Tesla und der EU-Datenschutz

Tagesschau zu Datenschutzproblemen mit Tesla:

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…so der Datenschutzbeauftragte des Landes Baden-Württemberg, Stefan Brink: „Wenn ein Fahrzeug im öffentlichen Verkehrsraum fährt und dabei ständig alle anderen aufzeichnet, ist das ein klarer Datenschutzverstoß. Das darf nicht sein.“ Solche Kameras dürften immer nur im Einzelfall bei einem konkreten Ereignis eingesetzt werden, so Brink. „Aber das dauerhafte Filmen durch Fahrzeuge ist verboten.“

Aber dass jeden Tag dutzende Google-Autos durch die Gegend fahren und dauerhaft Straßen und Gebäude filmen und diese dann noch für kommerzielle Zwecke veröffentlich werden, dass scheint niemanden zu jucken.
Die Frage die ich mir gerade stelle: Die Bilder werden ja nicht veröffentlicht. Gibt es dann da wirklich eine konkrete Datenschutzverletzung, wenn Tesla beweisen kann, dass die Bilder nach der Auswertung für FSD gelöscht werden?

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„… im Einzelfall bei einem konkreten Ereignis…“. Wie soll das gehen? Nach dem Unfall die Zeit zurück drehen, um eine Aufnahme zu starten?
Man sollte dem Mann vielleicht auch mal sagen, dass nicht „ständig alle anderen“ aufgenommen werden, sondern die Videos nur 10 Minuten im Speicher bleiben - es sei denn, der User greift aktiv ein.

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Was faseln die da? Im Menü kann jeder die Datenschutzeinstellungen* anpassen. Dann wird gar nix aufgezeichnet. Weder die Innen- noch die Außenkamera.

*Die default deaktiviert sind

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Hat ja auch laut Bericht niemand behauptet, dass es nicht einstellbar ist. Generell wirft der Bericht einige Fragen auf. Allerdings nicht gegenüber Tesla sondern in erster Linie gegenüber dem Journalisten.
Man verkauft es als „exklusiv“ aber erwähnt nicht,

  • das es Datenschutzeinstellungen gibt und die Weitergabe freigegeben muss
  • falls dies deaktiviert wurde, ob noch immer Daten übermittelt werden
  • ob die Daten anonymisiert sind (weil Daten verschlüsselt übertragen)
  • ob die Daten vom Unternehmen für kommerzielle Zwecke verwendet wird (das wird im Bericht angedeutet)

Für Autohersteller ist die Datennutzung „das zweite große Geschäftsmodell geworden“, meint Datenschützer Brink.

Man merkt auch, dass im Laufe des Artikels ganz schnell von „wir haben was gefunden“ zu „was wäre wenn“ übergeleitet wird. Wie Dringi es schon erwähnt hat sehe ich das viel größere Problem in all den Facebooks, Youtubes, Googles, Instagrams und Twitters dieser Welt, die die Daten anlasslos erfassen, Unternehmen im Ausland bereitstellen, zu kommerziellen Zwecken verwenden und analysieren und auch noch öffentlich einer breiten Masse zur Verfügungstellen.

Btw. sehe ich aus Datenschutzgründen auch ein Problem damit, Dashcam oder Wächtermodus Videos unzensiert auf YT und dergleichen hochzuladen.

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Das Schlimme ist, dass es vermutlich sogar korrekt ist. Die DSGVO widerspricht vermutlich dem was Tesla treibt.
Warum ist das schlimm? - Ich arbeite in einem Bereich in dem wir im Bereich Medizintechnik viel mit KI machen. Das was die Politik da in Kraft gesetzt hat behindert Fortschritt. Es treibt Forschung und Leute aus Deutschland und der EU heraus.
Ich muss es leider mal so klar sagen: da wurden Ängste von Unwissenden geschürt. Es geht nicht darum keinen Datenschutz zu haben. Aber das was in D läuft, kann man leider nur noch mit Fortschrittsverhinderung bezeichnen.

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Welchen Inhalt die per WLAN übertragenen Daten hatten, blieb unklar. Tesla verschlüsselt die Pakete, das Hacken dieser Inhalte wäre somit strafbar.

Eine Verschlüsselung ist laut DSGVO ja auch ausdrücklich gefordert :wink:

Nun, es wäre sicherlich auch machbar, die Videos vor dem Abspeichern zu anonymisieren - d.h. schwarze Balken auf Gesichter und Kennzeichen - der Rest viele dann unter die Panoramafreiheit (zumindest auf öffentlichen Straßen).

Außer beim Sentry-Mode, da möchte ich ja gerade was handfestes :frowning:

Ja, leider muss ich das zu großen Teilen unterschreiben. Noch dazu ist die EU-DSGVO auch Täterschutz, das erlebe ich jeden Tag in meiner Firma.

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Das Entscheidende wird hier übersehen. Die Aufzeichnung per se ist nicht das Problem sondern die externe Datenverarbeitung. Sprich wenn ihr die Videos im Auto auf dem USB Stick lasst ist das auch kein Problem. Erst wenn Ihr den USB-Stick entfernt und extern Bearbeitet wird ein Schuh draus. Wenn ihr das also nur im Falle eines Unfalls macht ist das auch Anlassbezogen uns somit ok.

Der Artikel in der Tagesschau ist genauso verwirrt geschrieben, wie die Schreiber selbst sind. Da wird alles durcheinander geworfen, Daten/Telematik/Videos/Versicherungen. Tesla dient als Aufhänger, um dann alles zu verallgemeinern und gesellschaftliche Fragen aufzuwerfen. Das ist der klassische Clickbait-Stil. Noch dazu meinen Sie, etwas neues „entdeckt“ zu haben. Ich denke mal, dass es mindestens der Hälfte der Testfahrer klar ist, dass Kameraaufzeichnungen in die USA gehen.
In den deutschen Medien wird gerne dargestellt, dass Daten ein ganz böses Geschäftsmodell sind. Lieber bei Blechbatschen oder Kohle schürfen bleiben 1elf!

Ich bin allerdings dafür, dass Tesla klarer darstellt, was wann wie mit den Videos und Daten geschieht. Sie sind ja kein Facebook, dass sich verstecken muss.

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Dieses Thema könnte etwas ausarten. Deshalb mein Vorschlag:

Neuer Thread „Tesla und der EU-Datenschutz“ Vernünftig oder nicht? :thinking:

Achso, ne Meinung hab ich auch noch dazu: kompletter Blödsinn, was die da wieder mal anzetteln.
Bzgl. Datenübermittlung gibt jeder sein Einverständnis,
daß Tesla die Daten zur Weiterentwicklung verwenden darf.
Und Videoclips zur privaten Verwendung bzw. zur Beweissicherung ist doch ok.

Gruß

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Würde ich sehr interessant finden! Kann man denn die Übermittlung der Daten abstellen? in der Vergangenheit war dies nicht möglich, aber ich glaube die Richtlinie wurde geändert?

Die DSGVO behindert nicht, wenn du sie richtig umsetzt. Solange du das Einverständnis der betroffenen Personen hast, kannst du die Daten verarbeiten.

Und ohne Einverständnis bleibt halt die Türe zu. Wie mit der neuen Cookie-Abnickerei - effektiv bringt das leider überhaupt nichts.

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Nur für Funktionen, für welche die Daten verwendet werden, darf die Tür „zu bleiben“. Also auf dein Beispiel der Webseite bezogen: wenn du Cookies um Einstellungen zu speichern nicht akzeptierst, werden deine Einstellungen nicht gespeichert. Dir darf aber nicht der Zugriff auf die anderen Funktionen, welche die Cookies nicht benötigen, blockiert werden werden.

Jetzt begibt sich auch die Tagesschau auf das Terrain der Bild-Zeitung:

Und sowas finanziert von unserer Propaganda-Steuer aka GEZ.
Kein Wort in dem Artikel dazu, wozu die Aufzeichnungen eigentlich benötigt werden, nämlich das Trainieren neuronaler Netze. Dass es Tesla dabei um Verbesserung des Autopiloten geht, anstatt das Erfassen personenbezogener Daten wird an keiner Stelle erwähnt.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, was EM an Deutschland so toll findet…

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Zwei Threads verschoben bzw aus „Tesla in den Medien“ rausgelöst.

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Oh man, dann Wander doch bitte aus.

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Mach ich, sobald ich kann!

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Danke :pray: Donald Trump oder die AfD machen sicher besser.

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