Nabend zusammen,
Ende August steht bei mir die Nordkapp Tour an. 14 Tage sind eingeplant dafür.
Wollte mal hören, was die Erfahreren hier für Tips und Ratschläge für eine Reise da hoch mit auf den Weg geben können.
Werde auf jeden Fall eine Matraze zum Schlafen im Auto bei Bedarf mitnehmen. Brauche ich eigentlich Anfang September dort schon Winterreifen? Ist der Schutzbrief der HUK24 ausreichend, oder soll ich lieber was Separates für so einen Trip buchen? Gibt es Sachen, die man dort oben unbedingt dabei haben sollte?
Geplant ist entweder die Route über Dänemark, Stockholm → Fähre nach Turku, dann mehr oder weniger auf direktem Weg zum Nordkapp, Rückweg dann über Norwegen / Trondheim nach Kristiansand zurück nach Dänemark.
Bei dieser Kombination liege ich bei ca. 95 h / 6.300 km Reisezeit inkl. Ladezeit.
Alternativ eine der beiden Richtungen durch die Schweden Route ersetzen um zeitlich besser aufgestellt zu sein.
Ist die Norwegen Route wirklich so viel besser / abwechlungsreicher?
Warum die Fähre? Von Stockholm nach Norden geht auch 1A. Wir sind von Nyköpping via Stockholm, Rovaniemi und Inari hoch gefahren, das war in 3 Tagen durch…
Am Rückweg… Alta bis Tromdheim runter zieht sich ganz schön, da haben wir abgekürzt via Schweden mit einem Stopp in Arvidajaur.
Winterreifen ist so ne Sache. Wir hatten Anfang Juni am Weg nachTrondheim Schnee und Schneefahrbahn rund um Dombas. Sind dann dort einige Stunden geblieben und haben gewartet bis es besser wurde.
14 Tage sind schon nicht gerade viel Zeit für so eine Tour. Es gut machbar, aber in Norwegen hast du im Schnitt eine durchschnittliche Reisegeschwindigkeit von 60km/h.
Das muss einem einfach klar sein, man ist sehr viel am Fahren, von den Strassenverhältnissen ist es im Regelfall noch relativ gut, 1-2 Tage Schnee kann es im Norden schon geben, aber der ist im Regelfall sehr schnell wieder weg.
Ich würde trotzdem die WR draufziehen, um die Jahreszeit kann es teilweise auch sehr viel regnen und die Temperatur sind oft auch nur zwischen 0-10° oberhalb des Polarkreises, dann fährt es sich einfach sicherer.
Die Route durch Norwegen ist deutlich abewechslungsreicher, vor allem wenn man von der E6 runterfährt und kleinere Strassen fährt.
Was du auch machen kannst bis Narvik fahren und dann über Schweden zurückfahren, dies sollte schneller sein, ich bin diese Strecke über Schweden aber noch nie zurückgefahren.
Habe schon oft gelesen, dass die Route über Schweden relativ monoton sein soll, und Finnland + Norwegen die bessere Alternative sein sollen.
Darum habe ich die Fähre nach Turku eingeplant. Wenn die Finnland-Route aber ähnlich wie die Schweden Route sein sollte, würde ich die Streichen und durch die Schweden Route ersetzen.
Habt ihr die Hotels alle im Voraus gebucht, oder kann man da auch spontan einchecken? Die Hauptsaison dürfte dann ja eigentlich schon vorbei sein.
Also wir sind damals auch über Finnland gefahren, uns hat es sehr gut gefallen, wir sind mit dem WoMo an herrlichen Stellen am Meer und Seen gestanden und Rovaniemi muss man gesehen haben
Um die Jahreszeit sollte das Buchen einen Tag im voraus kein Problem sein. In Norwegen würde ich es auf mich zukommen lassen, Cabins gibt es eigentlich immer zu buchen.
Wir werden die erste Septemberwoche auch von Trondheim in Richtung Norden unterwegs, wir buchen da nichts, wir haben nicht einmal eine Matratze für das MY dabei , das WoMo darf sich erholen.
8003 km ist natürlich schonmal eine Ansage. Wie lange seid ihr unterwegs gewesen? Also Netto Fahrtzeit inkl. Ladezeit und einmal der komplette Zeitraum?
Diese Tour würde ich auch machen, wenn Finnland rausfällt.
Aber aktuell sieht meine Route wie folgt aus: 6.152 km / 90h 17min
Netto kann ich die Zeit leider nicht sagen.
Gesamt waren es 15 Tage. Montag früh los, Samstag am Nordkap, dann wieder zurück. Norwegen dauerte etwa 1 Tag länger als die Schweden Seite.
Waren dann jedoch 2 Tage in Billund.
Meistens so gegen 10 Uhr losgefahren, gegen 18 Uhr dann Campingplatz.
Wir haben im Grunde immer am Vortag gebucht. Das einzig fixe war Samstag auf Sonntag Fehmarn mit der Fähre. Aber ab da… Mittwoch (5. Tag) waren wir am Nordkap oben, dann gings runter nach Trondheim, 3 Tage Bergen, 2 Tage Oslo und weil ich hin wollt enoch nach Billund ins Legoland rüber. Dann nochnen Stopp im Saarland und nach Hause. 16 Tage alles zusammen, 9.300km. Ging easy.
Und einänig fahren… keine Ahnung, für das gibts nen AP. Der funktionirt dort oben 1A, im Gegensatz zu unseren Autobahnen wos eigentlich ne Katastrophe ist.
@Jenex
Wenn man jedoch auf der ganzen Reise was anschauen möchte, dann sind 14 Tage zu wenig.
Was ich angeschaut habe:
Stockholm Vasa Museum (das Schiff…)
Billund Lego House und Legoland (Haus muss vorab gebucht werden)
und hin und wieder mal stehengeblieben bei schönen Stellen.
Die nächste Reise plane ich mit 4-5 Wochen, einfach mal um länger an einem Ort zu bleiben, sich alles in Ruhe anschauen was es sonst noch so gibt.
Insbesondere Norwegen, das ist faszinierend.
Die 14 Tage fahren waren halt doch nur runterreissen der Kilometer.
da ich selbst den Norden gut kenne, auch die Routen zum Nordkap und gerade selbst auf dem Rückweg bin …
… also wenn du das erste mal dort oben bist , plane gerade in Norwegen viel Zeit ein und rechne mal mit max. 60-65 km Pro Stunde .
Die E6 ist schön und teilweise grandios zu fahren aber eben oft limitiert und gut befahren.
Man bleibt gerne hier und da mal rein wegen der Aussicht stehen , also eher konservativ planen .
Willst du schnell hoch und runter , empfehle ich klar den Weg durch Zentralschweden !
Zwar landschaftlich mau, ist die E4 aber auch und Finnland umso mehr (also Wald, Wald , Wald , Seen und Felsen ).
Denn die E4 ist total vermint und gut befahren .
In der Mitte kannst du einfach durchschallern.
Siehe ggf. Meinen aktuellen Roadtrip-Bericht ?!?
Die Fähre Kapellskär-Naantali ist Mega , macht aber aus meiner Sicht nur Sinn wenn ihr Helsinki plus Nachtzug nehmen wollt,
Denn die finnische Küste hoch ist genauso zäh wie die schwedische .
Viel Spaß und bei Fragen immer gerne … habe noch die Nordkap-Luft in der Nase
Das mit der E6 würde ich nur teilweise so stehen lassen :-), wenn er mehr Zeit hätte dann wäre die FV17 die schönere Alternative in Richtung Trondheim.
Deinen Roadtrip Bericht habe ich natürlich verfolgt. Er hat schon einiges an Eindrücken hinterlassen. So oder so ähnlich stelle ich mir das vor
Wie viele KM sind bei dir am Ende zusammengekommen?
Vielen Dank erstmal für die ganzen Tipps. Habe meine Route entsprechend angepasst, und werde über Schweden - SantaClaus Town - Nordkapp und dann die E6 wieder zurück durch Norwegen fahren.
Die Zeitersparnis daraus möchte ich gerne für die Lofoten und anschliessendem Fähr-Transfer aufs norwegische Festland nutzen.
Je nachdem wie gut ich durchkomme (wollte die ersten beiden Tage je 800-1.000km machen), würde ich mir dann auch 2 Tage auf den Lofoten gönnen.
Dass ich in dieser kurzer Zeit nicht alles sehen kann, was sehenswert ist, war mir vorher schon bewusst. Aber 4-6 Wochen Zeit für nen Roadtrip sind bei mir leider nicht drin.
Nordlichter kann man Anfang September noch keine sehen, oder?
Ab Mitte September kann es Nordlichter geben, aber eher unwahrscheinlich.
Und lass die Lofoten weg, bei deiner knapp bemessenen Zeit wirst du nur noch im Auto sitzen. Lofoten sind locker 2-3 Tage zusätzlich.
400km sind in Norwegen im Norden ca 7-8h Fahrzeit. Für deinen Route empfiehlt man im Regelfall eher 3 Wochen. Deshalb konzentriere Dich auf das Nordkapp und wenig einselne Punkte z.B. Tromsø/Alta/Rovaniemi/Stockholm etc dass du für diese Orte 3-5h zum anschauen hast.
Oder einmal 2h Picknick an einem einsaman Fjord machen.
So ist es , für die Lofoten oder eben auch das westliche Fjord-Norwegen würde ich oder plane ich eine separate Tour mal irgendwann , dann aber 4-7 tage nur für die Inseln gedacht .
Mal kurz dort hin und weg … naja
Tipp wenn es für einen ersten Eindruck langen soll. Nimm die Fähre von Bognes nach Lodingen (grandioses Panorama ) und wieder nach Narvik (dort auf den Narvikfjellet bei gutem Wetter, top Sicht)
Aber weniger kann oder wird mehr sein .
Ich war nun 10 Tage unterwegs und habe nur die wesentlichen Dinge auf der Strecke angesehen bzw. immer an den Überbachtungsorten Zeit eingeplant .