatilen Märkten mit teilweise undemokratischen Systemen (China)
  • Verpflichtender Tech-Transfer wird bald zu massiver Konkurrenz führen wie in vielen anderen Industrien, auch technisierten (siehe Solarindustrie, Bahnindustrie, …)

Eigentlich sollte man Tesla aus der Berliner Politik heraus ein riesiges Danke aussprechen - alleine die Reichweite eines Tesla macht so viele Lippenbekenntnisse unser Vorzeigeunternehmensführer lächerlich.

Elektrische Grüße,
Tommy

Ist es denn korrekt, dass die Margen bei deutschen E-Autos vergleichsweise hoch sind? Das hat der Bericht zumindestens suggeriert. Viel wird unternommen, um die Fahrzeuge günstig produzieren zu können, aber trotzdem sind sie im Vergleich zur Konkurrenz viel teurer. Das kommt einem schon komisch vor und wenn dann noch nach Subventionen gefragt wird, wird das noch eine Nummer dreister.

Mit Abstand die beste Reportage zum Thema seit langer Zeit - extrem gut recherchiert und keine Tabus ausgespart.
Der Klassiker allerdings die Sendezeit :laughing: 23:15
Sollten wohl nicht allzu viele Zuschauer sehen. Wahrscheinlich hat man die Lobby gefragt, wann man sowas senden darf…

Meine persönliche Erfahrung.

VW ist ganz okay. Es gab einen Golf GTE zur Probefahrt und man konnte einen GTE Vorführer sofort erwerben (dann etwas günstiger). Sogar einen e-Golf wollte man gerne verkaufen. Man hätte auf eigene Kosten sogar einen Probewagen herbeigeschafft.

BMW kann mir keinen i3 liefern. Probefahrt unmöglich. Kennen die nur Großstädte?

Mercedes antwortet noch nicht einmal. Und lokaler Mercedeshändler sagt kann/will man nicht verkaufen.

Und das ist kein Märchen.

Die Wahrheit von der Elektromobilität in Deutschland im Jahr 2015 ist doch die: du musst genau wissen, wo und welcher Händler dir überhaupt ein Elektroauto verkaufen will. Alle anderen quatschen nur dämliches Zeug. Und reden es einem aus. Das ging bei unseren Probeanfragen vom Opel Ampera bis in den heutigen Tag so

Und sogar bei Nissan, wo ich den örtlichen Händler zu den Guten in Sachen Elektromobilität zähle, war vor einem Jahr noch folgende Antwort zu hören: meine Frage, wo ist denn das Kabel für den Gleichstromlader? Antwort: weiß ich nicht. Muss ich mal gucken. Oh Mann. Das war der Spezialist bei Nissan. Allerdings ist das heute doch sehr viel besser geworden. Aber eben nur dort, wo man diese Fahrzeuge verkaufen kann.

Nissan war so nett, mir ein email zu schreiben und eine Probefahrt anzubieten. Dazu muss ich über eine Stunde zum empfohlenen Händler fahren. Händler in der Nähe = Fehlanzeige. Wenigstens versucht Nissan einen nicht komplett ins Leere laufen zu lassen. Allerdings habe ich dafür keine Zeit. Sorry.

Das beste war die Ladesäule bei der „BMW i-Welt“ für 900.000 € GEFÖRDERT mit Steuergeldern. Die going-electric community baut 43kW Ladepunkte für ein Bruchteil per Crowdfunding. Da bekommt man Wut auf die deutsche Automobilindustrie!

+1

Alles in allem guter Beitrag, mir fehlten aber doch die postiven Beispiele und Aussichten, die es ja gibt!!! Nur nicht von den deut. Herstellern.
z.B.:natürlich Teslas Supercharger-Netz, Ladekreuz Hilden u.a. Initiativen von Firmen wie Aldi, etc.,
Nur der kleine Einblick auf die Ladesituation in NL war gut. Ein kurzer Blick auf Norwegen wäre nicht schlecht gewesen!
Man hätte ja auch ein paar Minuten zeigen können, wie es ja schon mit einem erfahrenen Nutzer von Tesla, Zoe, Nissan Leaf etc. im Alltag geht.
So fehlte mir die positive Aussicht und der Stachel für die deut. Hersteller. So heisst es für die Masse immer noch zukünftig: das gibts ja garnicht , das geht doch garnicht.

Elektrische Grüße

Ernst